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Reliefausgleich durch Bodenerosion

Título: Reliefausgleich durch Bodenerosion

Trabajo , 2000 , 25 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Heinz Tron (Autor)

Arqueología
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Resumen Extracto de texto Detalles

Diese Arbeit behandelt das Themas „Reliefausgleich durch Bodenerosion“. Geologen sehen im großen und ganzen den Zustand in Mitteleuropa seit Beginn des Holozän, ausgenommen der alpinen Zonen, als relativ stabil an. Es werden, die alpinen Zonen ausgeklammert, keine großen erosiven Ereignisse erwartet. Dies trifft im großen und ganzen auch zu; was heißt, dass das Relief heute aus der Vogelschau betrachtet noch immer in etwa dem Relief im frühen Holozän entspricht.
So ist die norddeutsche Tiefebene als Teil des „Great European Plain“ in der Hauptsache durch die großen Vereisungsphasen des Pleistozän gestaltet worden. Dieser Prozess der Gestaltung ist heute der Landschaft noch deutlich anzusehen und es ist auch möglich in dieser Landschaft die einzelnen landschaftsbildenden Vorgänge den einzelnen Vereisungsphasen zuzuordnen.
Auch können wir die Gebirge noch eindeutig den einzelnen Gebirgsbildungsphasen zuordnen. Daraus folgt, dass die Erosion wohl nicht so stark war und ist, dass es zu einem großräumigen Reliefausgleich kommt. Trotzdem ist aufgrund der Schwerkraft immer eine Tendenz zu einem Reliefausgleich vorhanden.
So gibt es viele relativ kleinräumige Ereignisse in denen es zur Erosion und Akkumulation kommt und somit nach den Gesetzen der Schwerkraft auch zu einem Reliefausgleich. Gerade diese relativ kleinräumigen Ereignisse, könne für die Archäologie große Auswirkungen haben und sind somit auch von großer Bedeutung. Tragen sie doch dazu bei, dass mache Lagen im Fundreport überrepräsentiert sind, während andere Lagen keine, oder kaum Befunde liefern. Schuld an diesem Umstand kann sowohl die Erosion als auch die Akkumulation sein. Diese Arbeit soll für dieses Thema sensibilisieren.

Extracto


Gliederung

1. Einleitung

2. Einführung: Welche Arten der Erosion gibt es?

3. Grundlagen der Bodenerosion

3.1. Linenhafte Bodenerosion

3.2. Flächenhafte Bodenerosion

3.3 Äolische Bodenerosion

4. Die Regeln der geoökologisch-geomorphodynamischen Aktivität und Stabilität

Stabilitätsregel (AS1):

Aktivitätsregel (AS2)

Anthropogene Teilaktivitätsregel (AS3):

5. Allgemeine Konsequenzen der Bodenerosion

6. Konsequenzen der Bodenerosion für die Besiedlung oder besser gesagt für die Siedler

7. Beispiel für linenhafte und flächenhafte Erosion

8. Starkregenereignisse in der Geschichte

9. Aktuelle Beispiele

10. Äolischer Transport

11. Quantifizierung der Abschwemmungsvorgänge

12. Sonderfälle – Die Siedlung wird verlagert, die landwirtschaftliche Produktionsflächen bleiben erhalten

13. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Auswirkungen von Bodenerosionsprozessen im Holozän auf archäologische Befunde und Siedlungsstrukturen in Mitteleuropa zu untersuchen. Die Forschungsfrage widmet sich dabei der Bedeutung kleinräumiger erosiver Ereignisse, die trotz scheinbarer landschaftlicher Stabilität große archäologische Auswirkungen haben und die Überlieferung von Befunden maßgeblich beeinflussen können.

  • Grundlagen der verschiedenen Erosionsarten (fluviatil, äolisch)
  • Die Regeln der geoökologisch-geomorphodynamischen Aktivität und Stabilität nach Rohdenburg
  • Konsequenzen der Bodenerosion für menschliche Siedlungstätigkeiten
  • Analyse historischer Beispiele und Quantifizierung von Abschwemmungsvorgängen
  • Implikationen für die archäologische Forschung und den Umgang mit Befunden

Auszug aus dem Buch

3. Grundlagen der Bodenerosion

Es geht hierbei um Vorgänge bei denen auf die Geländeoberfläche aufprallende Regentropfen, fließendes Wasser oder Wind Prozesse auslösen, bei denen es zur Ablösung, zum Transportes und zur Ablagerung von Bodenpartikeln kommt (Bork et all., 1998).

In den bewaldeten, vom Menschen unbeeinflußten, Regionen tritt und trat natürliche Erosion nicht, oder nur in einem geringen Ausmaß auf. Damit ist die vom Menschen beeinflußte Erosion in ehemals bewaldeten Regionen oder in Regionen die nach der Nutzungsaufgabe wieder bewaldeten gut kenntlich zu machen.

Menschliche Eingriffe können Bodenerosion nicht direkt auslösen, sondern nur ermöglichen, verstärken, vermindern oder aber auch verhindern.

Man unterscheidet vor allem flächenhafte Bodenerosion und linienhafte Bodenerosion.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Ausgangssituation in Mitteleuropa wird als holozän stabil eingestuft, wobei kleinräumige Erosionsereignisse für die Archäologie von zentraler Bedeutung sind.

