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Das Verschwinden der Kindheit von Neil Postman - Kurzzusammenfassung des Buches

Title: Das Verschwinden der Kindheit  von Neil Postman - Kurzzusammenfassung des Buches

Excerpt , 2001 , 16 Pages , Grade: 2

Autor:in: Daniel Krammer (Author)

Pedagogy - Theory of Science, Anthropology
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Summary Excerpt Details

Im ersten Kapitel versucht Postman zu beschreiben, warum seiner Meinung nach die Kindheit im Begriff ist zu verschwinden. Eines der Hauptprobleme sieht er darin, daß nicht mehr differenziert genug die Kinderwelt von der Erwachsenenwelt unterschieden wird, d.h. der Lebensstil der Kinder dem der Erwachsenen sehr ähnlich und mitunter gleich geworden ist. Insbesondere der Begriff der erwachsenen Schamlosigkeit führt Postman an. Die Idee des Schamgefühls beruht auf Geheimnissen, und zwar auf solchen die nur der Erwachsenenwelt vorbehalten sein sollten, z.B. rohe Redensarten, sexuelle Dinge, Tod, etc.

Er bemängelt die Affinität ja und die mitunter schon beispiellose Gleichheit der Kinder und der Erwachsenen (Kleidung ist gleich, Kinderspiele weichen denen der Erwachsenen, es wird Wert auf Leistungs- und Spitzensport gelegt; Fußball, Kinder orientieren sich an der Jugendwelt, die sich wiederum an der Erwachsenenwelt orientiert...) . Im weiteren befasst sich Postman mit der chronologischen Seite dieser von ihm benannten Problematik des Nichtwahrnehmens /Ignoranz einer Kinderwelt. Sowohl in der Antike wie auch bei den Griechen und auch noch im MA war Kindheit kein Begriff, nicht im Entferntesten wie wir ihn heute verstehen, sondern nur auf das Allernotwendigsten beschränkt (z.B. Schutzbedürftigkeit ...). Er bemängelt die fehlende Sensibilität der Erwachsenen, die Unfähigkeit zur Empathie.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Kapitel Als es keine Kinder gab

2. Kapitel Die Druckerpresse und der neue Erwachsene

3. Kapitel Die Wiege der Kindheit

4. Kapitel Der Weg der Kindheit

5. Kapitel Der Anfang vom Ende

6. Kapitel Das Medium der Enthüllungen

7. Kapitel Der Kind-Erwachsene

8. Kapitel Das verschwindende Kind

9. Kapitel Wurde Kindheit entdeckt oder erfunden

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit Neil Postmans These des „Verschwindens der Kindheit“ auseinander. Ziel ist es, die medientheoretischen Argumente des Autors – insbesondere den Einfluss des Buchdrucks auf die Entstehung der Kindheit und die Rolle der elektronischen Medien bei deren Erosion – nachvollziehbar darzustellen und die zugrunde liegenden gesellschaftlichen Veränderungen zu analysieren.

  • Die historische Genese des Kindheitsbegriffs und der Erziehung.
  • Die Bedeutung von Literalität und Schamgefühl für die Trennung von Erwachsenen- und Kinderwelt.
  • Die Auswirkungen des Fernsehens als Medium der Enthüllung.
  • Die Transformation vom klassischen Erwachsenen zum „Kind-Erwachsenen“.
  • Strategien und Herausforderungen im Umgang mit der Medienprägung bei Kindern.

Auszug aus dem Buch

Die Wiege der Kindheit

Die Wiege oder der Beginn der Kindheit in ihren Vorläufen waren ca. im 17 Jhrd. Zu verzeichnen. Die Ansicht das es eine Kindheit gab setzte sich durch. Die Kinderwelt sonderte sich von der Erwachsenenwelt ab, und begab sich von dieser zu unterscheiden. Während in Schottland um 1560 das größte Interesse an schulischer Bildung zeigte, wollte der Katholizismus hinweg von Buch und Schrift, zurück zu Bildern und mündlich überlieferte Sprache (Autorität der Kirche). Je mehr Leute lesende Menschen werden mit eigener Meinung, desto schwieriger ist es sie auf den „richtigen Weg“ des Katholizismus zu halten/bringen. Dort wo Lese- und Schreibfähigkeit gefördert wurde, und wo es Schulen gab, da entwickelte sich die Idee von Kindheit sehr rasch, so z.B. in England. Die Schule war dazu bestimmt aus einem Kind einen Lese- und Schreibfähigen Erwachsenen zu formen, und so wurden Kinder nicht mehr als kleine Erwachsene gesehen, sondern eben als Kinder. Im schulischen Lernen erkannte man ein Wesensmerkmal der Kindheit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Kapitel Als es keine Kinder gab: Dieses Kapitel erläutert den historischen Zustand vor der Kindheit, in dem Kinder als kleine Erwachsene wahrgenommen wurden und keine strikte Trennung zwischen den Lebenswelten bestand.

