Die Grundschule vermittelt grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten, wie Lesen, Schreiben, die Grundrechenarten und eine Einführung in die Zahlenräume, sowie grundlegende Lern- und Arbeitsmethoden und soziale Verhaltensweisen, die für den weiteren Schulbesuch von enormer Bedeutung sind. Die Schulart umfasst in der Regel die Unterrichtsfächer Deutsch (hier vor allem Lese- und Rechtschreiblehrgang), Mathematik, Heimatkunde oder Sachkundeunterricht sowie Sport, Kunst und Musik. Die Lernziele sind dabei sehr vielseitig. Sie differenzieren sich sowohl in kognitive (Kenntnisse und Wissen) und emotionale (Motivation zum Lernen und Spaß am Lernen) als auch psycho- motorischen Fertigkeiten und Fähigkeiten. Ich persönlich wollte in Erfahrung bringen, welches Wissen und insbesondere welche Kompetenzen die Kinder aufweisen und vor allem in welchem Grad der Ausprägung die Schülerinnen und Schüler sich befinden. Dementsprechend soll geklärt werden, welche Voraussetzungen und Grundlagen diese mitbringen, wenn sie an eine weiterführende Schule kommen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Praktikumseinrichtung
2.1 Standort der Schule
2.2 Größe der Schule
2.3 Unterrichtsmaterialien
2.4 Schülerschaft
2.5 Lehrerschaft
2.6 Schulprogramm
2.7 Die Diagnoseförderklassen
3. Beobachtungsschwerpunkt: Unterrichtsstörungen
3.1 Begriffsklärung
3.2 Formen von Unterrichtsstörungen
3.3 Fallbeispiel
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Dieser Praktikumsbericht dokumentiert die Erfahrungen eines angehenden Lehrers während eines Orientierungspraktikums an einer Grundschule in Rostock. Das primäre Ziel der Arbeit liegt in der Untersuchung von Unterrichtsstörungen aus der Perspektive der Lehrkraft, um Präventionsmöglichkeiten für den späteren Berufsalltag zu identifizieren und das Verständnis für schulisches Störverhalten zu vertiefen.
- Struktur und Organisation einer Grundschule (Praktikumseinrichtung)
- Theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff der Unterrichtsstörung
- Kategorisierung verschiedener Erscheinungsformen von Störungen
- Analyse eines spezifischen Fallbeispiels aus einer Diagnoseförderklasse
- Reflexion über pädagogische Interventions- und Umgangsmöglichkeiten
Auszug aus dem Buch
3.3.2 Beobachtungen
La. ist eine Schülerin der Diagnoseförderklasse 2. Sie leidet an der Lese- Rechtschreib- Schwäche und in einem geringen Ausmaß auch an dem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom. Dies wurde psychologisch diagnostiziert. Sie hat mit meiner Mentorin Frau R. fast den kompletten Schulalltag zu bewältigen. Nur wenige Unterrichtsstunden, wie Sport, Förderstunden mit der Sonderpädagogin und Religion, finden mit einer anderen Lehrerin statt. Meinen Beobachtungen zur Folge verhält sie sich im Wesentlichen bei allen Lehrerinnen gleich. Im Allgemeinen stört La. durch störende Zwischenrufe oder Kommentare. Zudem kam es häufig vor, dass sie geistig abwesend war oder völlig desinteressiert am Unterrichtsgeschehen teilnahm. Ein aggressives Verhalten konnte während des Unterrichts jedoch nicht festgestellt werden. In den Hofpausen verhielt sie sich hingegen ein wenig anders und wehrte sich gegen kleinere Provokationen mit Gewalt, indem sie denjenigen zum Beispiel mit der Jacke schlug. Im Wesentlichen gliedert sich La. durchaus in das Klassengefüge ein, hat jedoch ein Problem mit ihrer Stellung in der Klasse. Sie wäre gerne diejenige, die von allen gemocht wird. Doch gerade in solchen Situation, in denen sie mit Gewalt reagiert, sprechen ihre Mitschüler mit ihr darüber, dass sich solch ein Verhalten nicht der Norm entspricht. Dies fasste sie als weiteren Angriff auf und reagiert distanziert und abweisend darauf.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Praktikumsortes, der persönlichen Lernziele des Autors sowie des zeitlichen Rahmens der Hospitation.
2. Praktikumseinrichtung: Detaillierte Beschreibung der Rahmenbedingungen der Schule, inklusive Standort, Schülerschaft, Lehrerkollegium und den Besonderheiten der Diagnoseförderklassen.
3. Beobachtungsschwerpunkt: Unterrichtsstörungen: Wissenschaftliche Einordnung und Kategorisierung von Unterrichtsstörungen sowie detaillierte Analyse eines konkreten Fallbeispiels.
4. Fazit: Synthese der gewonnenen Erkenntnisse und Reflexion der persönlichen Konsequenzen für das eigene zukünftige Lehrverhalten.
Schlüsselwörter
Orientierungspraktikum, Grundschule, Unterrichtsstörungen, Diagnoseförderklasse, Schulpädagogik, Lehrverhalten, Lernprozess, Motivation, Verhaltensauffälligkeit, Inklusion, Hospitation, Prävention, Lehrer-Schüler-Interaktion, ADHS, Lernschwäche.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Praktikumsbericht grundsätzlich?
Der Bericht dokumentiert die Hospitationserfahrungen eines Lehramtsstudierenden an einer Rostocker Grundschule, wobei der Fokus auf dem Beobachten und Analysieren von Unterrichtsstörungen liegt.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit beleuchtet die Rahmenbedingungen des schulischen Alltags, die Klassendynamik in Diagnoseförderklassen und die theoretischen sowie praktischen Aspekte von Unterrichtsstörungen.
Was ist das primäre Ziel dieser Arbeit?
Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Ursachen und Erscheinungsformen von Unterrichtsstörungen zu entwickeln, um daraus professionelle Handlungsstrategien für die eigene spätere Lehrertätigkeit abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es werden qualitative Beobachtungen im Rahmen der Hospitation durchgeführt und diese durch Fachliteratur (z. B. von Lohmann, Nolting und Deister) theoretisch untermauert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Beschreibung der Praktikumseinrichtung und eine intensive Auseinandersetzung mit dem Beobachtungsschwerpunkt, einschließlich einer Definition, Kategorisierung und einer Fallstudie.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Unterrichtsstörungen, Diagnoseförderklasse, Lehrverhalten, Schulpädagogik und Lernprozess.
Wie unterscheidet sich das Störverhalten der Schülerin La. in verschiedenen Settings?
Im Unterricht äußern sich ihre Störungen primär verbal (Zwischenrufe, Stöhnen, geistige Abwesenheit), während sie in den Hofpausen körperlich auf Provokationen reagiert.
Welche Bedeutung misst der Autor der Fehlerkultur bei?
Der Autor betont, dass Lehrkräfte die Ursachen für Unterrichtsstörungen nicht allein bei den Schülern suchen sollten, sondern auch das eigene unterrichtliche Handeln reflektieren müssen.
- Arbeit zitieren
- Felix Kasten (Autor:in), 2010, Das Erlernen von Wissen und Kompetenzen in den Grundschulen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209560