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Konsumentenvertrauen als neuer Konjunkturindikator für Deutschland

Title: Konsumentenvertrauen als neuer Konjunkturindikator für Deutschland

Term Paper , 2003 , 39 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christine Schulz (Author)

Economics - Economic Cycle and Growth
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Summary Excerpt Details

„Ich wage mal eine Prognose: Es könnte so oder so ausgehen.“ (Ron Atkinson)
Die Konjunkturprognosen der Wirtschaftsweisen waren in den ersten Jahrzehnten des Bestehens
der Bundesrepublik Deutschland ziemlich zutreffend. Vor allem in Zeiten stabilen und
gleichmäßigen Wachstums haben sie gute Ergebnisse geliefert. Inzwischen ist die Konjunkturentwicklung
jedoch wesentlich dynamischer geworden, so dass insbesondere in konjunkturellen
Umschwungphasen die Konjunkturprognosen erschwert werden. In letzter Zeit hätte
man daher durchaus den Eindruck gewinnen können, dass die Aussage von Ron Atkinson
auch auf die Konjunkturprognosen zutrifft.
Dementsprechend mussten die Prognosen vor allem in der jüngsten Vergangenheit häufig im
Nachhinein korrigiert werden. So haben beispielsweise die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute
erst kürzlich in ihrem Herbstgutachten die Prognose des Bruttoinlandsproduktes für
2003 von 0,5% auf nun 0,0% gesenkt.1 Damit befindet sich die Bundesrepublik Deutschland
inzwischen im dritten Jahr einer wirtschaftlichen Stagnation. Für 2004 ist zwar nach Ansicht
der Wirtschaftsforschungsinstitute eine leichte Konjunkturerholung in Sicht, von dem vorhe rgesagten
deutlichen Aufschwung kann aber keine Rede sein.
Diese Unzuverlässigkeit der Konjunkturprognosen (vor allem im Bereich der konjunkturellen
Wendepunkte) ist jedoch nicht ohne Folgen, denn die Vorhersagen stellen für das Handeln der
Wirtschaftssubjekte, welches maßgeblich von der zukünftigen Wirtschaftsentwicklung abhängig
ist, eine wichtige Entscheidungsgrundlage dar. So bauen die Konsumausgaben der privaten
Haushalte, die Investitionsausgaben der Unternehmen und insbesondere die Planung des
Bundeshaushaltes auf solchen Prognosen auf. Fehlprognosen steigern daher die Gefahr von
Fehlentsche idungen.
Die Schwierigkeit der Konjunkturprognosen ist vor allem darin begründet, dass die wir tschaftliche
Entwicklung nicht gleichmäßig verläuft, sondern in Wellenbewegungen: Einem
Konjunkturaufschwung mit steigenden Wachstumsraten der wirtschaftlichen Leistung und
zunehmender Beschäftigung folgt eine Konjunkturabschwächung mit geringeren Wachstumsraten
oder sogar sinkender Produktion sowie stagnierender oder rückläufiger Beschäftigung.
[...]

1 Vgl. Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung Berlin (2003), S. 20.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundbegriffe

2.1 Konjunkturprognosen

2.2 Konjunkturindikatoren

3. Das Konsumentenvertrauen

3.1 Die Bedeutung des privaten Konsums

3.2 Das Konsumentenvertrauen in Deutschland

3.2.1 Der Consumer Confidence Indicator der EU (Deutschland)

3.2.2 Der Konsumklima-Index der GfK

3.3 Analyse der Prognosequalität

3.3.1 Zeitreihenvergleich mit dem privaten Konsum

3.3.2 Wendepunktprognose mit gleitenden Durchschnitten

3.3.3 Vergleich mit dem Verbrauchervertrauen in den USA

Vergleich des privaten Konsums in Deutschland und den USA

Vergleich der Prognosefähigkeit der Indikatoren

3.4 Kritikpunkte und Verbesserungspotential

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Eignung des Konsumentenvertrauens als Frühindikator für die deutsche Wirtschaftsentwicklung, um die Prognosequalität von Konjunkturprognosen zu verbessern und Wirtschaftssubjekten eine verlässliche Entscheidungsgrundlage zu bieten.

