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Onomatopoetika im Deutschen und Slowakischen

Eine kontrastive linguistische Darstellung

Title: Onomatopoetika im Deutschen und Slowakischen

Diploma Thesis , 2012 , 96 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Silvia Gulisova (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Arbeit wird das Thema der Onomatopoetika im Deutschen und Slowakischen behandelt. Sie besteht aus zwei Teilen, aus dem theoretischen und aus dem praktischen. In theoretischem Teil befassen wir uns mit dem Thema Interjektionen, mit ihrem Herkunft und mit ihrer Klassifikation. Im Vordergrund unserer Interesse stehen aber Onomatopoetika, eine der interjektionalen Untergruppen. Diesem wird das dritte Kapitel gewidmet. Was sind eigentlich Onomatopoetika, sind es Wörter, die wir kennen oder evtl. benutzen? Wenn ja, worum geht es eigentlich? In der vorliegenden Arbeit wird ihr Herkunft, ihre Hauptmerkmale und charakteristische Eigenschaften innerhalb der beiden Sprachen untersucht. Im vierten Kapitel werden Onoamtopoetika des Deutschen und Slowakischen in Rahmen eines Sprachvergleichs dargestellt und miteinander verglichen. Die Gemeinsamkeiten und Unterschiede werden anhand zahlreicher Beispiele demonstriert. Bei den Definitionen und Klassifikationen gehen wir von verschiedenen Gesichtspunkten der Linguisten aus, sowohl slowakischen als auch deutschen Grammatiken. Fünftes Kapitel der vorliegenden Arbeit beschäftigt sich mit den Begriffen Subjektivität und Objektivität in Bezug auf Lautmalerei und widmet sich näher dem Bereich ihrer praktischen Verwendung. Da Onomatopoetika eine besondere Rolle beim Spracherlernen spielen, bemüht sich die vorliegende Arbeit darum, die Meinung mancher Linguisten zu dementieren, dass Onomatopoetika nur ein Randphänomen der Sprache sind bwz. daß sie keine Wörter im Allgemein sind.
Praktischer Teil bietet eine Analyse des deutschen und slowakischen Sprachmaterials von Geräuschwörtern, vergleicht die lautliche Wiedergabe und schriftliche Realisation der Tierlaute beider Sprachen. Zu dem praktischen Teil gehört auch kleine, von uns durchgeführte Erforschung zwischen Schülern, Studenten und Repräsentanten von anderen Altersgruppen. Ziel der Untersuchung war Wissenstand der Jugendlichen im Bezug auf Lautmalerei zu erfinden, die von Befragten meist verwendete slowakische und deutsche Onomatopoetika im Vergleich zu setzen. Und schließlich sollten die Respondenten ihre subjektive Vorschläge für bislang nicht existierende lautmalerische Ausdrücke ausgewählter Handlungen, zu präsentieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 WortartInterjektionen

2.1. Interjektionen im Deutschen und Slowakischen

2.2. Unterscheidungskriterien der Interjektionen

2.3.Einteilung der Interjektionen

3 Wesen der Onomatopoetika

3.1 Onomatopoetika

3.2. Onomaopoetikon Begriffbestimmung

3.3 Unterschied zwischen Onomatopoesie und Lautsymbolik

3.4 Arten der Onomatopöie

4 Ein Sprachvergleich der deutschen und slowakischen Onomatopoesie

4.1 Spezifische Merkmale der Phonologie und Phonographie der deutschen und slowakischen Onomatopoetika

4.2 Spezifische Merkmale der Morphologie der Onomatopoetika

4.3 Graphische Merkmale der deutschen und slowakischen Onomatopoetika

4.4 Syntaktische Merkmale der deutschen und slowakischen Onomatopoesie

4.5 Umschreibende Onomatopoetika

5 Objektivität vs. Subjektivität der Lautnachahmung

6 Moderner Verwendungsbereich der Lautmalerei

6.1 Comics und seine Sprache

7 Praktischer Teil

7.1 „Eine akustische Analyse der Bauernhofgeräuschen“

8 Zusammnefassung des Sprachvergleichs:

9 Eigene Forschung

9.1 Umfrage

10 Schluß

11 Resumé

12 LITERATURVERZEICHNIS:

12.1 Bücher

12.2 Zeitschriftaufsätze und Artikel

12.3 Wörterbücher und Korpora

12.4 Internetquellen

13 Verwendete Abkürzungen

14 Beilagen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kontrastiv das Phänomen der Onomatopoetika (Lautmalerei) im Deutschen und Slowakischen. Das Hauptziel besteht darin, die Annahme zu widerlegen, dass Onomatopoetika lediglich Randphänomene der Sprache ohne echten Wortstatus seien, und stattdessen ihre Bedeutung innerhalb des linguistischen Systems, ihre lautlichen Besonderheiten sowie ihren Gebrauch in verschiedenen Kontexten wie Comics und Chat-Kommunikation darzulegen.

  • Kontrastive Analyse der lautlichen und morphologischen Struktur von Onomatopoetika in beiden Sprachen.
  • Untersuchung der "Objektivität vs. Subjektivität" bei der Nachahmung von Natur- und Tierlauten.
  • Bedeutung von Onomatopoetika beim Spracherwerb und ihre Funktion in modernen Medien.
  • Empirische Untersuchung (Umfrage) zur Kenntnis und Verwendung von lautmalenden Wörtern bei verschiedenen Altersgruppen.
  • Analyse der Integration von Lautmalerei in Comics und der daraus resultierenden graphischen Gestaltungsmittel.

Auszug aus dem Buch

4.1 Spezifische Merkmale der Phonologie und Phonographie der deutschen und slowakischen Onomatopoetika

Sehr interesant und für Onomatopoeitika kennzeichnend ist ihre Unabhängigkeit auf Phonemfolge des Wortes und ihre Entwicklungsstabilität. (Korinek, 1934). Onomatopoetika enthalten oft phonologische Abweichungen, da sie entweder fremdwortartigen Merkmale tragen, oder sie ungeachtet der sprachlichen Konvention zum Zweck der Lautimitation gebildet werden, meistens weichen sie nicht nur von Phonotaktik ab, sondern bilden Silben ohne vokalischen Silbenkern . (tss,psst, ). Manchmal scheint es sie ein anderes phonologischen Systems zugrundeliegend.

Sowohl Interjektionen als auch Onomatopoetika (slwk.„zvukomalebné citoslovcie“) durch Fremdphone und anomale Lautkombinationen phonologisch und phonotaktisch von einer Einzelsprache abweichen können. Einzelne Unterschiede im Lautsystem des Deutschen und Slowakischen können wir im Bereich der Lautmalerei beobachten .

Der Vokalsystem der Slowaken besteht aus zwei parallel aufgebauten Teilsystemen der langen und der kurzen Vokale. Es enthält (ohne Diphtonge) elf Phoneme. Das deutsche Vokalsystem besteht ebenso aus zwei fast parallel aufgebauten Teilsystemen von langen und kurzen Vokalen. Es enthält fünfzehn Phoneme, hinzu kommt noch nichtakzentuierten Silben auftretende /ə/ und die Diphtonge. Den elf Slowakischen stehen also im Deutschen sechzehn Vokalphoneme gegenüber. Und aus dieser Gegenüberstellung erfährt man, dass im Deutschen der slowakische Zentralvokal /ä/ fehlt. Im Slowakischen fehlen dagegen die gerundeten Vordervokale /y:/,/Y/,/ø,/,/ œ /, der ungerundete Vordervokal /e:/ und der lange gerundete Hintervokal /o:/, außerdem hat das Slowakische keinen Zentralvokal /ə/. Und weil die slowakische Sprache keine Umlaute wie ö ([œ]/[ø:]) und ü ([y(:)]) kennt, werden sie beim Übersetzen meistens häufig durch entrundet e ([ɛ(:)]) und i ([i(:)]) substituiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorwort: Einleitung in die Thematik der Lautmalerei und Begründung der Motivation für diese Arbeit.

2 WortartInterjektionen: Theoretische Abgrenzung und historische Entwicklung des Begriffs Interjektion.

3 Wesen der Onomatopoetika: Definition der Onomatopoetika und Abgrenzung gegenüber Begriffen wie Lautsymbolik.

4 Ein Sprachvergleich der deutschen und slowakischen Onomatopoesie: Detaillierter Vergleich der phonologischen, morphologischen und syntaktischen Eigenschaften in beiden Sprachen.

5 Objektivität vs. Subjektivität der Lautnachahmung: Diskussion über die kulturelle Prägung der Lautnachahmung und Widerlegung der Objektivitätsthese.

6 Moderner Verwendungsbereich der Lautmalerei: Analyse der Rolle von Onomatopoetika in Comics und moderner digitaler Kommunikation.

7 Praktischer Teil: Analyse von Tierlauten auf dem Bauernhof und deren lautliche Realisierung.

8 Zusammnefassung des Sprachvergleichs:: Synthese der Ergebnisse aus dem linguistischen Vergleich.

9 Eigene Forschung: Darstellung und Auswertung der durchgeführten Umfrage.

10 Schluß: Zusammenfassende Schlussfolgerungen zur Relevanz und zum Stellenwert der Onomatopoetika.

11 Resumé: Zusammenfassung der Arbeit in slowakischer Sprache.

12 LITERATURVERZEICHNIS:: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur sowie Internetquellen.

Schlüsselwörter

Interjektion, Onomatopoetika, Lautmalerei, Reduplikation, Comics, Wortexpressivität, Subjektivität, Objektivität, Inflektive, Akronyme, Tierlaute, Kontrastive Linguistik, Lautsymbolik, Sprachvergleich, Onomatopöie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit primär?

Die Arbeit behandelt die kontrastive linguistische Analyse von Onomatopoetika (lautmalenden Wörtern) im Deutschen und Slowakischen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen die Definition von Onomatopoetika, ihr morphologisches und syntaktisches Verhalten, ihr Gebrauch in Comics und sozialen Medien sowie die Frage, ob Lautnachahmung objektiv oder kulturell bedingt subjektiv ist.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass Onomatopoetika vollwertige sprachliche Zeichen mit spezifischen Funktionen sind und ihre Einstufung als reines Randphänomen zu revidieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine kontrastive, explorative Studie, die sowohl theoretische Literaturanalyse als auch eine eigene empirische Umfrage kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst den systematischen Sprachvergleich, die Analyse der unterschiedlichen Realisierung von Tierlauten und die Auswertung einer Umfrage unter Schülern und Studenten.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Onomatopoetika, Kontrastive Linguistik, Lautmalerei, Interjektionen und Reduplikation beschreiben.

Wie unterscheidet sich die lautliche Nachahmung in den beiden untersuchten Sprachen?

Trotz der gemeinsamen menschlichen Natur der Laute unterscheiden sich die Realisierungen deutlich aufgrund der unterschiedlichen phonologischen Systeme und konventioneller kultureller Prägungen.

Welche Rolle spielen Comics bei der Verbreitung von Onomatopoetika?

Comics dienen als wichtiges Medium für die graphische "Ikonisierung" von Lauten und fördern durch die kreative Verwendung von Buchstaben und Interpunktion die expressive Nutzung von Schallwörtern.

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Details

Title
Onomatopoetika im Deutschen und Slowakischen
Subtitle
Eine kontrastive linguistische Darstellung
College
University of Trnava  (Universität der hl. Cyril und Methodius - Lehrstuhl für Germanistik Trnava, Slowakei)
Grade
1,5
Author
Silvia Gulisova (Author)
Publication Year
2012
Pages
96
Catalog Number
V208976
ISBN (eBook)
9783656364351
ISBN (Book)
9783656364931
Language
German
Tags
onomatopoetika deutschen slowakischen eine darstellung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Silvia Gulisova (Author), 2012, Onomatopoetika im Deutschen und Slowakischen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/208976
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