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Problematik der Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen im Sport

Vor dem Hintergrund der Behindertenrechtskonvention

Titel: Problematik der Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen im Sport

Examensarbeit , 2012 , 292 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Pieter Heubach (Autor:in)

Sport - Sonstiges
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Mit dem Wissen, dass Inklusion noch nicht in allen Bereichen der Gesellschaft umgesetzt wird und auch noch nicht werden kann, setzt sich die vorliegende Arbeit mit dem Thema Inklusion im Sport auseinander. Ein Fokus liegt dabei auf der Betrachtung der Möglichkeiten zur Veränderung der sozialen Reaktion gegenüber Kindern und Jugendlichen (KuJ) mit Behinderung mithilfe von Sport. Es bietet sich an, gerade die Lebenswirklichkeit von KuJ zu betrachten, denn in dieser Lebensphase werden wichtige Weichen im Bezug auf die Inklusion auch im Erwachsenenalter gestellt.
Doch zunächst widmet sich die vorliegende Arbeit der Definition der grundlegenden Begriffe, um ein verbindliches und einheitliches Fundament für die folgende Untersuchung zu legen. Im Anschluss wird der geschichtliche Hintergrund der Inklusion näher betrachtet. Ein Fokus liegt hierbei auf der Entwicklung im organisierten Sport, der sich aus Schul- und Vereinssport zusammensetzt. Wie Inklusion an Schulen und in Vereinen umgesetzt wird, wird im anschließenden Abschnitt dargestellt. Den Abschluss des theoretischen Teils bilden Ausführungen zur UN-Behindertenrechtskonvention. Diese wird zunächst vorgestellt, um im Anschluss den aktuellen Stand ihrer Umsetzung anhand von Beispielen im Bereich Sport und Schule zu veranschaulichen.
Im Methodikteil werden die der Untersuchung zugrunde liegenden Personen, Verfahren sowie deren Durchführung und Auswertung vorgestellt. Grundlage der Untersuchung ist ein selbst erstellter Fragebogen, mit dessen Hilfe Lehrkräfte und Übungsleiterinnen und Übungsleiter hinsichtlich ihrer Einstellungen und Erfahrungen zum Thema Inklusion im Sport befragt wurden. Dabei konnte angenommen werden, dass ein Großteil sich zurückhaltend bis negativ zur Inklusion äußert, da die Grundstrukturen, Materialien, finanzielle Mittel oder die erforderlichen Ausbildungen zur Umsetzung der Idee der Inklusion in den betroffenen Bereichen oft nicht vorhanden sind.
Das darauffolgende Kapitel widmet sich der Darstellung, Interpretation und Diskussion der Untersuchungsergebnisse, bevor eine abschließende Betrachtung und Ausblick die vorliegende Arbeit abrunden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 PROBLEMSTELLUNG

2 ZUR THEORIE DER INKLUSION

2.1 Spezifische Aspekte zur Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen

2.1.1 Definitionen der Begrifflichkeiten

2.1.1.1 Behinderung

Definition von Behinderung

Neues Verständnis von Behinderung

2.1.1.2 Integration

2.1.1.3 Inklusion

2.2 Gegenüberstellung von Integration und Inklusion

2.3 Geschichtlicher Hintergrund der Inklusion

2.3.1 Überblick der historischen Entwicklung der Gesellschaft zu Menschen mit Behinderungen

2.3.2 Von der Exklusion zur Inklusion – ein kurzer Abriss

2.3.3 Vom Versehrtensport zu inkludierten Sportgruppen

2.4 Inklusion im Sport

2.4.1 Inkludierter Schulsport und Vereinssport

2.4.1.1 Ausgewählte Aspekte zum Schulsport

Der Schulsport in Thüringen

Sportunterricht und seine Bedingungen

Inkludierter Sportunterricht

Voraussetzungen für inkludierten Unterricht

2.4.1.2 Ausgewählte Aspekte zum Vereinssport

Der Sportverein

2.4.1.3 Kinder und Jugendliche ohne Behinderungen in Sportvereinen

Zur Bedeutung von Vereinssport für Kinder und Jugendliche ohne Behinderungen

Zur Problematik von Freizeit bei Kindern und Jugendlichen ohne Behinderungen

2.4.1.4 Kinder und Jugendliche mit Behinderung in Sportvereinen

Zur Bedeutung des Sportvereins für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen

Vorstellung ausgewählter Projekte und Studien

Zur Problematik von Freizeit bei Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen

2.5 Inklusion im Sport unter Berücksichtigung der UN-Behindertenrechtskonvention

2.5.1 Die UN-Behindertenrechtskonvention

2.5.2 Spezifische Aspekte zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

2.5.3 Sport im Fokus der UN-Behindertenrechtskonvention

2.6 Spezifische Fragestellung

3 Methodik

3.1 Untersuchungsverfahren

3.2 Untersuchungspersonen

3.3 Untersuchungsdurchführung

3.4 Untersuchungsauswertung

4 DARSTELLUNG, INTERPRETATION UND DISKUSSION DER ERGEBNISSE

4.1 Einstellung der Lehrkräfte zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen

4.1.1 Einstellungen der Lehrkräfte gegenüber der Inklusion von Menschen mit Behinderungen

4.1.2 Einstellungen der Lehrkräfte unter Berücksichtigung der Art der Behinderung

4.1.3 Vergleich der Einstellungen zu SuS mit Körperbehinderungen gegenüber der wahrgenommenen Selbstkompetenz der Lehrkräfte

4.1.4 Vergleich der Einstellungen zu SuS mit Lernbehinderungen gegenüber der wahrgenommenen Selbstkompetenz der Lehrkräfte

4.1.5 Vergleich der Einstellungen zu SuS mit Körperbehinderungen zwischen Lehrkräften in Primarstufe, Sekundarstufe und Sonderschulen

4.1.6 Vergleich der Einstellungen zu SuS mit Lernbehinderungen zwischen Lehrkräften in der Primarstufe, Sekundarstufe und Sonderschulen

4.1.7 Vergleich der Einstellung zu SuS mit Körper- und Lernbehinderungen zwischen Lehrkräften in der Primarstufe und Sekundarstufe

4.1.8 Vergleich der Einstellungen zu SuS mit Körper- und Lernbehinderungen zwischen Lehrkräften in der Primarstufe und Sonderschule

4.1.9 Vergleich der Einstellungen zu SuS mit Körper- und Lernbehinderungen zwischen Lehrkräften in der Sekundarstufe und Sonderschule

4.1.10 Vergleich der Einstellungen zu SuS mit Körper- und Lernbehinderungen zwischen Lehrkräften mit und ohne Berufserfahrung

4.1.11 Vergleich der Einstellungen zu SuS mit Körper- und Lernbehinderungen zwischen Lehrkräften mit und ohne Inklusionserfahrung

4.1.12 Vergleich der Einstellungen zu SuS mit Körper und Lernbehinderungen zwischen Lehrkräften mit und ohne Kenntnis über die UN Behindertenrechtskonvention

4.1.13 Vergleich der Einstellungen zu SuS mit Körper- und Lernbehinderungen zwischen Lehrkräften mit und ohne Kontakte(n) im privaten Bereich

4.1.14 Kommentare zum inkludierten Sport an Schulen

4.2 Einstellungen der Lehrkräfte zur Inklusion von Menschen mit Behinderungen

4.2.1 Einstellungen der Übungsleiterinnen und Übungsleiter gegenüber der Inklusion von Menschen mit Behinderungen

4.2.2 Einstellungen der Übungsleiterinnen und Übungsleiter unter Berücksichtigung der Art der Behinderung

4.2.3 Vergleich der Einstellungen zu KuJ mit Körperbehinderungen gegenüber der wahrgenommenen Selbstkompetenz der Übungsleiterinnen und Übungsleiter

4.2.4 Vergleich der Einstellungen zu KuJ mit Lernbehinderungen gegenüber der wahrgenommenen Selbstkompetenz der Übungsleiterinnen und Übungsleiter

4.2.5 Vergleich der Einstellungen zu KuJ mit Körper- und Lernbehinderungen zwischen Übungsleiterinnen und Übungsleitern mit und ohne Berufserfahrung

