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Die Bildung und Inhalte der nationalen Identität in der Alten Eidgenossenschaft

Titel: Die Bildung und Inhalte der nationalen Identität in der Alten Eidgenossenschaft

Hausarbeit , 2011 , 16 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Isabell Oepp (Autor:in)

Geschichte Europas - Mittelalter, Frühe Neuzeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In meiner Arbeit sollte es auf jeden Fall um die Mythen der Schweizer Eidgenossenschaft und vor allem um die Auffassung der Mythen in der Alten Eidgenossenschaft gehen. Doch beschäftigt man sich isoliert mit den Mythen, insbesondere den wichtigsten Mythen und zwar die der Befreiungstradition, Wilhelm Tell und dem Rütlischwur, so gelangt man bald an einen Punkt, wo das Thema erschöpft ist. Die Mythen selbst und die Grundlage die zur Entstehung der Gründungsmythen beitrug, d.h. Bundesschluss und Abwehr gegen die Willkürherrschaft der Habsburger sind schnell zusammengefasst. Auch die Diskussion ob wahr oder erfunden, gibt nicht viel her, da dies eine Kontroverse ist, die bis heute auch von vielen Forschern und Historikern nicht diskutiert wird. Natürlich kann man die Fakten gegenüberstellen und die Diskussion fortsetzten, doch würde ich alleine und in der begrenzten Zeit kaum zu einem Ergebnis kommen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die nationale Identität

2.1 Nationale Identität als Mischung aus politischen Ideen, Symbolen und staatlichen Angeboten der Identifikation

2.2 Die Alte Eidgenossenschaft und ihre nationale Identität

3. Aus einzelnen Orten wird ein Bund mit gemeinsamen Inhalten nationaler Identität

3.1 Vorgeschichte und Bundesschließung der drei ersten Eidgenossen

3.2 Die Mythen als besonderer Inhalt des Nationalbewusstseins

3.2.1 Bedeutung und Darstellung der Mythen

3.2.2 Bedeutung der Mythen und der Mythenfiguren für die nationale Identität

3.3 Weitere Faktoren der nationalen Identität

3.3.1 Festlichkeiten als Zeichen der eigenen Identität

3.3.2 Das Schweizerkreuz als Zeichen der Zusammengehörigkeit

3.3.3 Bauernideologie

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entstehung und Ausprägung der nationalen Identität in der Alten Eidgenossenschaft, wobei der Fokus insbesondere auf der Bedeutung von Gründungsmythen, Symbolen und gemeinsamen Werten für das damalige Nationalbewusstsein liegt.

  • Analyse der Begriffe nationale Identität und Nationalbewusstsein im historischen Kontext
  • Untersuchung der Bedeutung von Gründungsmythen wie Wilhelm Tell und dem Rütlischwur
  • Betrachtung von Identifikationsmerkmalen wie Festlichkeiten und dem Schweizerkreuz
  • Einordnung der Bauernideologie als gesellschaftliches Leitbild

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Bedeutung und Darstellung der Mythen

Die Schweizer um 1500 empfinden die Epoche um die Gründung der Eidgenossenschaft als etwas Besonderes und Einzigartiges. Sie waren Stolz auf die vorangegangen Entwicklungen und die Entstehung der Eidgenossenschaft und sie unterstützen ihren Stolz mit der Befreiungssage vom Schützen Willhelm Tell oder der Sage vom Schwur auf dem Rütli. Wenn man sich mit Themen rund um die Alte Eidgenossenschaft befasst, so ist es unumgänglich, sich ebenso mit den Mythen rund um Tell und dem Rütlischwur zu befassen, welche, vor allem die mündlichen Überlieferungen, sehr stark zur Bildung eines Nationalbewusstseins beitrugen und für die Alten Eidgenossen nicht wegzudenken waren. Die seit jeher anhaltende Diskussion wie viel davon tatsächlich wahr und was in den Köpfen der Schweizer entstanden ist, soll hierbei nicht hinterfragt werden, da es nicht abzustreiten ist, das die Mythen, unabhängig ob wahr oder erfunden, zur nationalen Identität der Schweizer seit dem 15. Jahrhundert gehören.

Zu den bedeutendsten Mythen gehören, die bereits erwähnten Mythen vom Schützen Tell und dem Rütlischwur. Der Rütlischwur ist der Mythos über die Entstehung der Eidgenossenschaft durch die nächtliche Bundesschließung auf dem Rütli am Vierwaldstättersee durch die drei ersten Eidgenossen Walter Fürst von Uri, Werner Stauffacher von Schwyz und Arnold von Melchtal aus Unterwalden.

