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Selbstbestimmtheit bei Menschen mit Demenz

Ethische und handlungstheoretische Aspekte bei der Identifikation und Vertretung des vermeintlichen Willens demenziell veränderter Menschen

Titel: Selbstbestimmtheit bei Menschen mit Demenz

Hausarbeit , 2013 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Dominik Dewald (Autor:in)

Pflegewissenschaft - Demenz
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der vorliegenden Arbeit möchte ich meinen Fokus auf die Frage nach der Selbstbestimmtheit und der daraus abgeleiteten Lebensqualität demenziell veränderter Menschen im professionellen Setting der stationären Altenpflege richten. Mit zunehmender Demenz verringert sich das Vermögen zum sprachlichen Ausdruck. Kann ein Mensch seinen Willen nicht länger verbal formulieren, muss die Identifikation desselben von Anderen übernommen werden. Die Willensfrage gilt es hier unter ethischen und rechtlichen Gesichtspunkten zu diskutieren. Es interessiert mich für meine Ausarbeitung im Besonderen die der Willensfrage implizite ethische Relevanz der Willensvertretung schwer demenziell veränderter Menschen. Wie lassen sich hier in betreuer- und pflegerischen Settings betroffene Menschen weitest möglich gemäß ihrem Willen und ethisch gerechtfertigt vertreten?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Titel und Thema der Arbeit

1.2 Problem und Frage – die aktuelle Studienlage

1.3 Ziel – Was möchte ich mit meiner Arbeit erreichen?

2. Definitionen und Abgrenzungen zentraler Termini

2.1 Demenz – Was Demenz ist und nicht ist

2.2 Ethik und Moral – Definition und Abgrenzung

2.3 Selbstbestimmtheit oder Autonomie?

3. Ethik und Moral in der Altenpflege - Das ethische Dilemma

3.1 Das ethische Dilemma und die hier konfligierenden Werte

3.2 Relevanz der Ethik im Setting stationärer Altenhilfe

3.3 Der ethische Diskurs bei Erkennung und Vertretung des Willens demenziell veränderter Bewohnerinnen und Bewohner in Einrichtungen der stationären Altenhilfe

4. Fazit

4.1 Ergebnis – Zusammenfassende Betrachtung dieser Arbeit

4.2 Kritik – Ist es hilfreich dieses Dilemma in der Pflegepraxis zu reflektieren?

4.3 Ausblick – Selbstbestimmtheit als zentraler ethischer Wert

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ethischen Herausforderungen bei der Willensfindung und Vertretung von Bewohnern in der stationären Altenhilfe, die aufgrund einer Demenz ihren eigenen Willen nicht mehr verbal äußern können, und analysiert Möglichkeiten zur Wahrung ihrer Selbstbestimmtheit.

  • Ethische und handlungstheoretische Grundlagen bei Demenz
  • Abgrenzung der Begriffe Ethik, Moral, Autonomie und Selbstbestimmtheit
  • Ethische Dilemmata im pflegerischen Alltag der stationären Altenhilfe
  • Methoden der Willenserkennung bei schwer demenziell veränderten Menschen
  • Die Bedeutung der Patientenverfügung und des "Informed Consent"
  • Emanzipation der Pflegeethik im medizinischen Kontext

Auszug aus dem Buch

3.2 Relevanz der Ethik im Setting stationärer Altenhilfe

Pflege unterliegt ständiger Veränderung. Die Bedürfnisse und somit die Aufgaben und Rollen Pflegender ändern und erweitern sich beständig. Die Gesundheitsversorgung entwickelt sich strukturell, sie wird komplexer. Dieser Zunahme an Komplexität folgt auch eine Veränderung und Erweiterung der Aufgaben der Ethik. Es entstehen neue ethische Spannungsfelder mit offenen, meist auf Fallbasis zu klärenden, Fragen. Als Beispiel aus der Pflege bietet sich hier die Frage nach den Übergängen zwischen Prävention, Kuration, Rehabilitation und Palliation. Diese Themen eröffnen Fragen mit ethischer Relevanz, die individuell geklärt werden müssen. Generalisierte Lösungen lassen sich hier kaum festlegen (vgl. Monteverde 2012, S. 26).

