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Parteilichkeit in der Sozialen Arbeit

Titel: Parteilichkeit in der Sozialen Arbeit

Studienarbeit , 2012 , 6 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Vera Papadopoulos (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Sozialen Arbeit kennzeichnet der vieldeutige Begriff Parteilichkeit die sozialarbeiterische Haltung und das solidarische Engagement im Umgang mit AdressatInnen, anderen relevanten Personen(-gruppen) und Institutionen sowie eine sozialpolitische Haltung; Parteilichkeit kann in bestimmten Arbeitsbereichen und Funktionen für SozialarbeiterInnen dabei zum Handlungsprinzip werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Begriffsbestimmung

2. Historische Entwicklung und Modifizierung des Begriffs

3. Fachliche Positionen zur Parteilichkeit

3.1 Alice Salomon

3.2 Hans Scherpner

3.3 Lutz Rössner

3.4 Ernst Engelke

3.5 Silvia Staub-Bernasconi

4. Diskussion um Professionalität und Mandatsverhältnisse

5. Aktuelle Positionierungen und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht das vieldeutige Konzept der Parteilichkeit in der Sozialen Arbeit, analysiert dessen historische Entwicklung sowie die Kontroverse um die Vereinbarkeit von Parteilichkeit mit professionellem Handeln. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, inwieweit Parteilichkeit als Ausdruck einer menschenrechtsbasierten Anwaltschaft für Adressatinnen und Adressaten verstanden werden kann.

  • Historische Transformation des Begriffs Parteilichkeit
  • Gegenüberstellung unterschiedlicher fachwissenschaftlicher Positionen
  • Bedeutung des Tripel-Mandats nach Silvia Staub-Bernasconi
  • Rolle der Sozialen Arbeit als Menschenrechtsprofession
  • Spannungsfeld zwischen Systemzwängen und Empowerment

Auszug aus dem Buch

Fachliche Positionen zur Parteilichkeit

Alice Salomon zählte zur Professionalität sozialer Arbeit nicht nur eine Kenntnis über die Lebensbedingungen der Menschen, sondern auch eine empathische Haltung ihnen gegenüber (vgl. Kuhlmann 2000:16). Entsprechend Salomons Verständnis von professioneller Arbeit verstehen sich Fachkräfte als Anwälte ihrer AdressatInnen und haben durchaus eine politische Haltung zu ihren Tätigkeiten. Sie verwies einerseits aber auch auf die wesentliche Differenz zwischen Politik und sozialer Arbeit und andererseits darauf, dass „niemand einen anderen dadurch stark machen könne, indem er für diesen anderen arbeitet“ (Kuhlmann 2000:20).

Hans Scherpner, Sozialarbeitswissenschaftler, sprach sich gegen die Parteilichkeit als politische Handlung aus, betonte jedoch eine sympathisierende Identifikation mit den AdressatInnen als Helfermotiv.

Lutz Rössner, Vertreter einer kritisch-rationalen Erziehungswissenschaft, kombinierte den Begriff Parteilichkeit mit dem Begriff Normalisierung, parteiliches Vorgehen war ihm grundsätzlich fremd. Er erachtete allein die fachliche Diagnose als Erkenntnisgewinn für Veränderungsbedarf und als Grundlage aller Handlungsschritte.

Ernst Engelke, Professor mit den Lehr- und Forschungsgebieten Theorien und Handlungsmethoden der Sozialen Arbeit, schließt sich Fritz Haags Ansatz an und vertritt die Ansicht, dass der Begriff Parteilichkeit nicht umfassend genug und Ausdruck einer verdeckten, machtbetonten und ablehnenswerten Herrschaft sei. Die autonome Sozialarbeit soll (sich selbst eingeschlossen) kritisch verändern und sich für die Umwelt und AdressatInnen öffnen (vgl. Hartwig 2000:97).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung und Begriffsbestimmung: Die Einleitung definiert Parteilichkeit als zentrales Element sozialarbeiterischer Haltung und solidarischen Engagements, das in der Praxis zum Handlungsprinzip avancieren kann.

Historische Entwicklung und Modifizierung des Begriffs: Dieses Kapitel zeichnet den Wandel vom radikal-feministischen Anspruch der 1970er Jahre hin zu einer therapeutisch orientierten Professionalitätsdebatte in den 1980er Jahren nach.

Fachliche Positionen zur Parteilichkeit: Hier werden zentrale theoretische Strömungen wie die von Alice Salomon, Hans Scherpner, Lutz Rössner und Ernst Engelke gegenübergestellt, um die Vielfalt der Auffassungen zu verdeutlichen.

Diskussion um Professionalität und Mandatsverhältnisse: Dieses Kapitel analysiert das Tripel-Mandat von Silvia Staub-Bernasconi und die ethischen Implikationen der Parteilichkeit innerhalb einer menschenrechtsorientierten Profession.

Aktuelle Positionierungen und Ausblick: Der abschließende Teil plädiert für eine moderne, dialogorientierte Parteilichkeit, die auf Empowerment setzt und sich kritisch mit gesellschaftlichen Sparmaßnahmen auseinandersetzt.

Schlüsselwörter

Parteilichkeit, Soziale Arbeit, Professionalität, Empowerment, Menschenrechte, Tripel-Mandat, Anwaltschaft, Solidarität, Sozialpädagogik, Ethik, Menschenrechtsprofession, Adressateninteressen, Sozialpolitische Haltung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung und dem Wandel des Begriffs Parteilichkeit innerhalb der Sozialen Arbeit und diskutiert dessen Rolle als professionelles Handlungsprinzip.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Themen umfassen die Geschichte des Begriffs, wissenschaftstheoretische Kontroversen, das Tripel-Mandat sowie die ethische Positionierung gegenüber systemischen Zwängen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, zu klären, wie Parteilichkeit im Kontext eines professionellen Selbstverständnisses legitimiert werden kann, ohne dabei den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit zu verlieren.

Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?

Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse, in der verschiedene fachwissenschaftliche Positionen und Diskurse zum Thema Parteilichkeit gegenübergestellt und kritisch gewürdigt werden.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Im Hauptteil werden verschiedene Fachvertreter und ihre Ansätze zur Parteilichkeit vorgestellt und in den Kontext aktueller gesellschaftlicher Anforderungen an die Soziale Arbeit gesetzt.

Welche Schlüsselbegriffe sind charakteristisch für diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Parteilichkeit, Empowerment, Tripel-Mandat und die Identität als Menschenrechtsprofession charakterisiert.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Politik und Sozialer Arbeit für die Autorin wichtig?

Die Autorin betont unter Bezugnahme auf Alice Salomon, dass Soziale Arbeit zwar parteilich sein sollte, aber die Eigenständigkeit der Profession gegenüber rein politischen Interessen bewahren muss.

Welche Gefahr sieht die Autorin bei unreflektiertem parteilichem Handeln?

Sie warnt vor impulsivem und unfachlichem Handeln, das aus einem bloßen Gefühl der Mitbetroffenheit entstehen kann, und fordert stattdessen ein stets wissenschaftlich reflektiertes Vorgehen.

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Details

Titel
Parteilichkeit in der Sozialen Arbeit
Hochschule
Fachhochschule Potsdam
Note
1,3
Autor
Vera Papadopoulos (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
6
Katalognummer
V209292
ISBN (eBook)
9783656368540
Sprache
Deutsch
Schlagworte
parteilichkeit sozialen arbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Vera Papadopoulos (Autor:in), 2012, Parteilichkeit in der Sozialen Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209292
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Leseprobe aus  6  Seiten
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