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Palladio und das Römische Haus im Ilmtal von Weimar

Außenbau, Interieur, Einbindung in den Landschaftsgarten und der Einfluss des Palladianismus auf die Architektur des Hauses

Titel: Palladio und das Römische Haus im Ilmtal von Weimar

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2011 , 27 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: 1. Staatsexamen Mathis Much (Autor:in)

Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Römische Haus sowie der Ilmpark entstanden auf Initiative des sächsischen Herzogs Carl August und Goethes. Sie spiegeln einen aufkommenden Wandel in der höfischen Geselligkeitskultur, ebenso wie in den kunst- und gartentheoretischen Diskussionen der Zeit wieder. Goethe beeinflusste, durch die auf seiner Italienreise genommene Entwicklung, die Auffassungen über Denkmäler, Architektur und Landschaft seiner Zeit hin zu einer klassizistischen Ästhetik. „Das in Italien sowohl durch die direkte Anschauung als auch im Studium der Malerei eingeprägte Bild der idealen Landschaft wird Goethe auch nach seiner Rückkehr nach Weimar vor seinem inneren Auge behalten, wie sein neuerliches Wirken im Ilmtal veranschaulich(t) […]“. Dies wird auch durch den Bau des Römischen Hauses sichtbar. Das in der ersten Hälfte der neunziger Jahre des 18. Jahrhunderts erbaute Haus war das früheste reine Beispiel klassizistischen Bauens in Deutschland. Die Anordnung der einzelnen Bauteile verrät, dass der Formenvorrat jeglicher antiker (vor allem griechischer) Baukunst für den Bauherrn und Architekten frei verfügbar waren.
Außerdem wird geschildert, welchen Einfluss Andrea Palladio, ein italienischer Architekt aus der Zeit des Manierismus, auf Goethe hatte und somit durch sein Nachleben das Bauwerk in Weimar indirekt beeinflusste. Soweit es möglich und sinnvoll ist, werden stets die Bezüge zu Palladio gesucht, da diese Arbeit auf der Grundannahme beruht, dass das Interesse Goethes, durch seine Zeit in Italien und damit verbunden durch die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit palladianischen Bauten, für klassizistisches Bauen geweckt wurde und dass der deutsche Dichter, sich stets an den Schriften Palladios (und auch Vitruvs) orientierte, um sein Ziel, ein möglichst detailgetreues Haus nach römischem Vorbild zu bauen, zu erreichen. Des Weiteren wird geschildert, wie das Haus in den Park des Ilmtals eingefügt worden ist. Unter dem Kapitel Interieur des Römischen Hauses wird der Blaue Salon, der Gelbe Salon und das Vestibül, mitsamt der Einrichtung verstanden und dem Leser näher gebracht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entstehung des Römischen Hauses

3. Der Einfluss des Palladianismus auf Goethe

4. Das Äußere des Römischen Hauses

4.1. Die Standortwahl

4.2. Der äußere Eindruck

4.3. Die Dorische Halle

4.4. Die Ionische Halle

4.5. Der Redende Stein

5. Interieur des Römischen Hauses

5.1. Der erste Eindruck im Haus

5.2. Das Vestibül

5.3. Der Blaue Salon

5.4. Der Gelbe Salon

6. Bedeutung des Römischen Hauses

7. Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Entstehungsgeschichte, die architektonische Gestaltung sowie die kunsttheoretische Bedeutung des Römischen Hauses in Weimar. Dabei liegt der Fokus insbesondere auf der intensiven Auseinandersetzung Johann Wolfgang von Goethes mit den antiken Baukunstvorbildern und dem Einfluss des italienischen Architekten Andrea Palladio auf die klassizistische Konzeption dieses Bauwerks.

  • Historische Einordnung des Römischen Hauses als frühes Beispiel klassizistischer Architektur in Deutschland.
  • Analyse des Einflusses von Palladios Architekturtheorie auf Goethes Entwurfsverständnis.
  • Detailbetrachtung der äußeren Architektur sowie der spezifischen Innenraumgestaltung.
  • Untersuchung der engen Verflechtung von Bauwerk, Ilmpark und dem Naturverständnis der Erbauer.

Auszug aus dem Buch

3. Der Einfluss des Palladianismus auf Goethe

Goethes gewonnene Erkenntnisse klassizistischer Architektur basieren nicht nur auf seinen eigenen Aufzeichnungen, sondern auch auf dem Werk des antiken Autoren Vitruv. Dessen Werk Zehn Bücher über die Architektur wurde im Quattrocento wiederentdeckt und ist die einzig überlieferte Quellenschrift aus der Antike. In der Zeit des Manierismus, in die auch Palladio einzuordnen ist, wurden sämtliche Kenntnisse in der vitruvianischen Theorie obligatorisch für Baumeister. Die Ausführungen Vitruvs waren allerdings schwer verständlich und es fehlten Illustrationen, die verlorenen gegangen waren, so dass Illustratoren, Übersetzer und Kommentatoren den lateinischen Urtext für den praktischen Gebrauch nutzbar machen mussten.

