Die Rolle der Geldpolitik in Währungskrisen - Implikationen einer neuen Modellgeneration


Diplomarbeit, 2003

57 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Währungskrisenmodelle
2.1 Zahlungsbilanzkrisen und spekulative Attacken - Modelle der ersten Generation
2.2 Die Rolle selbsterfüllender Erwartungen - Modelle zweiter Generation
2.3 Modelle erster und zweiter Generation im Licht jüngster Währungskrisen..

3. Währungskrisen bei unvollständigen Finanzmärkten
3.1 Die Rolle hoher Fremdwährungsverbindlichkeiten und der Kreditbeschränkung des Unternehmenssektors - Das Währungskrisenmodell von Aghion, Bacchetta und Banerjee
3.1.1 Annahmen des Modells
3.1.2 Geld- und Kreditmarkt
3.1.3 Die Währungskrise - Mögliche Entwicklung von Wechselkurs und Einkommen
3.1.4 Diskussion des Modells
3.2 Können Krisen durch die Geldpolitik verhindert werden? - Implikationen des Modells von AGHION et al. 2000a
3.2.1 Die Rolle der Geldpolitik, wenn die Kreditbeschränkung vom Realzins abhängt - warum eine restriktive Geldpolitik erforderlich ist
3.2.2 Modifikation: Implikationen, falls die Kreditbeschränkung vom Nominalzins abhängig ist

4. Empirische Ergebnisse zur Frage nach der angemessenen Geldpolitik in Währungskrisen
4.1 Der Zusammenhang von Zins und Wechselkurs
4.1.1 KRAAY 2000 - Wechselkursstabilisierung während spekulativer Attacken
4.1.2 GOLDFAJN/GUPTA 2003 - Reale Aufwertung durch Aufwertung des nominalen Wechselkurses oder durch höhere Inflation?
4.1.3 FURMAN/STIGLITZ 1998 - Der Zusammenhang von Zins und Wechselkurs in ausgewählten Entwicklungsländern
4.2 Geldpolitik während der Asienkrise
4.2.1 DEKLE/HSIAO/WANG 1998 ± Nominale Aufwertung und hohe Nominalzinsen
4.2.2 GOULD/KAMIN 1999 ± Einfluß der Geldpolitik auf den realen Wechselkurs
4.3.1 GOLDFAJN/BAIG 1998 ± Umkehrung der Unterbewertung durch nominale Aufwertung?
4.4 Zusammenfassung

5. Schlußfolgerungen

Literaturverzeichnis

A.1 Graphischer Anhang

A.2 Tabellarischer Anhang

A.3 Mathematischer Anhang

Erklärung

1. Einleitung

Wie sollte sich die Geldpolitik in Währungskrisen verhalten? Daû diese Frage ein unter Ökonomen kontrovers diskutiertes Thema ist, zeigt beispielsweise die Erfahrung aus der Asienkrise: während der IMF auf die Notwendigkeit von Zinserhöhungen zur Wechselkursstabilisierung hinwies, unterstrich die Worldbank die negativen Wirkungen hoher Zinsen auf Investitionen und Einkommen.

Um die Kernfrage dieser Arbeit, die Frage nach der angemessenen Geldpolitik in Währungskrisen, beantworten zu können, wird das Modell von AGHION et al. 2000a, das den Währungskrisenmodellen der sog. dritten Generation zugeordnet wird, her- angezogen, und es werden konkrete Implikationen für die Geldpolitik in einer Wäh- rungskrise abgeleitet.

Ein sich anschlieûender empirischer Teil setzt die auf theoretischer Grundlage basie- renden Implikationen einer empirischen Prüfung aus, um so einschätzen zu können, ob sich die theoretischen Ergebnisse durch die empirischen Befunde bestätigen las- sen.

Das nun folgende zweite Kapitel stellt die Währungskrisenmodelle der ersten und zweiten Generation vor, woran sich dann die Darstellung eines Modells der dritten Generation, das Modell von AGHION et al. 2000a, anschlieût und die aus diesem Modell folgenden Implikationen für die Geldpolitik herausgearbeitet werden. In Kapitel 4 werden sechs empirische Studien zur Frage nach dem Zusammenhang von Geldpolitik und Wechselkurs vorgestellt, von denen sich drei mit der Geldpolitik zur Asienkrise beschäftigen, dies sind die Arbeiten von DEKLE et al. 1998, GOULD/KAMIN 2000 und GOLDFAJN/BAIG 1998. Dagegen liegen den Arbeiten von KRAAY 2000, GOLDFAJN/GUPTA 2003 und FURMAN/STIGLITZ 1998 eine gröûere, regionenübergreifende Auswahl von Ländern zugrunde.

