Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › VWL - Finanzwissenschaft

Universal- oder Trennbankensystem?

Eine empirische Analyse in Bezug auf Effizienz, Profitabilität und Stabilität

Titel: Universal- oder Trennbankensystem?

Masterarbeit , 2012 , 83 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: M.Sc. Jonathan Osterloh (Autor:in)

VWL - Finanzwissenschaft
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der internationale Bankensektor ist nicht zuletzt aufgrund der aktuellen Finanzkrise in der öffentlichen Wahrnehmung wie auch in der politischen und wissenschaftlichen Diskussion heftig in die Kritik geraten. Gilt diese nicht immer sachlich fundierte Kritik zwar dem globalen Finanzsystem als Ganzes, gibt es zwischen den verschiedenen nationalen Bankensystemen doch wesentliche Unterschiede. Auf der einen Seite stehen die Universalbankensysteme, die durch Institute geprägt sind, die mit der nahezu kompletten Angebotspalette an Finanzdienstleistungen aufwarten und auf der anderen Seite stehen die Trennbankensysteme, deren Institute sich in der Regel auf wenige Finanzdienstleistungen oder Kundengruppen spezialisieren.
Diese Arbeit befasst sich mit dem wissenschaftlichen Vergleich dieser beiden Bankensysteme, wobei insbesondere die Vorteilhaftigkeit in Bezug auf gesamtwirtschaftliche Effizienz, einzelwirtschaftliche Profitabilität und Systemstabilität empirisch analysiert wird. Dabei werden die Universalbankensysteme Deutschlands, Frankreichs und der Schweiz sowie
die Trennbankensysteme der USA, Großbritanniens und Japans im Zeitraum von 2000
bis 2008 betrachtet. Die erforderlichen Datensätze zu den Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen entstammen der „OECD Banking-Statistics, Financial Statements of Banks (2000-2009)“. Um die Vergleichbarkeit in der Einzelbetrachtung der verschiedenen Nationen zu gewährleisten und die Gewichtung der nationalen Bankensysteme in der Gesamtbetrachtung korrekt wiederzugeben, wurden alle Datensätze in EURO normiert. Für die Umrechnung wurden die jeweiligen Jahresdurchschnittswerte der Wechselkurse verwendet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Grundlagen

2.1.Der Bankbegriff

2.2.Die Bankensysteme

2.3.Die Diskussion

3.Effizienz von Bankensystemen

3.1.Diskussion

3.2.Empirische Analyse

4.Profitabilität von Bankensystemen

4.1.Diskussion

4.2.Empirische Analyse

5.Stabilität von Bankensystemen

5.1.Diskussion

5.2.Empirische Analyse

6.Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit verfolgt das Ziel, Universalbanken und Trennbanken in einem wissenschaftlichen Vergleich gegenüberzustellen und ihre jeweilige Vorteilhaftigkeit hinsichtlich gesamtwirtschaftlicher Effizienz, einzelwirtschaftlicher Profitabilität sowie Systemstabilität empirisch zu untersuchen.

  • Vergleich der Leistungsfähigkeit von Universalbanken- und Trennbankensystemen
  • Empirische Analyse nationaler Bankensysteme (u.a. Deutschland, USA, Japan) im Zeitraum 2000-2008
  • Untersuchung der "Overbanking-These" und des Wettbewerbs im Bankensektor
  • Analyse der Profitabilitätskennzahlen (Eigenkapitalrendite, Gesamtkapitalrendite) und deren Ursachen
  • Bewertung der Systemstabilität mittels Indikatoren wie dem Z-Index

Auszug aus dem Buch

2.1.Der Bankbegriff

Um Unternehmen eindeutig als Banken oder Nichtbanken identifizieren zu können, wird im Gesetz eine ausführliche Definition des Kreditinstituts vorgegeben. So gelten in Deutschland Unternehmen als Kreditinstitute, wenn Sie „Bankgeschäfte gewerbsmäßig oder in einem Umfang betreiben, der einen in kaufmännischer Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert.“ Eine möglichst präzise juristische Definition ist erforderlich, da für Banken deutlich strengere regulatorische Vorschriften gelten als für Nichtbanken. Der hohe Regulierungsbedarf resultiert aus der besonderen Stellung, die Banken innerhalb einer Volkswirtschaft einnehmen. Um dies zu verdeutlichen ist es für den weiteren Verlauf dieser Arbeit zunächst einmal notwendig, den Bankbegriff aus der ökonomischen Perspektive heraus zu bestimmen. Einzelwirtschaftlich oder betriebswirtschaftlich gesehen, sind Banken Dienstleistungsgewerbe, die Geld- und Kapitaleinlagen, Finanzierungen, Zahlungsabwicklungen und andere Finanzdienstleistungen anbieten. Nimmt man zusätzlich noch mögliche Eigengeschäfte der Banken hinzu, können mit dieser Definition alle Banktätigkeiten vollständig erfasst werden. In einer Volkswirtschaft ist es die Hauptaufgabe einer Bank, als Finanzintermediär zwischen Kapitalgebern und Kapitalnehmern an den Finanzmärkten zu vermitteln. Die beiden Akteure könnten ihre Geschäftsbeziehung zwar auch unmittelbar ohne einen Finanzintermediär führen, jedoch bringt die Vermittlung durch ein Kreditinstituten mehrere Vorteile mit sich.

