In einer Gesellschaft des langen Lebens treten neurodegenerative Erkrankungen wie die Demenzen als besondere und gesamtgesellschaftliche Herausforderungen in Erscheinung. Dabei sind multiple Bereich des gesellschaftlichen Lebens im Sozialstaat betroffen jedoch, steht vor allem das Gesundheitswesen und damit auch die pflegerische Landschaft vor einer großen Aufgabe für die Zukunft. In dieser Ausarbeitung gebe ich zunächst eine Definition und Diagnosekriterien der Demenz, während im nächsten Punkt näher auf die einzelnen Formen der Demenz eingegangen wird und Symptome näher beschrieben werden. Den Abschluss bildet die Darstellung der Epidemiologie der Erkrankung sowie eine Darstellung der Kosten der Demenz unter Berufung auf eine aktuelle Studie und Daten des Statistischen Bundesamtes.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Demenzen
2.1 Definition nach ICD – 10 – GM – Version 2012
2.2 Diagnosekriterien
2.2.1 ICD-10
2.2.2 DSM-IV
2.3 Formen der Demenz – Es gibt nicht „die“ Demenz
2.3.1 Leichte kognitive Beeinträchtigungen
2.3.2 Alzheimer Demenz
2.3.3 Alzheimer Demenz mit präsenilem Beginn
2.3.4 Morbus Binswanger und andere vaskuläre Demenzen
2.3.5 Lewy – Body – Demenz
2.3.6 Chorea Huntington
2.3.7 Creutzfeld – Jakob – Erkrankung
2.3.8 Pick – Komplex – frontotemporale Lobärdegeneration
2.4 Verteilung der Demenzformen
2.5 Symptome der Demenz
3. Epidemiologie
3.1 Prävalenz der Demenz
3.2. Prävalenzprojektion bis 2050
3.3 Inzidenz der Demenz
3.4. Inzidenzprojektion bis 2050
4. Kosten der Demenz
4.1. Direkte Krankheitskosten der Demenz
4.2. Krankheitskosten pro Kopf – Studienergebnisse Schwarzkopf et al. 2012
4.2.1 Basisdaten der Studienpopulation
4.2.2 Pro Kopf Kosten
5. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich mit Demenz als eine der zentralen Herausforderungen für die zukünftige Gesundheitsversorgung und die pflegerische Landschaft in einer alternden Gesellschaft auseinander. Ziel ist es, ein Verständnis für das Krankheitsbild zu schaffen, epidemiologische Entwicklungen zu skizzieren und die damit verbundenen ökonomischen Kosten auf Basis aktueller Studien aufzuzeigen.
- Definition und differenzierte Diagnosekriterien von Demenz
- Übersicht verschiedener Demenzformen und deren Symptomatik
- Epidemiologische Daten zur Prävalenz und Inzidenz bis zum Jahr 2050
- Analyse der direkten Krankheitskosten
- Vergleich der Pro-Kopf-Kosten bei Demenzerkrankungen
Auszug aus dem Buch
2. Demenzen
„Demenz ist ein schwerwiegender Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit aufgrund einer ausgeprägten und lang anhaltenden Funktionsstörung des Gehirns“ (Förstl, 2011:4). Während dieser langanhaltenden irreversiblen Funktionsstörung des Gehirns kommt es bei weiterer Progredienz zu immer mehr Einschränkungen bei den betroffenen Personen. Während zu Beginn der Erkrankung Störungen des Gedächtnisses zunächst alleine auftreten, mehren sich im Verlauf der Erkrankung die auftretenden Symptome und treten nicht nur in Form von kognitiven Defiziten in Erscheinung. Hinzu kommen neben psychischen Auffälligkeiten auch physische Einschränkungen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die gesamtgesellschaftliche Bedeutung neurodegenerativer Erkrankungen ein und legt den Aufbau der Ausarbeitung dar.
2. Demenzen: Dieses Kapitel definiert den Begriff Demenz, erörtert Diagnosekriterien und beschreibt verschiedene Demenzformen sowie deren Symptome.
3. Epidemiologie: Hier wird die Verteilung und Entwicklung der Erkrankung anhand von Prävalenz- und Inzidenzdaten sowie entsprechenden Projektionen bis 2050 erläutert.
4. Kosten der Demenz: Dieses Kapitel befasst sich mit den direkten Krankheitskosten und analysiert basierend auf Studiendaten die spezifischen Pro-Kopf-Kosten bei Demenz.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Herausforderungen für das Gesundheitswesen zusammen und plädiert für neue, kosteneffiziente und partizipationsorientierte Versorgungskonzepte.
Schlüsselwörter
Demenz, neurodegenerative Erkrankungen, Pflege, Epidemiologie, Prävalenz, Inzidenz, Krankheitskosten, Gesundheitswesen, Alzheimer, vaskuläre Demenz, Demografischer Wandel, Versorgungskonzepte, Langzeitpflege, Diagnosekriterien, Kostenanalyse
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Herausforderung, die Demenzerkrankungen für das Gesundheitswesen und die Gesellschaft in Zeiten des demografischen Wandels darstellen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die medizinische Definition und Klassifikation von Demenz, deren epidemiologische Verbreitung sowie die damit verbundenen ökonomischen Belastungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, durch die Analyse von Begriffsdefinitionen, epidemiologischen Daten und Kostenstudien ein Verständnis für die zukünftigen Anforderungen an die pflegerische Versorgung zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Ausarbeitung basiert auf einer Literaturanalyse und der Auswertung aktueller Studien sowie Daten des Statistischen Bundesamtes.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil deckt die medizinischen Grundlagen, verschiedene Demenzformen, die epidemiologische Lage bis 2050 sowie eine detaillierte Aufschlüsselung der direkten Krankheitskosten ab.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Typische Schlüsselbegriffe sind Demenz, Prävalenz, Inzidenz, Krankheitskosten, Pflegereport und demografischer Wandel.
Wie unterscheidet sich die Demenz nach ICD-10 von der nach DSM-IV?
Das DSM-IV fordert im Gegensatz zum ICD-10 kein explizites Zeitkriterium und erfasst Störungen des Erlebens und Verhaltens nicht primär als Diagnosemerkmale.
Welche wirtschaftliche Schlussfolgerung zieht der Autor im Fazit?
Aufgrund steigender Fallzahlen bei gleichzeitig schrumpfender Beitragszahlerbasis werden neue, ambulantisierte Wohnformen gefordert, die günstiger sind und eine höhere Eigenständigkeit ermöglichen.
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- Sebastian Riebandt (Author), 2012, Diagnosekritierien, Epidemiologie und Formen der Demenz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210233