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Entwicklung einer Policy zur Erhaltung der Wirtlichkeit der Stadt Oberhausen unter Berücksichtigung der lokalen Politics und Polity

Title: Entwicklung einer Policy zur Erhaltung der Wirtlichkeit der Stadt Oberhausen unter Berücksichtigung der lokalen Politics und Polity

Research Paper (undergraduate) , 2012 , 79 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Patrick Wiedemann (Author)

Politics - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Bereits im Jahr 1965 merkte Alexander Mitscherlich in seinem Pamphlet „Die Unwirtlichkeit
unserer Städte – Anstiftung zum Unfrieden“ an, dass das Leben in den Städten der
Bundesrepublik Deutschland (BRD) nicht lebenswert sei. Diese Betrachtung orientierte
sich an keinem konkreten Beispiel, sondern an den deutschen Städten im Allgemeinen.
Fraglich ist, inwiefern seine Thesen heute noch aktuell sind. Dies wird konkret anhand
der Entwicklung der Stadt Oberhausen und den dortigen Rahmenbedingungen erörtert.
Als Rahmenbedingungen kann bspw. die demografische Entwicklung betrachtet werden.
Dies ist notwendig, um einschätzen zu können, für welche Bevölkerung die Kommune
in Zukunft wirtlich sein soll. Mitscherlich merkte bereits im Jahr 1965 an, dass die
Lebenserwartung und der Anteil der Personen im Seniorenalter steigen werden, es dahingehend
jedoch „keine humane Stadtplanung [gab], die in entsprechender Zahl bequeme
Wohngelegenheiten für alte Menschen mitten unter den Berufstätigen …“ schuf.
Darin war die Anklage zu sehen, dass schon damals eine mangelhafte Devianz- bzw.
Seniorenpolitik, als Teil einer Wirtlichkeitspolitik, praktiziert wurde. Als weitere Rahmenbedingung
wird die finanzielle Situation der Stadt Oberhausen angeführt, um zu beurteilen,
inwiefern finanzielle Mittel zur Umsetzung einer Wirtlichkeitspolitik zur Verfügung
stehen würden.
Nach der Darlegung Mitscherlichs wesentlicher Thesen sowie der politologischen
Grundlagen wird sich diese Arbeit der Antwort auf die Frage anzunähern:
Was könnte in Oberhausen für die Bürgerinnen2und Bürger getan werden, damit die
Stadt künftig als wirtlich wahrgenommen wird? Bei der Entwicklung einer solchen Wirtlichkeitspolitik
wird Acht auf die Rahmenbedingungen der Kommune gegeben. Auch
wird eine Beurteilung erfolgen, inwiefern man Oberhausen als wirtlich bezeichnen kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Unwirtlichkeit unserer Städte

2.1. Bedeutung des Begriffes „Unwirtlichkeit“

2.2. Die Stadt als Biotop

2.3. Weitere Thesen Mitscherlichs

2.4. Mitscherlichs Fazit

2.5. Veränderungen seit dem Jahr 1965

3. Die Rolle der Verwaltung im politischen Prozess

3.1. Politik als Policy-Making

3.1.1. Das politisch-administrative System

3.1.2. Die drei Dimensionen des Politikbegriffes

3.2. Der Policy-Cycle

3.3. Zwischenfazit

4. Die Stadt Oberhausen

4.1. Die Wirtlichkeit Oberhausens

4.2. Polity und Politcs in Oberhausen

4.2.1. Demografische Rahmenbedingungen

4.2.2. Finanzielle Rahmenbedingungen

4.2.3. Institutionelle Rahmenbedingungen

5. Künftige Herausforderungen für ein wirtliches Oberhausen

5.1. Klares Policy-Making

5.2. Aufgabenbereich der Kommune

5.3. Kommunale Policy in Form einer Wirtlichkeitspolitik

5.3.1. Schranke der Policies in Oberhausen: Die kommunale Finanzwirtschaft

5.3.2. Mögliche Ausgestaltung einer Wirtlichkeitspolitik (Policy) in Oberhausen

6. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern Alexander Mitscherlichs Thesen zur Unwirtlichkeit deutscher Städte heute noch auf die Stadt Oberhausen anwendbar sind, und entwickelt Ansätze für eine kommunale "Wirtlichkeitspolitik" unter Berücksichtigung der spezifischen demografischen und finanziellen Rahmenbedingungen.

  • Analyse städtebaulicher und politologischer Grundlagen der Wirtlichkeit
  • Untersuchung der demografischen und finanziellen Lage von Oberhausen
  • Diskussion politischer Steuerungsprozesse (Policy-Cycle) auf kommunaler Ebene
  • Evaluation von Handlungsoptionen zur Leistungsanpassung und Konsolidierung
  • Konzeptentwicklung für ein zukunftsorientiertes, wirtliches Oberhausen

Auszug aus dem Buch

2.2. Die Stadt als Biotop

Mitscherlich bezeichnete die Städte, in denen man Jahrhunderte lebte, als Biotop. Er definiert eine biotopische Stadt wie folgt: „sie ist ein Platz, an dem sich Leben verschiedenster Gestalt ins Gleichgewicht bringt und in ihm erhält.“ In einem solchen herangewachsenen Biotop herrscht nach Mitscherlich eine natürliche Wirtlichkeit. Solche Biotope bzw. deren Gleichgewicht seien durch städtebauliche Veränderungen in der Zeit vor 1965 zerstört worden. In den Biotopen bis Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts fanden verschiedene Prozesse statt. Zum einen nannte Mitscherlich die Vermehrung als biologischen Prozess, zum anderen die fortschreitende Ballung als technologischen Prozess. Die Stadtplanungsämter versuchten die städtebauliche Entwicklung an diese Prozesse anzupassen, indem zumeist viel Wohnfläche auf engstem Raum geschaffen wurde. Dabei ergaben sich große Defizite, die die Städte Schritt für Schritt unwirtlich machten. Mitscherlich unterscheidet zwischen der „gewachsenen“ wirtlichen Stadt und der „fabrizierten“ unwirtlichen Stadt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Wirtlichkeit deutscher Städte und Vorstellung der zentralen Forschungsfrage anhand des Beispiels Oberhausen.

2. Die Unwirtlichkeit unserer Städte: Theoretische Auseinandersetzung mit Alexander Mitscherlichs Thesen zur Unwirtlichkeit sowie eine kritische Betrachtung der Entwicklungen seit 1965.

3. Die Rolle der Verwaltung im politischen Prozess: Darstellung des politikwissenschaftlichen Rahmens (Policy-Making, Policy-Cycle) und der Rolle der Verwaltung bei der Gestaltung politischer Prozesse.

4. Die Stadt Oberhausen: Analyse der stadtgeschichtlichen Entwicklung, der demografischen Lage sowie der finanziellen und institutionellen Rahmenbedingungen in Oberhausen.

5. Künftige Herausforderungen für ein wirtliches Oberhausen: Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für eine Wirtlichkeitspolitik unter Einbeziehung des kommunalen Haushalts und der Verwaltungsbereiche.

6. Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Möglichkeiten für eine partizipative Gestaltung der Stadt unter den Bedingungen knapper Ressourcen.

Schlüsselwörter

Wirtlichkeit, Stadtentwicklung, Oberhausen, Policy-Making, Politisch-administratives System, Policy-Cycle, Demografischer Wandel, Kommunale Finanzwirtschaft, Nothaushaltsrecht, Stadtplanung, Bürgerhaushalt, Soziale Leistungen, Infrastruktur, Lebensqualität, Politikgestaltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Konzept der städtischen "Wirtlichkeit" und überträgt es auf die aktuelle Situation der Stadt Oberhausen, um Strategien für eine zukunftsorientierte Stadtpolitik zu identifizieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Stadtplanung, demografischer Wandel, kommunale Finanzwirtschaft, Verwaltungsprozesse und politische Partizipation.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, welche Maßnahmen in Oberhausen ergriffen werden können, damit die Stadt künftig als "wirtlich" wahrgenommen wird, unter strikter Beachtung der begrenzten finanziellen Spielräume.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine deskriptive Analyse sowie eine theoretische Einordnung mittels politikwissenschaftlicher Konzepte wie dem Policy-Cycle, ergänzt durch eine Standortanalyse basierend auf stadtgeschichtlichen und statistischen Daten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Mitscherlich-Thesen, die politischen Rahmenbedingungen (Polity) in Oberhausen und bewertet verschiedene Produktbereiche der Verwaltung auf ihr Potenzial für Leistungsanpassungen oder Konsolidierungsmaßnahmen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wirtlichkeitspolitik, demografischer Wandel, kommunale Selbstverwaltung und Haushaltskonsolidierung charakterisiert.

Wie beeinflusst die Verschuldung Oberhausens die Möglichkeiten einer Wirtlichkeitspolitik?

Die hohe Verschuldung und der Status des Nothaushaltsrechts erzwingen harte Prioritätensetzungen. Maßnahmen zur Steigerung der Wirtlichkeit müssen hierbei primär über Effizienzsteigerungen oder interkommunale Kooperationen realisiert werden, da eine Ausweitung der Ausgaben kaum möglich ist.

Welche Rolle spielt der demografische Wandel für die Stadtplanung in Oberhausen?

Der demografische Wandel („weniger, älter, bunter“) verändert die Nachfrage nach Leistungen. Die Stadtplanung muss sich daher von einem reinen Flächenwachstum abwenden und sich stärker an den Bedürfnissen einer alternden Bevölkerung sowie an der Integration unterschiedlicher Gruppen orientieren.

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Details

Title
Entwicklung einer Policy zur Erhaltung der Wirtlichkeit der Stadt Oberhausen unter Berücksichtigung der lokalen Politics und Polity
College
Berlin School of Economics and Law
Course
Modul 6, Politische Implikationen des Verwaltungshandelns
Grade
2,3
Author
Patrick Wiedemann (Author)
Publication Year
2012
Pages
79
Catalog Number
V208330
ISBN (eBook)
9783656357650
ISBN (Book)
9783656360186
Language
German
Tags
entwicklung policy erhaltung wirtlichkeit stadt oberhausen berücksichtigung politics polity
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patrick Wiedemann (Author), 2012, Entwicklung einer Policy zur Erhaltung der Wirtlichkeit der Stadt Oberhausen unter Berücksichtigung der lokalen Politics und Polity, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/208330
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