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Das Leben als SexworkerIn: Belastungen durch Beruf, Stigma und Doppelleben?

Titel: Das Leben als SexworkerIn: Belastungen durch Beruf, Stigma und Doppelleben?

Masterarbeit , 2012 , 105 Seiten , Note: 2

Autor:in: Christine Heindl-Dietrich (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

„Führt die selbstbestimmte Tätigkeit im Gewerbe Sexarbeit zu Belastungen durch Berufsalltag, Doppelleben, Diskriminierung oder Stigmatisierung?

Wie kann Abgrenzung erfolgen, welche Strategien und Ressourcen werden zum eigenen Schutz und zum Schutz des Privatlebens eingesetzt?

Welche Unterstützung können SexdienstleisterInnen in Anspruch nehmen?“
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, in wie weit SexdienstleisterInnen durch ihre Tätigkeit von Belastungen betroffen sind. Ein weiterer Fokus liegt auf Ressourcen und Strategien, die angewandt werden, um mit eventuellen Belastungen umzugehen.
Im ersten Teil der Arbeit, den theoretischen Grundlagen, wird das Tätigkeitsfeld eingegrenzt und definiert. Darüber hinaus werden zum besseren Verständnis Grundlagen der Sexualität beschrieben. Am Ende des ersten Teils werden mögliche Belastungen, Abwehrstrategien und Ressourcen, die im Gewerbe auftreten können, theoretisch
behandelt. Grundlage der empirischen Untersuchung im zweiten Teil sind neun Interviews, die vollständig transkribiert und mit einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet wurden. Das niedergeschriebene Datenmaterial wurde in Kategorien eingeteilt und die Ergebnisse im dritten Abschnitt dargestellt.
Die Auswertung hat ergeben, dass der Beruf der SexarbeiterInnen weniger Belastungen als angenommen mit sich bringt und SexdienstleisterInnen Ressourcen und Strategien besitzen, um sich und ihr Umfeld zu schützen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Relevanz des Themas

1.2 Forschungsfrage

1.3 Zielsetzung

1.4 Motivation und Vorannahmen der Autorin

1.5 Aufbau der Arbeit

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Prostitution

2.1.1 Begriffsdefinition

2.1.2 Typologie, Bereiche in der Sexarbeit

2.1.3 Escort

2.1.4 Österreichische Reglementierung des Gewerbes

2.2 Sexualität

2.2.1 Soziologie der Sexualität nach Lautmann

2.2.1.1 Definitionen der Sexualität

2.2.1.2 Körpermodelle/Körperzonen

2.2.1.3 Erotikrahmen

2.2.1.4 Strukturen sexuellen Handelns, Phasen des Ablaufs

2.2.2 Die Psychologie sexueller Leidenschaft nach Schnarch

2.3 Stigma und Diskriminierung

2.3.1 Geschichte und Definition

2.3.2 Stigmatisierung als gesellschaftliches Phänomen

2.3.3 Diskriminierung als Folge von Stigmatisierung

2.4 Doppelleben

2.4.1.1 Doppel-/Doppelleben

2.4.2 Informationskontrolle

2.5 Soziale Beziehungen

2.5.1 Freundschaft

2.5.2 Partnerschaft und Liebe

2.5.3 Soziale Beziehungen in der Familie

2.6 Rolle und Inszenierung

2.7 Phantasie und Illusion

2.8 Abwehrmechanismen und Abgrenzung

3 Methodische Vorgehensweise

3.1 Forschungsmethode

3.2 Problemzentriertes Interview

3.3 Konkrete Vorgehensweise

3.4 Transkription

3.5 Inhaltsanalyse, Auswertung

4 Darstellung der Ergebnisse

4.1 Gewerbe und Berufsalltag

4.1.1 Gewerbe allgemein

4.1.2 Escort

4.1.3 Berufsalltag

4.1.4 Motivationen für Sexarbeit

4.1.5 Positive Seiten des Berufs

4.1.6 Negative Seiten des Berufs

4.2 Dienstleistung

4.2.1 Kunden, Wünsche und Angebot

4.2.2 Rolle und Inszenierung

4.2.3 Phantasie und Illusion

4.3 Diskriminierung

4.4 Stigmatisierung und Diskriminierung

4.4.1 Selbststigmatisierung

4.5 Doppelleben

4.5.1 Deckmantel

4.5.2 Belastungen

4.5.3 Offener Umgang mit Sexarbeit

4.5.4 Beziehung und Ehe

4.5.5 Doppel-, Doppelleben

4.6 Unterstützung

4.6.1 Organisationen und andere staatliche Einrichtungen

4.6.2 Internetforen

4.6.3 Austausch mit Kollegen

4.6.4 Beratungserweiterung

4.7 Ressourcen

4.7.1 Selbstwert und Abgrenzung

4.7.2 Kommunikationstechniken

4.7.3 Abschalten

4.8 Schutzstrategien

4.8.1 Rahmen und Distanz für Kunden

4.8.2 Schutzstrategien für körperliche und geistige Gesundheit

4.8.3 Rolle und Inszenierung zum Schutz

4.9 Ziele und Verbesserungen

5 Interpretation und Ergänzungen

5.1 Schlussfolgerungen

5.2 Widersprüche

5.3 Vergleich SexdienstleisterInnen und ExpertInnen

5.4 Erkenntnisse

6 Conclusio und Ausblick

7 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Tätigkeitsfeld von SexdienstleisterInnen im Escort-Bereich, um Belastungen sowie angewandte Strategien und Ressourcen zu analysieren. Ziel ist es, die Kluft zwischen gesellschaftlichen Hypothesen und der gelebten Realität der Sexarbeit zu überbrücken und Erkenntnisse für eine professionelle Beratung sowie ein besseres Verständnis des Berufsalltags zu gewinnen.

  • Berufsalltag und Motivationen in der Escort-Sexarbeit
  • Umgang mit Stigmatisierung, Diskriminierung und Doppelleben
  • Ressourcen und Schutzstrategien zur Bewahrung der psychischen und physischen Gesundheit
  • Die Rolle der Kommunikation und Inszenierung im Kundenkontakt
  • Kritische Auseinandersetzung mit der staatlichen Reglementierung und dem Einfluss von Politik auf das Gewerbe

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Gewerbe allgemein

Das Gewerbe Sexarbeit ist weitläufig und undurchsichtig. SexworkerInnen selbst haben oft keine Kenntnisse über andere Bereiche des Sexgewerbes. Es wurden SexdienstleisterInnen im Alter von 14 und 86 Jahren von den ExpertInnen betreut.

Innerhalb der Sexarbeit kann es zu gegenseitigen Abwertungen kommen, die in den unterschiedlichen Dienstleistungen begründet liegen.

„Es gibt Frauen, die Magister-, Doktortitel haben und gehen der Sexarbeit nach, aber über das wird nicht gesprochen, weil das sind oft Frauen, die sich praktisch in anderer Klasse bewegen, in einer anderen Stufe der Gesellschaft, man nimmt an und für sich halt immer die Frauen, die sag ich mal, jetzt irgendwo am Straßenstrich gehen, Frauen, die ziemlich unter dem Preisdumping liegen, also es klingt vielleicht böse, aber es gibt auch innerhalb der Sexarbeit ziemlich hohe Abstufungen.“ (SDL5, 109-115)

Eines der zentralen Themen der Befragung sind unterschiedliche Standpunkte zum Straßenstrich. Die Politik wollte mit dem neuen Prostitutionsgesetz eine Eingrenzung der Straßenprostitution erreichen:. „[…]die Situationen auf der Mariahilferstraße, Felberstraße haben sich massiv geändert, da ist es nicht mehr darum gegangen, dass Prostitution dort stattfindet, sondern die Lärmbelästigung und die Verschmutzung und das unendlich Laute bis in den frühen Morgenstunden […].“ (P1, 9-22) Ziel der Politik ist nicht, die Straßenprostitution zu verbieten oder abzuschaffen. Die Branche soll mit der Eingrenzung des Straßenstrichs geordnet werden. Das Gesetz soll die Arbeitssituation sowie die Kontrollmöglichkeiten verbessern.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung definiert das Forschungsinteresse der Autorin, welche gesellschaftliche Klischees über die Prostitution hinterfragt und die Forschungsfragen rund um Belastungen und Ressourcen von SexdienstleisterInnen entwickelt.

2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert einen umfassenden Überblick über die soziologischen und psychologischen Aspekte von Prostitution, Sexualität, Stigmatisierung und Doppelleben.

3 Methodische Vorgehensweise: Die Autorin begründet die Wahl des problemzentrierten Interviews als qualitative Forschungsmethode, um tiefere Einblicke in die Lebenswelt der Betroffenen zu gewinnen.

4 Darstellung der Ergebnisse: Hier werden die durch Interviews gewonnenen Daten kategorisiert und ausgewertet, wobei insbesondere der Berufsalltag, die Dienstleistung und Schutzmechanismen im Vordergrund stehen.

5 Interpretation und Ergänzungen: Die Autorin fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert Widersprüche zwischen Politik und Realität und vergleicht die Sichtweisen der SexdienstleisterInnen mit ExpertInnen.

6 Conclusio und Ausblick: Das Fazit fordert ein Umdenken der Gesellschaft und der Politik, weg von der Kriminalisierung hin zu einem respektvollen Umgang und einer Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen.

Schlüsselwörter

Sexarbeit, Escort, Prostitution, Stigmatisierung, Diskriminierung, Doppelleben, Ressourcen, Schutzstrategien, Soziologie, Sexualität, Beratung, Selbstbestimmung, Rollenbilder, Gesetzesreform, Qualitative Forschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Lebens- und Arbeitsbedingungen von SexdienstleisterInnen, wobei insbesondere der Bereich Escort und die damit verbundenen psychischen und sozialen Belastungen untersucht werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Studie beleuchtet den Berufsalltag, das Phänomen der Stigmatisierung und Diskriminierung, die Notwendigkeit eines Doppellebens sowie die Ressourcen, die SexdienstleisterInnen zur Bewältigung ihres Alltags einsetzen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, ob die selbstbestimmte Tätigkeit im Bereich der Sexarbeit zu Belastungen führt und wie Abgrenzung, Strategien sowie Unterstützungsangebote zum Schutz der Person und des Privatlebens eingesetzt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine qualitative Sozialforschung, basierend auf problemzentrierten Interviews mit neun verschiedenen Personen, darunter SexdienstleisterInnen, BetreiberInnen, einem Experten und einer Politikerin.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Sexualität und Stigmatisierung sowie in die Darstellung der empirischen Ergebnisse, die in Kategorien wie Dienstleistung, Doppelleben, Unterstützung und Schutzstrategien unterteilt sind.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Sexarbeit, Escort, Stigmatisierung, Doppelleben, Schutzstrategien, Kommunikation und Selbstbestimmung.

Wie verändert sich die Wahrnehmung der Sexarbeit laut der Untersuchung?

Die Ergebnisse zeigen, dass SexdienstleisterInnen oft über ein hohes Maß an Professionalität und Reflexionsfähigkeit verfügen, was den gängigen gesellschaftlichen Klischees von der "belasteten, hilflosen Person" widerspricht.

Welche Rolle spielt die Politik in dieser Untersuchung?

Die Arbeit kritisiert die derzeitige Gesetzeslage und Sittenwidrigkeitsklauseln in Österreich, da diese das Gewerbe stigmatisieren, anstatt die Arbeitsbedingungen für die SexdienstleisterInnen konstruktiv zu verbessern.

Warum ist das Thema "Rolle und Inszenierung" für SexdienstleisterInnen so wichtig?

Die Inszenierung einer Rolle dient als professionelles Werkzeug im Kundenkontakt und fungiert gleichzeitig als Schutzschild, um die private Identität von der beruflichen Rolle abzugrenzen.

Wie gehen SexdienstleisterInnen mit der Belastung durch das Doppelleben um?

Viele setzen Informationskontrolle ein, wählen sorgfältig aus, wen sie in ihr Privatleben einweihen, und nutzen professionelle Abgrenzungstechniken, um die beiden Identitäten zu trennen.

Ende der Leseprobe aus 105 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Das Leben als SexworkerIn: Belastungen durch Beruf, Stigma und Doppelleben?
Hochschule
ARGE Bildungsmanagement Wien
Note
2
Autor
Christine Heindl-Dietrich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
105
Katalognummer
V208820
ISBN (eBook)
9783656379928
ISBN (Buch)
9783656380474
Sprache
Deutsch
Schlagworte
leben sexworkerin belastungen beruf stigma doppelleben
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christine Heindl-Dietrich (Autor:in), 2012, Das Leben als SexworkerIn: Belastungen durch Beruf, Stigma und Doppelleben?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/208820
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Leseprobe aus  105  Seiten
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