Chinesischer Roman und Theater


Hausarbeit, 2003
8 Seiten, Note: 2.3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das chinesische Theater und dessen zwei Hauptformen
2.1 Das traditionelle chinesische Theater-Xique 戏曲
2.2. Das moderne Sprechtheater-Huajue 话剧

3. Geschichtlicher Ueberblick der chinesischen Romane

4. Die sechs grossen Meisterwerke der chinesischen Romane

5. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die chinesische Literatur blickt auf eine Lange Geschichte zurück. Der Konfuzianismus, der in der Frühlingsperiode der Qin-Dynastie bzw. Chun Qiu-Zeit(etwa 700-245 v. Chr.) mit Konfuzius als seinen Begründer seine Anfänge fand und etwa zwei tausend Jahre das ganze Leben in der Chinesischen Gesellschaft beherrschte, war die Quelle und das Fundament der chinesischen Literatur. Die Leidenschaften zu zähmen und den öffentlichen Frieden zu sichern waren die Funktionen des Konfuzianismus. Ohne den Konfuzianismus zu beleuchten, ist die chinesische Kultur nicht zu verstehen. Das Theater und der klassische Roman gehörten zu den hauptsächlichen Teilen der chinesischen Literaturgeschichte.

2. Das chinesische Theater und dessen zwei Hauptformen

2.1 Das traditionelle chinesische Theater-- Xiqü 戏曲

Wegen der Bücherverbrennung erlebte das frühe chinesische Theater in der Qin-Dynastie(221-206 v.Chr.)einen Rückschlag: viele Bücher und Manuskripte wurden zerstört. Die Han-Dynastie (206 v.Chr.-220.n.Chr.) galt als Epoche der Restauration altes Bühnenkunst, eine Notenschrift wurde eingeführt. Später erreichte unter der Tang-Dynastie (618-906 n.Chr.) durch die Aufnahme neuer Musik von Indien und Zentralasien seine erste Blütezeit.[1] Die zweite Blütezeit des Theaters war die Yuan-Dynastie(1280-1367). Im mongolisch beherrschten China entstand das Yuanqü 元曲, das die Literatur der Yuan-Dynastie am besten präsentierte. Diese frühe Form des Singspiels bildete den Grundstock für die regionalen Formen der chinesischen Oper. Der bekannte Dramatiker der Yuan-Dynastie Guan Hanqing 关汉卿(etwa 1210-1298 n. Chr.) hat 64 Dramen geschrieben, davon blieben leider nur 14 erhalten. Sein Meisterwerk, gleichzeitig eines der besten Dramen der Yuan-Dynastie, war “ Die ungerechte Verurteilung der Dou E” (Dou E Yuan 窦娥冤).[2] Das seit vielen Jahrhunderten immer wieder aufgeführt wurde. Die Ming-Dynastie (1368-1644) und Qing-Dynastie(1644-1911) war die dritte Blütezeit des Theaters. Damals gab es in China viele lokale traditionelle Opern. Zu den weltweit bekannten Opernformen gehörte die Peking-Oper.

Die Peking-Oper entstand während der Zeit der Qing-Dynastie, und hat gegenwärtig eine zwei Hundert jährige Geschichte. Das Männer weibliche Rollen (auch die dan Rolle) spielten, war eine traditionelle Darstellungsform in der Peking-Oper. Weil in der kaiserlichen Zeit es für chinesische Frauen unmöglich war, in der Öffentlichkeit aufzutreten. Mei Lanfang (1894-1961) war ein sehr bekannter Dan -Darsteller. Aber diese Tradition ist jetzt wegen mangelndem Nachwuchs an Schauspielern vom Aussterben bedroht.

2.2. Das moderne Sprechtheater— Huaj ü 话剧

Anfang zwanzigstes Jahrhunderts setzte die Entwicklung des Sprechtheaters in China ein. Bekannte Stücke wie „Gewitter“ (Lei Yü 雷雨) und „Teehaus“ (Cha Guan 茶馆) erlebten zahlreiche erfolgreiche Aufführungen. Nach der Gründung der Volksrepublik China im Jahre 1949 leisteten das Theater seinen Beitrag zum sozialistischen Aufbau und zur sozialistischen Wirtschaftsreform. Zahlreiche Theaterstücke wurden in den letzten Jahren aufgeführt, zum Beispiel “Ein Familienangehöriger unter Soldatinnen”, ”Der große Dichter Q ü Yuan (340-278 v.Chr.)”. Das kleine Sprechtheater (Xiao Jü Chang Huajü小剧场话剧) ist zur Zeit ein sehr moderner Form des Theaters, dessen Dramen meistens von den jugendlichen Schriftstellern über das gegenwärtige gesellschaftliche Zusammenleben geschrieben werden.

3. Geschichte der chinesischen Romane

In China gab es schon eine lange und kontinuierliche Literaturtradition. Bereits vor 3000 Jahren hatte die klassische Schriftsprache ein hohes Niveau erreicht.

Daneben existierte immer noch eine mündliche Erzähltradition, die in der Umgangssprache von einer Generation zur nächsten weitergegeben wurde. Ab dem zwölften Jahrhundert wurden die Erzählungen in der Umgangssprache schriftlich festgehalten und mit der Möglichkeit des Buchdrucks veröffentlicht.

Das erste Werk „Tang Taizong Ru Ming Ji 唐太宗入冥记” wurde danach in Dun Huang 敦煌[3] auf Stein gemeißelt vorgefunden. Aus diesen Erzählungen entwickelte sich in den folgenden Jahrhunderten der klassische chinesische Roman. Die Ming-und Qing-Dynastien lässt sich als Zeitalter der Romane beschreiben. Wegen den damaligen politischen und sozialen Verhältnisse und der Verbreitung der Buchdruckkunst erfuhr der Roman in dieser Zeit einen Aufschwung.[4] Es entstanden die vier großen Meisterwerke der klassischen chinesischen Literatur, welche bereits in vielen Fremdsprachen übersetzt wurden. Seit den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts entfaltete sich die Bai Hua Wen 白话文[5] -Bewegung. Überall redete und schrieb man in Bai Hua Wen. Dessen bekanntester Vertreter war Lu Xun 鲁迅 (1881-1936). Er verwendete seine Feder als Waffe gegen alle Traditionen und Imperialismus. Sein erster bekannter Roman war „Das Tagebuch eines Verrückten 狂人日记,” in der er mit dem alten sozialen System, besonders mit dem veralteten Familiensystem abrechnete und in Namen der Evolution seine Aufgabe verlangte.[6] China sieht ihn als das Ideal eines Denkers und Dichters.

[...]


[1] Feifel, Eugen; Kikuya Nagasawa. 1959. Darmstadt. Geschichte der chinesischen Literatur. S.251.

[2] Feifel, Eugen; Kikuya Nagasawa. 1959. Darmstadt. Geschichte der chinesischen Literatur. S.257.

[3] Dun Huang 敦煌 befindet sich in der Provinz Gan Su 甘肃.

[4] Vgl.Feifel, Eugen; Kikuya Nagasawa. 1959. Darmstadt. Geschichte der chinesischen Literatur. S.290.

[5] Bai Hua Wen 白话文 ist die Umgangsprache.

[6] Feifel, Eugen; Kikuya Nagasawa. 1959. Darmstadt. Geschichte der chinesischen Literatur. S.371.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Chinesischer Roman und Theater
Hochschule
Universität Bremen  (Sinologie)
Note
2.3
Autor
Jahr
2003
Seiten
8
Katalognummer
V20832
ISBN (eBook)
9783638246064
Dateigröße
499 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Chinesischer, Roman, Theater
Arbeit zitieren
Xia Yan (Autor), 2003, Chinesischer Roman und Theater, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20832

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