2. Einführung: Welche Arten der Erosion gibt es?: Es werden die prinzipiellen Erosionsarten (fluviatil, glazial, äolisch) sowie die Voraussetzungen für deren Wirksamkeit im Holozän dargelegt.

3. Grundlagen der Bodenerosion: Dieser Abschnitt erläutert die Mechanismen der Partikelablösung durch Wasser und Wind sowie den Einfluss menschlicher Eingriffe.

4. Die Regeln der geoökologisch-geomorphodynamischen Aktivität und Stabilität: Die Stabilitäts-, Aktivitäts- und anthropogene Teilaktivitätsregel nach Rohdenburg werden als theoretische Basis vorgestellt.

5. Allgemeine Konsequenzen der Bodenerosion: Es wird dargelegt, dass anthropogene Rodungen in ansonsten stabilen Phasen die Entblößung der Oberfläche und damit Erosion ermöglichen.

6. Konsequenzen der Bodenerosion für die Besiedlung oder besser gesagt für die Siedler: Die Verschlechterung der landwirtschaftlichen Bedingungen durch Kerbenreißen und Flächenerosion sowie deren Auswirkungen auf die Siedlungsfähigkeit werden analysiert.

7. Beispiel für linenhafte und flächenhafte Erosion: Anhand des „Tiefen Tales“ wird die chronologische Entwicklung erosiver Prozesse und deren Wirkung auf die Landschaft veranschaulicht.

8. Starkregenereignisse in der Geschichte: Der Zusammenhang zwischen historischen Katastrophenereignissen, Missernten und der Resistenz gegenüber Seuchen wird diskutiert.

9. Aktuelle Beispiele: Katastrophale Erosionsereignisse der Moderne, wie in Venezuela, dienen als Vergleich für die Kraft dieser Prozesse.

10. Äolischer Transport: Die Bedeutung der Plaggenwirtschaft für die Entstehung von Sandverwehungen und deren Bedrohung für Siedlungen wird aufgezeigt.

11. Quantifizierung der Abschwemmungsvorgänge: Durch die Bilanzierung der Stoffverlagerungen in Glasow wird das Ausmaß des Bodenabtrags präzise quantifiziert.

12. Sonderfälle – Die Siedlung wird verlagert, die landwirtschaftliche Produktionsflächen bleiben erhalten: Es wird untersucht, wie eine Siedlungsaufgabe bei fortbestehender landwirtschaftlicher Nutzung weiter zu Erosionsereignissen führen kann.

13. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert die beachtlichen Konsequenzen für die archäologische Forschung und fordert eine intensivere Einbindung bodenkundlicher Methoden.

Schlüsselwörter

Bodenerosion, Holozän, Umweltarchäologie, Reliefausgleich, Sedimentation, anthropogene Einflüsse, Bodenabtrag, Starkregenereignisse, Plaggenwirtschaft, Kolluvium, geoökologische Stabilität, Siedlungsaufgabe, Landnutzungsphasen, Archäometrie, Stoffverlagerung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit thematisiert den Reliefausgleich durch Bodenerosion in Mitteleuropa während des Holozäns und dessen Auswirkungen auf archäologische Befunde und menschliche Siedlungstätigkeiten.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Autor?

Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen der Geomorphodynamik, die Differenzierung zwischen linienhafter, flächenhafter und äolischer Erosion sowie die anthropogen beeinflusste Landschaftsentwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Einfluss erosiver Prozesse auf die Erhaltung archäologischer Fundstellen aufzuzeigen und die Notwendigkeit einer engen Verknüpfung von Archäologie und Bodenkunde zu begründen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit nutzt Literaturanalysen zur Landschaftsentwicklung, wertet historische Daten zu Niederschlagsereignissen aus und stützt sich auf bodenkundliche Fallbeispiele und Bilanzen (z.B. in Glasow).

Welche Aspekte stehen im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Stabilitätsregeln, die konkreten Folgen von Erosion für die bäuerliche Siedlungstätigkeit sowie die Quantifizierung von Sedimenttransporten anhand archäologischer Befunde.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Bodenerosion, Umweltarchäologie, anthropogene Einflüsse, geoökologische Stabilität und Sedimentation sind die prägenden Begriffe der Analyse.

Welche Rolle spielt die „Plaggenwirtschaft“ in dieser Arbeit?

Die Plaggenwirtschaft wird als ein wesentlicher anthropogener Faktor für äolischen Transport identifiziert, der durch die Entblößung von Sandflächen zu weitreichenden Bodenverwehungen und der Beeinträchtigung historischer Siedlungen führte.

Wie beeinflusst Bodenerosion die archäologische Befundlage konkret?

Die Erosion kann in höheren Lagen zur Zerstörung von Befunden führen, während es in tieferen Lagen zu Akkumulationen kommt, die Befunde überdecken; dies kann zu Fehlinterpretationen führen, wenn diese Prozesse nicht als solche erkannt werden.

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Detalles

Título
Reliefausgleich durch Bodenerosion
Universidad
Humboldt-University of Berlin  (Ur- und Frühgeschichte)
Calificación
1,3
Autor
Heinz Tron (Autor)
Año de publicación
2000
Páginas
25
No. de catálogo
V2102
ISBN (Ebook)
9783638112932
ISBN (Libro)
9783638637725
Idioma
Alemán
Etiqueta
Archäologie Reliefausgleich Bodenerosion Umweltarchäologie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Heinz Tron (Autor), 2000, Reliefausgleich durch Bodenerosion, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2102
Leer eBook
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