Andy Warhols "Campbell's Soup Cans", "Thirty are better than one" und "Self-Portrait" als Beispiele der Pop-Art


Facharbeit (Schule), 2012

18 Seiten


Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Pop-Art

2. Andy WarholBiographie

3. Campbell's Soup Cans (1962)

4. Thirty are better than one (1963)

5. Self-Portrait (1986)

6. Zusammenfassung

7. Abbildungen

8. Quellenverzeichnis

1. Pop-Art

Bevor ich verscheide Werke von Andy Warhol analysieren werden, erkläre ich in kurzem die Epoche der Pop-Art.

In England entstand diese Kunstbewegung von einem englischen Kunstkritiker - Lawrence Alloway - der den Ausdruck „mass popular art" am Ende der 50er Jahre als Erster benutzt hat3. Er war ein Mitglieder einer Gruppe The Independet Group. Dort waren verschiedene Künstler vertreten, wie z.B.: Eduardo Paolozzi und Richard Hamilton, Alison und Peter Smithson und Lawrence Alloway.

Das erste Werk sollte aber schon im Jahr 1956 sein - von Richard Hamilton.

Dagegen in Amerika entstand diese Epoche von den individuellen Menschen, die allein gearbeitet haben und als Mitglieder in keiner Gruppe vertretet waren. Die bekanntesten Künstler sind Robert Rauschenberg, Claes Oldenburg, Roy Lichtenstein und Andy Warhol. Merkwürdig ist dabei den Fakt, dass die Epoche unabhängig von einander in den USA und in England entstanden hat.

Wie kann man aber Pop-Art definieren? „Pop-Art ist eine Verknüpfung von Realität und Kunst, die mit eigenen abstrakten Mitteln arbeitet". Es hat auch zwei Grundhaltungen (innerhalb der Pop­Art). Die eine ist die Konsumgesellschaft (nach 2.WK) und die andere ist „eine spätere kritische Haltung" (Vietnamkrieg und Tod Kennedy)4.

Es gibt mehrere Merkmale, die Pop-Art besonders von den anderen Bewegungen unterscheiden.

So zum Beispiel fordern die Popkünstler „die absolute Realität (...), dass alle Elemente rein, klar definierbare Gegenstands-Elemente sein müssen". „Die Formen werden bei einigen Künstlern wie in Comic-Heften mit schwarzen Linien umrandet (Outline drawing)" und die Farben sind immer klar. Dazu wird es meistens nur die unbunten und Primärfarben angewendet4.

Im 1974 äußerte sich Lawrence Alloway in Whitney Museum of American Art in New York, dass die Epoche Pop-Art abgeschlossen sei5.

2. Andv Warhol

Geboren am 6. August 1928 in den USA, war Andy Warhol ein amerikanischer Künstler und Filmemacher. Als einen Sohn der Immigranten aus der Tschechoslowakei, studierte er die Carnegie Institute ofTechnology in Pittsburgh6. Seine künstlerische Karriere begann am Anfang der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts, als er die Coca-Cola Flasche, die Putzkissen (Brillo Soap Pads Boxes)7 oder die Campbell-Suppendosen entworfen hat. Seit der 60erJahre war er ein berühmter Pop-Art Künstler, der auch mit den Stars gearbeitet hat. Zwar ist sein Leben durch die Attentate auf ihn gekennzeichnet (s.a. Kapitel 5.Selbstporträt), starb er am 22. Februar 1987 von der plötzlichen postoperativen Herzrhythmusstörung8.

3. Campbelľs Soup Cans (1962)

Ich werde die erste Abbildung Campbell-Suppendosen analysieren (Abb.1, 6, 3, 4). Es geht hier um die Dosen, die Andy Warhol für „seine erste Ausstellung in der Ferus-Gallery in Los Angeles" im 1962 erstellt hat9. Der Autor thematisiert mit diesem Werk das Phänomen der Austauschbarkeit, weil „die Individualität des Einzelnen mit der Konsumgesellschaft der 60erJahre in den USA verwischt wird"[3].