Es war Serlio, der als erster das Werk Vitruvs, zumindest einzelne Teile davon, bearbeitete und vor allem den Sinn und die Proportionen der Säulen erklärte. Mit seiner Überarbeitung des Werkes stellte Serlio den neuzeitlichen Architekten erstmals die wichtigsten vitruvianischen Vokabeln zur Verfügung, durch welche sie sich über Jahrhunderte hindurch, trotz aller Stilwandlungen, auszudrücken vermochten. Aus dem Werk Terzo Libro Serlios, welches von der antiken Architektur handelt, wird die neuschöpferische und nicht einfach nur kopierende Art der Renaissance gegenüber der Antike, durch die Aufnahme einiger Werke Bramantes, deutlich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Entstehung des Römischen Hauses unter Goethe und Carl August sowie Darlegung der Forschungsabsicht.

2. Die Entstehung des Römischen Hauses: Darstellung der Baugeschichte, der Planungen durch Arens und der Rolle Goethes bei der Realisierung.

3. Der Einfluss des Palladianismus auf Goethe: Untersuchung der theoretischen Grundlagen und der Bedeutung der antiken sowie palladianischen Architektur für Goethes Formensprache.

4. Das Äußere des Römischen Hauses: Detaillierte Beschreibung der Standortwahl, der tempelartigen Architektur und der spezifischen Bauteile wie der Dorischen und Ionischen Halle.

5. Interieur des Römischen Hauses: Analyse der Raumgestaltung und Einrichtung des Vestibüls sowie des Blauen und Gelben Salons.

6. Bedeutung des Römischen Hauses: Betrachtung des Bauwerks als Rückzugsort und Symbol für das Naturverständnis und die ästhetischen Ideale der Erbauer.

7. Schluss: Zusammenfassende Bewertung der architektonischen Zweiteilung und der zeitgeschichtlichen Wirkung des Gebäudes.

Schlüsselwörter

Römisches Haus, Weimar, Johann Wolfgang von Goethe, Carl August, Andrea Palladio, Klassizismus, Architekturtheorie, Vitruv, Ilmpark, Baugeschichte, Dorische Halle, Ionische Halle, Innenarchitektur, Renaissance, Landhaus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung und architektonischen Bedeutung des Römischen Hauses im Ilmpark in Weimar.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den zentralen Themen gehören die klassizistische Ästhetik, der Einfluss von Andrea Palladio auf Goethe sowie die Verbindung von Naturerleben und Architektur.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Goethe seine in Italien gewonnenen Erkenntnisse über antike Architektur in die Planung und Gestaltung des Römischen Hauses einfließen ließ.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine kunstwissenschaftliche Analyse, die historische Quellen wie Briefwechsel und Architekturtraktate mit der objektbezogenen Untersuchung des Bauwerks verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Entstehungsgeschichte, eine eingehende Untersuchung des äußeren Erscheinungsbildes sowie eine detaillierte Beschreibung der Innenräume.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Klassizismus, Palladianismus, Goethe, Weimar und Gartenhaus-Architektur.

Wie wichtig war der Standort für die Wahl des Entwurfs?

Der Standort am Steilhang des Ilmparks war entscheidend, da das Gebäude sowohl als Sichtbeziehung zum Park als auch als landschaftsintegrierter Erholungsort konzipiert war.

Warum spielt der „Redende Stein“ eine Rolle für das Verständnis des Hauses?

Der Stein symbolisiert Goethes philosophisch-mythologisches Naturverständnis und dient als ergänzendes Element zum architektonischen Bauvorhaben im Park.

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Details

Titel
Palladio und das Römische Haus im Ilmtal von Weimar
Untertitel
Außenbau, Interieur, Einbindung in den Landschaftsgarten und der Einfluss des Palladianismus auf die Architektur des Hauses
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald  (Caspar-David-Friedrich-Institut)
Note
1,7
Autor
1. Staatsexamen Mathis Much (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
27
Katalognummer
V208592
ISBN (eBook)
9783656364818
ISBN (Buch)
9783656365341
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Palladio Weimar Ilmtal Antike Klassizismus Römisches Haus Griechische Säulen Landhaus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
1. Staatsexamen Mathis Much (Autor:in), 2011, Palladio und das Römische Haus im Ilmtal von Weimar, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/208592
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Leseprobe aus  27  Seiten
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