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Interkulturelle Gespräche aus linguistischer und kultureller Perspektive: Eine Textanalyse zur chinesischen Menschenrechtsthematik

Titel: Interkulturelle Gespräche aus linguistischer und kultureller Perspektive: Eine Textanalyse zur chinesischen Menschenrechtsthematik

Hausarbeit , 2008 , 15 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: M.A. Susann Grune (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Interkulturelle Kommunikation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Die Macht der Sprache
Der Rahmen dieser Auseinandersetzung mit dem Titel 'Interkulturelle Gespräche aus linguistischer und kultureller Perspektive' ergibt sich in Berufung auf ein primäres Gedankengebäude, womit im wesentlichen die Annahme über die Wechselwirkung von Kultur und Kommunikation gemeint ist. Derartige Überlegungen reichen weit zurück, sodass sich sogar einst ein großer Denker wie Johann Gottfried von Herder damit beschäftigt hat. Schließlich ist die Frage, inwiefern jede Sprache eine eigene Art hat die Welt wahrzunehmen, für einen so bedeutenden Kulturphilosoph und Schriftsteller der Weimarer Klassik unumgänglich. Noch heutzutage lässt sich beobachten, dass die Sprache ein Produkt des kulturellen Verhaltens ist und dieses wiederum durch kommunikativ vermittelte Inhalte determiniert wird.1 Diese Schlussfolgerung impliziert die Relevanz einer detaillierten Untersuchung von Variationen im Diskurs, wobei hierfür eine Schwerpunktsetzung auf die verbale Kommunikation zwischen Gesprächspartnern aus unterschiedliche Kulturen erfolgt ist. Dafür wurde nach Klärung der kulturell-kommunikativen Interdependenz im ersten Abschnitt zunächst gezeigt, inwiefern linguistische Elemente bewusst oder unbewusst dazu benutzt werden, um den Kommunikationspartner zu einem bestimmten Verhalten zu verleiten. Eine Erörterung damit einhergehender Störungen des Gesprächsklimas wurde anhand des Vergleichs von alljenen Zeitungsartikeln vorgenommen, die die chinesische Menschenrechtsproblematik zum Gegenstand hatten. Aufgrund der Tatsache, dass zurzeit die Olympischen Spiele in Peking stattfinden, ist dieses Thema besonders hinsichtlich der freien Berichterstattung und dem Zugang zu bestimmten Recherchequellen an Aktualität kaum zu übertreffen. Eine Diskussion der Menschenrechtsproblematik in China fand auch im Vorfeld und nicht nur im Zusammenhang mit Olympia in der westlichen Öffentlichkeit statt. Schließlich sprach sogar die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel von unveräußerlichen Werten zur freien Entfaltung des Charakters.
.....

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Die Macht der Sprache

2. Die Interdependenz von Kommunikation und Kultur

3. Ist Macht eine ständige Determinante im Gespräch?

3.1. Ein linguistischer Zeitungsvergleich zur Chinesischen Menschenrechtsproblematik

3.2. Entstandene Interaktionsfehler aus chinesischer Perspektive

4. Ein Ausweg aus dem Kommunikationsdilemma aus zwei Perspektiven

5. Vermeidung eines Dominanzgesprächs

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung von Sprache und Kultur in interkulturellen Interaktionen, wobei der Schwerpunkt auf der Kommunikation über die chinesische Menschenrechtsthematik zwischen der westlichen Welt und Ostasien liegt. Ziel ist es, sprachliche Machtstrukturen aufzudecken und Wege zu einer erfolgreichen, interkulturellen Verständigung aufzuzeigen.

  • Die Rolle der Sprache bei der Konstruktion kultureller Identität und Wahrnehmung.
  • Linguistische Analyse von Zeitungsartikeln zu Menschenrechten (Vergleich China vs. Westen).
  • Identifikation interkultureller Kommunikationsfehler und deren Ursachen.
  • Die Bedeutung sozioökonomischer Faktoren und politischer Macht in der Diskursführung.
  • Strategien zur Vermeidung von Dominanz und Vorurteilsbildung in interkulturellen Gesprächen.

Auszug aus dem Buch

3. Ist Macht eine ständige Determinante im Gespräch?

In diesem Abschnitt sollen Praktiken der Unterdrückung und der Dominanz dargestellt werden, die nicht nur zu unbeabsichtigten Missverständnissen führen, sondern auch ganz bewusst gewählt werden, um den Gesprächspartner zu diskreditieren. Der Ursprung dieser durch Macht motivierte Praktiken der Kontrolle, Herrschaft und Vorurteilsbildung liegt im Verstoß gegen die zwei impliziten Annahmen der interkulturellen Kommunikationstheorie. Demnach werden erstens kommunizierende Individuen eben nicht als gleichwertig betrachtet, was eine kritische Haltung gegenüber deren Kultur begünstigt, und zweitens ist der Informationsaustausch – sei es bewusst oder unbewusst – von ungleichen Machtverhältnissen bspw. durch allerlei Unterschiede im sozioökonomischen Status geprägt. Folglich ist Macht sowohl ein Effekt sozialer Handlungen und somit Resultat des Statusempfindens, was der Kontrolle der Handlungen anderer Menschen dient, als auch in seiner Erscheinungsform eine Praxis der Ausbeutung und der Unterdrückung basierend auf kulturell geprägten unterschiedlichen Werten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Macht der Sprache: Das Kapitel führt in die grundlegende Wechselwirkung zwischen Sprache und Kultur ein und begründet die Relevanz einer linguistischen Untersuchung interkultureller Diskurse.