Das Bild besteht aus 32 Leinwänden. Bei der Entstehung wurde die Drucktechnik benutzt10. Interessant ist dabei, dass die Campbell Soup Company (CBS)11 in der Tatsache bis heute existiert (gegr. 1869) und die Abbildungen zeigen welche Sorten von den Suppen das Unternehmen damals verkaufte. Dosen unterscheiden sich nicht nur in den Namen einzelnen Suppen, sondern auch im roten „Teil des Etiketts", wo die „unterschiedliche Färbung des Rot-Tons" vorhanden ist[3].

Die ganze Komposition besteht also aus 32 Rechtecken - nämlich die Etiketten sind das Hauptobjekt des Behälters. Man kann sagen, dass jede Dose gleich erscheint und „ein Gefühl der Vereinheitlichung entstehen lässt". Der Grund dafür ist, dass die Dosen gleich aufgebaut sind und durch „monotonen Abstand" sich wie im Regal des Supermarkts darstellen lassen. Die Dosen teilen sich in zwei Teilen. Auf dem roten Teil sind zwei Wörter aufgeschrieben, die Firmenname und das Wort 'condensed'. Dagegen auf dem weißen Teil sieht man jeweilige Arten der Suppen, die in Rot geschrieben werden. „Das Wort 'soup' ist besonders mit einem dunkleren Streifen in der Mitte der Buchstaben verziert" und das Unterteil der Dose ist auch mit dem goldenen Ornament und mit der roten Linie dekoriert[3].

Im Bild gibt es einen starken Kontrast von Rot und Weiß. Es tritt hier einfach keinen hell-roten Übergang in die rote Farbe auf. Auf der Dose spielt die rote Farbe viel wichtigere Rolle, als die weiße Farbe. Wenn die Dose nur in der weißen Farbe gemalt wurde, wäre sie uninteressant und hatte keinen Pfiff. Weiter wurde das auch vielleicht zu der Pop-Art nicht gehören. Folgend gibt es hier auch 2 Farbharmonien, die eine besteht aus dem roten und goldenen Ton (das Zeichen in der Mitte), und die zweite besteht aus dem weißen, goldenen und schwarzen Farbton. Das Bild ist auch in dem sogenannten Comic-Stil gezeichnet und es befindet sich in keiner Bewegung. Somit hat die ganze Abbildung fast realistische Bildform (wegen des Comic-Stils) und Bildraum[3].

Die rote Farbe bedeutet, dass sie eine warme, energische und lebensfreudige Auswirkung auf den Zuschauern hat. Dagegen zählen wirWeiß und Schwarz zu keinen Farben, weil sie auf uns keine Wirkung haben und neutral sind12. Sogar auch Gold hat einen warmen Charakter13, und obwohl eine Dose weißen Ton enthält (die klare Hälfte des Behälters), ordnen wir sie eher in die warme Farbstimmung ein.

Heutzutage ist es unklar aus welchem Grund Warhol genau für Campbell-Suppendosen entschieden hat, jedoch kann man sagen, dass er die Entscheidung für Dosen aus mehreren Gründen traf. Der eine könnte sein, dass Warhol neues Thema brauchte, nachdem er die Comic Strip („komischer Streifen") verlassen hat. Ein anderer Grund entstand aus der Empfehlung von Roberta Latow. Sie sagte, dass neben der Zeichnungen von den amerikanischen Geldscheinen „Andy etwas Einfaches zeichnen" sollte4. Außerdem ist es bekannt, dass Warhol die Suppen mag, und dass er den Behälter zeichnete, weil es ihm nah am Herzen war. Die Wahl „zeigt seine Vertrautheit zu diesen Suppen"[3].

Und warum gehört das Werk „Campbell's Suppendosen" in die Epoche der Pop-Art? Wir müssen von der Definition ausgehen - nämlich Pop-Art ist eine Kunstrichtung (...) in der Malerei, die Mitte der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts (...) in England und den USA entstand, deren Motive der Alltagskultur, der Welt des Konsums, (...) und der Werbung entnommen sind. Dieses Werk entspricht dieser Epoche, weil es die damalige amerikanische Konsumgesellschaft zeigt.

