Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › German Studies - Genres

Kabarett: Exemplarische Beispiele

Title: Kabarett: Exemplarische Beispiele

Seminar Paper , 2001 , 25 Pages , Grade: 2

Autor:in: Udo Seelhofer (Author)

German Studies - Genres
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Das Thema dieser Seminararbeit lautet: ,,Kabarett: Exemplarische Beispiele". Ich habe es mir hier zur Aufgabe gemacht, einige österreichische Kabarettisten miteinander zu vergleichen. Als Ausgangspunkt verwende ich verschiedene - meiner Ansicht nach prägnante - Kabarettprogramme, von denen heute noch einige vielen Menschen ein Begriff sind.

Der Schwerpunkt wird allerdings auf zwei Texten liegen, und zwar auf ,,Der Herr Karl" von Helmut Qualtinger und Carl Merz, und auch Joseph Haders ,,Im Keller", welcher des öfteren als zeitgemäße Antwort auf den erstgenannten angesehen wird.

Das Hauptaugenmerk dieser Arbeit liegt demnach auf der Beziehung dieser beiden Programme, so wie Qualtingers Einfluss auf Hader im Einzelnen und die jüngere Tradition des österreichischen Kabaretts im Allgemeinen.

Des weiteren möchte ich noch auf eine Handvoll andere Künstler (Dorfer, Bisenz, u. a.) eingehen.

Den Anfang macht aber ein kurzer historischer Überblick, da ich der Ansicht bin, dass man das Thema nur im Zusammenhang mit der Entstehungsgeschichte dieses Zweiges der Kunst richtig verstehen kann.

Ein eigenes Kapitel werden Parodie und Lyrik (z. B. musikalische Darstellung) bilden, wobei ich hier verstärkt auf Alexander Bisenz und Josef Hader Bezug nehme. Auch das Kabarett in den modernen Medien soll in einem eigenen Teil behandelt werden, wobei ich an dieser Stelle vor allem auf den Film ,,Muttertag" eingehen will.

Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass ich leider lange nicht alle Texte und Kabarettisten in diese Seminararbeit aufnehmen konnte, die ursprünglich eingeplant waren (vor allem Darsteller aus Deutschland müssen im Rahmen dieses Textes fast gänzlich außen vor bleiben, da das Thema sonst zu unübersichtlich werden würde). Daher ist meine Auswahl natürlich sehr subjektiv, und falls sie hier einige Persönlichkeiten vermissen sollten, dann habe ich diejenigen nicht aus einer persönlichen Antipathie heraus weggelassen, sondern nur, weil das Stoffgebiet ansonsten zu umfangreich geworden wäre.
Das Kabarett (frz. cabaret: „Schenke“) ist eine Mischform der darstellenden Kunst, welche einige Elemente der Literatur, des Theaters und der Musik in sich vereint.



Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Überblick

3. Helmut Qualtingers „Der Herr Karl“

3.1 Allgemeines

3.2 Karls Charakter

3.3 Karls Hauptstationen

3.4 Inhalt des Stückes

3.5 Pressestimmen und Reaktionen

4. Josef Haders „Im Keller“

4.1 Allgemeines

4.2 Charakter der Hauptfigur

4.3 Hauptstationen des Protagonisten und Inhalt des Stückes

4.4 Pressestimmen

5. Vergleich zwischen Helmut Qualtingers „Herrn Karl“ und Josef Haders „Im Keller“ mit besonderer Bezugnahme auf die dort dargestellten Beziehungen zum anderen Geschlecht

6. „Atompilz von Links“

7. „Sein und Schwein“

8. „Alles Gute“

9. „Ohne Netz“

10. Kabarett in den modernen Medien

10.1 Film und Fernsehen

10.1.1 Der „Herr Karl“

10.1.2 „Im Keller“

10.1.3 „Muttertag“

10.1.4 „Indien“

10.1.5 „Freispiel“

10.1.6 „MA 2412“

11. Kabarett und Musik

12. Defiktionalisierung durch Publikumsanrede

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert ausgewählte österreichische Kabarettprogramme, um eine vergleichende Untersuchung der künstlerischen Entwicklung und inhaltlichen Schwerpunkte vorzunehmen. Der Fokus liegt dabei auf dem Einfluss historischer Vorbilder wie Helmut Qualtinger auf zeitgenössische Kabarettisten wie Josef Hader und Alfred Dorfer sowie auf der zunehmenden Rolle der modernen Medien bei der Verbreitung und Wahrnehmung dieser Kleinkunst.

  • Vergleich der Kabarettprogramme von Helmut Qualtinger und Josef Hader
  • Analyse der Darstellung gesellschaftlicher Rollenbilder und Opportunismus
  • Untersuchung der Entwicklung von der reinen Bühne zum Medium Film und Fernsehen
  • Betrachtung der methodischen Mittel wie der Publikumsanrede und Fiktionskulisse

Auszug aus dem Buch

3. 2. KARLS CHARAKTER

Karl ist ein Profiteur, das Ausnützen anderer Menschen ist ihm nicht fremd, des weiteren kann man ihn als skrupellos, rechtfertigend und selbstzufrieden bezeichnen. Sein Egoismus, seine Überheblichkeit und seine Selbstüberschätzung als „Mann von Welt“ lassen Karl äußerst arrogant erscheinen. Er legt auch ein sehr opportunistisches Verhalten an den Tag, indem er Gehorsamkeit nach oben zeigt, aber gleichzeitig nach unten tritt. Außerdem dreht er sein Fähnchen prinzipiell nach dem Wind, schwimmt vorzugsweise im Mainstream und beweist mehrmals, dass er ein politischer Wendehals ist (man bedenke nur seine Aussagen über das dritte Reich).

