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Zum Einfluss unterschiedlicher Kühlmethoden auf die Ausdauerleistung beim Radfahren

Titel: Zum Einfluss unterschiedlicher Kühlmethoden auf die Ausdauerleistung beim Radfahren

Examensarbeit , 2007 , 120 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Matthias Marckhoff (Autor:in)

Sport - Theorie und Praxis der Sportarten
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Sportliche Ausdauerleistungen unter Hitzebedingungen stellen eine enorme Herausforderung und mitunter auch gesundheitliche Gefahr für den menschlichen Organismus dar. Der Mensch verfügt jedoch über eine Vielzahl fein aufeinander abgestimmter Kühlmechanismen, die in aller Regel die Entstehung einer gesundheitsgefährdenden Hyperthermie verhindern. Diese Prozesse haben allerdings ihren Preis - sie verbrauchen Energie. Der vorliegenden Studie liegt die Annahme zu Grunde, dass eine Kühlung der Hautoberfläche bereits vor der Belastung (Precooling) die leistungsmindernden Folgen der Hitze reduziert und somit die sportliche Leistungsfähigkeit unter Hitzebedingungen erhöht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

I.1 Problemstellung

I.2 Struktur der Arbeit

II. Physiologische Grundlagen

II.1 Thermoregulation

II.1.1 Wärmebildung

II.1.1.1 Wärmebildung in Ruhe

II.1.1.2 Wärmebildung bei muskulärer Aktivität

II.1.2 Wärmeabgabe und -aufnahme

II.1.2.1 Konduktion

II.1.2.2 Konvektion

II.1.2.3 Wärmestrahlung

II.1.2.4 Perspiration

II.2 Ausdauerleistungsfähigkeit

II.2.1 Das Pulmonale System

II.2.2 Das Herzkreislaufsystem

II.3 Messparameter

II.3.1 Körperkerntemperatur

II.3.2 Hauttemperatur

II.3.3 Herzfrequenz

II.3.4 Blutlaktatkonzentration

III. Forschungsstand

III.1 Aktive Belastungsvorbereitung („Aufwärmen“)