Die erste Serie von Dosen entstand bereits schon im 1962. Im 1969 entwickelte Andy noch eine Serie von den 10 Bildern (insgesamt gab es 250 Kopien von der zweiten Serie), die aber schon bisschen anders aussahen14 (Abb.3 und 4). Die Hauptgedanke blieb, Rot und Weiß, jedoch es kam noch dazu die Gelbe in der Mitte des Bildes und die Kontraste sind noch stärker geworden, z.B. durch den Umriss zwischen Gelb und Schwarz oder durch die Personen. Die zweite Serie räsoniert stark mit der „Unregelmäßigkeiten und Unebenheiten" aus der ersten Serie15. Diese Dosen zeigten schon Warhols Entwicklung im Bereich Werbung und seine, in der damaligen Zeit, große Popularität[3].

4. Thirty are better than one (1963)

Ein weiteres Bild, das ich analysieren werde, ist eine 'Erweiterung' von Leonardo da Vincis Mona Lisa (M.L). „Das Werk handelt von dem Umgang mit einem Bild zwischen Ikone und Massenware, vom Paradox, die Einzigartigkeit und unendliche Wiederholung (...). Solches ist kennzeichnend für eine globale Kommunikations- und Kulturgemeinschaft, gleichzeitig typisch als Ausgangspunkt für Warhols Arbeiten". Die 'Erweiterung' bedeutet in diesem Fall eine Paraphrase des Originals und so muss es auch verstanden werden[5].

Im Dezember 1962 machte USA Präsident Kennedy bekannt, dass das berühmteste Bild - Mona Lisa - offiziell in die Vereinigten Staaten ausgeliehen wird. Für Warhol war das ein Anlass für seine späteren Werke. Im 1963 entstanden erst Double Mona Lisa, danach Four Mona Lisa und dann die „bedeutendste Fassung mit dem Titel ThirtyAre Better Than One"16. Warhol in seinem Abbildung setzt sich weder mit Farbe noch mit Komposition, er ordnete seine Mona Lisa in den fünf Reihen je 6 Bilder [von ihr] ein.

„Warhol hat in die Gestalt des Originals nicht eingegriffen". Es ist eine Reproduktion von ihm, die ohne Farben entstanden hat. Man hat hier aber „Hell-Dunkel-Kontrast, der kaum Zwischentöne kennt", entwickelt17. Die Qualität des Bildes ist aber nicht besonders gut, weil teil es zu dunkel ist, teil dagegen zu schwach gedruckt (wurde dreißigmal auf der Leinwand vervielfältigt). Die Folgen der technischen Reproduktion sind, „sowohl die qualitative Verminderung des Originals wie auch die quantitative Vermehrung des Originals aufgrund der Möglichkeit der unbegrenzten Wiederholung". Das Bild ist damit ein bisschen langweilig, uninteressant und man kann nur seine Entstehung beschreiben und aus dem Warhols Sicht das Bild interpretieren. Viel wichtiger geht es hier eher um eine neue, für Warhol, entdeckte Fotosiebdruck-Technik, als um die Abbildung von der Frau18.[5]

Er reproduzierte sie dreißigfach und stellte sie in einen neuen Zusammenhang. „Er besteht nicht in einem von außen hinzugetragenem, fremden Element, sondern besteht nur gerade in den jeweils 29 anderen, identischen M. L. über, neben oder unter ihr". Seine Paraphrase ist die endlose Wiederholung des Bildes selbst11.

„Die Mona-Lisa-Paraphasen (Two/Four M. L.) sind Teil seiner Galerie der Starporträts" (Marilyn Monroe oderJackie Kennedy)19. Die 'Star-Serie' „gehört nicht nur zu den bedeutendsten und bekanntesten Warhols Arbeiten" (...), sondern sind auch jeweilige Stars auf ihren Bildern zusammengearbeitet. Nach 1963 entstanden mit Marilyn Monroe ganz viele Abbildungen; zu den bekanntesten zählen wir Abbildung 8 - Shot Marilyn.