Was mir auch auffiel, ist diese aufrecht gehaltene Fassade der Gemütlichkeit, hinter der sich sein faschistoides Gedankengut verbirgt. Man könnte Karl problemlos emotional unterentwickelt, kalt, hartherzig und gemein nennen. Eigentlich fällt es einem schwer für diese Figur irgendwelche Sympathien zu entwickeln, da er meiner Meinung nach ein exzellentes Bild vom „ewigen Spießer“ (hier werden die Parallelen zu Haders im Keller evident) schlechthin darstellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Themas und der Zielsetzung der Seminararbeit, inklusive einer Abgrenzung des untersuchten Stoffgebiets.

2. Historischer Überblick: Darstellung der Entstehungsgeschichte des Kabaretts von den Anfängen in Paris bis zur modernen Entwicklung in Österreich.

3. Helmut Qualtingers „Der Herr Karl“: Detaillierte Analyse des Monologs, der Charakterisierung der Hauptfigur und der zeitgeschichtlichen Bedeutung des Stücks.

4. Josef Haders „Im Keller“: Untersuchung der Parallelen zu Qualtinger und detaillierte psychologische Betrachtung der Hauptfigur sowie ihrer Lebensstationen.

5. Vergleich zwischen Helmut Qualtingers „Herrn Karl“ und Josef Haders „Im Keller“ mit besonderer Bezugnahme auf die dort dargestellten Beziehungen zum anderen Geschlecht: Analyse komplexer Beziehungsstrukturen und der unterschiedlichen Herangehensweisen beider Protagonisten.

6. „Atompilz von Links“: Besprechung der Schlabarett-Produktion als beißende Bundesheerpersiflage und Reflexion ihrer Wirkung.

7. „Sein und Schwein“: Untersuchung der kabarettistischen Demontage männlicher Typologien und gesellschaftlicher Normen durch Dorfer und Düringer.

8. „Alles Gute“: Vorstellung des ersten Soloprogramms von Alfred Dorfer und dessen Einbettung in seine musikalische Begleitung.

9. „Ohne Netz“: Analyse des sprachwissenschaftlichen Konzepts und der Thematisierung des Entertainer-Daseins im zweiten Soloprogramm von Alfred Dorfer.

10. Kabarett in den modernen Medien: Kritische Auseinandersetzung mit der Entwicklung des Kabaretts hin zu Film- und Fernsehformaten sowie deren kommerziellen Aspekten.

11. Kabarett und Musik: Kurzer Abriss über die Funktion von Musik als parodistisches Element im Kabarett.

12. Defiktionalisierung durch Publikumsanrede: Theoretische Herleitung der verschiedenen Dialogformen und deren Auswirkung auf die Authentizität und Wahrnehmung durch das Publikum.

Schlüsselwörter

Kabarett, Helmut Qualtinger, Josef Hader, Alfred Dorfer, Schlabarett, Herr Karl, Im Keller, Kleinkunst, Satire, Österreichisches Kabarett, Publikumsanrede, Fiktion, Medien, Zeitgeschichte, Gesellschaftskritik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht ausgewählte Beispiele des österreichischen Kabaretts, um Gemeinsamkeiten und Entwicklungen in der Darstellung von Charakteren und gesellschaftlichen Zuständen aufzuzeigen.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Im Zentrum stehen die Analyse von Kabarettprogrammen, der Einfluss von Vorbildern wie Qualtinger auf spätere Künstler sowie die Verflechtung von Kleinkunst mit modernen Medien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch eine vergleichende Analyse der Programme von Qualtinger und Hader zu verstehen, wie aktuelle Kabarettisten auf die Tradition reagieren und wie soziale Phänomene künstlerisch verarbeitet werden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer text- und inhaltsanalytischen Untersuchung der Kabarettskripte sowie auf theoretischen Konzepten zur Kabarettgeschichte und Rollentheorie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Betrachtung einzelner Programme (Qualtinger, Hader, Schlabarett, Dorfer) und analysiert deren Aufbau, Figurencharakteristiken sowie die Rolle der Medien und der Publikumsinteraktion.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Kabarett, Opportunismus, Fiktionskulisse, Defiktionalisierung, Zeitgeschichte und Medienpräsenz.

Welche Rolle spielen die Frauenfiguren im Vergleich zwischen Qualtinger und Hader?

Die Arbeit zeigt auf, dass beide Protagonisten ihre Beziehungen zu Frauen durch Vorurteile und eine maskuline Überheblichkeit prägen, wobei der Umgang mit Ehe- und Geschlechterrollen zur Spiegelung ihrer eigenen Unsicherheit genutzt wird.

Warum ist die Analyse der Publikumsanrede so wichtig für die Arbeit?

Die Publikumsanrede dient als Werkzeug zur Defiktionalisierung; ihre Intensität korreliert mit dem Grad der "Abwesenheit" der Dialogpartner, was die Art der Bindung des Zuschauers an das Kabarettstück maßgeblich steuert.

Excerpt out of 25 pages  - scroll top

Details

Title
Kabarett: Exemplarische Beispiele
College
University of Vienna  (Institut für Germanistik)
Course
Proseminar: Ballade, Bänkelsang, Prozestsong
Grade
2
Author
Udo Seelhofer (Author)
Publication Year
2001
Pages
25
Catalog Number
V2093
ISBN (eBook)
9783638112895
ISBN (Book)
9783638637718
Language
German
Tags
Exemplarische Beispiele Proseminar Ballade Bänkelsang
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Udo Seelhofer (Author), 2001, Kabarett: Exemplarische Beispiele, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2093
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  25  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint