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Japan als imperialer Konkurrent im internationalen Ostasien-Diskurs zwischen 1890 und 1905

Titel: Japan als imperialer Konkurrent im internationalen Ostasien-Diskurs zwischen 1890 und 1905

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 24 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Bachelor of Education Lukas Kroll (Autor:in)

Weltgeschichte - Moderne Geschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die „Gelbe Gefahr“ war ein zeitgenössisches, international gebräuchliches Synonym für die koloniale Konkurrenz durch Japan und findet entsprechend auch in der Forschungsliteratur Verwendung. Im Rahmen der leitenden Fragestellung, die die Rolle Japans im öffentlichen Diskurs der etablierten Großmächte thematisiert, ist es außerdem wichtig zeitgenössische Publikationen zu berücksichtigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Allgemeine Hinführung

1.2 Forschungsstand und Quellenmaterial

2. Die Meiji-Restauration und der Beginn der internationalen „Beziehungen“

3. Japan als Konkurrent im internationalen Diskurs

3.1 Das Deutsche Reich und Japan

3.2 Großbritannien und Japan

3.3 Frankreich und Japan

3.4 Die USA und Japan

4. Fremdwahrnehmung und Selbstwahrnehmung - Aspekte der japanischen Imperialpolitik

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Forschungsarbeit untersucht den internationalen Diskurs über Japan als imperialen Konkurrenten zwischen 1890 und 1905, wobei der Fokus auf den ideologischen Argumentationsmustern und der „Gelben Gefahr“ liegt, um die Reaktion der etablierten Großmächte auf den Aufstieg Japans zur Weltmacht zu analysieren.

  • Die Wahrnehmung Japans in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den USA
  • Die Rolle der „Gelben Gefahr“ als politisches Schlagwort und Ideologie
  • Der Einfluss wirtschaftlicher und machtpolitischer Interessen auf den Diskurs
  • Die Auswirkungen der japanischen Modernisierung und Imperialpolitik
  • Der Übergang vom Kolonialismus zum Hochimperialismus in Ostasien

Auszug aus dem Buch

3.1 Das Deutsche Reich und Japan

Das gute Verhältnis zwischen Japan und dem Deutschen Reich, das während der Meiji-Restauration vorherrschte, wurde im chinesisch-japanischen Krieg auf eine harte Probe gestellt, denn die wirtschaftlichen Interessen des Deutschen Reiches waren im ostasiatischen Raum nicht nur auf Japan begrenzt. So kam es im Kriegsverlauf auch zu Rüstungsverkäufen an China, die auch auf japanischer Seite registriert wurden. Die Brisanz der militärischen Erfolge Japans veranlasste zudem Großbritannien und Russland bald zur Aufnahme von intensiven Gesprächen, denn beide waren entschieden gegen kontinentale Gebietsabtretungen Chinas an Japan. Das Deutsche Reich sah sich, in Folge der sich anbahnenden Kooperation zwischen Großbritannien und Russland genötigt, die wirtschaftlichen Interessen in Ostasien schwerer zu gewichten als die guten Verbindungen zu Japan. Es gab verschiedene Motivationen, die zu diesem Schritt führten: einerseits wollte man europäische Allianzen unter Ausschluss des Deutschen Reiches verhindern, andererseits wollte man sich in Asien wirtschaftliche Zugewinne in Form von Territorium sichern.

Deutschland ging daher den Schritt Japan über die möglichen Konsequenzen allzu beharrlicher Friedensbedingungen zu informieren. Die unnachgiebige Haltung Japans bei den Friedensverhandlungen und die vorangegangene Hinwendung der deutschen Diplomatie zum Zarenreich führten schließlich zum außenpolitischen Bruch der beiden Nationen. Die Interventionsallianz zwischen Russland, Frankreich und dem Deutschen Reich stellt somit einen Wendepunkt in den deutsch-japanischen Beziehungen dar. Zwar gelang zwischenzeitlich noch einmal eine kurzfristige Annäherung zwischen dem Deutschen Reich und Japan, die in einem erneuten Handels- und Schifffahrtsvertrag am 4. April 1896 manifestiert wurde, doch bereits ein Jahr später verschlechterten sich die Beziehungen erneut dramatisch. Auslöser war die Kiautschou-Affäre. Unter dem Vorwand der Ermordung zweier Missionare besetzte die deutsche Marine die chinesische Kiautschou-Bucht, die schon länger Interessensgebiet des Deutschen Reichs gewesen war. Kurz darauf folgte ein Pachtvertrag mit China. Japan reagierte verstimmt auf die dauerhafte militärische Präsenz des Deutschen Reichs auf dem chinesischen Festland.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Umbruchphase des späten 19. Jahrhunderts ein, thematisiert den Aufstieg Japans zur Imperialmacht und umreißt die zentrale Fragestellung zur Rolle Japans im internationalen Diskurs.

2. Die Meiji-Restauration und der Beginn der internationalen „Beziehungen“: Dieses Kapitel skizziert die politischen Reformen in Japan nach 1868 und deren Bedeutung für die Modernisierung des Landes sowie die Reetablierung der nationalen Souveränität.

3. Japan als Konkurrent im internationalen Diskurs: Der Hauptteil analysiert detailliert die spezifischen diplomatischen und diskursiven Reaktionen des Deutschen Reiches, Großbritanniens, Frankreichs und der USA auf das erstarkende Japan.

4. Fremdwahrnehmung und Selbstwahrnehmung - Aspekte der japanischen Imperialpolitik: Hier wird der Perspektivwechsel vollzogen, indem die japanische eigene Imperialpolitik sowie die dahinterstehenden ökonomischen und zivilisatorischen Motive beleuchtet werden.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Existenz transnationaler Argumentationsmuster im Diskurs um die „Gelbe Gefahr“, während es auf die unterschiedliche Ausprägung rassentheoretischer Debatten in den untersuchten Nationen hinweist.

Schlüsselwörter

Gelbe Gefahr, Japan, Imperialismus, Meiji-Restauration, Ostasien-Diskurs, Hochimperialismus, Rassenideologie, Modernisierung, Außenpolitik, Großmächte, Fremdwahrnehmung, Wirtschaftsinteressen, Kolonialismus, Machtgefüge, Diplomatie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der internationalen Wahrnehmung Japans als aufstrebende Imperialmacht zwischen 1890 und 1905 und analysiert, wie etablierte Mächte auf diese Konkurrenz reagierten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen der Imperialismus, die Modernisierung Japans, das Schlagwort der „Gelben Gefahr“ sowie der Einfluss ökonomischer und rassenideologischer Argumentationsmuster.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Art und Weise des diplomatischen Diskurses über Japan um die Jahrhundertwende zu untersuchen und die zugrunde liegenden Argumentationsstrukturen der „westlichen Zivilisation“ zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit folgt einer geographischen Struktur und analysiert transnationale Diskurse unter Berücksichtigung von Primärquellen, zeitgenössischen Publizistikbeiträgen und wissenschaftlicher Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der diplomatischen Beziehungen Japans zu Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den USA sowie eine Analyse der japanischen eigenen imperialen Selbstwahrnehmung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die „Gelbe Gefahr“, der japanische Imperialismus, das Mächtekonzert sowie die transnationale Debatte über den asiatischen Aufstieg.

Warum spielt die USA eine Sonderrolle in der Analyse?

Die USA werden als ein „Neuer“ im Mächtekreis betrachtet, wobei die dortige Debatte zusätzlich durch innenpolitische Einwanderungsfragen und eine explizite rassische Radikalisierung geprägt war.

Welchen Einfluss hatte das Schlagwort „Gelbe Gefahr“ konkret?

Es fungierte als variabel einsetzbares Instrument der Politik, um Ängste zu schüren, den eigenen Machtanspruch in Asien zu legitimieren und außenpolitischen Druck aufzubauen.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Japan als imperialer Konkurrent im internationalen Ostasien-Diskurs zwischen 1890 und 1905
Hochschule
Universität Trier
Note
2,7
Autor
Bachelor of Education Lukas Kroll (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
24
Katalognummer
V208480
ISBN (eBook)
9783656359296
ISBN (Buch)
9783656359753
Sprache
Deutsch
Schlagworte
japan konkurrent ostasien-diskurs
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Education Lukas Kroll (Autor:in), 2012, Japan als imperialer Konkurrent im internationalen Ostasien-Diskurs zwischen 1890 und 1905, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/208480
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Leseprobe aus  24  Seiten
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