Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Pädagogik - Allgemein

Die Identität im Spannungsfeld kultureller Globalisierung: "Braucht der Mensch Grenzen?"

Titel: Die Identität  im Spannungsfeld kultureller Globalisierung: "Braucht der Mensch Grenzen?"

Hausarbeit , 2011 , 11 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Thomas Berger (Autor:in)

Pädagogik - Allgemein
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

[…] „Die Welt und die Art sie zu begreifen ändert sich. Diese Aussage gilt nicht nur im Zeitalter des 21. Jahrhunderts, sondern lässt sich sozioökonomisch vielmehr als ein laufender und immer währender Prozess verstehen, der die Menschheit von je her begleitet. Durch Fortschritt in Technik und Wissen änderten sich zweifelsohne Zielvorstellungen, Umwelt sowie die Gesellschaft, im Verlauf der Jahrhunderte.“ Bemerkenswert ist jedoch, in welcher rasanten Art und Weise sich diese Veränderungen in der heutigen Zeit vollziehen. […] „Durch die Globalisierungsprozesse von Ökonomie und Kommunikation, durch internationalen Handel, neue Medien und steigende Mobilität, entsteht zunehmend eine weltweit verbreitete Kultur ohne nationale Schranken, versehen mit universellen Bilderwelten und gleichen Mustern vor allem dargestellt in der Popularkultur.
Der Kosmopolitismus entpuppt sich heute im Zusammenhang mit der skizzierten Entwicklung fast als gesellschaftlicher Trend, obwohl er bereits Mitte des 19. Jahrhunderts als herrliche Wunschvorstellung, welche jedoch für den Menschen zu groß und nicht fassbar ist, skizziert wurde. Aktuell wird die Tendenz der kulturellen und zunehmend vernetzten Globalisierung zuspitzend als McDonaldisierung bezeichnet. Da der Ursprung einer sich ausbreitenden Marktwirtschaft und Demokratisierung in den USA liegt, wird für diese Ausbreitung westlicher Konsum- und Kulturwaren oft synonym von Amerikanisierung gesprochen.
In der Tat verhält es sich so, dass im schweizerischen Mittelland die gleichen Serien gesehen werden wie in New York, Tokio oder Bombay. Millionen von Barbiepuppen propagieren das Schönheits- und Lebensideal der weißen US-amerikanischen Mittelschicht. McDonalds gibt es nun nahezu überall auf der Welt, wie auch überall Blue Jeans getragen werden, Coca Cola getrunken und Marlboro geraucht wird. All diese Markenzeichen der westlichen Welt, welche auf dem gesamten Erdball bekannt sind, gelten gemeinhin als Symbole für Wohlstand, Frieden, zunehmende Vernetzung und eine gemeinsame Kultur. Dieser Deckmantel lässt die Globalisierung als eine makellose Schönheit daherkommen, welche der gesamten Menschheit zu Gute kommt. Die Welt wird kleiner, freier und Grenzen verwischen zusehens, sowohl auf den Landkarten als auch in den Köpfen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

1.1 Thematik und Fragestellung

1.2 Vorgehensweise

2.0 Die Identität des Individuums

2.1 Merkmale von Identität

3.0 Auswirkungen der Globalisierung auf die personelle und soziale Identität

3.1 Kosmopolitismus und Identität

4.0 Transkulturalität als Lösungsansatz – Ein Fazit

5.0 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der kulturellen Globalisierung auf die Identitätsbildung des Individuums. Dabei wird analysiert, inwiefern die zunehmende Vernetzung und ökonomische Globalisierung tradierte Identitätsanker destabilisieren und welche neuen Herausforderungen sowie Chancen sich für das Individuum in einer pluralisierten Welt ergeben.

  • Wandel von Identitätskonstruktionen im Zeitalter der Globalisierung.
  • Die Spannung zwischen kosmopolitischer Öffnung und der Sehnsucht nach lokaler Identität.
  • Kritische Reflexion der "McDonaldisierung" und ihrer Folgen.
  • Transkulturalität als theoretisches Konzept zur Bewältigung von Identitätskrisen.
  • Der Zusammenhang zwischen Mobilitätsdruck und Identitätsverlust.

Auszug aus dem Buch

3.1 Kosmopolitismus und Identität

Kosmopolitisches Denken und Handeln bedeutet vor allem Leben mit Differenzen. Durch die Globalisierung vermischen sich die Kulturen was zwangsläufig eine Zusammenführung von unterschiedlichen Identitäten und Sichtweisen bedeutet. Dies wiederum lässt jedoch Ängste entstehen, die dem Menschen vor dem Hintergrund der bereits geschilderten Ereignisse eigen sind.

Immer mehr Menschen, getrieben vom Mobilitäts- und Flexibilitätsdruck, sind heute immer häufiger dazu gezwungen ihre Zelte abzubrechen und diese woanders aufzuschlagen. Dies ist zwangsläufig nötig, um in einer globalisierten Welt Schritt halten zu können. Dabei besteht jedoch die Gefahr, dass die bislang tauglichen Schnittmuster oder Erzählvorlagen für die personale und soziale Identitätsbildung ihre Gültigkeit verlieren. (vgl. Keupp 2010, S.1) […]„Naive Arroganz verleitet beispielsweise den Westler zu der Annahme, Nichtwestler würden durch den Erwerb von westlichen Gütern „verwestlicht“. (Huntington, S. 79) Es wäre bei genauerer Betrachtung vermessen anzunehmen, dass sich durch diese Entwicklung eine einheitliche Weltkultur herausgebildet habe oder herausbilden würde, welche an die Stelle lokaler Kulturen tritt. (vgl. Institut für Kulturpolitik 2004, S.8) Die Hybridisierung von Kulturen und Identitäten, welche in Bezug auf die vorliegende Thematik die angesprochene Vermischung verschiedener kultureller Stile, Formen und Traditionen meint, lässt sich nur unter bestimmten Umständen verwirklichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik der kulturellen Globalisierung ein und begründet die Relevanz der Untersuchung im Kontext des sozialen Wandels.

1.1 Thematik und Fragestellung: Hier wird der theoretische Rahmen um Begriffe wie "McDonaldisierung" und die Auswirkungen der westlichen Konsumkultur auf die Identität des Einzelnen abgesteckt.

1.2 Vorgehensweise: Dieses Kapitel erläutert den methodischen Aufbau der Arbeit und die geplanten Analyseschritte zur Untersuchung von Identitätsprozessen.

2.0 Die Identität des Individuums: Es werden grundlegende wissenschaftliche Perspektiven auf das Identitätskonzept im Kontext der Individuation dargestellt.

2.1 Merkmale von Identität: Dieses Kapitel differenziert zwischen personaler und sozialer Identität und beleuchtet deren sinnstiftende Funktion für den Menschen.

3.0 Auswirkungen der Globalisierung auf die personelle und soziale Identität: Hier wird die Problematik der globalen Identitätsbildung vertieft und das Phänomen der Glokalisierung als zentraler Gegenstand eingeführt.

3.1 Kosmopolitismus und Identität: Dieser Abschnitt thematisiert das Spannungsfeld zwischen der Akzeptanz von Differenzen und der damit einhergehenden Gefahr von Identitätsverlusten.

4.0 Transkulturalität als Lösungsansatz – Ein Fazit: Das Kapitel schließt mit einer Bewertung des Transkulturalitätskonzepts nach Welsch als Antwort auf die Herausforderungen einer pluralisierten Welt.

5.0 Literaturverzeichnis: Dies ist das abschließende Verzeichnis der verwendeten Quellen und Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Identität, Identitätsbildung, Kosmopolitismus, Glokalisierung, Hybridisierung, Transkulturalität, Sozialisation, Kulturwandel, Individualität, Identitätsverlust, Multikulturalität, Lebenswelt, Gesellschaft, Integration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie sich die Identität von Individuen unter den Bedingungen einer zunehmend globalisierten, vernetzten und kulturell hybridisierten Welt verändert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Auswirkungen von Globalisierungsprozessen, der Wandel kultureller Identitätsanker, die Konzepte der Glokalisierung und Transkulturalität sowie die Spannung zwischen kosmopolitischer Offenheit und dem Bedürfnis nach Beheimatung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, die negativen Auswirkungen der Globalisierung auf die Identitätsbildung zu identifizieren und Lösungsansätze für eine gelingende Identitätsfindung in einer multikulturellen Gesellschaft aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse, die verschiedene fachwissenschaftliche Diskurse zur Identität, Soziologie und Kulturpolitik zusammenführt und kritisch bewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Identitätsmerkmalen, die Analyse der Auswirkungen kosmopolitischer Strömungen auf das Individuum und die Prüfung transkultureller Ansätze als Lösungsstrategie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Globalisierung, Identitätsbildung, Transkulturalität, Glokalisierung und Hybridisierung geprägt.

Was versteht der Autor unter dem Begriff "Glokalisierung"?

Glokalisierung beschreibt laut Roland Robertson die gegenseitige Verankerung des Globalen im Lokalen sowie des Lokalen im Globalen, wodurch eine einfache Verdrängung lokaler Kulturen vermieden wird.

Wie unterscheidet sich "Transkulturalität" von der klassischen Idee der Multikulturalität?

Während Multikulturalität oft von separierten Kulturen ausgeht, zielt Transkulturalität auf ein vielmaschiges, inklusives Verständnis ab, das Ausgrenzungen überwindet und Gemeinsamkeiten betont.

Warum stellt laut Autor die Suche nach Identität in einer globalen Welt ein Risiko dar?

Bei starrem Festhalten an rigiden Identitätsvorstellungen kann die Identitätssuche laut Arbeit in Nationalismus, Rassismus oder einen "Identitätswahn" umschlagen, wenn man versucht, dem Individuum ein starres Bild aufzuzwängen.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Identität im Spannungsfeld kultureller Globalisierung: "Braucht der Mensch Grenzen?"
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg
Note
1,0
Autor
Thomas Berger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
11
Katalognummer
V210573
ISBN (eBook)
9783656383161
ISBN (Buch)
9783656384014
Sprache
Deutsch
Schlagworte
identität spannungsfeld globalisierung braucht mensch grenzen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thomas Berger (Autor:in), 2011, Die Identität im Spannungsfeld kultureller Globalisierung: "Braucht der Mensch Grenzen?", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210573
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  11  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum