Diese Arbeit setzt sich mit dem Phänomen einer Orthodoxie im Ablehnungsverhalten gegenüber einer religiösen Deutung von Wirklichkeit auseinander. Dabei will gezeigt werden, wo eine solche bewusste Distanznahme selbst religiöse Implikationen aufweisen kann.
Inhaltsverzeichnis
1) Einleitung
2) Die Wahrheit liegt im „Bezahlen der Rechnungen“
2.1) Ablehnung als Instrument der Präzisierung
3) Zur Religion des Materiellen
3.1) Das eschatologische Moment in der Religion des Materiellen
4) Vom Deuten und der Beziehung
5) Liturgie: Ort von (Be-)Deutung und Beziehung
6) Orthodoxie der Distanziertheit – Resümee
Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was ist mit der „Orthodoxie der Distanziertheit“ gemeint?
Der Begriff beschreibt ein Phänomen, bei dem die bewusste Ablehnung religiöser Deutungen selbst zu einer festen, fast dogmatischen Haltung wird, die eigene religiöse Züge oder Implikationen aufweist.
Kann Materialismus eine Form von Religion sein?
Die Arbeit zeigt auf, dass eine rein materielle Weltsicht oft eschatologische (endzeitliche) Momente enthält und für Menschen eine sinnstiftende Funktion übernimmt, die der klassischen Religion ähnelt.
Welche Rolle spielt die Liturgie in diesem Kontext?
Die Liturgie wird als Ort der Bedeutung und Beziehung verstanden. Auch in einer säkularen Welt suchen Menschen nach rituellen Handlungen, um ihrer Wirklichkeit Sinn zu verleihen.
Warum dient Ablehnung als „Instrument der Präzisierung“?
Indem Menschen religiöse Deutungen aktiv ablehnen, präzisieren sie ihr eigenes Weltbild und definieren ihre Identität in Abgrenzung zum Transzendenten.
Was bedeutet „Kirchencommunio“ in der modernen Gesellschaft?
Es geht um die Frage, wie Gemeinschaft und Zugehörigkeit in einem religiösen Kontext heute noch möglich sind, wenn Distanzierung zur gesellschaftlichen Norm geworden ist.
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- Eugen Schweiger (Author), 2008, Über die Orthodoxie der Distanziertheit. Überlegungen zur (Kirchen)Communio, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210000