2. Kapitel Die Druckerpresse und der neue Erwachsene: Der Buchdruck wird als zentrales Medium identifiziert, das durch die Forderung nach Literalität eine neue Form der Erwachsenenidentität und des Wissensmonopols begründete.

3. Kapitel Die Wiege der Kindheit: Hier wird der Prozess beschrieben, in dem sich Kindheit durch Schule und Erziehung von der Erwachsenenwelt absonderte, um Kinder gezielt zur Lesefähigkeit hinzuführen.

4. Kapitel Der Weg der Kindheit: Es wird analysiert, wie die Industrialisierung die Kindheit erneut einschränkte, während Reformpädagogik das Kind als Individuum mit eigenem Wert in den Fokus rückte.

5. Kapitel Der Anfang vom Ende: Postman identifiziert das elektronische Zeitalter, eingeleitet durch den Telegraphen und fortgeführt durch Bildmedien, als den Beginn des Niedergangs der klassischen Kindheit.

6. Kapitel Das Medium der Enthüllungen: Das Fernsehen wird als Medium der totalen Enthüllung beschrieben, das durch den Wegfall von Geheimnissen die schützende Grenze zwischen Erwachsenen und Kindern auflöst.

7. Kapitel Der Kind-Erwachsene: Es wird dargelegt, wie die neuen Medien nicht nur Kinder verändern, sondern auch Erwachsene in ihrer strukturierten Denkfähigkeit schwächen und zu „Kind-Erwachsenen“ machen.

8. Kapitel Das verschwindende Kind: Dieses Kapitel listet empirische Indizien für das Verschwinden der Kindheit auf, von der verfrühten körperlichen Reife bis zur Angleichung in Kleidung und Sprache.

9. Kapitel Wurde Kindheit entdeckt oder erfunden: Eine abschließende Reflexion über den Status der Kindheit als soziale Struktur und die mögliche Rolle von Institutionen oder neuen Technologien bei deren Schutz.

Schlüsselwörter

Kindheit, Neil Postman, Medienkritik, Fernsehen, Buchdruck, Literalität, Schamgefühl, Erziehung, Kind-Erwachsene, Sozialisation, Medienkompetenz, Geheimnisse, Zivilisation, Aufklärung, Industrialisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine zusammenfassende Analyse des Buches von Neil Postman und untersucht, warum der Autor den Verlust des Kindheitsbegriffs als ein direktes Resultat des medialen Wandels betrachtet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Entstehung der Kindheit durch den Buchdruck, die Bedeutung von Schamgefühl als Schutzbarriere und der destruktive Einfluss von Bildmedien auf die kognitive Entwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Analyse?

Ziel ist es, die Argumentationslinie Postmans verständlich zu machen, die besagt, dass die Trennung zwischen Kindern und Erwachsenen durch mediale Veränderungen (insbesondere das Fernsehen) sukzessive verschwindet.

Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?

Es handelt sich um eine systematische, kapitelweise Zusammenfassung und Interpretation medientheoretischer Thesen, ergänzt durch kritische Anmerkungen zur Anwendbarkeit der Konzepte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung des Kindheitsbegriffs vom Mittelalter über die Aufklärung bis hin zum modernen digitalen Zeitalter sowie die konkreten Indizien des Kindheitsverfalls.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie „Verschwinden der Kindheit“, „Medienkritik“, „Literalität“, „Schamgefühl“ und „Fernsehen“ geprägt.

Inwiefern beeinflusst das Fernsehen die kindliche Entwicklung?

Postman argumentiert, dass das Fernsehen als Medium keine spezifische Unterweisung erfordert und keine Geheimnisse bewahren kann, wodurch Kinder ungefilterten Zugang zu Erwachsenenthemen erhalten.

Was bedeutet der Begriff „Kind-Erwachsener“?

Der Kind-Erwachsene zeichnet sich laut Postman durch den Verlust von strukturiertem Denken und Selbstbeherrschung aus; er lässt sich primär von Emotionen leiten, ähnlich wie ein Kind.

Sind wir der Entwicklung gegenüber machtlos?

Postman verneint dies, weist jedoch darauf hin, dass ein bewusster Gegenentwurf (z.B. Lesekultur oder medienkritische Erziehung) einen Preis in Form von sozialer Distanzierung zur Peer-Group fordern kann.

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Details

Title
Das Verschwinden der Kindheit von Neil Postman - Kurzzusammenfassung des Buches
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Institut für Erziehungswissenschaften)
Grade
2
Author
Daniel Krammer (Author)
Publication Year
2001
Pages
16
Catalog Number
V2091
ISBN (eBook)
9783638112871
Language
German
Tags
Verschwinden Kindheit Neil Postman Kurzzusammenfassung Buches
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Krammer (Author), 2001, Das Verschwinden der Kindheit von Neil Postman - Kurzzusammenfassung des Buches, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2091
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