Das letzte Kapitel bietet eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse dieser Arbeit.

2. Währungskrisenmodelle

Die Krisen in den letzten Jahren ± EWU (1992/93), Mexiko (1994/95), Asienkrise (1997/98), um nur einige wenige zu nennen ± zeigen die Notwendigkeit geeigneter Modelle, um Währungskrisen vorherzusagen und daraus geeignete Maûnahmen für die Politik ableiten zu können. Auf Eichengreen geht die Unterteilung der Modelle in „erste“ und „zweite Generation“ zurück (vgl. KRUGMAN 1999); beiden Modellen ist gemeinsam, daû sie von einem System fester Wechselkurse ausgehen und staatliches Handeln in den Vordergrund stellen.

Im nun folgenden Teil werden diese beiden Modellgenerationen in ihrer Standardversion kurz vorgestellt.

2.1 Zahlungsbilanzkrisen und spekulative Attacken - Modelle der ersten Ge- neration

Die hier nun vorzustellende erste Modellgeneration geht auf die Arbeiten von KRUGMAN (1979) und FLOOD/GARBER (1984) zurück, die im wesentlichen die Unvereinbarkeit einer sehr expansiven Geld- und Fiskalpolitik mit einem System fixierter Wechselkurse hervorheben.

Die Finanzierung eines staatlichen Budgetdefizits durch kontinuierliche Ausdehnung der Geldmenge führt in einer offenen Volkswirtschaft zu Devisenabfluû und macht eine ständige Devisenmarktintervention der monetären Autorität erforderlich, um die festgelegte Parität aufrechtzuerhalten. Die rational handelnden Akteure können ab- sehen, daû dieses Wechselkursregime aufgegeben werden muû, wenn die Frem d- währungsreserven der Zentralbank erschöpft sind, und eine Abwertung dann unver- meidlich wird. Die Absicht der Akteure ist somit, Spekulationsgewinne durch den Verkauf heimischer Devisen zu erzielen, die durch die unvermeidliche Abkehr vom Festkurssystem mit sich anschlieûender Abwertung absehbar sind.

Das Standardmodell der spekulativen Attacken beschreibt eine kleine offene Volkswirtschaft, die ihren Wechselkurs gegenüber dem Ausland, i.e. eine groûe offene Volkswirtschaft, fixiert hat. Das Geldangebot werde durch die Zentralbank gesteuert und sei durch die zwei Vermögenstitelarten der Zentralbank, i.e. Kredite und internationale Reserven, gedeckt und lasse sich in log-linearisierter Darstellung (vgl. FLOOD/MARION 1999, S. 3, insb. Fuûnote dazu) schreiben als:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Dabei wird angenommen, daû d mit einer konstanten Rate von µ wächst. Die Geldnachfrage hänge negativ vom Nominalzins ab (vgl. ebd., S. 3):

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

wobei m den Logarithmus der Geldmenge und p den Logarithmus des Preisniveaus darstellen.

Es gelte die absolute Kaufkraft-Parität

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dabei stellen p* das logarithmierte ausländische Preisniveau und e den logarithmierten Wechselkurs in Preisnotierung dar. Der Nominalzins erfülle die ungedeckte Zinsparität, was sich als

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

darstellen läût. Hier bezeichnet i das inländische, i* das ausländische Zinsniveau, und e ° die Wachstumsrate des Wechselkurses, die bei perfekter Voraussicht der erwarteten Kursänderung entspreche.

Eine Währungskrise wird in diesem Modell erklärt durch eine expansive Fiskalpolitik mit der Folge eines anhaltenden und wachsenden staatlichen Budgetdefizits, das durch eine expansive Geldpolitik finanziert wird (vgl. FUHRMANN/CEPOK 2003). Die erhöhte Geldmenge wirkt tendenziell zinssenkend, und Arbitragegeschäfte auf dem Devisenmarkt setzen den Wechselkurs unter Druck. Um die fixierte Parität auf- recht halten zu können, muû die Zentralbank am Devisenmarkt intervenieren und durch den Verkauf ihrer Reserven den Wechselkurs stützen. Die Spekulanten wis- sen, daû in einer Situation ständig abflieûender Reserven eine Aufgabe des Fixkur s- systems unvermeidlich ist. Diese Schluûfolgerung läût sich mit Hilfe der obigen Gle i- chungen bestätigen: Aus der Kombination der Gleichungen (1) bis (4) läût sich die Gleichgewichtsbedingung ermitteln:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Bei fixen Variablen des Auslands p* und i* sowie fixiertem Wechselkurs folgt, daû bei einer Erhöhung von d ± durch schuldenfinanzierte Staatsausgabenerhöhung ± die Reserven r um den gleichen Betrag sinken müssen.

Zur Ermittlung des genauen Zeitpunktes der spekulativen Attacke ist der ¹Schatten- wechselkurs" von zentraler Bedeutung. Der Schattenwechselkurs ist derjenige Wechselkurs, der vorherrschen würde, wenn die Reserven der Zentralbank erschöpft wären, und die Zentralbank keine weiteren Devisenmarktinterventionen zur Stützung der festgelegten Parität durchführen könnte. Die Spekulanten wissen, daû sie einen sicheren Gewinn realisieren können, indem sie zu einem Zeitpunkt attackieren, zu dem der Schattenwechselkurs gröûer ist als der fixierte Wechselkurs. Die verschie- denen Spekulanten versuchen, ihren Konkurrenten in der Attacke möglichst zuvorzu- kommen, so daû der Zeitpunkt der Attacke derjenige ist, bei dem der Schattenwech- selkurs genau der fixierten Parität entspricht. Es werden somit Wechselkursaus- schläge durch einen ¹spekulativen Wettbewerb" (FLOOD/ MARION 1999, S. 6) ver- hindert. Dadurch, daû das Budgetdefizit mit einer konstanten Rate zunimmt, wächst der Wechselkurs nach der Attacke ebenfalls mit dieser konstanten Rate1, und bei Gültigkeit der Zinsparität2 folgt, daû auch der Nominalzins zum Zeitpunkt der Attacke ansteigt, was die zukünftige Abwertung reflektiert.

Das neue Gleichgewicht auf dem Geldmarkt wird bestimmt durch das reduzierte Geldangebot in Höhe des Verlustes der Reserven sowie einer reduzierten Geldnachfrage aufgrund des gestiegenen Nominalzinses.

2.2 Die Rolle selbsterfüllender Erwartungen - Modelle zweiter Generation

Waren im Modell der ersten Generation noch Attacken auf die Reserven der zentrale Auslöser einer Währungskrise, so steht in den sog. Modellen zweiter Generation, die in ihrer ursprünglichen Version auf der Arbeit von OBSTFELD (1994) basieren, das Kalkül eines rational handelnden Entscheidungsträgers im Mittelpunkt, der unter Ab- wägung von Kosten und Nutzen entscheidet, ob er das Festkursregime aufrechter- hält oder eben verläût. Dabei gehen in seine Entscheidung die vorherrschenden Fundamentaldaten sowie die Erwartungen der Spekulanten ein, die in diesem Modell selbsterfüllenden Charakter einnehmen können. Die Abkehr vom Festkurssystem ist somit nicht die unausweichliche Folge einer Inkonsistenz von Geld- und Fiskalpolitik, sondern wird hervorgerufen durch den Anreiz positiver Effekte, die durch eine Abwertung entstünden.

Zur Veranschaulichung dieser Modellgeneration wird ein einfaches Modell darge- stellt, das aus JEANNE 2000 entnommen ist und einen politischen Entscheidungs- träger modelliert, in dessen Kalkül die Aufrechterhaltung des Fixkurssystems und die Arbeitslosigkeit eingeht. Im Gegensatz zum vorherigen Abschnitt wird jetzt davon ausgegangen, daû die Zentralbank eine Sterilisierungspolitik durchführen kann, d.h. sie kann den Effekt auf die monetäre Basis, der durch die Intervention am Devisen- markt entsteht, durch Offenmarktgeschäfte kompensieren, so daû die monetäre Ba- sis durch Devisenmarktoperationen nicht verändert wird (vgl. MISHKIN 1998, S. 505ff.).

Es wird angenommen, daû im Falle einer Aufgabe der fixierten Parität die Abwertung d beträgt, und aus der Gültigkeit der Kaufkraftparität folgt, daû Gleiches auch für die Inflationsrate gelten muû (vgl. dazu (Gl. 3)). Die Entscheidung der Regierung, ob sie abwertet oder nicht, hänge von den Konsequenzen dieser Entscheidung auf die Ar- beitslosigkeit ab, die durch die um Erwartungen erweiterte Phillipskurve gegeben sei:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

U2 und U2 bezeichnen die Abweichung der Arbeitslosigkeit von ihrem natürlichen Ni- veau in den Perioden 1 und 2 und der Ausdruck (π − e π ) die unerwartete Inflation. Die hier dargestellte Phillipskurve beschreibt den negativen Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und unerwarteter Inflation: Bei unerwarteter Inflation sinkt der Reallohn, da der Nominallohn nur die erwartete Inflation berücksichtigt, so daû ein positiver Effekt auf die Beschäftigung entsteht. Der politische Entscheidungsträger minimiere seine Verlustfunktion

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Minimierung liegt die Annahme zugrunde, daû die Regierung in der zweiten Pe- riode über die Aufrechterhaltung des Festkurssystems entscheidet und dabei die Ar- beitslosigkeit sowie die Kosten der Aufgabe des Festkurssystems, beschrieben durch die Variable C, zu berücksichtigen hat.3

Wird keine Inflation erwartet, i.e. [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] beträgt die Verlustfunktion [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] , wenn die Regierung aus dem Festkurssystem aussteigt, und [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]falls nicht. In diesem Fall wäre es optimal das Festkurssystem beizube- halten, wenn folgende Bedingung erfüllt ist:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Erwarten die Individuen dagegen, daû eine Abwertung stattfindet, i.e. [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]ergibt sich für die Regierung ein Verlust in der Höhe von[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]wenn das Fest- kurssystem beibehalten wird, und bei einer Abwertung ein Verlust von[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] In dieser Situation wäre es optimal die Parität aufrechtzuerhalten, wenn

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

erfüllt ist.

Durch die Definition eines Fundamentaldatums der Ökonomie läût sich analytisch bestimmen, in welchen Situationen die Regierung für eine Freigabe des Kurses entscheiden würde. Der fundamentale Wert der Ökonomie lasse sich durch

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

beschreiben, so daû sich drei mögliche Szenarien ergeben können. Ein ¹guter" Zu- stand, in dem Φ > α d, ein ¹schlechter", charakterisiert durch Φ < −α d und schlieûlich ein ¹intermediärer" Zustand, der sich durch− α d < Φ < α d beschreiben läût. Sowohl im guten als auch im schlechten Zustand bildet sich ein eindeutiges Gleichgewicht; im ersten Fall würde die Regierung die Parität aufrechterhalten, im letzten Fall wür- de sie sich zur Freigabe des Kurses entscheiden. Liegt der intermediäre Zustand vor, so sind sowohl Beibehaltung als auch Freigabe der Parität mögliche Gleichgewichte.

Das Modell zeigt zwei Möglichkeiten auf, die ein Festkurssystem zum Scheitern füh- ren können: Auslöser können entweder schlechte Fundamentaldaten oder aber selbsterfüllende Erwartungen sein, wenn sich die Ökonomie im intermediären Zu- stand befindet. Sind die Fundamentaldaten schlecht, wird die Regierung abwerten, da mit steigender Arbeitslosigkeit der Anreiz wächst, durch eine Abwertung mit fol- gender Inflation und sinkendem Reallohn der Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken. Be- findet sich dagegen die Ökonomie im intermediären Zustand, so ist eine Abwertung zwar möglich aber nicht sicher. In diesem Fall kann die Abwertung durch selbsterfül- lende Erwartungen der Marktteilnehmer ausgelöst werden: Erwarten die Marktteil- nehmer eine Abwertung, so wird sich diese Erwartung in einem höheren Nominallohn widerspiegeln und aufgrund höherer Arbeitslosigkeit die Verlustfunktion der Regie- rung ansteigen lassen, falls das Festkurssystem beibehalten wird. Bei entsprechend hohem Niveau der Arbeitslosigkeit wächst dann tatsächlich der Anreiz für die Regie- rung, das Festkurssystem zu verlassen. Hier erwarten die Marktteilnehmer eine Ab- wertung, die eine solche Dynamik entfalten, so daû es tatsächlich auch zu einer Ab- wertung kommt.

Für weitere Modifizierungen des Modells, wie z.B. Aufhebung der Annahme perfekter Voraussicht, Endogenisierung der Ausstiegskosten oder die Rolle der Reputation und Glaubwürdigkeit einer Regierung, sei der Leser auf den Literüberblick von JEANNE 2000 verwiesen.

2.3 Modelle erster und zweiter Generation im Licht jüngster Währungskrisen

Währungskrisen, wie sie in Südostasien in den Jahren 1997/98 stattgefunden haben, veranlaûten einige Ökonomen, die Notwendigkeit einer ¹dritten Modellgeneration" zu proklamieren (vgl. KRUGMAN 1999). Ausgangspunkt dieser Forderung ist die Fest- stellung, daû die Situation der südostasiatischen Länder auf den ersten Blick nur schwer in das Erklärungsschema der Modelle der ersten und zweiten Generation zu passen scheinen: weder waren in den meisten dieser Krisenländer exzessive Bud- getdefizite und stark abnehmende Reserven bei den Zentralbanken zu beobachten (vgl. MISHKIN 1999, S. 10ff.), noch befand sich die Arbeitslosigkeit auf einem Ni- veau, das einen baldigen Ausstieg aus dem Festkurs-Regime befürchten lieû (vgl. AGHION et al. 2000a, S. 1). Das scheint es nahezulegen, nach einer Modellgenera- tion zu verlangen, die jene Rahmenbedingungen, die in den asiatischen Ländern maûgeblicher Auslöser für die Krise waren, genauer berücksichtigt. Im Besonderen ist in diesem Zusammenhang die Verschuldungssituation, insb. der hohe Anteil an Verbindlichkeiten in ausländischer Währung sowie Vertrauensverluste von (ausländischen) Investoren und der damit einhergehenden Folge eines sinkenden Kreditangebotes für Unternehmen dieser Region, zu nennen.

Diesem Ruf nach der Notwendigkeit einer neuen Modellgeneration stehen einige Ökonomen skeptisch gegenüber und verlangen dagegen eher in den Modellen erster bzw. zweiter Generationen Modifikationen durchzuführen, um den Gegebenheiten von Krisen in jüngster Vergangenheit besser Rechnung tragen zu können (vgl. JEANNE 2000, S. 32 ff.).

Welcher Weg hier auch gegangen wird, so zeigt sich im Lichte der Asienkrise, daû spezifische Unzulänglichkeiten im Bereich des Finanzsektors in den Währungskrisenmodellen Berücksichtigung finden müssen, um eine bessere Beurteilung und Prognose von Währungskrisen zu ermöglichen.

3. Währungskrisen bei unvollständigen Finanzmärkten

Der Versuch, einen anderen Erklärungsansatz bzgl. der Einschätzung von Wäh- rungskrisen zu wählen, wird durch eine neuere Modellfamilie, die Modelle der sog. ¹dritten Generation" unternommen, die den Blick auf Moral-Hazard-Probleme (COR- SETTI et al. 1999), Schwächen der Finanzmärkte (CHANG/VELASCO 1998) oder die Unternehmensbilanzen (KRUGMAN 1999) richten. Moral-Hazard-Probleme treten dort auf, wo staatliche Garantien für Unternehmen und Banken übernommen werden und damit eine Überschuldung auslösen können. Eine andere Sichtweise betrachtet die ¹Zerbrechlichkeit der Finanzmärkte" als Auslöser für Krisen, In dieser Sichtweise bewirkt eine pessimistischere Einschätzung eines Landes durch internationale Inve- storen exzessive Kapitalabflüsse, die dann durch die entstehenden Liquiditätseng- pässe das Land in eine selbsterfüllende Krise stürzen können (vgl. KRUGMAN 1999, S. 5f.).

Modelle vom Typ KRUGMAN 1999 suchen Währungskrisen insb. durch den ¹Bilanz- Effekt", dem sich Unternehmen mit einem hohen Anteil an Fremdwährungsverbind- lichkeiten gegenübersehen, zu erklären: eine (hinreichend starke) reale Abwertung führt dazu, daû der Anteil der Verbindlichkeiten in ausländischer Währung ansteigt, so daû sich die Gewinnsituation der Unternehmen verschlechtert, bzw. Insolvenzen wahrscheinlicher macht und damit eine bereits bestehende Krise noch verschärfen kann.

Es sollte hervorgehoben werden, daû der Erklärungsansatz dieser Modelle nicht mehr vordergründig in der Hervorhebung des staatlichen Handels, bzw. der damit verbundenen inkonsistenten Politik eines Festkurssystems besteht, sondern den Blick eher auf bestehende Friktionen im Bereich der Finanz- und Kapitalmärkte lenkt. Das in diesem Abschnitt verwendete Modell von AGHION et al. 2000a wählt einen Erklärungsansatz, der, ähnlich dem Ansatz von KRUGMAN 1999, den Bilanz-Effekt in den Vordergrund rückt. Es wird hier verwendet, da es aufgrund seiner konkreten Implikationen für die Geldpolitik, die sich aus diesem Modell ergibt, die theoretische Grundlage für die folgende empirische Diskussion bzgl. der Geldpolitik in Krisen dar- stellt.

