Prävention und Therapie von Burnout


Hausarbeit, 2013
12 Seiten

Leseprobe

Inhalt

Einleitung

1 Burnout
1.1 Definition
1.2 Ursachen
1.3 Die Phasen und Stufen

2 Prävention & Therapie
2.1 Kohärenz und Resilienz
2.2 Pflege, Stärkung und Gesunderhaltung des Ätherleibes
2.3 Selbstwert und -achtung

3 Fazit

4 Literaturverzeichnis

Einleitung

Der Burnout ist heutzutage eine verbreitete Krankheit, die, ursprünglich tatsächlich in der Sozialarbeit festgestellt, längst nicht mehr nur klischeehaft die „Managertypen“ betreffen kann, sondern alle Menschen, die sich über Leistung definieren oder ein ausgeprägtes Helfersyndrom haben. Durch diese Haltung werden entsprechend entweder materielle oder zwischenmenschliche Werte zur Selbst-Bestätigung betroffener Menschen.

Gleichermaßen ist der Burnout offenbar auch ein Risiko-Nebeneffekt einer Gesellschaft und Kultur der größtmöglichen Freiheit und Selbstbestimmung - und greift auch genau diese massiv an. So schreibt Prof. Dr. Franz Josef in seinem Beitrag zum Thema Burnout in der Märzausgabe 2012 von „MUT“:

„Eigeninitiative und Selbstverwirklichung machen die Bürger zu Unternehmern ihres Lebens. Der Einzelne ist als das „Planungs- und Handlungszentrum seiner Biographie selbst verantwortlich für seine Arbeitskraft, Existenzvorsorge, Gesundheit, Lebensfreude und gesellschaftliche Anerkennung.“

(MUT-Nr. 532, 3/2012 S. 56, MUT-Verlag, Asendorf)

Das „Ausgebranntsein“ gilt als ein Defekt, eine Störung in einem laufenden System und wird als Krise verstanden, die möglichst schnell beseitigt werden muss, um wieder zurück zum „normalen“ Zustand zu kommen. Dieses „normal“ ist möglicherweise aber völlig anders als vorher, und genau darin liegt die große Chance der Krise Burnout: Raus aus den alten – und offensichtlich destruktiven – Arbeits- und Verhaltensmustern und rein in das gesunde, reflektierte und achtsame Verhältnis von „Ich“ und „Umwelt“.

Im ersten Teil dieser Hausarbeit erläutere ich den Burnout als Krankheit und entwickele im zweiten Teil Handlungsansätze zur Prävention und Therapie, basierend auf dem Seminar am 17./18.01.13

1 Burnout

1.1 Defnition

Begibt man sich auf die Suche an einer allgemeingültigen Definition des Burnout- Syndroms, so wird man erstaunlicherweise nicht fündig.

Im ICD 10 wird der Burnout unter „Z73“ geführt: Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten

bei der Lebensbewältigung.

Weitere Definitionen verschiedener Autoren und Informationsstellen benennen den Burn- Out als Zustand emotionaler Erschöpfung, einhergehend mit reduzierter Leistungsfähigkeit und Lustlosigkeit. Konkreter wird Freudenberger, der den Burnout definiert als

„[…] Energieverschleiß, eine Erschöpfung aufgrund von Überforderungen, die von innen oder von außen - durch Familie, Arbeit, Freunde, Liebhaber, Wertesysteme oder die Gesellschaft - kommen kann und einer Person Energie, Bewältigungsmechanismen und innere Kraft raubt. Burnout ist ein Gefühlszustand, der begleitet ist von übermäßigem Stress, und der schließlich persönliche Motivationen, Einstellungen und Verhalten beeinträchtigt.“

(Freudenberger, H., North, G.: Burnout bei Frauen. 2012 Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt a.M.

1.2 Ursachen

Da der Burnout nicht plötzlich da ist, sondern sich schleichend, oft über Jahre und oft auch unbemerkt entwickelt, liegen die Ursachen zum Zeitpunkt des eigentlichen Burnouts in der Vergangenheit. Da eine Entwicklung zum Burnout auch von unseren eigenen Bewältigungsstrategien und Bewertungsmechanismen abhängt, unserem Bewusstsein darüber, unserer gesamten psychischen und körperlichen Konstituion, gibt es auch keine gänzlich allgemeingültigen Ursachen.

Burnout entsteht im Zusammenspiel zwischen eigener Freiheit und Angst. Den Fragen

„Was ist stimmig und richtig für mich, was will ich, was kann ich, was erfüllt mich?“ stehen die Ängste und Sorgen um den Platz in der Gesellschaft und der Arbeitswelt entgegen, das Bedürfnis nach Zugehörigkeit, die Angst vor Vereinnahmung, vor Unvorhersehbarkeit und natürlich auch vor materieller Unsicherheit. Wenn diese Ängste überhand nehmen, beginnt sich das Hamsterrad Richtung Burnout zu drehen. Zwischen all den Sorgen, die es zu vermeiden gilt, verliert ein burnout-gefährdeter Mensch sich selbst und seine echten Bedürfnisse aus den Augen, da er oder sie auf Grundlage seiner Sorgen und Ängste handelt.

[...]

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Prävention und Therapie von Burnout
Hochschule
Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter  (Bildungswissenschaft)
Veranstaltung
Professionalisierung des Erzieherberufs - Burnout-Prophylaxe
Autor
Jahr
2013
Seiten
12
Katalognummer
V210166
ISBN (eBook)
9783656384595
ISBN (Buch)
9783656387077
Dateigröße
1092 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
burnout, krise, chance
Arbeit zitieren
Lisa Georg (Autor), 2013, Prävention und Therapie von Burnout, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210166

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