  • Bedeutung des privaten Konsums für das Wirtschaftswachstum
  • Methodische Analyse des Consumer Confidence Indicators und des Konsumklima-Indexes
  • Zeitreihenvergleiche und Korrelationsanalysen mit dem privaten Konsum
  • Vergleichende Betrachtung mit der US-amerikanischen Situation
  • Diskussion von Prognosefähigkeit, Schwächen und Optimierungspotentialen

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Zeitreihenvergleich mit dem privaten Konsum

Mit der Verwendung des Konsumentenvertrauens wird eine bessere Prognose der zu erwartenden Konsumentwicklung angestrebt. Um die Aussagefähigkeit des Indikators für das Wachstum des Konsums zu überprüfen, eignet sich eine Gegenüberstellung mit der realen Wirtschaftszahl. Die Referenzreihe des Konsumentenvertrauens ist der private Konsum, daher werden der Consumer Confidence Indicator und der Konsumklima-Index diesem gegenübergestellt. Die Aussagekraft und der durchschnittliche Vorlauf eines Konjunkturindikators können zudem mit Hilfe von Korrelationskoeffizienten untersucht werden. Dazu wird der Indikator jeweils um eine Periode verschoben und der Korrelationskoeffizient zwischen dem Indikator und der Referenzreihe immer wieder neu berechnet. Je höher der Korrelationskoeffizient ist, desto größer ist auch der Zusammenhang zwischen den beiden Zeitreihen. Die Verschiebung, die zum höchsten Korrelationskoeffizienten führt, entspricht dann dem zeitlichen Vorlauf des Indikators.

Die privaten Konsumausgaben und der Konsumklima-Index haben einen unterschiedlichen Veröffentlichungszyklus. Für den Vergleich und die Berechnungen mussten die Daten daher leicht modifiziert werden. So wurden mit Hilfe einer einfachen Durchschnittsberechnung aus den monatlichen Werten des Consumer Confidence Indicators Quartalswerte gebildet (beim Konsumklima-Index konnten aufgrund der fehlenden Daten keine Berechnungen durchgeführt werden). Durch die Glättung verzögert sich jedoch die Signalisierung von Wendepunkten im Konjunkturverlauf.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die abnehmende Genauigkeit klassischer Konjunkturprognosen in dynamischen Zeiten und leitet die Relevanz des Konsumentenvertrauens als Entscheidungsgrundlage her.

2. Grundbegriffe: Definiert die theoretischen Grundlagen der Konjunkturprognose sowie die Einteilung und Funktionsweise von Konjunkturindikatoren.

3. Das Konsumentenvertrauen: Analysiert detailliert den Stellenwert des privaten Konsums sowie die Messmethoden und Prognosequalitäten bestehender Indikatoren in Deutschland und den USA.

4. Fazit: Zieht Bilanz über die mangelnde Frühindikator-Qualität der betrachteten Indikatoren unter den gegebenen Bedingungen und skizziert notwendige Verbesserungen für künftige Prognosen.

Schlüsselwörter

Konsumentenvertrauen, Konjunkturindikator, Konjunkturprognose, privater Konsum, Bruttoinlandsprodukt, Consumer Confidence Indicator, Konsumklima-Index, Frühindikator, Prognosequalität, Wendepunktprognose, Wirtschaftspsychologie, Zeitreihenvergleich, Korrelationsanalyse, Konsumneigung, Konjunkturzyklus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Eignung des Konsumentenvertrauens als Konjunkturindikator für Deutschland, um künftige Konsumtrends besser vorhersagen zu können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Messung von Verbraucherstimmungen, deren Zusammenhang mit dem realen privaten Konsum sowie den Vergleich zwischen deutschen und US-amerikanischen Indikatoren.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu untersuchen, ob die Einbeziehung des Konsumentenvertrauens die Genauigkeit von Konjunkturprognosen in Deutschland steigern kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt Zeitreihenvergleiche, Korrelationsanalysen sowie die Methode der gleitenden Durchschnitte, um die Prognosequalität und den Vorlauf der Indikatoren empirisch zu bewerten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine detaillierte Analyse des Consumer Confidence Indicators und des Konsumklima-Indexes, eine Prognosequalitätsanalyse mittels Korrelationsrechnung sowie einen internationalen Vergleich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Konsumentenvertrauen, Konjunkturindikator, Prognosequalität, privater Konsum und Frühindikator.

Wie schneidet der deutsche Konsumklima-Index im Vergleich zum US-Pendant ab?

Die Arbeit stellt fest, dass das Konsumentenvertrauen in den USA zwar eine deutlich höhere Akzeptanz und Bedeutung besitzt, die Indikatoren in Deutschland jedoch teilweise aussagekräftigere Ergebnisse liefern als die US-amerikanischen Varianten.

Warum ist eine Wendepunktprognose mit gleitenden Durchschnitten problematisch?

Die Methode bietet zwar eine systematische Grundlage für Signale, leidet jedoch unter einer zeitlichen Verzögerung, die den wertvollen Vorlauf des Indikators teilweise wieder aufhebt.

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Details

Title
Konsumentenvertrauen als neuer Konjunkturindikator für Deutschland
College
Berlin School of Economics  (Fachbereich Berufsakademie)
Grade
1,0
Author
Christine Schulz (Author)
Publication Year
2003
Pages
39
Catalog Number
V20983
ISBN (eBook)
9783638247115
Language
German
Tags
Konsumentenvertrauen Konjunkturindikator Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christine Schulz (Author), 2003, Konsumentenvertrauen als neuer Konjunkturindikator für Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/20983
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