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Beziehungsmanagement im Deutschen und Schwedischen. Eine vergleichende Untersuchung von Todesanzeigen

Título: Beziehungsmanagement im Deutschen und Schwedischen. Eine vergleichende Untersuchung von Todesanzeigen

Trabajo Escrito , 2012 , 22 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: David Felsch (Autor)

Lenguas escandinavas
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In der vorliegenden Arbeit soll der Versuch unternommen werden, durch eine sprachliche Analyse Musterhaftigkeiten in deutschen und schwedischen Todesanzeigen aufzudecken. Für die Wahl dieser Textsorte spricht zum einen deren besonderer Zugänglichkeit. Es fällt nicht schwer, einen zweisprachigen Korpus zur Untersuchung zu erstellen. Des Weiteren ist der Umfang einer einzelnen Todesanzeige relativ beschränkt, so dass es möglich ist, sich schnell einen Überblick zu verschaffen und die einzelnen Texte des Korpus zu untersuchen. Hinzu kommt, wie Eva Martha Eckkrammer in ihrer Abhandlung Die Todesanzeige als Spiegel kultureller Konventionen aufzeigt, dass Todesanzeigen auf formaler Ebene wenn auch nicht gesetzlich geregelt, so doch „einzelsprachlich hochgradig konventionalisiert [sind] [...], da die Texte zum überwiegenden Teil anhand von bestehenden Mustern erstellt werden.“

Auch inhaltlich ist eine Beschäftigung mit dieser Gebrauchstextsorte aus verschiedenen Gesichtspunkten interessant. Aufgrund der Besonderheit der Situation, in der die Anzeigen entstehen, sind sie meist nicht individuell reflektiert, sondern zeigen den öffentlichen Sprachgebrauch, mit dem die jeweilige Gesellschaft die Gewissheit des Todes verarbeitet. Jede Kultur hält Rituale für die Auseinandersetzung mit Sterblichkeit bereit. Die Ausdrucksformen dieser Rituale können Aufschluss geben über Totenkult und auch Art und Grad der Auseinandersetzung der jeweiligen Gesellschaft mit dem Tod, die einen wichtigen Bestandteil der Kultur einer Gesellschaft darstellt.

So zeigt sich in der Sprache der Anzeigen in gewisser Weise der Konsens der Gesellschaft über Sprachregelungen in dieser Extremsituation.
Untersucht werden können die Todesanzeigen neben den sprachlichen Aspekten auch auf die Gestaltung hin sowie bezüglich der enthaltenen beziehungsweise nicht enthaltenen Elemente.

Aufgrund der Kürze der Bearbeitungszeit und des Umfangs kann in der vorliegenden Arbeit allerdings keine vollständige, repräsentative statistische Analyse von deutschen und schwedischen Todesanzeigen durchgeführt werden. Es lässt sich daher nicht ausschließen, dass zumindest teilweise Ergebnisse zutage treten, die mit der recht willkürlichen Auswahl des untersuchten Korpus zusammenhängen und sich nicht zwangsläufig auf die deutschen beziehungsweise die schwedischen Todesanzeigen im Allgemeinen übertragen lassen müssen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Der Korpus

2. Gestaltung der Anzeigen

2.1 Layout

2.1 Elemente

3. Sprachliche Analyse

3.1 Aufschlüsselung der Texthandlungen

3.2 Beziehungsmanagement in den Todesanzeigen

3.2.1 Wo in den Texten findet Beziehungsmanagement statt?

3.2.2 Wer ist am Beziehungsmanagement beteiligt?

3.2.3 Inwieweit wird in einzelnen Elementen der Todesanzeigen Dialogizität als Mittel für das Beziehungsmanagement verwendet?

3.2.4 Betreibt eine Sprache intensiver Beziehungsmanagement als die andere?

4. Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht das Beziehungsmanagement in deutschen und schwedischen Todesanzeigen anhand einer sprachlichen und kulturanalytischen Analyse. Ziel ist es, Musterhaftigkeiten in der Gestaltung und den Texthandlungen aufzudecken, um die Art und Weise zu verstehen, wie die jeweilige Gesellschaft mit der Extremsituation des Todes umgeht.

  • Kulturanalytische Untersuchung von Sprachgebrauchsmustern in der Textsorte Todesanzeige.
  • Kontrastive Analyse der formalen Gestaltung (Layout, Symbole, Elemente) in deutschen und schwedischen Zeitungen.
  • Aufschlüsselung und Vergleich von Texthandlungen wie Todesmitteilung, Spendenaufrufen und Danksagungen.
  • Analyse der Dialogizität als Mittel des Beziehungsmanagements zwischen Hinterbliebenen und Empfängern.
  • Untersuchung kultureller Unterschiede bei der Verarbeitung von Sterblichkeit und Trauer.

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Wo in den Texten findet Beziehungsmanagement statt?

Hoffmanns Annahme, dass Beziehungsmanagement permanent stattfindet, lässt sich zumindest auch auf die verbalen Elemente der Todesanzeigen übertragen. Die graphischen/gestalterischen Elemente sind jedenfalls in den schwedischen Anzeigen oft zu standardisiert, als dass mit ihnen Beziehungsmanagement betrieben werden könnte. In den deutschen Anzeigen mit ihrer größeren gestalterischen Freiheit findet auch in non- und paraverbalen Elementen Beziehungsmanagement statt. Durch Größe und Positionierung von Anzeige, Text und gestalterischen Elementen kann enorm viel mitgeteilt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Einführung in die kulturanalytische Linguistik und Begründung der Wahl der Todesanzeige als Untersuchungsgegenstand zur Erforschung kultureller Konventionen.

1. Der Korpus: Beschreibung der Auswahl von 54 schwedischen und 75 deutschen Todesanzeigen sowie deren Herkunft aus verschiedenen Regionalzeitungen.

2. Gestaltung der Anzeigen: Untersuchung der formalen Aspekte wie Layout, Rahmung, Symbole und der verschiedenen Elemente, die in den Anzeigen vorkommen.

2.1 Layout: Analyse der unterschiedlichen Dimensionen, Anordnung und visuellen Gestaltung der Todesanzeigen im deutschen und schwedischen Vergleich.

2.1 Elemente: Auflistung und quantitative Auswertung der in den Anzeigen verwendeten inhaltlichen und formalen Bauelemente.

3. Sprachliche Analyse: Sprachwissenschaftliche Untersuchung der Texte unter Berücksichtigung von Texthandlungen und paraverbalen Aspekten.

3.1 Aufschlüsselung der Texthandlungen: Kategorisierung der Todesanzeige in obligatorische und fakultative Handlungen wie Todesmitteilung, Ehrung oder Danksagung.

3.2 Beziehungsmanagement in den Todesanzeigen: Untersuchung, ob und wie Beziehungsmanagement durch sprachliche Mittel zwischen Sender und Empfänger stattfindet.

3.2.1 Wo in den Texten findet Beziehungsmanagement statt?: Erörterung der Bereiche in den Anzeigen, die aktiv zur Beziehungsarbeit genutzt werden.

3.2.2 Wer ist am Beziehungsmanagement beteiligt?: Identifikation der beteiligten Kommunikationspartner, wie Sender (Hinterbliebene) und verschiedene Empfängergruppen.

3.2.3 Inwieweit wird in einzelnen Elementen der Todesanzeigen Dialogizität als Mittel für das Beziehungsmanagement verwendet?: Analyse von Pronomen, Passivkonstruktionen und anderen Mitteln zur Steigerung oder Senkung der Dialogizität.

3.2.4 Betreibt eine Sprache intensiver Beziehungsmanagement als die andere?: Zusammenfassender Vergleich der Tendenz beider Sprachen zur Nutzung dialogorientierter oder distanzierter Ausdrucksformen.