Bei einer Transaktion zwischen Kapitalnehmer und Kapitalgeber besteht zumeist eine asymmetrische Informationsverteilung. So kann man davon ausgehen, dass der Kapitalnehmer über bessere Informationen bezüglich seiner zukünftigen Zahlungsfähigkeit verfügt als der Kapitalgeber. Da der Kapitalgeber ein natürliches Interesse an der Rückzahlung seines Kapitals inklusive eines angemessenen Zinses hat, versucht er den Informationsvorsprung durch eigene Recherche auszugleichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Vorstellung des internationalen Bankensektors und Definition des wissenschaftlichen Vergleichs von Universal- und Trennbankensystemen anhand von Effizienz, Profitabilität und Stabilität.

2.Grundlagen: Definition der Begriffe Bank und Bankensystem sowie Darstellung der zentralen Diskussion um die Vor- und Nachteile von Universal- gegenüber Trennbanken.

3.Effizienz von Bankensystemen: Theoretische Auseinandersetzung mit gesamtwirtschaftlicher Effizienz und empirische Analyse der Bankendichte sowie des Lerner-Index zur Messung der Wettbewerbsintensität.

4.Profitabilität von Bankensystemen: Diskussion betriebswirtschaftlicher Ertragsfaktoren und empirische Untersuchung der Profitabilität mittels Eigenkapitalrendite, Gesamtkapitalrendite und anderer Indikatoren.

5.Stabilität von Bankensystemen: Erörterung der systemischen Risiken und der staatlichen Eingriffe, ergänzt durch eine empirische Stabilitätsanalyse unter Verwendung des Z-Index.

6.Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, bei der Universalbanken Vorteile in Effizienz und Profitabilität zeigen, während die Unterschiede in der Stabilität gering ausfallen.

Schlüsselwörter

Universalbank, Trennbank, Bankensystem, Effizienz, Profitabilität, Systemstabilität, Bankenregulierung, Lerner-Index, Gesamtkapitalrendite, Eigenkapitalrendite, Z-Index, Finanzintermediär, Finanzkrise, Wettbewerbsintensität, Bankenmarkt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den wissenschaftlichen Vergleich zwischen Universal- und Trennbankensystemen und bewertet deren Leistungsfähigkeit in verschiedenen ökonomischen Kriterien.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die gesamtwirtschaftliche Effizienz, die einzelwirtschaftliche Profitabilität sowie die Systemstabilität der betrachteten Bankensysteme.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist die empirische Analyse, ob ein Universal- oder ein Trennbankensystem für eine Volkswirtschaft vorteilhafter ist, basierend auf Daten aus dem Zeitraum 2000 bis 2008.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es wird eine empirische Analyse durchgeführt, die verschiedene Kennzahlen wie den Lerner-Index, die Eigenkapitalrendite, die Gesamtkapitalrendite und den Z-Index zur Auswertung der Performance nutzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei große Kriterienblöcke: Effizienz, Profitabilität und Stabilität, wobei jeweils eine theoretische Diskussion durch eine empirische Analyse unterfüttert wird.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Universalbank, Trennbank, Finanzintermediär, Leverage-Effekt, Marktmacht, Systemstabilität und verschiedene Kennzahlen zur Bankenleistung.

Welche Rolle spielt das "Too-big-to-fail"-Phänomen in der Stabilitätsanalyse?

Es wird als Argument diskutiert, das vor allem Universalbanken aufgrund ihrer Größe und Vernetzung betrifft und Anreize zu Moral Hazard schaffen kann.

Wie schneiden Universalbanken in der Profitabilitätsanalyse ab?

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Universalbanken bei der Gesamtkapitalrendite und der Mitarbeiterprofitabilität Vorteile gegenüber den Trennbankensystemen aufweisen.

Ende der Leseprobe aus 83 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Universal- oder Trennbankensystem?
Untertitel
Eine empirische Analyse in Bezug auf Effizienz, Profitabilität und Stabilität
Hochschule
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Note
2,3
Autor
M.Sc. Jonathan Osterloh (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
83
Katalognummer
V208785
ISBN (eBook)
9783656361855
ISBN (Buch)
9783656362333
Sprache
Deutsch
Schlagworte
universal- trennbankensystem eine analyse bezug effizienz profitabilität stabilität
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.Sc. Jonathan Osterloh (Autor:in), 2012, Universal- oder Trennbankensystem?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/208785
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  83  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum