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Ein Vergleich der Erzählziele der Fassungen A und B des Märenstoffes vom "Mönch als Liebesboten"

Titel: Ein Vergleich der Erzählziele der Fassungen A und B des Märenstoffes vom "Mönch als Liebesboten"

Hausarbeit , 2010 , 17 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Nils Brenner (Autor:in)

Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ein Vergleich der Erzählziele der Fassungen A und B des Märenstoffes vom Mönch als Liebesboten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Ausrichtung der Arbeit

1.2 Forschungsüberblick

2. Vergleich der Fassungen A und B

2.1 Entstehungsgeschichte der beiden Fassungen

2.2 Analyse der beiden Fassungen

2.2.1 Fassung A

2.2.1.1 Inhalt und Erzählarrangement

2.2.1.2 Die Figuren

2.2.2 Fassung B

2.2.2.1 Inhalt und Erzählarrangement

2.2.2.2 Die Figuren

2.3 Vergleich der Erzählziele der beiden Fassungen

3. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht vergleichend die unterschiedlichen Erzählziele und Figurenkonstellationen in zwei Fassungen des mittelalterlichen Märenstoffes vom "Mönch als Liebesboten". Ziel ist es, durch eine detaillierte Analyse der Textstruktur aufzuzeigen, wie das gemeinsame Motiv der List bei den verschiedenen Autoren zur Illustration unterschiedlicher moralischer oder unterhaltender Intentionen instrumentalisiert wird.

  • Vergleich der Erzählziele zwischen Fassung A und B
  • Analyse der Figurenzeichnung und deren Funktion innerhalb der Erzählung
  • Untersuchung des "Erzählarrangements" und der narrativen Struktur
  • Einordnung der Texte in den Forschungsdiskurs zur mittelhochdeutschen Kleinenpik
  • Gegenüberstellung von Unterhaltungsanspruch und moralischer Lehraussage

Auszug aus dem Buch

2.2.1.1 Inhalt und Erzählarrangement

Die Geschichte spielt in dieser Fassung in Rom, wo ein Mann lebt, welcher eine wunderschöne Frau hat. Diese verliebt sich ein vornehmer Jüngling von hoher Geburt, welcher auf ihrer Straße flaniert, so dass sie auch für ihn in Liebe entbrennt. Als nun der Mann einmal ausreitet, denkt die Frau eine List aus. Sie geht zu einem Barfüßer-Mönch und leistet eine falsche Beichte: Sie behauptet, der Jüngling habe ihr einen goldenen Ring geschenkt, deshalb fürchte sie um ihre Ehre und um ihr Ansehen bei ihren Freunden. Daher solle der Mönch dem Jüngling den Ring zurückgeben. Auch vergisst sie nicht, zu erwähnen, dass ihr Mann verreist ist und auch fast das ganze Gesinde aus dem Haus sei. Der Mönch macht sich sofort zum Jüngling und konfrontiert diesen mit den Vorwürfen der Dame. Der Jüngling leugnet zuerst, durchschaut die Dame aber, als der Mönch ihm den Ring überreicht. Nun beichtet auch er dem Mönch seine angebliche Verfehlung und gibt ihm einen Ring, den er von der Dame erhalten habe und den er nun nicht mehr brauche, seit sie der liebe nit pegert (V. 149). Der Mönch begibt sich mit diesem Ring wieder zurück zur Dame, die ihm erzählt, sie habe dem Jüngling den Ring gegeben, da sie nicht in ihrer Ehre hinabgesetzt werden wolle, wenn sie sein Geschenk nicht erwidern würde. Das Übrigen sei sein Ring für sie in einem Beutel gewesen, zusammen mit einem Liebesbrief, in dem er ankündigte, sie in dieser Nacht zu besuchen, denn er habe herausgefunden, sie ihr Haus eine kaputte Wand habe, durch die er eindringen könne. Zum Beweis gibt sie dem Mönch einen Gürtel, an dem der besagte Beutel hängt. Der Mönch macht sich wieder auf zum Jüngling, händigt ihm Gürtel und Beutel aus und erzählt ihm die Geschichte der Dame in allen Einzelheiten und fragt ihn, ob es wahr sei, dass er durch eine beschädigte Wand ins Haus der Dame eindringen wolle.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Untersuchungsobjekt, den Märenstoff vom Mönch als Liebesboten, und legt die methodische Herangehensweise für den Vergleich der unterschiedlichen Fassungen fest.

2. Vergleich der Fassungen A und B: Dieses Kernkapitel bietet eine detaillierte textimmanente Analyse der inhaltlichen Ausgestaltung, des Erzählarrangements sowie der Charakterzeichnung der Protagonisten in beiden Fassungen.

3. Resümee: Das Resümee führt die Einzelergebnisse zusammen und bewertet die unterschiedlichen Erzählziele der beiden Autoren im Hinblick auf ihre literarische Funktion und Tradition.

Schlüsselwörter

Mären, Mönch als Liebesbote, Mittelalter, Fassung A, Fassung B, Heinrich Kaufringer, Erzählziel, List, Figurenanalyse, Mittelhochdeutsche Kleinenpik, Erzählarrangement, Moral, Unterhaltung, Literaturwissenschaft, Narratologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einem vergleichenden literaturwissenschaftlichen Blick auf zwei verschiedene Fassungen eines bekannten mittelalterlichen Märenstoffes.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Konzepte von List, Liebe, Ehe und die Funktion von moralischen Lehren versus Unterhaltungswert in der mittelhochdeutschen Literatur.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Hauptziel ist es, aufzuzeigen, wie unterschiedliche Autoren dasselbe Motiv (den Mönch als Liebesboten) nutzen, um jeweils eigene, teilweise gegensätzliche Erzählziele zu erreichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es handelt sich um eine textanalytische und komparative Methode, die eng am Wortlaut der Texte arbeitet und diese in den Kontext der mediävistischen Forschung stellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Fassung A und der Fassung B, wobei jeweils das Erzählarrangement und die Charakterisierung der beteiligten Figuren detailliert untersucht werden.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die wichtigsten Begriffe sind Mären, Erzählziel, Fassungsvergleich, List und mittelalterliche Erzählstruktur.

Wie unterscheidet sich die Rolle des Mönchs in den beiden Fassungen?

Während der Mönch in Fassung A stärker als ein fast schon komisch wirkendes Opfer der List auftritt, wird seine Rolle in Fassung B stärker in den Kontext der handlungsvorbereitenden Struktur eingebettet.

Welche Rolle spielt die "List" für die Protagonistin in beiden Texten?

Die List ist in beiden Fassungen ein zentrales Mittel der Dame, um ihre Ziele zu erreichen; die Arbeit zeigt jedoch, dass die Ausführung und die moralische Bewertung dieser List je nach Fassung variieren.

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Details

Titel
Ein Vergleich der Erzählziele der Fassungen A und B des Märenstoffes vom "Mönch als Liebesboten"
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Seminar für Deutsche Philologie)
Note
1,0
Autor
Nils Brenner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
17
Katalognummer
V210217
ISBN (eBook)
9783656383536
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vergleich erzählziele fassungen märenstoffes mönch liebesboten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nils Brenner (Autor:in), 2010, Ein Vergleich der Erzählziele der Fassungen A und B des Märenstoffes vom "Mönch als Liebesboten", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210217
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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