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Biografie und Lebenslauf: Der Lebenslauf als modernes Orientierungsmuster für den Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule in der Altersphase Kindheit

Titel: Biografie und Lebenslauf: Der Lebenslauf als modernes Orientierungsmuster für den Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule in der Altersphase Kindheit

Hausarbeit , 2012 , 24 Seiten

Autor:in: Mariele Hausdorf (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Was sind Individualisierungsleistungen von Kindern? Wie gelingt Sozialisation in gesellschaftlichen Strukturen? Was macht diese Phase Kindheit, kurz vor der Pubertät aus? Haben diese Übergänge oder Lebensereignisse Auswirkungen auf den Lebenslauf, oder sind sie gerade wegen des Lebenslaufs gewählt? Anhand der Literatur des Seminars "Biographie und Lebenslauf" und ergänzender Literatur sollen die vorhandenen wissenschaftlichen Erkenntnisse zusammengetragen und mit den bestehenden soziologischen Erklärungsmodellen diskutiert werden.

Leseprobe


Gliederung

Vorbemerkung

1. Individualisierung und Sozialisation

1.1. Definition: Individualisierung und Identität

1.2. Definition: Sozialisation

1.3. Abgrenzung: Lebenslauf und Biografie in der Soziologie

2. Altersphase Kindheit

2.1. Kindheit als Aspekt der Moderne

2.2. Individualisierung der Kindheit

2.3. Kind sein in öffentlichen Erziehungseinrichtungen

3. Lebensabschnitt Schulkind

3.1. Biografische Aspekte des Schuleintritts

3.2. Grundschule im Spagat zwischen individueller Förderung und Sozialisationsanforderungen

3.3. Übergang zur weiterführenden Schule als Lebensereignis im Lebenslauf

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule im Kontext des modernen Lebenslaufmodells. Dabei wird analysiert, inwiefern individuelle Biografien von Kindern durch gesellschaftliche Anforderungen, Individualisierungsprozesse und Sozialisationsinstanzen geprägt werden.

  • Soziologische Grundlagen der Individualisierung und Sozialisation
  • Die historische und moderne Bedeutung der Lebensphase Kindheit
  • Die Rolle der Grundschule als Sozialisationsinstanz und Chancengeber
  • Strukturen des Übergangs als biografisches Lebensereignis

Auszug aus dem Buch

1. Individualisierung und Sozialisation

Eine der soziologischen Grundfragen ist die nach den Konsequenzen der Individualisierung in der modernen Gesellschaft und die nach dem Hineinwachsen und der Eingebundenheit in gesellschaftliche Strukturen, der Sozialisation.

Mit der modernen arbeitsteiligen Gesellschaft ist der Begriff der Individualisierung entstanden, der den Prozess des Herauslösens aus traditionellen gesellschaftlichen Bezügen umschreibt (vgl. Schroer, S. 13).

Das Spannungsfeld ist definiert, von einerseits individuellen Möglichkeiten sich aus tradierten Zusammenhängen herauszulösen und einen eigenen Lebensentwurf zu gestalten und andererseits der Problematik, durch sich auflösende gesellschaftliche Verbindlichkeiten einen individuellen Lebensentwurf finden zu müssen. Die verschiedenen soziologischen Wissenschaftlicher diskutieren diesen Prozess der Individualisierung aus sehr verschiedenen Perspektiven, die jeweils als negative, positive oder risikobehaftete gesellschaftliche Konsequenz betrachtet wird (vgl. Schroer, S. 16 ff). Dieses Spannungsfeld zwischen Individuum und Gesellschaft drückt sich in der postmodernen Gesellschaft auch als „Zwang zur Individualität“ (Schroer, S. 235) aus. Der Einzelne kann sich nicht mehr allgemeingültiger Wertigkeiten gewiss sein, sondern muss sich selbst gesellschaftlich verorten.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorbemerkung: Die Autorin reflektiert ihren beruflichen Hintergrund als Sozialpädagogin und skizziert die Problematik von Bildungsempfehlungen beim Übergang zur weiterführenden Schule.

1. Individualisierung und Sozialisation: Dieses Kapitel erläutert die soziologischen Fachbegriffe der Individualisierung und Sozialisation sowie deren Relevanz für das Verständnis der Identitätsentwicklung.

2. Altersphase Kindheit: Es wird die historische Wandlung der Kindheit vom ökonomischen Faktor zum eigenständigen, modern geprägten Lebensabschnitt nachgezeichnet.

3. Lebensabschnitt Schulkind: Hier liegt der Fokus auf der Grundschule als Institution, die Kinder in ein System aus Leistungsanforderungen und institutionalisierten Fahrplänen integriert.

4. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass der Schulübergang ein bedeutendes, wenngleich oft unterschätztes Lebensereignis im Prozess der Biografiebildung darstellt.

Schlüsselwörter

Individualisierung, Sozialisation, Lebenslauf, Biografie, Kindheit, Grundschule, Schuleintritt, Identitätsentwicklung, Sozialstruktur, Bildungssystem, Lebensereignis, Schullaufbahn, Moderne, Erziehung, Kindheitssoziologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den Lebenslauf als Orientierungsmuster und untersucht, wie der Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule die Biografie von Kindern in der modernen Gesellschaft beeinflusst.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen von Individualisierung und Sozialisation, die historische Entwicklung der Kindheit sowie die institutionellen Anforderungen des Bildungssystems an Kinder.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob und wie der Übergang zur weiterführenden Schule als bewusstes oder strukturell vorgegebenes Lebensereignis den weiteren Lebenslauf eines Kindes prägt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, in der soziologische Erklärungsmodelle und Theorien zur Biografieforschung auf die Phase der Kindheit angewendet werden.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil analysiert, wie Kinder in öffentlichen Erziehungseinrichtungen sozialisiert werden und wie der "Fahrplan" Schule (Altersnormen) auf die Lebensgestaltung der Kinder einwirkt.

Durch welche Schlagworte lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Individualisierung, Sozialisation, Biografieforschung, Schullaufbahn und moderne Kindheitskonzepte geprägt.

Wie bewertet die Autorin den Übergang zur weiterführenden Schule?

Sie beschreibt ihn als ein "ereignisreiches Moment", das sowohl Chancen zur Selbstbestimmung bietet als auch unter dem "Zwang zur Individualität" steht.

Welche Rolle spielen die Eltern in diesem Prozess?

Die Autorin betont, dass Eltern einen maßgeblichen Einfluss auf die Transformation des Lebensereignisses "Schulübergang" haben, da sie oft ihre eigenen Wünsche und Lebensentwürfe auf das Kind projizieren.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Biografie und Lebenslauf: Der Lebenslauf als modernes Orientierungsmuster für den Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule in der Altersphase Kindheit
Hochschule
FernUniversität Hagen
Autor
Mariele Hausdorf (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
24
Katalognummer
V209667
ISBN (eBook)
9783656374862
ISBN (Buch)
9783656375630
Sprache
Deutsch
Schlagworte
biografie lebenslauf
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mariele Hausdorf (Autor:in), 2012, Biografie und Lebenslauf: Der Lebenslauf als modernes Orientierungsmuster für den Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule in der Altersphase Kindheit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209667
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  24  Seiten
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