Als Ausgangspunkt unserer Exkursion besuchten wir das Naturparkhaus in Sand in Taufers. Dieses Haus repräsentiert den Naturpark Rieserferner - Ahrn in einer beeindruckenden Art und Weise nach außen hin. Beeindruckend ist vor allem die didaktische Aufbereitung der einzelnen Themengebiete. Das Naturparkhaus hat keinen typischen Museumscharakter, sondern man muss sich mit allen Sinnen durch die Ausstellung arbeiten. In einem Film am Anfang des Rundgangs wird die imposante Bergwelt des Naturparks aus der Vogelperspektive dargestellt.
Ein eindrucksvolles Relief, eine didaktisch sehr klug aufgebaute Darstellung der Gesteinsformationen im Naturpark und dessen nähere Umgebung, eine Darstellung der Höhenstufen im Gebirge mittels einer Treppe, illustriert durch dazupassende Bilder der Flora und Fauna in den einzelnen Bereichen und der abschließenden Blick auf die umliegende Bergwelt vermitteln ein eindrucksvolles Bild des Naturparks. Ein sehr schön angelegter Biotop mit Pflanzen, die in den Ahrnauen zu finden sind, rundet ein museumspädagogisch durchaus eindrucksvolles Konzept ab.
Inhaltsverzeichnis
Routenplan der Exkursion
Exkursionsbericht Ahrntal-Zillertal
1. Tag: Samstag, 5. Juli 2003
1. Standort: Naturparkhaus Sand in Taufers, 870 Meter
Naturparks in Südtirol
2. Standort: Rötalm, 1.416 Meter
3. Standort: Museum Kornkasten in Steinhaus, 1.045 Meter
4. Standort: Heilig Geist Kirche, 1.621 Meter
2. Tag: Sonntag, 6. Juli 2003
Führung durch das ehemalige Bergbaugelände in Prettau
Standort: Kehrer Alm, 1.845 Meter (Talschluss)
3. Tag: Montag, 7. Juli 2003
1. Standort: Waldner Alm, 2.068 Meter
2. Standort: Waldner See, 2.338 Meter
3. Standort: Hundskehljoch, 2.559 Meter
4. Standort: Zollhaus Hundskehle, 1.947 Meter
5. Standort: Gasthof Bärenbad, 1.450 Meter
6. Standort: Krafthaus Mayrhofen, 640 Meter
4. Tag: Dienstag, 8. Juli 2003
1. Standort: Finkenberg (Gasthof Persal), 940 Meter
2. Standort: Vorderlanersbach, 1.300 Meter
3. Standort: Geislerhöfe, 1.620 Meter
4. Standort: Geiseljoch, 2.292 Meter
5. Standort: Weidener Alm, 1.859 Meter
Zielsetzung & Themen
Der vorliegende Exkursionsbericht dokumentiert eine mehrtägige Studienreise zwischen dem Ahrntal in Italien und dem Zillertal in Österreich. Ziel der Arbeit ist es, die grenzüberschreitenden landschaftlichen, geologischen und sozioökonomischen Gegebenheiten dieser alpinen Regionen zu analysieren und deren historische sowie aktuelle landwirtschaftliche und touristische Nutzung gegenüberzustellen.
- Geologische Charakteristika und glaziale Überformung der Täler
- Historische Entwicklung des Kupferbergbaus und dessen soziale Auswirkungen
- Strukturen der alpinen Landwirtschaft und Siedlungsgeschichte
- Energiewirtschaft und Wasserkraftnutzung in alpinen Stauseen
- Touristische Entwicklungskonzepte und infrastrukturelle Herausforderungen
Auszug aus dem Buch
1. Standort: Naturparkhaus Sand in Taufers, 870 Meter
Als Ausgangspunkt unserer Exkursion besuchten wir das Naturparkhaus in Sand in Taufers. Dieses Haus repräsentiert den Naturpark Rieserferner - Ahrn in einer beeindruckenden Art und Weise nach außen hin. Beeindruckend ist vor allem die didaktische Aufbereitung der einzelnen Themengebiete. Das Naturparkhaus hat keinen typischen Museumscharakter, sondern man muss sich mit allen Sinnen durch die Ausstellung arbeiten. In einem Film am Anfang des Rundgangs wird die imposante Bergwelt des Naturparks aus der Vogelperspektive dargestellt.
Ein eindrucksvolles Relief, eine didaktisch sehr klug aufgebaute Darstellung der Gesteinsformationen im Naturpark und dessen nähere Umgebung, eine Darstellung der Höhenstufen im Gebirge mittels einer Treppe, illustriert durch dazupassende Bilder der Flora und Fauna in den einzelnen Bereichen und der abschließenden Blick auf die umliegende Bergwelt vermitteln ein eindrucksvolles Bild des Naturparks. Ein sehr schön angelegter Biotop mit Pflanzen, die in den Ahrnauen zu finden sind, rundet ein museumspädagogisch durchaus eindrucksvolles Konzept ab.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Tag: Samstag, 5. Juli 2003: Fokus auf die Naturparkverwaltung im Ahrntal sowie Einblicke in die historische Bedeutung des Kupferbergbaus und die Siedlungsgeschichte des Tals.
2. Tag: Sonntag, 6. Juli 2003: Untersuchung des ehemaligen Bergbaugeländes in Prettau unter besonderer Berücksichtigung der sozialen Spannungen und Arbeitsbedingungen der Knappen.
3. Tag: Montag, 7. Juli 2003: Analyse der ökologischen und energiewirtschaftlichen Aspekte in den Zillertaler Gründen, inklusive der Auswirkungen von Staudammbauten und der grenzüberschreitenden Almwirtschaft.
4. Tag: Dienstag, 8. Juli 2003: Abschluss der Exkursion durch den Vergleich der Landwirtschaft im Tuxertal mit dem Ahrntal sowie die geologische Betrachtung der Tuxer Voralpen und des Tauernfensters.
Schlüsselwörter
Ahrntal, Zillertal, Alpen, Geologie, Bergbau, Almwirtschaft, Tourismus, Wasserkraft, Stausee, Schwaighöfe, Gletscher, Siedlungsgeschichte, Naturpark, Grenzüberschreitend, Landwirtschaft
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Exkursionsbericht grundlegend?
Der Bericht dokumentiert eine viertägige Exkursion durch das Ahrntal und das Zillertal, um die Unterschiede und Gemeinsamkeiten dieser beiden alpinen Regionen in Bezug auf Naturraum und menschliche Nutzung aufzuzeigen.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Geologie, der Geschichte des Kupferbergbaus, der bäuerlichen Kulturlandschaft, der modernen Energiewirtschaft durch Staukraftwerke sowie touristischen Erschließungsmodellen.
Welches primäre Ziel verfolgt die Exkursion?
Das Ziel ist die wissenschaftliche Beobachtung und Analyse einer alpinen Peripherregion, um Zusammenhänge zwischen Naturraumausstattung und wirtschaftlicher Nutzung durch den Menschen zu verstehen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es handelt sich um eine geographische Exkursion, bei der durch direkte Vor-Ort-Beobachtung, landschaftliche Analyse und fachkundige Führungen (z. B. durch Historiker) Daten erhoben und mit theoretischem Wissen verknüpft werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich chronologisch nach den vier Exkursionstagen und beschreibt die einzelnen Standorte, von Naturparkhäusern über Bergbaugelände und Almen bis hin zu Stauseen und Kraftwerken.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Ahrntal, Zillertal, Bergbau, Almwirtschaft, Wasserkraft, Geologie und Kulturlandschaft beschreiben.
Wie beeinflusste der Bergbau die heutige Siedlungsstruktur im Ahrntal?
Der Bergbau führte zur Gründung spezieller Schwaighöfe, die zur Versorgung der Bergleute dienten, und prägte die Identität sowie die landwirtschaftlichen Strukturen der Region nachhaltig.
Welche ökologischen Folgen hatte der Staudammbau im Zillertal?
Die Staudämme griffen massiv in den Naturhaushalt ein (z.B. durch Wasserableitungen), schufen aber gleichzeitig eine wirtschaftliche Basis für die Region und ermöglichten die Erschließung der Almen durch Straßen.
- Quote paper
- Christoph Knoll (Author), 2003, Exkursionsbericht Ahrntal und Zillertal - Eine grenzüberschreitende Exkursion zwischen den Staaten Italien und Österreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20864