3.1 Die Rolle hoher Fremdwährungsverbindlichkeiten und der Kreditbe- schränkung des Unternehmenssektors - Das Währungskrisenmodell von Aghion, Bacchetta und Banerjee

Das Modell von AGHION et al. 2000a hebt insbesondere die Rolle hoher Fremdwäh- rungsverbindlichkeiten als Ursache für Währungskrisen hervor. Das Entstehen einer Währungskrise wird wie folgt erklärt: Ein exogener Schock, z. B. Produktivitätsschock oder eine erhöhte Risikoeinschätzung des Landes durch das Ausland, trifft auf die Ökonomie. Bei Bestehen von Preisrigiditäten in der kurzen Frist führt eine Abwertung der heimischen Währung zu erhöhten Auslandsverbindlichkeiten, da diese annah- megemäû in ausländischer Währung denominiert sind, und damit zu sinkenden Ge- winnen und niedrigeren Unternehmenswerten. Der gesunkene Unternehmenswert macht es den Unternehmen schwieriger, sich auf dem Kapitalmarkt zu verschulden, so daû aufgrund dieser Kreditbeschränkung die Investitionen sinken werden. In der Folge wird das Einkommen zurückgehen, was die Geldnachfrage sinken läût und damit eine (weitere) Abwertung der Währung auslöst (vgl. AGHION et al. 2000a, S. 3).

3.1.1 Annahmen des Modells

Das Modell von AGHION et al. 2000a beschreibt eine kleine offene Ökonomie mit unendlichem Zeithorizont, in der ein homogenes Gut von N identischen Unterneh- men produziert wird. Die zentrale Annahme des Modells ist die der unvollständigen Kapitalmärkte, die besagt, daû sich die Unternehmen einer Kreditbeschränkung ge- genübersehen, derart, daû ihr mögliches Kreditvolumen abhängig ist von ihrem jeweiligen Vermögen. Das Einkommen wird über eine konkave Produktionsfunktion bestimmt, dessen einziger Inputfaktor Kapital ist. Vollständige Kapitalmobilität gewährleistet, daû die ungedeckte Zinsparität erfüllt ist.

In der ersten Periode werden zunächst die Preise festgelegt und dann treffen die Unternehmen ihre Investitionsentscheidungen. Nun wird die Ökonomie von einem exogen ausgelösten Schock getroffen, auf den die Zentralbank mit der Anpassung des nominalen Zinssatzes reagiert. Entsprechend der ungedeckten Zinsparität ist der Wechselkurs eindeutig bestimmt.

Die Variablen der ersten Periode sind jetzt bestimmt, das Einkommen wird gemäû der Produktionsfunktion generiert und die Unternehmen verwenden einen Anteil der Gewinne für die Investitionen in der nächsten Periode. In den nächsten Perioden konvergiert die Ökonomie hin zu ihrem langfristigen Gleichgewicht, ohne daû ein weiterer Schock die Ökonomie trifft.

3.1.2 Geld- und Kreditmarkt

Der Geldmarkt stellt das Aufeinandertreffen von Geldnachfrage und Geldangebot dar. Die Geldnachfrage der Individuen lasse sich durch die standardmäûige Geld- nachfragefunktion der Form[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] darstellen, die die Eigenschaft besitzt,aufgrund des Vorsichts- und Transaktionskassenmotives steigend in Y und wegen t der Opportunitätskosten der Geldhaltung abnehmend in i t zu sein. Das Geldangebot werde exogen von der Zentralbank festgelegt, so daû sich die Gleichgewichtskombinationen von Nominalzins und Einkommen auf dem Geldmarkt durch die LM -Kurve darstellen lassen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Hier stellen [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] das nominale Geldangebot,[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]das Preisniveau des homogenen t Gutes und d L die Geldnachfragefunktion zum Zeitpunkt t dar. Der inländische No- minalzins it hänge, bei Gültigkeit der ungedeckten Zinsparität, ab vom ausländischen Nominalzins i* plus dem Betrag der erwarteten Abwertung[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]4:

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]

Um eine Gleichgewichtsbedingung zu erhalten, die die Interaktion von Inländern, Zentralbank und ausländischen Investoren auf dem Geld- und Devisenmarkt berück- sichtigt, müssen die Gleichungen der LM -Kurve und der Zinsparität (ZP) kombiniert werden5:

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]

Die Gleichgewichtsbedingung für den Geld- und Devisenmarkt ist durch diese sog. ¹ ZPLM -Kurve" (Zinsparität-LM) gegeben. Die Kurve stellt einen negativen Zusam- menhang zwischen dem Einkommen der Folgeperiode und dem aktuellen Wechsel- kurs dar. Wird bspw. eine Erhöhung des inländischen Einkommens in der nächsten Periode erwartet, so steigt die Nachfrage nach Realkasse, was bei Konstanz des inländischen Nominalzinses und der inländischen Geldmenge eine Reduktion des Preisniveaus zur Folge hat (vgl. Gleichung der LM -Kurve). Aus der Kaufkraftparität folgt dann eine erwartete Aufwertung des inländischen Wechselkurses. Die zukünftig erwartete Aufwertung induziert aufgrund der Bedingung der ungedeckten Zinsparität (Gl. 12) eine Aufwertung bereits in der aktuellen Periode (vgl. Fuhrmann/Cepok 2003, S. 120).

Der Wirkungszusammenhang zwischen dem inländischen Zinsniveau der Folgeperiode und dem aktuellen Wechselkurs ist positiv: Durch eine Erhöhung des inländischen Zinsniveaus, bzw. durch eine Reduktion der Geldmenge in der Folgeperiode, sinkt aufgrund der gestiegenen Opportunitätskosten der Geldhaltung die Nachfrage nach Realkasse, so daû hier bei unverändertem Geldangebot und Einkommen das inländische Preisniveau steigt, wodurch es aufgrund der Kaufkraftparität zu einem erwarteten Anstieg des Wechselkurses (Abwertung) kommt, was die Attraktivität reduziert, inländische Währung zu halten und damit bereits den Wechselkurs in der aktuellen Periode senkt (vgl. AGHION et al. 2000a, S. 11).

Desweiteren greift die ZPLM -Kurve standardmäûige Wirkungszusammenhänge der internationalen Makroökonomik auf: Die Zentralbank kann durch ihre Zinspolitik den Wechselkurs stabilisieren ± die Erhöhung des Zinsniveaus in der aktuellen Periode würde aufgrund der gestiegenen Attraktivität, im Inland Kapital anzulegen, die Wäh- rung aufwerten. Demgegenüber hätte ein Anstieg des ausländischen Zinsniveaus die umgekehrte Wirkung.

Während der Zusammenhang zwischen Einkommen und Wechselkurs die Steigung der ZPLM -Kurve festlegt, sind die Geldpolitik-Variablen, i.e. inländischer und ausländischer Nominalzins sowie die Geldmenge, Lageparameter, deren Änderungen eine Verschiebung der ZPLM -Kurve hervorrufen würde (Abb. 1, Anhang A.1).

Eine zentrale Annahme des Modells von AGHION et al. 2000a ist die Kreditbe- schränkung der Unternehmen, die keinen unbeschränkten Zugang zum Kreditmarkt haben, sondern sich einer Kreditrestriktion gegenübersehen, die ihr mögliches Kre- ditvolumen Dt abhängig macht von ihrem jeweiligen Vermögen Wt:[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]. Hier stellt µ den Kreditmultiplikator dar, der den Grad der Kreditrestriktion wiedergibt . Die t Unternehmen produzieren gemäû der Produktionsfunktion[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]6,eine Produktionsfunktion, die unterstellt, daû der einzige von den Unternehmen eingesetzte Produktionsfaktor das Kapital ist, das innerhalb einer Periode abgeschrieben wird, so daû sich der Kapitalstock einer Periode zusammensetzt aus dem Vermögen und dem gewährten Kreditvolumen: Kt = Wt + Dt. Daraus ergibt sich, daû der Output maûgeblich von der Kreditbeschränkung bestimmt wird:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten7

Die Unternehmen haben ihm Hinblick auf ihre Kreditentscheidung die Möglichkeit, sich in inländischer oder aber in ausländischer Währung zu verschulden, wobei das Kreditvolumen in inländischer Währung mit[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] und das in ausländischer Währung t ausgestellte mit[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]bezeichnet wird.

