Diese Arbeit liefert eine Grundlage für die Verwendung alterstauglicher koordinativer Übungen im Anfängertraining im Schwimmsport. Sie ist gestützt auf Beobachtungen eines Trainingsjahres als Trainer einer solchen Gruppe und dokumentiert sowohl Erfolge als auch Misserfolge sowie Hürden, die es im Laufe dieses Jahres zu bewältigen gab. Das gesamte Wissen zu der Technik der einzelnen Schwimmarten bzw. Teilbewegungen stammt aus meiner eigenen Erfahrung nach jahrelangem Training im Leistungssportbereich.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Gliederung
3. Idee der Arbeit
4. Ausbildung und Entwicklung der koordinativen Fähigkeiten
4.1. Begriffserklärung: koordinative Fähigkeiten
4.2. Bedeutung der Koordinativen Fähigkeiten für das Schwimmen
4.3. Vorschulalter
4.4.1. Allgemeine motorische Entwickung
4.4.2.Ausbildung und Entwicklung einzelner koordinativer Fähigkeiten
4.4. Frühes Schulkindalter
4.4.1. Allgemeine motorische Entwicklung
4.4.2. Ausbildung und Entwicklung einzelner koordinativer Fähigkeiten
5. Koordinative Übungen im Wasser
5.1. Koordinationsformen
5.1.1. Begriff
5.1.2. Übungen
5.1.3. Allgemeine Schlussfolgerungen
5.2. Kombinationsformen
5.2.1. Begriff
5.2.2. Übungen
5.2.3. Allgemeine Schlussfolgerungen
5.3. Korrekturformen
5.3.1. Begriff
5.3.2. Übungen
5.3.3. Allgemeine Schlussfolgerungen
5.4. Übungen für das Wassergefühl
5.4.1. Begriff
5.4.2. Übungen
5.4.3. Allgemeine Schlussfolgerungen
5.5. Kontrastformen
5.5.1. Begriff
5.5.2. Übungen
5.5.3. Allgemeine Schlussfolgerungen
5.6. Spielformen
5.6.1. Begriff
5.6.2. Übungen
5.6.3. Allgemeine Schlussfolgerungen
5.7. Partner- und Gruppenübungen
5.7.1. Begriff
5.7.2. Übungen
5.7.3. Allgemeine Schlussfolgerungen
5.8. Übungskatalog koordinativer Übungen ausgerichtet auf die Schwimmarten
5.8.1. Übungen für das Rückenschwimmen
5.8.2. Koordinative Übungen für das Brustschwimmen
5.8.3. Übungen für das Freistilschwimmen
6. Zusammenfassung der Ergebnisse
6.1. Geeignete koordinative Übungen im Wasser für Kinder des Vorschulalters
6.2. Geeignete koordinative Übungen im Wasser für Kinder des frühen Schulkindalters
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Eignung und Wirksamkeit verschiedener koordinativer Übungen im Schwimmtraining für Kinder im Vorschul- und frühen Schulkindalter, um als Trainer gezielt die motorische Entwicklung zu fördern.
- Analyse der motorischen Entwicklungsphasen (Vorschulalter vs. frühes Schulkindalter).
- Bedeutung koordinativer Fähigkeiten für den Schwimmsport.
- Systematische Einteilung und praktische Erprobung koordinativer Übungsformen.
- Erstellung eines Übungskatalogs für spezifische Schwimmarten.
- Ableitung von Empfehlungen für eine effektive Trainingsgestaltung.
Auszug aus dem Buch
5.1.2. Übungen
Zu den Koordinationsformen werden demnach sämtliche Beinschlagformen für alle Schwimmtechniken gezählt. Sie bilden den Schwerpunkt des Anfängertrainings, da der Beinschlag Grundstein der Ausführung einer guten Technik ist. Er dient zum Einen als Antrieb und ist zum Anderen entscheidend für das Halten der Wasserlage. Da das Erlenen der Rücken- und Brustschwimmens Trainingsziel meiner Trainingsgruppe ist, spielt die richtige Technik der Rücken- und Brustbeine eine bedeutende Rolle. Die Kraulbeintechnik wird ebenfalls geübt, aber nur für die Stabilisierung und Orientierung des Körpers im Wasser.
Um die Beinarbeit zu erlernen bzw. zu verbessern werden verschiedene Beinschlagformen genutzt. Diese Teilen sich in Formen mit Hilfsmittel, in unserem Fall das Schwimmbrett, und Formen ohne Hilfsmittel. Alle Übungen, außer Die in Seitlage, sind nach Frank (2008) für die Altersklasse meiner Kinder geeignet.1
Koordinationsformen für das Rückenbeineschwimmen ohne Hilfsmittel die ich mit meinen Sportlern trainiert habe sind zum einen Formen in der Rückenlage. Dabei werden die Arme gestreckt hinter den Kopf geklemmt bzw. je nach Beweglichkeit der Kopf zwischen die Arme genommen und die Hände übereinander geschlagen oder nach unten am Körper gestreckt gehalten. Diese Übungen verwende ich am häufigsten im Training. Erstere ist von besonderer Bedeutung, da sie in der Altersklasse auch im Wettkampf geschwommen wird. Außerdem ist sie die beste Vorbereitung auf die Gesamtbewegung. Bei ihr ist zu beachten, dass die Füße gestreckt sind, die Beine möglichst nicht mehr als 30° gebeugt werden und die Bewegung somit größtenteils aus dem Rumpf kommt. Außerdem muss der Rumpf Anspannung der Bauch- und Rückenmuskulatur gestreckt sein um die hohe, wiederstandloseste Wasserlage zu halten. Für die Stromlinienform oder Pfeilform herzustellen müssen die Arme über den Kopf gestreckt werden und den Kopf umschließen. Am besten ist es die Hände übereinanderzulegen, damit der Sportler den geringsten Widerstand Im Wasser hat und das Wasser optimal am Körper entlang geleitet wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Autorin beschreibt ihre Motivation und die Zielsetzung ihrer Trainertätigkeit beim Postschwimmverein Leipzig sowie die Eingrenzung der wissenschaftlichen Arbeit.
2. Gliederung: Dient der strukturellen Übersicht der vorliegenden Arbeit.
3. Idee der Arbeit: Erläutert die Ausgangslage der Trainingsgruppe und die Herausforderung, die motorischen Fähigkeiten von 5-7-jährigen Kindern im Schwimmen gezielt zu fördern.
4. Ausbildung und Entwicklung der koordinativen Fähigkeiten: Definiert die Grundlagen koordinativer Fähigkeiten und erläutert die motorische Entwicklung im Vorschul- und frühen Schulkindalter.
5. Koordinative Übungen im Wasser: Umfassende Darstellung verschiedener Übungskategorien wie Koordinations-, Kombinations- und Korrekturformen sowie Spiel- und Kontrastübungen für den Schwimmunterricht.
6. Zusammenfassung der Ergebnisse: Resümiert die Eignung der verschiedenen Übungskategorien und stellt tabellarische Übersichten für die jeweiligen Altersstufen bereit.
Schlüsselwörter
Koordinative Fähigkeiten, Schwimmen, Anfängertraining, Vorschulalter, frühes Schulkindalter, Bewegungslehre, motorische Entwicklung, Wassergefühl, Techniktraining, Koordinationsformen, Fehlerkorrektur, Sportpädagogik, Schwimmtechnik, Trainingsgestaltung, Schwimmsport.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung und Wirksamkeit koordinativer Übungen im Anfängerschwimmtraining bei Kindern im Alter von 5 bis 7 Jahren.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen sind die motorische Entwicklung in der Kindheit, die theoretischen Grundlagen koordinativer Fähigkeiten und deren praktische Umsetzung im Wasser.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu klären, welche spezifischen koordinativen Übungen für die jeweilige Entwicklungsphase geeignet sind, um das Erlernen der Schwimmarten zu unterstützen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Autorin nutzt eine Kombination aus sportwissenschaftlicher Theoriebildung, Literaturanalyse und reflektierter Praxisbeobachtung im Rahmen ihrer eigenen Trainertätigkeit.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Übungsformen (Koordinations-, Kombinations-, Korrektur-, Kontrast- und Spielformen) und deren detaillierte Analyse hinsichtlich ihrer Wirkung auf die Schwimmtechnik.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie koordinative Fähigkeiten, Schwimmtechnik, motorische Entwicklung, Anfängertraining und Fehlerkorrektur beschreiben.
Wie geht die Autorin mit dem unterschiedlichen Lerntempo der Kinder um?
Sie betont die Notwendigkeit, Übungen so zu wählen, dass weder eine Unter- noch Überforderung eintritt, wobei sie feststellt, dass die Übungsauswahl für beide Altersgruppen recht ähnlich bleibt.
Warum spielt die Rumpfdrehung beim Rückenschwimmen eine so große Rolle?
Die Rumpfdrehung ist essentiell, um eine korrekte Technik zu gewährleisten und ein unnötiges Verkrampfen des Körpers zu verhindern, was wiederum die Wasserlage verbessert.
Welche Rolle spielen Spielformen im Training laut der Autorin?
Spielformen dienen primär der Motivationssteigerung und dem sozialen Miteinander, wobei sie einen indirekten Lerncharakter aufweisen und daher in Maßen eingesetzt werden sollten.
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- Lisa Atlas (Author), 2012, Schwimmsport für Kinder, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209438