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Anwendungsperspektiven von Public-Value-Konzepten auf deutschen Medienmärkten

Titel: Anwendungsperspektiven von Public-Value-Konzepten auf deutschen Medienmärkten

Hausarbeit , 2012 , 21 Seiten

Autor:in: Aline Kaplan (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In jüngster Zeit haben die ersten öffentlich-rechtlichen Sender begonnen, ihre ausgestrahlten Inhalte im Internet über sogenannte Mediatheken dem Publikum zur Verfügung zu stellen und weiten damit ihr Angebot im Internet aus - sehr zum Ärger der privaten Konkurrenz und der Kritiker des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. In diesem Zusammenhang wird nun auch vermehrt vom sogenannten Public-Value-Test (PVT) gesprochen und eine Vielzahl unterschiedliche Begriffe finden dabei anscheinend synonym Verwendung: „Drei-Stufen-Test“, „Drei-Kriterien-Test“, „Public-Value-Test“ oder auch „Unbedenklichkeits-Test“. Doch bei keinem dieser Bezeichnungen wird deutlich, worum es bei diesem Test explizit geht, warum man ihn braucht, wer ihn durchführt und was dieser vor allem für die deutsche Medienlandschaft bedeutet.
Zielsetzung der vorliegenden wissenschaftlichen Arbeit ist es daher, vor dem Hintergrund der aktuelle Diskussion um die Position des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und der daraus resultierende Frage nach dessen Mehrwert für die Gesellschaft, die Perspektiven der Anwendung von Public-Value-Konzepten auf deutschen Medienmärkten zu erarbeiten. Dazu erfolgt zunächst, im ersten Teil dieser wissenschaftlichen Arbeit, eine Darstellung der deutschen Medienlandschaft sowie des Systems der Dualen Rundfunkordnung in Deutschland. Des Weiteren soll die Legitimitätsdebatte um öffentliche Medien thematisiert werden. Es erschien sinnvoll, diesem Teil relativ viel Gewicht zu geben, da der deutsche Medienmarkt im Fokus dieser Arbeit steht. Im Anschluss daran soll im zweiten Teil dieser Ausarbeitung ein allgemeines Verständnis für den Public-Value-Begriff hergestellt werden. Anschließend soll der dritte Teil dieser Arbeit, die Umsetzung der Public-Value-Konzeption in öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten thematisieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Rundfunksystem

1.1 Die duale Rundfunkordnung in Deutschland

1.2 Public-Value-Management als Antwort auf die Legitimationskrise?

2. Public Value

2.1 Public Value in der wissenschaftlichen Diskussion

2.2 Mark Moores Public Value-Konzeption

2.3 Abgrenzung Public Value und Public-Value-Test

3. Public-Value-Konzeption der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten

3.1 Public-Value-Konzeptionen der BBC als Vorbild

3.2 Public Value-Konzeption der öffentlichen Rundfunkanstalten

3.3 Public Value-Konzeption der ORF

3.4 Vergleich der Public-Value-Konzeptionen öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten

4. Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht vor dem Hintergrund der aktuellen Legitimationsdebatte des öffentlich-rechtlichen Rundfunks die Anwendbarkeit von Public-Value-Konzepten auf den deutschen Medienmarkt. Das primäre Ziel ist es, ein Verständnis für das Public-Value-Management zu entwickeln und die unterschiedlichen Prüfverfahren – insbesondere den britischen Public-Value-Test und den deutschen Drei-Stufen-Test – kritisch zu vergleichen, um Perspektiven für die Sicherung des gesellschaftlichen Mehrwerts öffentlich-rechtlicher Angebote aufzuzeigen.

  • Duale Rundfunkordnung in Deutschland
  • Legitimationsproblematik öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten
  • Theoretische Grundlagen und Definitionen von Public Value
  • Vergleich der Public-Value-Konzeptionen (BBC, ORF und ARD/ZDF)
  • Analyse von Prüfverfahren (Drei-Stufen-Test vs. Public-Value-Test)

Auszug aus dem Buch

3.1 Public-Value-Konzeptionen der BBC als Vorbild

Ausgehend von den Arbeiten des Wissenschaftlers Mark Moore hat die BBC 2007 mit ihrem Bericht „Building public value. Renewing the BBC for a digital world“ den PV-Begriff maßgeblich geprägt und ihre Position für die digitale Zukunft bestimmt. Im Grunde genommen konkretisiert der Begriff die Aufgaben der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten: "All public organisations aim to deliver not only value for individuals, but also value for people as citizens. This is their public value (...)", heißt es im BBC-Paper "Building Public Value".

Anlass zur Entwicklung des PVT war die Erneuerung der Royal Charter. Nach der sogenannten Kelly-Affäre um die Irak-Berichterstattung hatte die BBC stark um ihren Ruf und ihre Zukunft zu fürchten. Mit dem PV-Konzept konnten die BBC gegenüber der Politik ihre Daseinsberechtigung begründen.

Die theoretische Fundierung geht – wie bereits in den vorhergegangenen Kapiteln erläutert - auf Mark Moore zurück. Dieser bezeichnete PV-Management als einen Produktionsprozess, bei dem Bürger und Bürgerinnen direkt mit einbezogen werden und so gemeinsam mit Anbietern öffentlicher Leistungen versuchen, zuvor festgelegte Ziele möglichst effizient zu erreichen. Im Fall des öffentlich-rechtlichen Rundfunks soll es dabei weniger um die Optimierung von Marktanteilen gehen sondern vielmehr darum gehen, eine größtmögliche Vielfalt öffentlicher Kommunikation und Informiertheit der Bevölkerung zu gewährleisten (Kurp 2008).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema, stellt die Relevanz der Legitimationskrise für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk dar und erläutert die methodische Herangehensweise der Arbeit.

1. Rundfunksystem: Dieses Kapitel erläutert die duale Rundfunkordnung in Deutschland sowie die Herausforderungen durch Digitalisierung und den steigenden Wettbewerbsdruck für öffentlich-rechtliche Anstalten.

2. Public Value: Hier werden theoretische Ansätze zur Definition von "Public Value" diskutiert und die managementorientierte Konzeption von Mark Moore detailliert vorgestellt.

3. Public-Value-Konzeption der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten: Das Kapitel analysiert die konkrete Umsetzung von Public-Value-Konzepten bei der BBC, dem ORF sowie in Deutschland und vergleicht die unterschiedlichen Prüfverfahren.

4. Resümee und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Anwendbarkeit ausländischer Public-Value-Modelle auf den deutschen Markt kritisch.

Schlüsselwörter

Public Value, Rundfunkstaatsvertrag, Drei-Stufen-Test, BBC, ORF, öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Legitimationskrise, Medienpolitik, Public-Value-Test, duales Rundfunksystem, Programmauftrag, Marktversagen, Public Value Management, gesellschaftlicher Mehrwert, Medienmärkte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die Legitimationsproblematik öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten und untersucht, wie der Ansatz des "Public Value" (gesellschaftlicher Mehrwert) zur Begründung und Qualitätssicherung genutzt werden kann.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die duale Rundfunkordnung, die theoretische Fundierung von Public Value, die unterschiedlichen institutionellen Konzeptionen der BBC und des ORF sowie der Vergleich mit dem deutschen Drei-Stufen-Test.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Möglichkeiten und Grenzen der Anwendung von Public-Value-Konzepten auf den deutschen Medienmarkt unter Berücksichtigung der unterschiedlichen rechtlichen Rahmenbedingungen zu erarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie einer vergleichenden Betrachtung verschiedener Public-Value-Modelle und gesetzlicher Prüfverfahren in Deutschland, Österreich und Großbritannien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung des Begriffs, eine detaillierte Darstellung von Mark Moores Konzept und eine vergleichende Analyse der Umsetzungspraxis bei europäischen Rundfunkanstalten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Public Value, Drei-Stufen-Test, öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Mediatheken und Legitimationsdebatte definieren.

Warum ist das britische Modell der BBC für Deutschland nur bedingt übertragbar?

Aufgrund grundlegender struktureller Unterschiede in der Selbstregulierung sowie verfassungsrechtlicher Vorgaben in Deutschland ist eine direkte Übertragung des aufwendigeren, quantitativ ausgerichteten PVT der BBC nicht möglich.

Welche Bedeutung hat das ORF-Modell im Vergleich zu anderen Ansätzen?

Der ORF nutzt Public Value eher als Leitwährung und zur Bestimmung spezifischer Werte wie individueller oder gesellschaftlicher Nutzen, während in Deutschland das Verfahren des Drei-Stufen-Tests im Vordergrund steht.

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Details

Titel
Anwendungsperspektiven von Public-Value-Konzepten auf deutschen Medienmärkten
Autor
Aline Kaplan (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
21
Katalognummer
V209072
ISBN (eBook)
9783656367444
ISBN (Buch)
9783656370093
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Public Value Drei-Stufen-Test Rundfunksystem Deutschland Medienregulierung Öffentlich-rechtliche Duales Rundfunksystem
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Aline Kaplan (Autor:in), 2012, Anwendungsperspektiven von Public-Value-Konzepten auf deutschen Medienmärkten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209072
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Leseprobe aus  21  Seiten
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