4.2.6 Vergleich der Einstellungen zu KuJ mit Körper- und Lernbehinderungen zwischen Übungsleiterinnen und Übungsleitern mit und ohne Inklusionserfahrung

4.2.7 Vergleich der Einstellungen zu KuJ mit Körper-und Lernbehinderungen zwischen Übungsleiterinnen und Übungsleitern mit und ohne Kenntnis über die UN-Behindertenrechtskonvention

4.2.8 Vergleich der Einstellungen zu KuJ mit Körper- und Lernbehinderungen zwischen Übungsleiterinnen und Übungsleitern mit und ohne Kontakte(n) im privaten Bereich

4.2.9 Kommentare zum inkludierten Sport in Vereinen

5 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Problematik der Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen im Sport zu untersuchen, wobei der Fokus insbesondere auf der Bedeutung von Schule und Verein sowie der UN-Behindertenrechtskonvention liegt. Die Forschungsfrage zielt darauf ab, Einstellungen und Erfahrungen von Lehrkräften und Übungsleitern zu evaluieren, um Hindernisse und Potenziale für eine gelingende Inklusion zu identifizieren.

  • Theoretische Grundlagen zur Inklusion und deren historische Entwicklung
  • Analyse des inkludierten Schulsports und Vereinssports
  • Bedeutung und Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention
  • Empirische Untersuchung der Einstellungen von Lehrkräften und Übungsleitern
  • Vergleich der Inklusionsperspektiven basierend auf Behinderungsarten und Vorerfahrungen

Auszug aus dem Buch

2.3 Geschichtlicher Hintergrund der Inklusion

Um den geschichtlichen Hintergrund der Inklusion plausibel darzustellen, teilt sich dieses Kapitel in drei Teile. Während sich der erste Abschnitt kurz mit der historischen Entwicklung der Gesellschaft auseinandersetzt und sich dabei mit der Frage beschäftigt, ob Menschen mit Behinderung schon immer ausgeschlossen waren, bzw. wieso sie ausgeschlossen wurden, beschäftigt, fokussiert der mittlere Teil in einem Abriss die Bedeutung und Wende von der Exklusion zur Inklusion. Der dritte Teil in diesem Kapitel wendet sich der Geschichte des Behindertensports zu, um Inklusion im Sport besser verstehen zu können. Hierbei tritt die Frage, warum es bis heute separate Vereine gibt, die ausschließlich Menschen mit oder ohne Behinderung aufnehmen, in den Blickpunkt.

2.3.1 Überblick der historischen Entwicklung der Gesellschaft zu Menschen mit Behinderungen

Die Bedeutung der geschichtlichen Entwicklung der Gesellschaft kulminiert in der Frage, wie es dazu kommen konnte, dass Menschen mit Behinderung, obgleich geistiger oder körperlicher Art, als „minderwertig“ oder „Untermenschen“ eingestuft wurden, so dass man sie unter dem Deckmantel der Euthanasie ermordete. Erst aus dem Verständnis der Geschichte resultieren die Erkenntnisse, die auch für Betrachtungen der Inklusionen im Sport von großer Bedeutung sind.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts herrschte überwiegend der sozialökonomische Haushalt, der sich komplett selbst versorgte. Jener bestand aus dem Hausherren, seiner Familie und dem Gesinde. Diese große Anzahl von Menschen unter einem Dach verlangte geordnete Verhältnisse. Jeder hatte Pflichten, denen er nachkommen musste, aber auch Rechte, die in dieser Kooperationsgemeinschaft bestanden. Der Großteil des Lebens spielte sich in diesem Haushalt ab. Aber was passierte hier mit einem Menschen mit Behinderung – einem Kind mit einer Behinderung oder einem von Demenz betroffenen Großelternteil beispielsweise? Da niemand von der Arbeit im Haushalt ausgeschlossen wurde, steuerten auch sie ihr Bestmögliches hinzu. Nun stellt sich jedoch die Frage, wer sich um sie kümmerte? Ohne Frage besteht ein Abhängigkeitsverhältnis zwischen stärkeren und schwächeren Menschen. Die Schwächeren sind auf die Stärkeren angewiesen und in der damaligen Gesellschaft wurde die Maxime der Fürsorge in einer Gemeinschaft gelebt. So war es selbstverständlich, dass die Stärkeren sich um ihre hilfebedürftigen Mitmenschen kümmerten.

Zusammenfassung der Kapitel

1 PROBLEMSTELLUNG: Die Einleitung verdeutlicht die Vision einer inklusiven Gesellschaft und führt in die Thematik der Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen im Sport ein.

2 ZUR THEORIE DER INKLUSION: Dieses theoretische Kapitel definiert zentrale Begriffe, beleuchtet den geschichtlichen Hintergrund und analysiert Inklusion im Kontext von Schule, Verein und der UN-Behindertenrechtskonvention.

3 Methodik: Der Methodikteil beschreibt das Forschungsdesign, die befragten Zielgruppen (Lehrkräfte und Übungsleiter) sowie die Durchführung der quantitativen Online-Befragung.

4 DARSTELLUNG, INTERPRETATION UND DISKUSSION DER ERGEBNISSE: Hier werden die Ergebnisse der Befragung detailliert präsentiert, statistisch interpretiert und in Bezug auf Einstellungen, Qualifikation und Rahmenbedingungen kritisch diskutiert.

5 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Umdenkens sowie einer verbesserten Ausbildung für inklusiven Sport.

Schlüsselwörter

Inklusion, Sport, Behinderung, Schulsport, Vereinssport, Lehrkräfte, Übungsleiter, UN-Behindertenrechtskonvention, Integration, Teilhabe, Sportunterricht, Einstellungen, Qualifikation, Heterogenität, Sonderpädagogik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Chancen der Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen im schulischen Sportunterricht und im Vereinssport.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf den theoretischen Begriffsdefinitionen, der historischen Entwicklung von Inklusion, den rechtlichen Rahmenbedingungen durch die UN-Behindertenrechtskonvention sowie der empirischen Einstellungsanalyse von pädagogischem Personal.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Einstellungen von Lehrkräften und Übungsleitern gegenüber Inklusion zu gewinnen, um aufzuzeigen, wo Defizite in der Qualifikation und Umsetzung bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen quantitativen Forschungsansatz, basierend auf dem standardisierten PEATH-Fragebogen, der für die Zielgruppe angepasst und digital erhoben wurde.

Welche Themen behandelt der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Inklusionsbegriffe und eine umfangreiche Auswertung der erhobenen Daten zu Einstellungen von Lehrkräften und Trainern unter verschiedenen Einflussfaktoren.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Charakteristika sind die Differenzierung zwischen Integration und Inklusion, die Analyse der UN-Konvention sowie die Bedeutung von Lehrer- und Trainerkompetenzen.

Wie bewerten die befragten Lehrkräfte ihre Qualifikation für den inklusiven Unterricht?

Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung ist, dass sich ein Großteil der befragten Lehrkräfte selbst als unzureichend für die Leitung inklusiver Sportgruppen qualifiziert ansieht.

Welchen Einfluss haben private Kontakte auf die Einstellung zur Inklusion?

Die Untersuchung zeigt, dass Personen mit privaten Kontakten zu Menschen mit Behinderungen der Inklusion im Sport tendenziell positiver gegenüberstehen.

Was zeigt das Fallbeispiel der Schülerin Clara?

Das Fallbeispiel illustriert eindrucksvoll die bürokratischen und pädagogischen Hürden, die trotz rechtlicher Grundlagen (wie der UN-Behindertenrechtskonvention) bei einer angestrebten Inklusion im Schulalltag auftreten können.

Ende der Leseprobe aus 292 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Problematik der Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen im Sport
Untertitel
Vor dem Hintergrund der Behindertenrechtskonvention
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
1,3
Autor
Pieter Heubach (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
292
Katalognummer
V209215
ISBN (eBook)
9783656404262
ISBN (Buch)
9783656405474
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Inklusion Behindertenrecktskonvention BRK Sport Verein Schule Schulsport
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Pieter Heubach (Autor:in), 2012, Problematik der Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen im Sport, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209215
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Leseprobe aus  292  Seiten
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