Auf allen Seiten ethischer Dilemmata werden wichtige Werte abgebildet. So werden in der stationären Altenhilfe im Pflegeprozess täglich deskriptiv aus verschiedenen, personalen Perspektiven Werte und Zustände erfasst, analysiert, interpretiert und gegebenenfalls beschrieben und in Gruppen mit Kollegen oder aber auch interdisziplinär reflektiert. Aus diesen dann identifizierten Ist-Zuständen sollen für die betroffenen Personen möglichst vorteilhafte Soll-Zustände formuliert werden. Das Anstreben einer als, in Relation zum Status quo, vorteilhaft Ist-Situation ist Inhalt der normativen Ethik. Da es in der Pflege und hier in der stationären Altenhilfe in ethischen Dilemmata zwischen mehreren wichtigen und normativ erstrebenswerten, sich jedoch ausschließenden, Alternativen zu entscheiden, respektive abzuwägen, gilt, kann das implizite ethische Problem nicht dichotom, „A“ ist ganz falsch, „B“ ist ganz richtig, abgeschlossen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik demenzieller Erkrankungen und die daraus resultierende Notwendigkeit, ethische Ansätze zur Wahrung der Selbstbestimmtheit bei betroffenen Bewohnern zu entwickeln.

2. Definitionen und Abgrenzungen zentraler Termini: Definition des Demenz-Syndroms sowie begriffliche Abgrenzung von Ethik, Moral, Autonomie und Selbstbestimmtheit zur wissenschaftlichen Fundierung der Arbeit.

3. Ethik und Moral in der Altenpflege - Das ethische Dilemma: Analyse der konfligierenden Werte im Pflegeprozess und Diskussion ethischer Diskurse bei der Willensvertretung in stationären Einrichtungen.

4. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse, kritische Reflexion der ethischen Praxis in der Pflege und ein Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Pflegeethik.

Schlüsselwörter

Demenz, Selbstbestimmtheit, Autonomie, Ethik, Moral, Pflegeethik, stationäre Altenhilfe, Patientenverfügung, Willensvertretung, Lebensqualität, Palliative Versorgung, Informed Consent, Medizinethik, Menschenwürde, Pflegepraxis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den ethischen Herausforderungen bei der Identifikation und Vertretung des Willens von Menschen, die aufgrund einer Demenz in ihrer Entscheidungsfähigkeit eingeschränkt sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Klärung ethischer Begriffe, der Analyse von Spannungsfeldern in der Pflegepraxis und der Sicherung von Selbstbestimmung unter Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ethisch fundierte Ansätze aufzuzeigen, wie auch bei schwer demenziell veränderten Personen die Selbstbestimmtheit gewahrt und der vermeintliche Wille möglichst wahrheitsgemäß vertreten werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor verwendet eine Literaturanalyse und verknüpft diese mit theoretischen ethischen Konzepten sowie praxisorientierten Fallbeispielen aus dem Bereich der stationären Altenhilfe.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Definition zentraler Begriffe, der Darstellung des ethischen Dilemmas in der Altenpflege und der Diskussion über die Rolle der Pflegeethik innerhalb der Medizinethik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Demenz, Selbstbestimmtheit, Patientenautonomie, Pflegeethik, Würde und stationäre Altenhilfe.

Welche Rolle spielt die Patientenverfügung in diesem Kontext?

Sie dient als Instrument, um den vor Eintreten der Demenz erklärten Willen einer Person auch bei Verlust der kognitiven Fähigkeiten rechtlich und ethisch bindend zu berücksichtigen.

Warum ist die Abgrenzung von Autonomie und Selbstbestimmtheit wichtig?

Die Begriffe werden oft synonym verwendet, bezeichnen aber unterschiedliche Aspekte. Eine präzise Differenzierung hilft, den ethischen Status des Individuums genauer zu bestimmen.

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Details

Titel
Selbstbestimmtheit bei Menschen mit Demenz
Untertitel
Ethische und handlungstheoretische Aspekte bei der Identifikation und Vertretung des vermeintlichen Willens demenziell veränderter Menschen
Hochschule
Hochschule Esslingen  (Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege)
Note
1,3
Autor
Dominik Dewald (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
20
Katalognummer
V209428
ISBN (eBook)
9783656372424
ISBN (Buch)
9783656372738
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Pflegemanagement Pflege Ethik Pflegeethik Selbstbestimmtheit Menschenwürde Personenwürde Würde Moral
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dominik Dewald (Autor:in), 2013, Selbstbestimmtheit bei Menschen mit Demenz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209428
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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