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Vergleich der Werke Pieter Claeszs 'Vanitas-Stillleben' mit Cézannes 'Schädelpyramide'. Veränderungen der Stilllebenmalerei und ihr Deutungsanspruch

Title: Vergleich der Werke Pieter Claeszs 'Vanitas-Stillleben' mit Cézannes 'Schädelpyramide'. Veränderungen der Stilllebenmalerei und ihr Deutungsanspruch

Term Paper , 2008 , 21 Pages

Autor:in: Master of Arts Anna Jansen (Author)

Art - History of Art
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Arten von Stillleben gab es bereits in der Antike. Als Kunstgattung anerkannt wurde das Stillleben erst im 17. Jahrhundert und zieht sich seitdem als Gattung durch alle Epochen bis in die Moderne. Aufgabe dieser Arbeit ist es nach zu vollziehen, welche Entwicklung das Stillleben im Laufe der Kunstgeschichte durchlaufen hat, nicht nur malerisch, sondern vor allem im Hinblick auf die vermittelte Bildaussageabsicht.

Kann der Betrachter heute das „klassische“, symbolgeladene Vanitas-Stillleben noch verstehen oder läuft er im Museum achtlos an einem Gemälde von Pieter Claesz vorbei, ohne zu wissen, welche immense Ausdruckskraft die Aufforderungen des Bildes zu seiner Zeit auf den zeitgenössischen Betrachter hatte?
Wie unterscheidet sich ein barockes Vanitas-Stillleben von den Stillleben eines Cézannes aus der Zeit der Moderne? Wollen die beiden Künstler, die sehr intensiv mit der Gattung Stillleben gearbeitet haben, etwas völlig unterschiedliches aussagen oder kommen sie insgesamt wieder auf einen Punkt zurück, der sie trotz der zeitlichen Distanz wieder inhaltlich zusammenführt?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I Einleitung

Eine Gattung - zwei Bilder - zwei unterschiedliche Herangehensweisen?

II Das Stillleben – Die Künstler

II.I Eine kurze Geschichte des Stilllebens

II.II Der Vanitas-Gedanke – das Vanitas-Stillleben

II.III Historische Hintergründe der Künstler

III Bildbeschreibungen

III.I Pieter Claesz: Vanitas-Stillleben mit Geige und Glaskugel

III.II Paul Cézanne: Schädelpyramide

IV Das Stillleben im Wandel der Zeit

V Fazit/Abschlussbemerkung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die kunsthistorische Entwicklung der Gattung Stillleben anhand eines Vergleichs zwischen Pieter Claesz’ barockem Vanitas-Stillleben und Paul Cézannes impressionistischer Schädelpyramide, um die Transformation in Bildaussage und technischer Ausführung aufzuzeigen.

  • Entwicklung des Stilllebens vom 17. Jahrhundert bis zur Moderne
  • Die symbolische Bedeutung des Vanitas-Gedankens
  • Vergleich der künstlerischen Herangehensweisen und Bildaussagen
  • Analyse von Komposition, Farbe und technischem Duktus
  • Wandel des Betrachterverhältnisses zur Kunst

Auszug aus dem Buch

III.I Pieter Claesz: Vanitas-Stillleben mit Geige und Glaskugel

Obwohl es sich bei dem Gemälde um ein Stillleben handelt, wirkt das Bild auf den ersten Blick, durch seine kompositorische Anordnung, belebt und dynamisch. Die situativ gestaltete Anordnung der Gegenstände schafft Spannung und Momentanität.

Zu sehen ist ein realistisches und detailgetreues Stillleben, das vor einem dunklen Hintergrund auf einem braunen Tisch angeordnet ist und insgesamt eine einheitliche braune Farbgebung aufweist.

Die Tischkante wird rechts vom Bildrand abgeschnitten sowie links hinten an der Bildecke. Die vordere Tischkante ist ebenfalls leicht angeschnitten. Der Betrachter befindet sich direkt vor dem Tisch auf Sitzhöhe und kann ihn problemlos überblicken.

