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Der tierische Verstand in Humes "An Enquiry concerning Human Understanding"

Title: Der tierische Verstand in Humes  "An Enquiry concerning Human Understanding"

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 24 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sophie Pahl (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Summary Excerpt Details

Haben Tiere einen Verstand? Vielleicht sogar einen, der mit dem menschlichen vergleichbar ist? Inwiefern unterscheidet sich der tierische Verstand vom menschlichen und welcher Natur sind diese Unterschiede?
David Hume beschäftigt sich in seinem Werk „An Enquiry of Human Understanding “ auch mit diesen Fragen. Zwar nutzt er die Untersuchung des tierischen Geistes vor allem dazu, seine Theorie über die Funktionen des menschlichen Verstandes zu stützen, dabei zeichnet er aber auch ein Tier-Bild, das für seine Zeit sehr fortschrittlich scheint. Obgleich seine Position heute vielleicht vielen selbstverständlich scheint, wurde sie damals und bis in die heutige Zeit kontrovers diskutiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorhaben und Gang der Untersuchung

2. Was ist „Verstand“ bei David Hume?

3. Der Verstand der Tiere

4. Unterschiede im menschlichen und tierischen Verstand

5. Fazit: Humes Tier-Bild und der aktuelle Diskurs

6. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht David Humes Position zum tierischen Verstand, wie sie in seinem Werk "An Enquiry concerning Human Understanding" dargelegt wird, um aufzuzeigen, dass Hume den Verstand von Tieren und Menschen auf eine gemeinsame, instinktbasierte Ebene stellt.

  • Analyse von Humes Definition des menschlichen Verstandes
  • Untersuchung der Bedeutung von Erfahrung und Gewohnheit (Custom) bei Tieren
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Abgrenzung von Mensch und Tier
  • Vergleich von Humes Position mit anderen zeitgenössischen Philosophen
  • Einordnung von Humes Tier-Bild in den aktuellen Diskurs

Auszug aus dem Buch

3. Der Verstand der Tiere

Das neunte Kapitel seines „Enquiry“ und damit die Frage nach dem Verstand der Tiere, führt Hume ein, um seine Thesen über den menschlichen Geist zu stützen. Hume führt zu diesem Zweck zunächst den Begriff der Analogie ein, wobei die sich dahinter verbergende Idee keineswegs neu ist:

„All our reasonings concerning matter of fact are founded on a species of Analogy, which leads us to expect from any cause the same events, which we have observed to result from similar causes.14”

Der Begriff der Analogie beschreibt also im Prinzip nur das, was Hume bereits in den vorherigen Kapiteln erarbeitet hat: Analogien sind die Basis für das kausale Schließen aus Erfahrung. Die Analogie bringt allerdings graduelle Abstufungen in der Wahrscheinlichkeit mit sich. Hume beschreibt hier verschiedene Grade von Analogien, die sich auch auf die Wahrscheinlichkeit der daraus resultierenden Schlüsse auswirken:

„Where the causes are entirely similar, the analogy is perfect, and the inference, draw from it, is regarded as certain and conclusive […]. But where the objects have not so exact a similarity, the analogy is less perfect, and the inference is less conclusive; though still it has some force, in proportion to the degree of similarity and resemblance.15”

Auf Basis dieser Analogien, haben Wissenschaftler anatomische Eigenschaften, die bei einem Tier beobachtet wurden, auf alle anderen übertragen.16 Sicherlich steht außer Frage, dass nicht alle anatomischen Eigenschaften auf alle Tiere übertragen werden können, aber das behauptet Hume natürlich auch nicht. Er stützt sich hier auf Analogien, d.h. die Tiere müssen, damit ihnen bestimmte Eigenschaften zugeschrieben werden können, auch Ähnlichkeiten aufweisen. Auch hier lehnt Hume sich bei seinen eigenen Untersuchungen also wieder an die Naturwissenschaften an. Wenn anatomische Beobachtungen durch Analogien auf alle anderen Tiere übertragen werden können, dann gelte das auch für Funktionen des Verstandes:

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorhaben und Gang der Untersuchung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, Humes Verständnis des tierischen Geistes innerhalb seines Werkes "An Enquiry concerning Human Understanding" zu analysieren.

2. Was ist „Verstand“ bei David Hume?: Dieses Kapitel erläutert Humes empirischen und kognitiv-psychologischen Ansatz zur Kartographierung des menschlichen Geistes und seiner Funktionen.

3. Der Verstand der Tiere: Hier wird untersucht, wie Hume mittels Analogieschlüssen postuliert, dass auch Tiere aus Erfahrung lernen und über Verstandesfunktionen verfügen.

4. Unterschiede im menschlichen und tierischen Verstand: Das Kapitel arbeitet heraus, dass Hume keine prinzipiellen, sondern nur graduelle Unterschiede zwischen Mensch und Tier in ihren Verstandesleistungen sieht.

5. Fazit: Humes Tier-Bild und der aktuelle Diskurs: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über Humes Tier-Bild und dessen Relevanz für moderne Diskussionen zur Tierethik.

6. Bibliographie: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

David Hume, An Enquiry concerning Human Understanding, tierischer Verstand, menschlicher Verstand, Empirismus, Gewohnheit, Custom, Analogie, Kausalschließen, Instinkt, Tierethik, Erkenntnistheorie, Erfahrung, Geistesfunktionen, Tier-Bild.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen Untersuchung von David Humes Sicht auf den tierischen Verstand, wie er sie im neunten Kapitel seines Werkes "An Enquiry concerning Human Understanding" darlegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind Humes Definition des menschlichen Verstandes, die Rolle von Erfahrung und Gewohnheit sowie die Frage, ob und wie man diese Prinzipien auf Tiere übertragen kann.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass Hume den tierischen Geist nicht als bloßen Automaten betrachtet, sondern als ein Wesen, das - analog zum Menschen - durch Erfahrung lernt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt eine textanalytische Methode, um Humes Argumentationsweise im „Enquiry“ kritisch zu hinterfragen und mit zeitgenössischen sowie späteren philosophischen Positionen abzugleichen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung von Humes Verstandesbegriff, die Anwendung des Analogieprinzips auf Tiere und die Untersuchung der qualitativen sowie graduellen Unterschiede zwischen Mensch und Tier.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Humes Verstandesbegriff, das Prinzip der Gewohnheit (Custom), Analogie, tierischer Verstand und die empirische Fundierung von Kausalschlüssen.

Wie positioniert sich Hume gegenüber Philosophen wie Descartes?

Hume distanziert sich von Descartes’ Auffassung, Tiere seien lediglich maschinenartige, instinktgesteuerte Wesen, indem er ihnen eine Lernfähigkeit aus Erfahrung zuschreibt.

Welche Bedeutung hat das „Custom-Prinzip“ für Tiere nach Hume?

Das Gewohnheits-Prinzip ermöglicht es Tieren, aus wiederholten Erfahrungen Kausalschlüsse zu ziehen, was Hume als grundlegende Funktion des Verstandes definiert, die sie mit dem Menschen teilen.

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Details

Title
Der tierische Verstand in Humes "An Enquiry concerning Human Understanding"
College
University of Hamburg
Grade
1,0
Author
Sophie Pahl (Author)
Publication Year
2009
Pages
24
Catalog Number
V209391
ISBN (eBook)
9783656370826
ISBN (Book)
9783656371618
Language
German
Tags
David Hume Enquiry Tiere Verstand Geist Tierethik Human Understanding
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sophie Pahl (Author), 2009, Der tierische Verstand in Humes "An Enquiry concerning Human Understanding", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209391
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