2. Die Interdependenz von Kommunikation und Kultur: Hier wird dargelegt, wie Sprache die Weltsicht beeinflusst und als Instrument zur Identitätsstiftung sowie zur Abgrenzung gegenüber anderen kulturellen Gruppen fungiert.

3. Ist Macht eine ständige Determinante im Gespräch?: Dieses Kapitel analysiert, wie Machtstrukturen und Vorurteile in die Kommunikation einfließen, und vergleicht dazu in Unterabschnitten linguistische Muster in internationalen Medienberichten sowie daraus resultierende Interaktionsfehler.

4. Ein Ausweg aus dem Kommunikationsdilemma aus zwei Perspektiven: Der Autor erörtert, wie interkulturelle Missverständnisse durch ein besseres Verständnis für fremdkulturelle Erwartungen und die Dekodierung von Vorurteilen abgemildert werden können.

5. Vermeidung eines Dominanzgesprächs: Das Kapitel schließt mit Lösungsansätzen, um den Dialog zwischen unterschiedlichen Kulturen auf Augenhöhe zu führen und die Gefahr von Sprachmanipulation zu reduzieren.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Kommunikation, Sprachwissenschaft, Menschenrechte, China, Westen, Machtstrukturen, Diskursanalyse, Interaktionsfehler, Kulturelle Identität, Vorurteile, Fremdverstehen, Kommunikationsdilemma, Sprachgebrauch, Medientextanalyse, Konfuzianismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die sprachliche Gestaltung interkultureller Kommunikation, insbesondere im Kontext der kontroversen Debatte über Menschenrechte zwischen China und westlichen Staaten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Verflechtung von Sprache und Kultur, der Einfluss von Machtverhältnissen auf den Diskurs sowie die Analyse von sprachlichen Strategien in internationalen Medien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, zu verstehen, wie sprachliche Interaktionen durch kulturelle Prägungen beeinflusst werden und wie man eine Kommunikation führen kann, die nicht durch Vorurteile oder einseitige Dominanz geprägt ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine linguistische Textanalyse von Zeitungsartikeln verschiedener Kulturen, um sprachliche Feinheiten und deren Wirkung auf den Rezipienten zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der kulturellen Kommunikation, die Analyse von Sprachmustern in den Medien und die daraus resultierenden Schwierigkeiten bei interkulturellen Begegnungen detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie interkulturelle Kommunikation, Diskursanalyse, kulturelle Identität, Machtstrukturen und Menschenrechtsdiskurs beschreiben.

Wie unterscheidet sich die chinesische Sichtweise von der westlichen in Bezug auf Menschenrechte?

Die Arbeit zeigt auf, dass in China soziale Stabilität und kollektive Rechte oft über individuelle Freiheitsrechte gestellt werden, was linguistisch durch andere Begrifflichkeiten und Wertesysteme als in westlichen Staaten ausgedrückt wird.

Welche Rolle spielt das Konzept des "Gesichts" bei der Kommunikation mit Chinesen?

Das Konzept des "Gesichts" (Mian-zi) ist ein zentraler asiatischer Wert, dessen Missachtung bei direkter Kritik oder Konfrontation als Interaktionsfehler wahrgenommen wird und zum Abbruch der Kommunikation führen kann.

Was bedeutet der Begriff der "funktionalen Relativität" im Kontext der Arbeit?

Der Begriff beschreibt, dass Sprachgruppen funktionale sprachliche Mittel (wie Adjektive oder Verben) gezielt einsetzen, um ihre kulturelle oder politische Sichtweise zu legitimieren und das Bild der anderen Seite zu beeinflussen.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Interkulturelle Gespräche aus linguistischer und kultureller Perspektive: Eine Textanalyse zur chinesischen Menschenrechtsthematik
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Note
1,7
Autor
M.A. Susann Grune (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
15
Katalognummer
V210655
ISBN (eBook)
9783656384922
ISBN (Buch)
9783656389644
Sprache
Deutsch
Schlagworte
China Ostasien Menschenrechtsproblematik Kulturschock Menschenrechte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
M.A. Susann Grune (Autor:in), 2008, Interkulturelle Gespräche aus linguistischer und kultureller Perspektive: Eine Textanalyse zur chinesischen Menschenrechtsthematik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210655
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Leseprobe aus  15  Seiten
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