Investitionen in Humankapital sind durch die zunehmende Globalisierung der Märkte als Produktions- und Standortfaktor von entscheidender Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft geworden. Die Humankapitalakkumulation trägt dabei zum Wachstum der gesamten Volkswirtschaft bei und eröffnet durch den Anstieg der Arbeitsproduktivität deren Individuen bessere Verdienstmöglichkeiten. Somit begründet sich ökonomischer Wohlstand und die Stellung im internationalen Wettbewerb neben einem wachsenden Realkapitalstock auch durch Investitionstätigkeiten in Humankapital. Die Nachfrageentwicklung des Produktionsfaktors Arbeit zuungunsten von gering qualifizierten Arbeitskräften in Deutschland ist primär nicht der Außenhandelskonkurrenz, sondern dem technischen Wandel zuzuschreiben. Es sind nicht alle Branchen gleichermaßen von dem Importdruck betroffen, wohl aber von dem technischen Fortschritt der vergangenen Jahre. Eine asymmetrische Entwicklung von Bildung und Fortschritt kann dabei ein hohes Ausmaß an ökonomischen Risiken mit sich bringen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Humankapital
2.2 Investitionen in Humankapital
3. Untersuchungsrahmen
3.1 Mentales Modell
3.2 Methodik
4. Untersuchung von Humankapitalinvestitionen
4.1 Die mikroökonomische Investitionsentscheidung
4.2 Investitionen in Bildung
4.2.2 Vorschulbereich
4.2.3 Schulische Bildung
4.2.4 Betriebliche Weiterbildung
4.2.5 Informelle Weiterbildung
4.3 Investitionen in Gesundheit
4.4 Migration
4.5 Staatliche Einflussnahme auf die Humankapitalakkumulation
4.5.1 Öffentliche Investitionen in Humankapital
4.5.2 Staatliche Eingriffe
4.5.2.1 Eingriffe in die Ertragsdauer
4.5.2.2 Besteuerung der Erträge
5. Ergebnisse
5.1 Zusammenfassung
5.2 Limitationen
5.3 Implikationen für Forschung und Praxis
5.4 Ausblick
6. Literaturverzeichnis
Häufig gestellte Fragen
Was versteht man unter Humankapital?
Humankapital umfasst das Wissen, die Fähigkeiten, die Gesundheit und die Motivation der Arbeitskräfte einer Volkswirtschaft, die zu deren wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit beitragen.
Warum sind Investitionen in Humankapital für die Wettbewerbsfähigkeit entscheidend?
In einer globalisierten Welt ist Humankapital ein zentraler Produktionsfaktor. Es steigert die Arbeitsproduktivität und ermöglicht technologischen Fortschritt, was den ökonomischen Wohlstand sichert.
Welche Bereiche gehören zu den Humankapitalinvestitionen?
Dazu zählen schulische und akademische Bildung, vorschulische Erziehung, betriebliche Weiterbildung sowie Investitionen in die Gesundheit und Maßnahmen zur Migration.
Wie beeinflusst technischer Wandel die Nachfrage nach Arbeit?
Der technische Wandel führt oft zu einer geringeren Nachfrage nach gering qualifizierten Kräften, während hochqualifizierte Arbeitskräfte, die mit neuen Technologien umgehen können, stärker gesucht werden.
Welche Rolle spielt der Staat bei der Humankapitalakkumulation?
Der Staat investiert direkt in das Bildungssystem und beeinflusst durch Steuern und Gesetze die Anreize für Individuen und Unternehmen, in Bildung und Gesundheit zu investieren.
Was ist das Risiko einer asymmetrischen Entwicklung von Bildung und Fortschritt?
Wenn der technologische Fortschritt schneller voranschreitet als die Qualifizierung der Menschen, entstehen ökonomische Risiken wie Fachkräftemangel und steigende Arbeitslosigkeit bei Geringqualifizierten.
- Arbeit zitieren
- Frank Halder (Autor:in), 2011, Volkswirtschaftliche Investitionen in Humankapital. Ein Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210584