III.2 Precooling

III.2.1 Die Veränderung der Leistung

III.2.2 Die Veränderung der Körpertemperaturen

III.2.3 Die Veränderungen im Herzkreislauf- und Stoffwechselsystem

III.2.4 Zusammenfassung

IV. Arbeitshypothesen

V. Methode

V.1. Probanden

V.2 Tests

V.2.1 Eingangsstufentest

V.2.1.1 Design

V.2.1.2 Ablauf

V.2.2 Zeitfahrtest

V.2.2.1 Design

V.2.2.2 Ablauf

V.3 Apparatur

V.3.1 Die externen Kühlmaßnahmen

V.3.1.1 Das Kryotherapiegerät

V.3.1.2 Die Kühlweste

V.3.2 Das Fahrradergometer

V.3.3 Die Messmethoden

V.3.3.1 Die Leistungsmessung

V.3.3.2 Die Körperkerntemperaturmessung

V.3.3.3 Die Hauttemperaturmessung

V.3.3.4 Die Herzfrequenzmessung

V.3.3.5 Die Blutlaktatmessung

V.3.3.6 Die Körperfettmessung

V.4 Statistische Auswertung

V.4.1 Die Überprüfung der Daten

V.4.2 Die deskriptive Statistik

V.4.3 Die analytische Statistik

VI. Ergebnisse und Diskussion

VI.1 Deskriptive Ergebnisdarstellung

VI.1.1 Eingangsstufentest

VI.1.2 Zeitfahrtests

VI.1.2.1 Veränderung der Leistung

VI.1.2.2 Veränderung der Hauttemperatur

VI.1.2.3 Veränderung der Körperkerntemperatur

VI.1.2.4 Veränderung der Herzfrequenz

VI.1.2.5 Veränderung der Blutlaktatkonzentration

VI.2 Analytische Ergebnisdarstellung

VI.2.1 Eingangsstufentest

VI.2.2 Zeitfahrtests

VI.2.2.1 Analyse der Messparameter

VI.2.2.2 Analyse biometrischer Parameter

VI.3 Interpretation und Diskussion

VI.3.1 Eingangsstufentest

VI.3.2 Zeitfahrtests

VI.3.2.1 Leistung

VI.3.2.2 Hauttemperatur

VI.3.2.3 Körperkerntemperatur

VI.3.2.4 Herzfrequenz

VI.3.2.5 Blutlaktatkonzentration

VII. Abschlussbetrachtung und Perspektiven

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss externer Kühlmaßnahmen (Precooling) während der aktiven Belastungsvorbereitung auf die Ausdauerleistung bei hochintensiven Zeitfahrtests unter Hitzebedingungen. Die zentrale Forschungsfrage adressiert dabei, ob durch eine Absenkung der Körpertemperatur vor dem Start das Zeitfenster bis zur erschöpfungsbedingten Leistungsreduktion vergrößert werden kann und welche der untersuchten Kühlmethoden (Kühlweste vs. Kaltlufttherapiegerät) dabei effektiver ist.

  • Thermoregulatorische Prozesse bei sportlicher Belastung
  • Physiologische Auswirkungen von Precooling auf Herz-Kreislauf und Stoffwechsel
  • Empirische Vergleichsanalyse zwischen aktiver Kühlung mittels Weste und Kaltluft
  • Einfluss der Körperkerntemperatur auf die sportliche Ausdauerleistung
  • Messung und statistische Auswertung leistungsrelevanter Parameter

Auszug aus dem Buch

II.1 Thermoregulation

Das Ziel der Thermoregulation ist es, die Temperatur im Körperkern und damit in den lebensnotwendigen Organsystemen in einem Bereich von ca. 36,1 bis 37,8°C (Wilmore 2004, S. 308) konstant zu halten. Fällt die Temperatur im Kern unter ca. 36,1°C, so verringert sich die katalytische Leistung der Enzyme, was zu einer Verringerung der für die sportliche Leistung entscheidenden Stoffwechselrate führt. Weicht die Körperkerntemperatur nach oben von dem genannten Bereich ab, so erhöht sich die Umsetzrate der Enzyme zwar zunächst weiter, fällt dann jedoch ab einer Temperatur von etwa 40°C stark ab (Bartels 1991, S. 30). Sollte die Temperatur noch darüber hinaus weiter steigen, so besteht eine unmittelbare Gesundheitsgefährdung, da sich die Proteinstrukturen der Enzyme aufzulösen beginnen und diese in degenerierter Form ihre katalytische Wirkung nicht mehr entfalten können.

Da die Körperkerntemperatur bei körperlicher Belastung den „Normalbereich“ nach oben verlassen und Werte von 39,5 bis zu über 40°C erreichen kann (McAnulty et al. 2004; González-Alonso et al. 1999; Nielsen et al. 1993), sind hier thermoregulatorische Gegenmaßnahmen erforderlich, die in einem Regelkreismodell vereinfacht dargestellt werden können.

Die Grundlage dieses Modells (siehe Abb. 1) ist das Bemühen des Organismus, ein Gleichgewicht zwischen Wärmebildung und Wärmeabgabe zu erreichen. In den thermischen Zentren des Hypothalamus und des Rückenmarks werden hierzu Sollwerte für die verschiedenen Temperaturen der unterschiedlichen Körperregionen vorgegeben. Diese Körpertemperaturen unterliegen dem ständigen Einfluss innerer und äußerer Störgrößen, wie der Höhe der Stoffwechselrate und den thermischen Reizen aus der Umwelt. Eine Vielzahl an Thermorezeptoren im Bereich des Kerns und der Schale melden die aktuellen Istwerte an die thermischen Zentren.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Beschreibt die Problemstellung der thermischen Belastung beim Radsport und erläutert die Zielsetzung sowie die methodische Struktur der Arbeit.

II. Physiologische Grundlagen: Vermittelt die notwendigen Kenntnisse zur menschlichen Thermoregulation, zur Ausdauerleistungsfähigkeit und definiert die verwendeten Messparameter wie Körperkerntemperatur und Laktat.

III. Forschungsstand: Gibt einen Überblick über bisherige wissenschaftliche Erkenntnisse zu Belastungsvorbereitung („Aufwärmen“) und verschiedenen Precooling-Strategien.

