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Videobasierte Beobachtung und Analyse von Unterricht in der Lehrerbildung

Titel: Videobasierte Beobachtung und Analyse von Unterricht in der Lehrerbildung

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2012 , 26 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Babette Treptow (Autor:in)

Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

International vergleichende Schulleistungsuntersuchungen, wie PISA -„Programme for International Student Assessment“ (Seiffge-Krenke 2006: 9) - und TIMSS - „Trends in International Mathematics and Science Study“ (Bos et al. 2008: 9) - haben erschreckende Befunde für das deutsche Bildungswesen zutage gebracht (vgl., u.a., Klieme et al. 2010). Zwar gelang es, die Ergebnisse der deutschen Schüler im Verlauf der vergangenen Jahre stetig zu verbessern, jedoch ergaben auch die zuletzt veröffentlichten Studien, PISA 2009 und TIMSS 2007, dass eine vergleichsweise hohe Anzahl der Schüler in Deutschland lediglich über geringe oder sehr geringe Kompetenzen in den geprüften Bereichen verfügt (vgl., u.a., ebd.; Bos et al. 2008). Um die Situation weiterhin kontinuierlich zu verbessern, bedarf es neben empirisch fundierter Aussagen über den Ist-Zustand von Lehr-Lern-Prozessen, welche über Studien, wie PISA oder TIMSS realisiert werden, besonders Veränderungen in der Lehrerbildung als Basis der unterrichtlichen Praxis zukünftiger Lehrer. In diesem Zusammenhang wurde bereits damit begonnen, die erste sowie die zweite Phase der Lehrerausbildung teilweise grundlegend umzustrukturieren, wobei die Entwicklung der professionellen Kompetenzen angehender Lehrpersonen zunehmend an Bedeutung gewonnen hat (vgl. Videogestütze Professionalisierung: 4; pdf). Videographie wird diesbezüglich in wachsendem Maße „[…] als Instrument der Lehrerbildung [genutzt,] um Lehrkräfte zu Beginn ihrer Tätigkeit oder im weiteren Prozess ihrer Professionalisierung dabei zu unterstützen, die notwendigen beruflichen Kompetenzen zu erwerben und auszudifferenzieren.“ (ebd.).
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der videobasierten Beobachtung und Analyse von Unterricht in der Lehrerbildung , wobei der Fokus im Rahmen der Möglichkeiten – aufgrund des eigenen (beruflichen) Interesses für die Fachbereiche Englisch und Deutsch - auf der Deutsch- und Fremdsprachendidaktik liegen soll. Die Arbeit setzt sich diesbezüglich zum Ziel, herauszufinden, ob die videobasierte Unterrichtsbeobachtung und -analyse als Methode mit Potential für die Lehrerbildung verstanden werden kann. In diesem Zusammenhang soll im Verlauf der Arbeit folgenden Fragen nachgegangen werden: Welche Entwicklungen können im Bereich der Videographie verfolgt werden? Wie werden Unterrichtsvideos gegenwärtig in der Lehrerbildung eingesetzt?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Videobasierte Beobachtung und Analyse von Unterricht in der Lehrerbildung

2.1 Entwicklungslinien

2.2 Medienspezifische Chancen und Herausforderungen

2.3 Einsatzbereiche

2.3.1 Videos in der ersten Phase der Lehrerbildung: Universitäre Bildung und Kompetenzerwerb

2.3.1.1 Analyse von Unterrichtsmitschnitten erfahrener Lehrkräfte: Ein Beispiel zur Schulung der Beobachtungskompetenz

2.3.1.2 Analyse von Videomitschnitten eigener Unterrichtssimulationen: Ein Beispiel zur Schulung der Reflexionskompetenz von (Fremdsprachen-) Lehrern

2.3.2 Videos in der zweiten Phase der Lehrerbildung: Das Referendariat

2.3.2.1 Beobachtung und Analyse eigener Unterrichtsmitschnitte

3 Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial der videobasierten Unterrichtsbeobachtung und -analyse als Methode in der Lehrerbildung. Dabei wird analysiert, inwiefern der Einsatz von Videomaterial zur Professionalisierung von angehenden Lehrkräften beitragen kann und welche Herausforderungen dabei zu berücksichtigen sind.

  • Historische Entwicklung der Videographie in der Lehrerausbildung
  • Chancen und Grenzen von Videoeinsätzen für die Unterrichtsanalyse
  • Einsatz von Videomaterial in der universitären Phase (erste Phase)
  • Förderung von Beobachtungs- und Reflexionskompetenz durch videobasiertes Feedback
  • Videobasierte Arbeit in der zweiten Phase der Lehrerausbildung (Referendariat)

Auszug aus dem Buch

2.1 Entwicklungslinien

Krammer et al. (2010: 7) beschreiben in ihrem Artikel die gegenwärtige Bedeutung videogeleiteter Beobachtungen und Analysen von Unterrichtsprozessen für die Entwicklung sowie den Ausbau der professionellen Kompetenzen von Lehrkräften. Videoaufnahmen von Unterricht werden seit jüngster Zeit im Rahmen der Lehrerbildung zur Professionalisierung und schließlich zur Unterrichtsentwicklung genutzt (vgl. Trautmann & Sacher 2010: 14). Der Gebrauch von Videos zu Unterrichtszwecken, beispielsweise in Microteaching-Einheiten, geht allerdings bis in die 60er Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts zurück (vgl. ebd.: 14).

Bereits in dieser Zeit wurden Videoaufzeichnungen als wertvolles Mittel im Bereich der Lehrerbildung verstanden. Dennoch gelang es aufgrund technischer Herausforderungen und hoher Kosten viele Jahre nicht, die Videographie als Methode zur systematischen Unterrichtsbeobachtung und -analyse zu etablieren. Erst der technische Fortschritt Mitte der 1990er Jahre konnte das Interesse für Unterrichtsaufzeichnungen steigern. Autoren, wie Trautmann & Sacher (2010: 14), Janík et al. (2009: 11) und Krammer (2009: 150) stimmen darin überein, dass die TIMSS 1995 Videostudie die erste umfangreiche und systematische videobasierte Studie zur Erforschung der Unterrichtsqualität darstellt. Jene und nachfolgende Videostudien, wie TIMSS 1999 oder die DESI Studie zur Erfassung der sprachlichen Kompetenzen in Englisch und Deutsch, leisteten einen großen Beitrag zur Entwicklung von Videodokumentationen als Werkzeug zur Aufzeichnung pädagogischer Praxis.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht die Relevanz der Unterrichtsanalyse für die Professionalisierung von Lehrkräften vor dem Hintergrund internationaler Schulleistungsvergleiche.

2 Videobasierte Beobachtung und Analyse von Unterricht in der Lehrerbildung: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung, die Chancen und die methodischen Herausforderungen des Videoeinsatzes in der Lehrerbildung und unterscheidet dabei zwischen universitärer Ausbildung und Referendariat.

3 Ergebnisse: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und unterstreicht, dass die Videographie eine bereichernde Methode für die Ausbildung darstellt, sofern sie systematisch und zielorientiert eingesetzt wird.

Schlüsselwörter

Lehrerbildung, Unterrichtsanalyse, Videographie, Professionalisierung, Unterrichtsentwicklung, Beobachtungskompetenz, Reflexionskompetenz, Microteaching, TIMSS-Studie, Theorie-Praxis-Verzahnung, Referendariat, Unterrichtssimulation, Videofeedback, Medienkompetenz, Schulpraxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert den Einsatz von Videoaufzeichnungen in der Lehrerbildung zur Beobachtung und Analyse von Unterricht, um die Professionalisierung angehender Lehrkräfte zu fördern.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der Videographie, die medienbedingten Chancen und Herausforderungen, die Ausbildung der Beobachtungs- und Reflexionsfähigkeit sowie die Anwendung in den beiden Phasen der Lehrerausbildung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu erörtern, ob die videobasierte Unterrichtsanalyse als Methode mit Potenzial für die Lehrerbildung fungieren kann und welche Vorteile oder Grenzen sie mit sich bringt.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse, die verschiedene theoretische Ansätze und empirische Studien zur videobasierten Lehrerbildung systematisch zusammenführt.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen spezifische Einsatzszenarien beleuchtet, wie die Schulung von Beobachtungs- und Reflexionskompetenz anhand von Unterrichtsmitschnitten in der Universität und im Referendariat.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Lehrerbildung, Videographie, Professionalisierung, Reflexionskompetenz und Theorie-Praxis-Verzahnung beschreiben.

Welche Rolle spielt die Reflexion bei der Arbeit mit Videomaterial?

Die Reflexion ist zentral, da sie es angehenden Lehrkräften ermöglicht, ihr eigenes Handeln sowie fremde Unterrichtssituationen unter Einbezug theoretischen Wissens kritisch zu analysieren und weiterzuentwickeln.

Wie unterscheidet sich die Nutzung von Videos im Studium vom Referendariat?

Im Studium steht vor allem die Schulung der allgemeinen Beobachtungs- und Reflexionsfähigkeit im Vordergrund, während im Referendariat der Fokus stärker auf der praktischen Anwendung und dem Austausch über den eigenen Unterricht in der Schule liegt.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Videobasierte Beobachtung und Analyse von Unterricht in der Lehrerbildung
Hochschule
Humboldt-Universität zu Berlin  (Institut für Anglistik und Amerikanistik)
Veranstaltung
Kompetenzorientierung im Englischunterricht
Note
1,7
Autor
Babette Treptow (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
26
Katalognummer
V208784
ISBN (eBook)
9783656365938
ISBN (Buch)
9783656366966
Sprache
Deutsch
Schlagworte
videobasierte beobachtung analyse unterricht lehrerbildung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Babette Treptow (Autor:in), 2012, Videobasierte Beobachtung und Analyse von Unterricht in der Lehrerbildung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/208784
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  26  Seiten
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