4. Schluss: Zusammenfassung der Ergebnisse, Eingeständnis der begrenzten Repräsentativität und Ausblick auf weiterführende Forschungsfragen.

Schlüsselwörter

Todesanzeige, Beziehungsmanagement, Sprachvergleich, Deutsch, Schwedisch, Textsortenanalyse, Kulturlinguistik, Dialogizität, Texthandlung, Bestattungsrituale, Trauerkultur, Kommunikationsanalyse, Sprachliche Muster, Kontrastive Linguistik, Korpusanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer kulturwissenschaftlichen und sprachlichen Analyse von Todesanzeigen im deutsch-schwedischen Vergleich, um Unterschiede in den Ausdrucksformen von Trauer und sozialen Konventionen aufzuzeigen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die formale Gestaltung der Anzeigen, die Identifikation von Texthandlungen (z.B. Todesmitteilung, Danksagung) und die Anwendung von Beziehungsmanagement-Strategien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, ob und wie Beziehungsmanagement in dieser Gebrauchstextsorte stattfindet und welche kulturellen Unterschiede sich in der sprachlichen Gestaltung der Anzeigen widerspiegeln.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine kontrastive Analyse auf Basis eines zweisprachigen Korpus (54 schwedische, 75 deutsche Anzeigen) durchgeführt, die sich auf handlungstheoretische Ansätze der Textsortenbeschreibung stützt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine formale Analyse des Layouts und der Elemente sowie eine detaillierte sprachwissenschaftliche Untersuchung der Texthandlungen und der Dialogizität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Todesanzeige, Beziehungsmanagement, kulturanalytische Linguistik, Dialogizität und kontrastive Analyse charakterisiert.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen dem Toten als Subjekt oder Objekt eine Rolle?

Die grammatikalische Rolle des Verstorbenen in der Todesmitteilung (z.B. Subjekt im Schwedischen vs. Hinterbliebene als Subjekt im Deutschen) gibt Aufschluss über die jeweilige Art der Traueranzeige und die Art der Kommunikation.

Was sind "minnesstund" und deren Bedeutung für das Beziehungsmanagement?

Die "minnesstund" ist eine schwedische Trauerveranstaltung. Ihre Erwähnung in Anzeigen dient als Mittel des Beziehungsmanagements, um zur Teilnahme einzuladen oder den Rahmen der Bestattung zu definieren.

Welche Rolle spielt die Dialogizität bei Spendenaufrufen?

Die Dialogizität misst den Grad der direkten Adressierung. Bei Spendenaufrufen wird in beiden Sprachen oft versucht, den Empfänger durch persönliche Pronomen oder Imperative direkt in die Kommunikation einzubinden.

Was unterscheidet die deutschen von den schwedischen Anzeigen in Bezug auf die Rahmung?

Schwedische Anzeigen weisen oft eine einheitliche Einheitsbreite und dezente Umrandung auf, während deutsche Anzeigen stärker in Format und Gestaltung variieren und oft aufdringlicher wirken.

Final del extracto de 22 páginas  - subir

Detalles

Título
Beziehungsmanagement im Deutschen und Schwedischen. Eine vergleichende Untersuchung von Todesanzeigen
Universidad
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Institut für Fennistik und Skandinavistik)
Curso
Beziehungsmanagement auf Skandinavisch
Calificación
1,7
Autor
David Felsch (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
22
No. de catálogo
V210088
ISBN (Ebook)
9783656382386
ISBN (Libro)
9783656382935
Idioma
Alemán
Etiqueta
vergleichende untersuchung beziehungsmanagement deutschen schwedischen beispiel textsorte todesanzeige
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
David Felsch (Autor), 2012, Beziehungsmanagement im Deutschen und Schwedischen. Eine vergleichende Untersuchung von Todesanzeigen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210088
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