Grin logo
en de es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Germanistik - Linguistik

Der Wie-Vergleich - Eine alltägliche Metapher

Titel: Der Wie-Vergleich - Eine alltägliche Metapher

Referat (Ausarbeitung) , 2003 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Yvonne Vitt (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Theorie der antiken Rhetorik Quintilians, die Metapher sei generell ein um die
Vergleichspartikel gekürzter Vergleich, darf nach unserem heutigem Wissenstand nicht
unkommentiert bleiben. Sicher lässt eine Metapher sich grundsätzlich auf einen
Vergleich zurückführen, das heißt jedoch nicht, das eine Metapher immer auch ein
Vergleich ist, bzw. die Begriffe eine synonyme Verwendung finden. Ganz im Gegenteil
hat sich die Auffassung durchgesetzt, dass zwischen den beiden Termini deutliche
Unterschiede bestehen. Um zu erläutern, auf welche Weise sich die Metapher des Vergleichs bedient, müssen
wir uns zunächst vor Augen halten, dass ein Vergleich einen Vorgang, einen
Gegenstand, einen Menschen und/oder auch dessen Handeln mit Hilfe etwas anderem
veranschaulicht. Die Voraussetzung für einen Vergleich ist folglich, dass zwei
Sachverhalten, die nicht miteinander identisch sein dürfen, mindestens eine gemeinsame
Eigenschaft zugeordnet werden kann.
Der Vergleich, der dadurch mindestens einen Vergleichspunkt , das sogenannte „tertium
comparationis“ erhält, belässt jedoch die verglichenen Gesichtspunkte, derer er sich
bedient, in ihrer Selbständigkeit. [...] Hinsichtlich des „tertium comparationis“ kann sich der Vergleich auf einzelne
Vergleichsobjekte, wohl aber auch auf längere Sachverhalte und Textpassagen
beziehen. In solchen Fällen „sind Vergleiche alles andere als schmückendes Beiwerk“,
wie Aristoteles es nennt, sondern stattdessen „der zentrale Bestandteil der poetischen
Sprache, in der etwas ausgesagt werden soll, das sich weder begrifflich noch
unmittelbar beschreibend oder erzählend darstellen lässt.“1

1 Burdorf, Dieter: Einführung in die Gedichtanalyse, 2. Aufl. Weimar 1997. S. 150

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • Einleitung
  • Der Vergleich
  • Zum Unterschied zwischen Vergleich und Metapher
  • Die Vergleichsstruktur
    • ,,Wie“ und „als“
    • Die metasprachliche Thematisierung durch bestimmte Lexeme
    • Suffixe, die vergleichen
    • Vergleiche in der Zusammensetzung
  • Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem sprachlichen Phänomen der Metapher und untersucht deren enge Verbindung zum Vergleich. Sie hinterfragt die oft genannte Behauptung, die Metapher sei lediglich ein verkürzter Vergleich und beleuchtet die spezifischen Unterschiede zwischen beiden sprachlichen Figuren.

  • Untersuchung der Beziehung zwischen Metapher und Vergleich
  • Analyse der Struktur des Vergleichs
  • Hervorhebung der spezifischen Merkmale von Metaphern
  • Diskussion der unterschiedlichen Funktionen von Vergleich und Metapher in der Sprache
  • Betrachtung der sprachlichen Mittel zur Veranschaulichung von Vergleichen

Zusammenfassung der Kapitel

Das erste Kapitel führt in die Thematik ein und erläutert die grundlegende Problematik der Verbindung von Vergleich und Metapher. Kapitel 2 beleuchtet den Vergleich als grundlegendes sprachliches Mittel, das zur Veranschaulichung von Sachverhalten und Begriffen dient. Es wird dabei die Funktionsweise des Vergleichs anhand von Beispielen verdeutlicht. Kapitel 3 widmet sich dem Unterschied zwischen Vergleich und Metapher. Hier wird die Argumentation der antiken Rhetorik Quintilians, die Metapher sei ein verkürzter Vergleich, kritisch beleuchtet und die spezifischen Merkmale von Metaphern aufgezeigt. Kapitel 4 untersucht die Struktur des Vergleichs und die verschiedenen sprachlichen Mittel, die zur Veranschaulichung von Vergleichen verwendet werden. Die Ausführungen beziehen sich dabei auf verschiedene grammatische Formen und sprachliche Phänomene, die in der Vergleichsstruktur relevant sind.

Schlüsselwörter

Metapher, Vergleich, Vergleichspartikel, Vergleichsstruktur, Bildempfänger, Bildspender, Tertium Comparationis, semantische Einheit, Sprachliche Figuren, Rhetorik, Sprachliche Mittel, Sprachwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Ist eine Metapher lediglich ein verkürzter Vergleich?

Obwohl die antike Rhetorik dies behauptete, zeigt die moderne Sprachwissenschaft, dass deutliche Unterschiede zwischen Metapher und Vergleich bestehen.

Was ist die Voraussetzung für einen sprachlichen Vergleich?

Zwei Sachverhalte, die nicht identisch sein dürfen, müssen mindestens eine gemeinsame Eigenschaft besitzen, das sogenannte "Tertium Comparationis".

Welche Rolle spielen Partikel wie "wie" und "als" bei Vergleichen?

Diese Partikel dienen als strukturelle Merkmale, um die Beziehung zwischen dem Bildspender und dem Bildempfänger explizit zu kennzeichnen.

Wie unterscheiden sich Vergleich und Metapher in ihrer Selbständigkeit?

Ein Vergleich belässt die verglichenen Gesichtspunkte in ihrer Selbständigkeit, während eine Metapher diese zu einer neuen semantischen Einheit verschmilzt.

Gibt es Vergleiche auch innerhalb von Wortzusammensetzungen?

Ja, die Arbeit untersucht auch Suffixe und Zusammensetzungen, die eine vergleichende Funktion innerhalb der Wortstruktur übernehmen.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Wie-Vergleich - Eine alltägliche Metapher
Hochschule
Universität Siegen  (Germanistik)
Veranstaltung
Hauptseminar: Die Metapher
Note
1,0
Autor
Yvonne Vitt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
17
Katalognummer
V20977
ISBN (eBook)
9783638247078
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wie-Vergleich Eine Metapher Hauptseminar Metapher
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Yvonne Vitt (Autor:in), 2003, Der Wie-Vergleich - Eine alltägliche Metapher, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20977
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  17  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Impressum
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum