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Analphabetismus - Das Online-Lernspiel "Winterfest"

Didaktische Aspekte von Unterrichtsmaterialien unter curricularen und medialen Aspekten

Titel: Analphabetismus - Das Online-Lernspiel "Winterfest"

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2011 , 20 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Maren Zeiß (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Thema Analphabetismus ist auch heutzutage zum Großteil noch ein Tabuthema in der Gesellschafft und für viele Menschen ist es unvorstellbar, dass es trotz dem in Deutschland herrschenden Bildungsangebot und der bestehenden Schulpflicht immer noch Personen gibt, die kaum oder gar nicht lesen und/oder schreiben können. Genauso unvorstellbar ist es, dass viele Betroffene über Jahre hinweg mit diesem Handicap unerkannt in der Gesellschaft leben. Einigen gelingt es sogar, ihre Schwächen im Lesen und Schreiben vor ihren Familien über einen langen Zeitraum hinweg zu verbergen. Immer wieder hört man von individuellen Fällen, die sich nach einem ‚Outing‘ zu ihrer vergangenen Situation äußern und ihren Lebensalltag als Analphabeten schildern, den sie mithilfe selbstentwickelter Strategien einigermaßen meisterten.
Schreiben und Lesen nehmen insbesondere in der Moderne einen großen Teil des alltäglichen Lebens ein. Ständig und überall wird jeder mit Schrift konfrontiert, mit welcher Analphabeten nicht umzugehen wissen. Aufgrund dessen sind die meisten unter den Betroffenen der Arbeitslosigkeit ausgeliefert, da schriftliche Kommunikation im Berufsleben unerlässlich und unumgänglich ist. Überdies kommt noch hinzu, dass in den meisten Fällen von Analphabetismus auch in dem Bereich der Mathematik große Schwierigkeiten bestehen und mangelnde oder nicht vorhandene Rechenkenntnisse zusätzlich die Ausübung einer beruflichen Tätigkeit erschweren. Daher müssen Analphabeten mit einem ständigen Druck und der dauerhaften Angst leben, dass ihr Handicap aufgedeckt wird. Trotz der Unwissenheit vieler Mitmenschen über das Thema existieren in Deutschland einige Initiativen und Projekte, die zum Einen die Nicht-Betroffenen aufmerksam machen und Verständnis erwecken wollen und zum Anderen seitens der Betroffenen Mut geben und Lösungswege aufzeigen wollen.
Im weiteren Verlauf dieser Arbeit möchte ich das Augenmerk auf ein spezielles Lernspiel legen, welches ebenfalls auf der Internetseite www.grundbildung.de angeboten wird. Ich werde zunächst das Spiel beschreiben und im Anschluss daran das methodisch-didaktische Konzept genauer durchleuchten. Danach erfolgt eine Analyse und Bewertung der angebotenen Einsatzmöglichkeiten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Verschiedene Typen des Analphabetismus

3. Analphabetismus in Deutschland

4. Lernspiel ‚Winterfest‘: Hintergründe und Spielidee

4.1 Rahmenhandlung

4.2 Die Bewohner

5. Lernvoraussetzungen der Zielgruppe

6. Die Minispiele

6.1 Übersicht: Lernziele aller Minispiele

6.2 2 Beispiele zu den Minispielen

6.3 Unterrichtsmaterialien zu den Minispielen

7. Analyse und Bewertung

7.1. Gesamtbetrachtung und Bewertung des Lernspiels

7.2. Bewertung der Minispiele und Materialien

8. Fazit

9. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Online-Lernspiel „Winterfest“ als didaktisches Werkzeug zur Förderung funktionaler Analphabeten. Dabei wird analysiert, wie spielerische Ansätze genutzt werden können, um Schreib-, Lese- und Rechenkompetenzen sowie das Selbstvertrauen der Zielgruppe im Alltag und Beruf zu stärken.

  • Grundlagen des Analphabetismus in Deutschland
  • Methodisch-didaktische Konzeption des Lernspiels „Winterfest“
  • Verknüpfung von Alltagssituationen und spielerischem Lernen
  • Einsatzmöglichkeiten und Bewertung der Minispiele sowie Begleitmaterialien
  • Förderung der langfristigen Lernmotivation bei erwachsenen Nutzern

Auszug aus dem Buch

4.1 Rahmenhandlung

Die Rahmenhandlung des Spiels ist folgende: Alex, ein junger Mann und der Held der Geschichte, lebt zusammen mit seiner kranken Mutter im eigenen Haus. Als ein Brief der Bank die Zwangsräumung androht, fällt er in Ohnmacht. Alex erwacht in einer ihm völlig fremden Welt, einer mittelalterlichen Stadt mit dem Namen Bronnberg. Hier bewältigt er mit Hilfe einer sprechenden Ratte unterschiedlichste Aufgaben und Herausforderungen. Er lernt die Bewohner der Stadt Bronnberg kennen, von denen viele nicht lesen, schreiben oder rechnen können, erlebt viele Abenteuer und versucht eine Hexe vor dem Scheiterhaufen zu retten. Um in seine Welt zurückzukehren, setzt Alex viel Mut, Hilfsbereitschaft und all seine Kenntnisse im Lesen, Schreiben und Rechnen ein. Dabei wachsen sowohl seine Fähigkeiten als auch sein Selbstvertrauen. Somit hat die Spielfigur Alex am Ende des Spiels, nachdem alle Aufgaben und Rätsel in Bronnberg gelöst wurden und er aus seinem Traum wieder aufwacht, hohe Motivation gesammelt sowie eine große Portion an neuem Selbstvertrauen, was dazu führt, dass er nach dem Fund einer weiteren Stellenanzeige erneut zum Telefonhörer greift. Im Dialog mit dem potenziellen Arbeitgeber weist Alex genug Selbstvertrauen und Überzeugung auf, sodass er zu einem Probearbeitstag eingeladen wird.

Somit ist zum Einen das Ziel des Spieles, die Spielfigur Alex wieder in seine Welt zurückzubringen, was dadurch erreicht wird, dass alle Aufgaben gelöst werden. Zum Anderen soll es den Nutzer in charakterlichen Zügen stärken und ihn Mut und Motivation schöpfen lassen, sich im Alltag unbeschwert zu bewegen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Analphabetismus ein, beleuchtet dessen gesellschaftliche Relevanz und stellt das Lernspiel „Winterfest“ als Gegenstand der Arbeit vor.

2. Verschiedene Typen des Analphabetismus: Hier werden die Unterschiede zwischen totalem, sekundärem und funktionalem Analphabetismus definiert und erläutert.

3. Analphabetismus in Deutschland: Das Kapitel befasst sich mit der Schätzung der Anzahl Betroffener und den sozialen sowie familiären Ursachen, die zur Entstehung von Analphabetismus führen können.

4. Lernspiel ‚Winterfest‘: Hintergründe und Spielidee: Hier werden das Ziel, der Hintergrund und die pädagogische Ausrichtung des Lernspiels „Winterfest“ dargelegt.

4.1 Rahmenhandlung: Dieser Abschnitt beschreibt die Geschichte der Spielfigur Alex und deren motivierende Funktion für den Nutzer.

4.2 Die Bewohner: Die Charaktereigenschaften der Spielbewohner werden analysiert, um zu zeigen, wie diese die Identifikation fördern.

5. Lernvoraussetzungen der Zielgruppe: Dieser Teil ordnet die Anforderungen des Spiels in das Niveaustufenmodell des APOLL-Curriculums ein.

6. Die Minispiele: Hier wird der Aufbau und die didaktische Struktur der dreizehn Minispiele innerhalb des Spiels erklärt.

6.1 Übersicht: Lernziele aller Minispiele: Dieser Abschnitt bietet einen tabellarischen Überblick über die spezifischen Lerninhalte der Minispiele.

6.2 2 Beispiele zu den Minispielen: Hier werden beispielhaft zwei Minispiele und deren Aufbau detailliert besprochen.

6.3 Unterrichtsmaterialien zu den Minispielen: Die Verfügbarkeit und Anwendung der ergänzenden Arbeitsmaterialien wird thematisiert.

7. Analyse und Bewertung: Dieses Kapitel enthält eine kritische Gesamteinschätzung des Lernspiels hinsichtlich Bedienbarkeit und Konzept.

7.1. Gesamtbetrachtung und Bewertung des Lernspiels: Eine Analyse zur Benutzerfreundlichkeit und zum pädagogischen Mehrwert des Gesamtsystems.

7.2. Bewertung der Minispiele und Materialien: Hier erfolgt eine detaillierte Prüfung der Minispiele anhand ihrer Lernziele und der Qualität der Unterrichtsblätter.

8. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und spricht eine Empfehlung für das Spiel aus.

9. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Sekundär- und Internetquellen.

Schlüsselwörter

Analphabetismus, Alphabetisierung, Grundbildung, Lernspiel, Winterfest, funktionale Analphabeten, Schriftspracherwerb, Didaktik, Online-Plattform, Kompetenzbereiche, Lernvoraussetzungen, Bildungsangebot, Schreibkompetenz, Lesekompetenz, Rechenkompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Analyse des Online-Lernspiels „Winterfest“, das als Unterstützung für funktionale Analphabeten konzipiert wurde.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Hintergründe von Analphabetismus, die methodische Einbindung von Lerninhalten in eine Rahmenhandlung sowie die Bewertung von E-Learning-Materialien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, ob und wie das Spiel „Winterfest“ funktionalen Analphabeten dabei helfen kann, ihre Lese-, Schreib- und Rechenkompetenzen sowie ihr Selbstvertrauen im Alltag zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Analyse verwendet?

Der Autor führt eine Literaturrecherche zu den Ursachen des Analphabetismus durch und nutzt eine explorative Analyse zur Bewertung des Spiels sowie der didaktischen Begleitmaterialien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in das Störungsbild, die detaillierte Beschreibung des Lernspiels inklusive Rahmenhandlung und Minispielen sowie die kritische Analyse der didaktischen Wirksamkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Analphabetismus, Alphabetisierung, Lernspiel, Winterfest und Grundbildung definiert.

Wie trägt die Rahmenhandlung zur Lernmotivation bei?

Durch die spannende Geschichte um die Figur Alex wird ein „entdeckendes Lernen“ ermöglicht, das den Nutzer motiviert, sich ohne Versagensängste auf die komplexen Übungen einzulassen.

Wie werden die verschiedenen Niveaustufen im Spiel berücksichtigt?

Das Spiel orientiert sich am APOLL-Curriculum und differenziert zwischen leichten, mittleren und schweren Schwierigkeitsgraden, um eine individuelle Anpassung an den Wissensstand der Nutzer zu gewährleisten.

Welche Rolle spielt die „Ratte“ als Unterstützungssystem?

Die Ratte fungiert als virtueller Begleiter und Hilfesystem, an den sich der Spieler bei Unsicherheiten jederzeit wenden kann, um Unterstützung bei der Lösung von Aufgaben zu erhalten.

Welches Fazit zieht der Autor zur Nutzbarkeit des Spiels?

Der Autor bewertet das Spiel sehr positiv, da es einen geschützten Raum bietet, in dem Lernende ihre Fähigkeiten stärken und Ängste abbauen können, empfiehlt jedoch Verbesserungen für die technische Installation.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Analphabetismus - Das Online-Lernspiel "Winterfest"
Untertitel
Didaktische Aspekte von Unterrichtsmaterialien unter curricularen und medialen Aspekten
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
1,7
Autor
Maren Zeiß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
20
Katalognummer
V208993
ISBN (eBook)
9783656364276
ISBN (Buch)
9783656365280
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Analphabetismus Lernspiel Winterfest Didaktische Aspekte von Unterrichtsmaterialien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maren Zeiß (Autor:in), 2011, Analphabetismus - Das Online-Lernspiel "Winterfest", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/208993
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Leseprobe aus  20  Seiten
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