IV. Arbeitshypothesen: Formuliert die auf Basis der Literatur abgeleiteten wissenschaftlichen Vermutungen für die empirische Untersuchung.

V. Methode: Detaillierte Beschreibung der Probanden, der Versuchsaufbauten, der Kühlapparaturen sowie der angewandten statistischen Auswertungsverfahren.

VI. Ergebnisse und Diskussion: Präsentiert die erhobenen Daten, interpretiert diese im Kontext der Hypothesen und setzt sie in Bezug zum aktuellen Stand der Forschung.

VII. Abschlussbetrachtung und Perspektiven: Fasst die Kernergebnisse zusammen, diskutiert Anwendungsmöglichkeiten im Wettkampf- und Trainingskontext und zeigt zukünftigen Forschungsbedarf auf.

Schlüsselwörter

Precooling, Radsport, Ausdauerleistung, Thermoregulation, Körperkerntemperatur, Hauttemperatur, Herzfrequenz, Blutlaktatkonzentration, Belastungsvorbereitung, Hitzestress, Kryotherapie, Kühlweste, Leistungsdiagnostik, Ergometrie, Stoffwechsel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie gezielte Kühlmaßnahmen vor einer sportlichen Belastung (Precooling) dazu beitragen können, die Ausdauerleistung von Radsportlern unter Hitzebedingungen zu verbessern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die menschliche Thermoregulation, die physiologischen Auswirkungen von Hitze auf die sportliche Leistungsfähigkeit und der Einsatz externer Kühltechnologien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die empirische Überprüfung, ob eine präventive Kühlung durch ein Kaltluftgerät oder eine Kühlweste die Zeit bis zur körperlichen Erschöpfung bei einem hochintensiven Zeitfahrtest positiv beeinflussen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine empirische Laborstudie, bei der 11 leistungsorientierte Radsportler in einem randomisierten Testdesign unter kontrollierten Bedingungen (Hitze) drei verschiedene Versuchsbedingungen durchliefen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die physiologischen Grundlagen, eine umfassende Aufarbeitung des Forschungsstandes zu Kühlmethoden, die genaue methodische Beschreibung des Testdesigns sowie eine ausführliche statistische Auswertung und Diskussion der Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Precooling, Radsport, Thermoregulation, Körperkerntemperatur, Leistungsdiagnostik und Hitzestress.

Wie wirkt sich die Kaltluftkühlung im Vergleich zur Kühlweste aus?

Die Untersuchung ergab, dass die Kaltluftkühlung (Cryo5, -30°C) eine tendenziell, wenn auch nicht signifikant, größere Leistungsverbesserung bewirkte als die Kühlweste, was auf die intensivere Kälteapplikation zurückgeführt wird.

Welche Rolle spielt die Herzfrequenz bei der Beurteilung der Kühlwirkung?

Die Herzfrequenz diente als Beanspruchungsindikator; die Ergebnisse zeigen, dass eine durch Kühlung reduzierte Herzfrequenz während und nach der Vorbereitungsphase eine thermoregulatorische Entlastung des Organismus widerspiegelt.

Führt eine niedrigere Körperkerntemperatur zwangsläufig zu mehr Leistung?

Nicht zwangsläufig. Die Arbeit zeigt, dass trotz teils ähnlicher Körperkerntemperaturen beim Abbruch in den Kühlgruppen signifikant längere Fahrzeiten erreicht wurden, was darauf hindeutet, dass das "Leistungsfenster" durch Precooling erweitert wird.

Ende der Leseprobe aus 120 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zum Einfluss unterschiedlicher Kühlmethoden auf die Ausdauerleistung beim Radfahren
Hochschule
Universität Münster
Note
1,3
Autor
Matthias Marckhoff (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
120
Katalognummer
V208700
ISBN (eBook)
9783656361916
ISBN (Buch)
9783656363125
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ausdauer Radsport Hitze Kälte Thermoregulation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Matthias Marckhoff (Autor:in), 2007, Zum Einfluss unterschiedlicher Kühlmethoden auf die Ausdauerleistung beim Radfahren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/208700
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Leseprobe aus  120  Seiten
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