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Folgen der Globalisierung für den Wohlfahrtsstaat

Title: Folgen der Globalisierung für den Wohlfahrtsstaat

Essay , 2011 , 7 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: M.A. Michelle Pro (Author)

Politics - General and Theories of International Politics
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Deutschland sowie auch viele andere Länder der Europäischen Union sehen sich mit massiven
Veränderungen ihrer wohlfahrtsstaatlichen Aufgaben konfrontiert. Diese Veränderungen
werden oft auf den demographischen sowie ökonomischen Wandel der letzten Jahre und
Jahrzehnte zurück geführt, jedoch spielen auch Einstellungsänderungen, die neuen
Lebensformen und der kulturelle Wandel eine wichtige Rolle. Die Globalisierung wird in
diesem Zusammenhang oft als negative „Auswirkung für die Weiterentwicklung der
Wohlfahrtstaaten“ (Veil 2001: 161) angesehen und dahinter verbirgt sich meist die Angst vor
ökonomischen und kulturellen Verlusten. Es stellt sich jedoch die Frage ob die „sozialen
Errungenschaften“ weniger werden, aufgrund der Weltmarktintegration? (Appelt/Weiss
2006:7).

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Globalisierung aus wohlfahrtsstaatlicher Perspektive

2.1. Typologien von Wohlfahrtsstaaten

3. Theoretische Perspektiven der Globalisierung

3.1. Die „Race to the Bottom“-These

3.2. Die Kompensationsthese

4. Auswirkungen auf entwickelte Staaten und Schwellenländer

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Dieses Essay untersucht die Auswirkungen der Globalisierung auf verschiedene Wohlfahrtsstaatstypen, um zu analysieren, wie ökonomischer Druck die nationale Sozialpolitik beeinflusst und welche Chancen oder Risiken daraus für entwickelte Demokratien sowie Schwellenländer resultieren.

  • Vergleich unterschiedlicher Wohlfahrtsstaatsmodelle (skandinavisch, kontinental, angelsächsisch).
  • Analyse theoretischer Thesen (Race-to-the-Bottom vs. Kompensationsthese).
  • Untersuchung des Spannungsfeldes zwischen Standortwettbewerb und sozialer Absicherung.
  • Bewertung der Auswirkungen auf verschiedene Qualifikationsgruppen am Arbeitsmarkt.
  • Herausforderungen für Schwellenländer im Kontext der Weltmarktintegration.

Auszug aus dem Buch

Theoretische Perspektiven der Globalisierung

Swank geht von einer Vielfalt moderner Wohlfahrtsstaaten in entwickelten Demokratien aus, die sich durch zahlreiche marktorientierten Reformen gewandelt haben. Neue Initiativen wie z.B. das Flexicurity-Modell sind nun weit verbreitet, was wahrscheinlich erst dank der Internationalisierung so schnell geschehen konnte. Es stellt sich jedoch die Frage ob diese wohlfahrtsstaatlichen Reformen von der ökonomischen Globalisierung auch tatsächlich beeinflusst wurden (Swank 2010: 217). Der Autor spricht in diesem Zusammenhang von zwei Thesen der Globalisierung in Verbindung mit Wohlfahrtsstaaten.

Zum einen die „Race to the Bottom“-These (vgl. auch Scharpf 2000) die davon ausgeht, dass eine hohe Internationalisierung der Kapitalmärkte und der Kapitalmobilität die Bereitschaft der Wohlfahrtsstaaten großzügige Systeme sozialer Sicherung zu unterstützen beschränkt. Dies führt dazu, dass sich diese Staaten gezwungen sehen markt- und effizienzorientierte Sicherungssysteme einzuführen um wettbewerbsfähig zu bleiben (Swank 2010: 320). Diese These lies sich jedoch, zumindest in entwickelten Demokratien empirisch nicht belegen (vgl. auch Scharpf 2000: 320). In den weniger entwickelten Ländern gibt es durch den Druck der Globalisierung einen „Race to the Bottom“-Effekt, da diese Länder nicht in der Lage sind die ökonomischen und politischen Veränderungen die einhergehen so einfach zu verarbeiten. Globalisierung kann also in diesem Fall zu Absenkungsdruck im Falle der sozialen Sicherung führen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Herausforderungen durch den demographischen und ökonomischen Wandel und führt die Globalisierung als zentralen Einflussfaktor für den Wohlfahrtsstaat ein.

2. Globalisierung aus wohlfahrtsstaatlicher Perspektive: Dieses Kapitel erläutert die Chancen und Risiken der ökonomischen Globalisierung und stellt die gängigen Typologien von Wohlfahrtsstaaten nach Scharpf und Esping-Andersen vor.

3. Theoretische Perspektiven der Globalisierung: Hier werden die „Race-to-the-Bottom“-These sowie die Kompensationsthese vorgestellt, um die theoretische Debatte über den Einfluss des globalen Wettbewerbs auf Sozialsysteme abzubilden.

4. Auswirkungen auf entwickelte Staaten und Schwellenländer: Das Kapitel vergleicht die Standortproblematik in Industriestaaten mit der Situation in Schwellenländern und diskutiert die Konsequenzen für Arbeitsmärkte sowie die soziale Sicherung.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Wohlfahrtsstaat, Race-to-the-Bottom, Kompensationsthese, Sozialpolitik, Kapitalmarkt, Standortwettbewerb, Arbeitslosigkeit, Sozialversicherung, Schwellenländer, Weltmarktintegration, Strukturvergleich, Sozialleistungen, Ökonomischer Wandel, Industriestaaten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Essay grundsätzlich?

Der Text untersucht die Auswirkungen der Globalisierung auf die Gestaltung und Funktionsweise verschiedener Typen von Wohlfahrtsstaaten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind der ökonomische Druck durch globale Märkte, die verschiedenen Wohlfahrtsregimes sowie die theoretische Debatte um soziale Kürzungen versus Kompensationsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Chancen und Risiken der Globalisierung aus einer wohlfahrtsstaatlichen Perspektive zu beleuchten und den Einfluss auf nationale Sozialsysteme kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftlichen Theorien werden zur Analyse herangezogen?

Es werden insbesondere die „Race-to-the-Bottom“-These und die Kompensationsthese von Autoren wie Swank und Scharpf verwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil differenziert zwischen skandinavischen, kontinentalen und angelsächsischen Wohlfahrtsmodellen und analysiert deren Anpassungsfähigkeit an globale Marktentwicklungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Globalisierung, Standortwettbewerb, Sozialstaat, Kapitalmobilität und Arbeitsmarktrisiken.

Warum sind Schwellenländer stärker vom „Race-to-the-Bottom“-Effekt betroffen?

Weil diesen Ländern oft die politischen und ökonomischen Kapazitäten fehlen, um globale Marktveränderungen abzufedern und soziale Sicherungssysteme aufrechtzuerhalten.

Was besagt die Kompensationsthese im Kontext der Arbeit?

Sie postuliert, dass Regierungen in entwickelten Staaten Wege finden können, internationale Risiken für ihre Bürger abzufedern, um trotz Globalisierung wettbewerbsfähig zu bleiben.

Welche Rolle spielt die Qualifikation der Arbeitnehmer?

Während hochqualifizierte Arbeitskräfte von der Mobilität des Weltmarktes profitieren, tragen gering- oder nichtqualifizierte Arbeitnehmer ein hohes Risiko für Arbeitslosigkeit durch Produktionsverlagerungen.

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Details

Title
Folgen der Globalisierung für den Wohlfahrtsstaat
College
University of Bremen
Grade
1,7
Author
M.A. Michelle Pro (Author)
Publication Year
2011
Pages
7
Catalog Number
V208342
ISBN (eBook)
9783656356509
Language
German
Tags
Globalisierung Sozialstaat Wohlfahrtsstaat Wohlfahrt Globale Welt Governance
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Michelle Pro (Author), 2011, Folgen der Globalisierung für den Wohlfahrtsstaat, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/208342
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