Zentraler Gegenstand auf dem Tisch ist eine diagonal über mehr als die Hälfte des Bildes liegende flämische Geige. Um diese Geige herum gruppieren sich weitere Gegenstände. Links im vorderen Bereich liegt eine goldene Uhr und der dazugehörige goldene Schlüssel an dem ein hellblauer Faden befestigt ist. Der Schlüssel liegt so nah an der Tischkante, dass der hellblaue Faden über die Tischkante hinabhängt. Der Blick geht weiter nach rechts zu einer weißen Feder, die an ein Lederetui angelegt ist und Spuren von schwarzer Tinte an der Vorderseite aufweist. Das Ende der Feder zeigt nach rechts auf einen Stapel von Papieren in einem hellblauen Pappordner, die durch eine geknickte Ecke des Ordners sichtbar werden und mit ihrer weißen Farbgebung sich klar vom dunklen Hintergrund absetzten.

Zusammenfassung der Kapitel

I Einleitung: Die Arbeit stellt die Forschungsfrage, wie sich die Gattung Stillleben über die Jahrhunderte hinweg verändert hat und ob beide betrachteten Werke trotz ihrer Unterschiede die Vergänglichkeit thematisieren.

II Das Stillleben – Die Künstler: Dieses Kapitel gibt einen historischen Abriss über die Geschichte des Stilllebens, erläutert das Konzept des Vanitas-Gedankens und beleuchtet die Biografien sowie den historischen Kontext von Claesz und Cézanne.

III Bildbeschreibungen: Hier werden die beiden ausgewählten Werke detailliert hinsichtlich ihrer Komposition, Symbolik und technischen Ausführung analysiert.

IV Das Stillleben im Wandel der Zeit: Der Hauptteil vergleicht die Symbolik des barocken Stilllebens mit der persönlichen, von Stimmung geprägten Herangehensweise Cézannes und reflektiert über den Wandel des Kunstverständnisses.

V Fazit/Abschlussbemerkung: Die Arbeit fasst zusammen, dass sich die Bedeutung des Stilllebens durch den kulturellen Wandel und die Verschiebung von symbolgeladenen Sujets hin zur expressiven Farbbehandlung fundamental gewandelt hat.

Schlüsselwörter

Stillleben, Vanitas, Pieter Claesz, Paul Cézanne, Kunstgeschichte, Vergänglichkeit, Symbolik, Schädelpyramide, Barock, Moderne, Bildaussage, Komposition, Farbauftrag, Memento mori, Kunstepochen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Evolution der Stilllebenmalerei durch einen Vergleich zweier bedeutender Werke aus unterschiedlichen Epochen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Analyse von Vanitas-Symbolik, der Einfluss historischer Epochen auf die Kunst und die technische Entwicklung der Malerei.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu ergründen, ob die Bildaussage über die Vergänglichkeit trotz der zeitlichen Distanz von 300 Jahren in beiden Werken inhaltlich verbunden bleibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine kunsthistorische Analyse der Werke durchgeführt, die Bildbeschreibung mit historischer Einordnung und motivischer Vergleichsanalyse kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Beschreibung der beiden Gemälde sowie dem anschließenden Vergleich hinsichtlich Technik, Aussageabsicht und Symbolverständnis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind vor allem Stillleben, Vanitas, die beiden Künstler Claesz und Cézanne sowie der Wandel von der symbolischen zur expressiven Malerei.

Warum spielt die Spiegelung im Werk von Claesz eine besondere Rolle?

Die Spiegelung in der Glaskugel dient als Selbstbildnis und Ausdruck des künstlerischen Selbstbewusstseins, was zur Aufwertung des Künstlers innerhalb seiner Zeit beiträgt.

Wie unterscheidet sich Cézannes Technik von derjenigen des Barock?

Während Claesz naturalistisch und detailgetreu malt, nutzt Cézanne den Farbauftrag und Pinselduktus als eigenständiges Ausdrucksmittel, wobei er auf die klassische Zentralperspektive verzichtet.

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Details

Title
Vergleich der Werke Pieter Claeszs 'Vanitas-Stillleben' mit Cézannes 'Schädelpyramide'. Veränderungen der Stilllebenmalerei und ihr Deutungsanspruch
College
University of Siegen
Author
Master of Arts Anna Jansen (Author)
Publication Year
2008
Pages
21
Catalog Number
V210365
ISBN (eBook)
9783656379393
ISBN (Book)
9783656381266
Language
German
Tags
vergleich werke pieter claeszs vanitas-stillleben cézannes schädelpyramide hinblick veränderungen rahmen stilllebenmalerei deutungsanspruch
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Master of Arts Anna Jansen (Author), 2008, Vergleich der Werke Pieter Claeszs 'Vanitas-Stillleben' mit Cézannes 'Schädelpyramide'. Veränderungen der Stilllebenmalerei und ihr Deutungsanspruch, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210365
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