Der sich ergebende nominale Unternehmensgewinn ergibt sich aus der folgenden Relation:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Unternehmensgewinn in inländischer Währung ergibt sich Gleichung 14 zufolge aus dem Nominalwert der Erlöse abzüglich Rückzahlung und Tilgung des in inländi- scher Währung denominierten Kreditbetrages, [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten], sowie des in ausländi- scher Währung ausgedrückten Kreditbetrages,[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]8

Der Unternehmensgewinn bestimmt dann das Vermögen der Folgeperiode und damit auch die Höhe der Investitionen. Die Höhe des Vermögens der Folgeperiode be- Π t stimmt sich nach[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten], dem die Annahme zu Grunde liegt, daû die Un-ternehmen einen Anteil α nicht zur Vermögensbildung nutzen können.9

Durch Einsetzen von [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]und Gleichung 14 in die Produktionsfunktion [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]läût sich die W -Kurve" (¹Wealth") ermitteln:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die W -Kurve bezeichnet Gleichgewichtskombinationen von Einkommen der Folgeperiode und dem Wechselkurs der aktuellen Periode für den Kreditmarkt unter der Berücksichtigung, daû die Unternehmen kreditbeschränkt sind: Ein Punkt oberhalb der Kurve würde bedeuten, daû das gewünschte Kreditvolumen höher als das maximal mögliche Kreditvolumen ist ± ein Absinken des Wechselkurses würde in dieser Situation zwar die Fremdwährungsverbindlichkeiten senken, aber es käme zu keiner Einkommenssteigerung, da den Unternehmen für die gewünschten zusätzlichen Investitionen keine Kredite gewährt werden.

Die W -Kurve beschreibt einen negativen Zusammenhang zwischen dem Einkommen [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]und dem Wechselkurs[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten] .

[...]


1 Dies folgt auch wieder aus Gleichung (5), mit der Annahme, daû i* und p* fixiert sind und aufgrund der Tatsache, daû nun die Reserven r null betragen, da wir uns im Zeitpunkt nach der Attacke befin- den.

2 Vgl. Gleichung 4.

3 Die Variable δ ist eine Dummyvariable, die den Wert 1 bei Aufgabe und 0 bei Aufrechterhaltung des Festkurssystems annimmt.

4 Hier stellt E den Wechselkurs in Preisnotierung dar und gibt das Austauschverhältnis von auslän- discher und inländischer Währung in inländischen Währungseinheiten wieder.

5 Diese Bedingung ergibt sich durch einsetzen der Gleichung der LM -Kurve, i.e. (Gl. 11), in Gleichung 12, wobei die Kaufkraftparität, i.e.[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]zu berücksichtigen ist. Hieraus folgt, daû[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]gelten muû, was aus der Normierung des ausländischen Preisniveaus auf eins (da es exogen ist) folgt, sowie aus der zusätzlichen Annahme, daû in t+ 1 kein weiterer Schock auftritt.

6 Es wird hier eine konkave Produktionsfunktion vom Typ Cobb-Douglas angenommen mit den Eigenschaften[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]und[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]

7 [Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]

8 Kredite werden zu Beginn der Periode abgeschlossen, so daû für den inländischen Kredit derjenige Zinssatz gilt, der zu Beginn der Periode vorherrscht, i.e. in Periode t der Zinssatz der Periode t-1. Gleiches gilt für die Errechnung des nominalen Kreditbetrages, der das Preisniveau der Vorperiode zugrundelegt.

9 Der Anteil α läût sich als derjenige Anteil interpretieren, der verteilt oder konsumiert wird, vgl. AGHION et al. 2000a, S. 9.

Ende der Leseprobe aus 57 Seiten

Details

Titel
Die Rolle der Geldpolitik in Währungskrisen - Implikationen einer neuen Modellgeneration
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Institut für Internationale Wirtschaftspolitik)
Note
1,7
Autor
Jahr
2003
Seiten
57
Katalognummer
V21025
ISBN (eBook)
9783638247436
Dateigröße
1040 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Arbeit widmet sich der Fragestellung nach der angemessenen Geldpolitik in Währungskrisen. Eingangs werden zwei Standardmodelle zur Erklärung von Währungskrisen vorgestellt, hieran schließt sich die modelltheoretische Herleitung von geldpolitischen Implikationen aus einem (neueren)Währungskrisenmodell der sog. "dritten Generation" an, um dann diese Implikationen anhand von sechs empirischen Studien zu überprüfen und zu bewerten.
Schlagworte
Rolle, Geldpolitik, Währungskrisen, Implikationen, Modellgeneration
Arbeit zitieren
Boris Heyden (Autor), 2003, Die Rolle der Geldpolitik in Währungskrisen - Implikationen einer neuen Modellgeneration, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21025

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