Eng verbunden mit der Sage vom Rütlischwur ist die Sage von Willhelm Telll. Sie beginnt damit, dass der damalige, von den Habsburgern eingesetzte Landvogt Gessler in Altdorf einen Hut aufhängen lässt, vor welchem sich die Bürger beim Vorbeigehen verbeugen müssen. Tell verweigert die Verbeugung vor dem Hut. Dafür hätte die Todesstrafe gestanden, doch erhält er von Landvogt Gessler die Möglichkeit, einen Apfel vom Kopf seines eigenen Sohnes zu schießen und könnte, bei einem Treffer, der Todesstrafe entkommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Autorin legt dar, warum die Mythen der Schweizer Eidgenossenschaft einen zentralen Kern des damaligen Nationalbewusstseins bilden und wie sich die Arbeit diesen Identitätsgegenständen nähert.

2. Die nationale Identität: Dieses Kapitel definiert nationale Identität als Zugehörigkeitsgefühl und erläutert die ideologischen sowie symbolischen Ebenen, durch die sich Staaten identitätsstiftend nach außen und innen präsentieren.

3. Aus einzelnen Orten wird ein Bund mit gemeinsamen Inhalten nationaler Identität: Hier wird die historische Entwicklung der Eidgenossenschaft ab 1250 analysiert, wobei besonders die Rolle der Mythen, Festlichkeiten, Symbole und der bäuerlichen Ideologie für den Zusammenhalt beleuchtet werden.

4. Schluss: Die Autorin reflektiert die Erkenntnisse der Arbeit und betont die faszinierende Langlebigkeit der Mythen sowie die Einzigartigkeit der inneren Einigkeit der Alten Eidgenossenschaft trotz ihrer internen Konflikte.

Schlüsselwörter

Alte Eidgenossenschaft, nationale Identität, Nationalbewusstsein, Mythen, Wilhelm Tell, Rütlischwur, Bundesbrief, Schweizerkreuz, Bauernideologie, Identifikation, Geschichte, Eidgenossen, Gründungsmythen, Zusammengehörigkeitsgefühl, Herrschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den historischen Grundlagen der nationalen Identität in der Alten Eidgenossenschaft und untersucht, welche Faktoren und Mythen das Zusammengehörigkeitsgefühl der Bevölkerung im 15. Jahrhundert prägten.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die Rolle von Gründungsmythen, staatliche Identifikationsangebote, historische Festakte, die Symbolik des Schweizerkreuzes und die Bedeutung der Bauernideologie.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu ergründen, welche Inhalte das Nationalbewusstsein der Schweizer im Mittelalter ausmachten und wie sich der Einzelne mit der Alten Eidgenossenschaft identifizierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die historische Quellen und Forschungsliteratur nutzt, um die Entstehung von Identitätsmerkmalen im 15. Jahrhundert darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Mythen, wie Wilhelm Tell und den Rütlischwur, sowie weitere Identifikationsfaktoren wie Schlachtjahrzeiten, das Schweizerkreuz als Symbol und das bäuerliche Selbstverständnis.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die wichtigsten Schlagworte sind Alte Eidgenossenschaft, nationale Identität, Nationalbewusstsein, Mythen und historische Identifikation.

Warum wird im Text betont, dass die Frage nach der Wahrheit der Mythen zweitrangig ist?

Für die Untersuchung ist die historische Tatsächlichkeit der Mythen weniger relevant als die Tatsache, dass sie von der Bevölkerung als wahr akzeptiert wurden und maßgeblich das politische Selbstverständnis sowie den Zusammenhalt stärkten.

Welchen Stellenwert nimmt die Bauernideologie in der Darstellung der Alten Eidgenossen ein?

Die Bauernideologie wird als gesellschaftliches Leitbild beschrieben, da man in der Alten Eidgenossenschaft den Glauben kultivierte, dass die Gründung des Bundes von freiheitsliebenden Bauern ausging, was das Ansehen des Bauernstandes nachhaltig positiv prägte.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Bildung und Inhalte der nationalen Identität in der Alten Eidgenossenschaft
Hochschule
Universität Augsburg
Veranstaltung
Proseminar
Note
2,0
Autor
Isabell Oepp (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
16
Katalognummer
V209723
ISBN (eBook)
9783656374237
ISBN (Buch)
9783656703402
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Provinzen Kantone Reichskreise Alte Eidgenossenschaft Schweiz Nationale Identität Schiedsgerichtsbarkeit Willhelm Tell
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Isabell Oepp (Autor:in), 2011, Die Bildung und Inhalte der nationalen Identität in der Alten Eidgenossenschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/209723
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Leseprobe aus  16  Seiten
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