Mona Lisas „Glanz ist der Glamour der Star, und es gilt auch für sie, dass sie nicht berühmt ist, weil sie großartig ist, sondern großartig, weil sie berühmt ist"[5]. „Derjeweilige Ausgangspunkt und das jeweilige Ergebnis der beiden Bildgruppen (M. Monroe und M. Lisa) entsprechen sich jedoch nicht, sondern sind kreuzweise miteinander verbunden - das ist ein Chiasmus. Ein anderes Beispiel für den Chiasmus ist dieses Bild18. Auch, wenn Andy Marilyn Monroe fertigt, „dann reflektiert er die Tatsache, dass bei ihr die Ebene des Menschen gar nie in den Blick kommt". Wenn er aber M. Lisa behandelt, „so reagiert er darauf, dass bei ihr die Ebene des Gemäldes gleichsam ausfallen ist".

5. Self-Portrait (1986)

Im weiterem werde ich ein Selbstbildnis von Warhol aus dem Jahr 1986 analysieren (Abb.2, 5). Hier geht es um eine von den letzten Abbildungen, die Andy kurz vor seinem Tod im 1987 gemalt hat. Diese Abbildungen haben sehr tiefe Bedeutung, sowie für uns - heute, als auch für alle Menschen - damals. „In der Kunst der letzten Jahrzehnte ist das Selbstbildnis rar geworden. Diesbezüglich stellt Warhol eine Ausnahme dar, so wie überhaupt ein traditioneller Zug seiner Kunst darin besteht, die alten Gattungen der Malerei, das Historienbild, das Portrait, das Genre, das Interieur, die Landschaft und das Stillleben, wieder zum Leben zu erwecken"[10].

A. Warhol ist bekannt für seine Porträts von „Marilyn Monroe, Elvis Presley und Jackie Kennedy"9. Aber bei seinen Selbstbildnissen hat er vor sich eine Frage gestellt.

[...]


1 http://www.warholstars.org/warhol/warhol1/andv/warhol/articles/popart/popart.html 2. 2. 2012

2 http://de.wikipedia.org/wiki/Pop Ari: 19. 3. 2012

3 http://www.centrepompidou.fr/education/ressources/ENS-Popart-EN/ENS-PopArt-EN.htm 20. 4. 2012

4 http://www.bioeraphv.com/people/andv-warhol-9523875?page=1 28. 4. 2012

5 http://www.gallerv.ca/en/see/collections/artwork.php?mkev=7249 28. 4. 2012

6 http://en.wikipedia.org/wiki/Andy Warhol#Death 27. 4. 2012

7 http://de.wikipedia.org/wiki/Campbell Soup Company/1. 4. 2012

8 http://en.wikipedia.org/wiki/Campbell%27s Soup Cans; (#Motivation) 1. 4. 2012

9 http://www.nyse.com/about/listed/lcddata.html?ticker=CPB

10 http://www.kirchenweb.at/lexikon/information/kalte farben warme.htm 30. 4. 2012

11 http://forum.glamour.de/ > http://goo.gl/KZ5qI 28. 4. 2012

12 http://en.wikipedia.org/wiki/Campbell%27s Soup Cans II 30. 3. 2012

13 http://www.metmuseum.ore/toah/works-of-art/1972.724.3 30. 4. 2012

14 http://www.michaelluethv.de/scripts/andv-warhol-leonardo-mona-lisa-kennedv-kalter-krieg/ 30. 4. 2012

15 http://www.michaelluethv.de/scripts/andv-warhol-paraphrase-malewitsch-duchamp-werbung/ 30. 4. 2012

16 http://eoo.el/GLI7l 30. 4. 2012

17 http://www.michaelluethv.de/scripts/andv-warhol-star-starportrait-marilvn-monroe/ 30. 4. 2012

18 https://secure.flickr.com/photos/nlwirth/6310230924/ 3. 11. 2011

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Andy Warhols "Campbell's Soup Cans", "Thirty are better than one" und "Self-Portrait" als Beispiele der Pop-Art
Autor
Jahr
2012
Seiten
18
Katalognummer
V210503
ISBN (eBook)
9783656388159
ISBN (Buch)
9783656389484
Dateigröße
1488 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
geschichte, andy warhol
Arbeit zitieren
John Malc (Autor:in), 2012, Andy Warhols "Campbell's Soup Cans", "Thirty are better than one" und "Self-Portrait" als Beispiele der Pop-Art, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210503

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