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Einführung in die motivationalen Eigenschaften und volitionalen Strategien

Motive, Ängstlichkeitsdispositionen und Volitionale Fertigkeiten

Titel: Einführung in die motivationalen Eigenschaften und volitionalen Strategien

Seminararbeit , 2011 , 10 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Cand.-Psych. Amir Ghoniem (Autor:in)

Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dem folgenden Artikel, sollen motivationale Eigenschaften und volitionale Strategien
vorgestellt werden. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Unterscheidung impliziter
und expliziter Motive. Daraufhin wird ein motivationales Problem anhand eines Fallbeispiels
betrachtet und anhand den dargestellten theoretischen und empirischen Erkenntnissen
diskutiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einführung

Motivational Traits

Leistungsmotiv

Angst

Motivmessung

Explizite Motivtests

Implizite Motivtests

Volition

Fallbeispiel

Problembeschreibung und Problemanalyse

Handlungsempfehlungen

Diskussion

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der theoretischen Unterscheidung zwischen motivationalen Eigenschaften und volitionalen Fertigkeiten, um deren Interdependenz aufzuzeigen und anhand eines praktischen Fallbeispiels konkrete Handlungsmöglichkeiten zur Bewältigung von Motivationsproblemen, wie der Aufschieberitis, abzuleiten.

  • Unterscheidung von expliziten und impliziten Motiven
  • Analyse motivationaler Traits nach Kanfer und Heggestad
  • Methodik der psychologischen Motivmessung
  • Strategien der Volition und Selbstkontrolle
  • Praktische Anwendung auf ein Fallbeispiel zur Problembewältigung

Auszug aus dem Buch

Volition

Herrscht eine Diskrepanz zwischen expliziten Motiven bzw. Zielen und impliziten Motiven vor, muss die Willenskraft bzw. Selbstkontrolle eingesetzt werden, die jedoch eine begrenzte Ressource darstellt, um gesetzte Absichten erreichen zu können (Brunstein et. al, 1998; Brunstein, 1999; Kuhl & Goschke, 1994). Dabei kommen Selbstkontrollstrategien bzw. volitionale Fertigkeiten, wie die Emotionskontrolle (sich in für die Zielerreichung förderlicher Stimmung bringen), Motivationskontrolle (Motivation für die Zielverfolgung steigern, z.B. durch die Betonung positiver Aspekte der Zielerreichung), Aufmerksamkeitskontrolle (selektive Aufmerksamkeit auf Aspekte, die der Zielerreichung förderlich sind), Umweltkontrolle (z.B. Schokolade verstecken), Entscheidungskontrolle (nicht zu langes Abwägen verschiedener Handlungs- oder Zielalternativen) und die Handlungsorientierte Misserfolgsbewältigung zum Einsatz.

Der Wille hat daher die Funktion, Handlungsabsichten gegen innere Widerstände durchzusetzen, die sich bei einer Diskrepanz zwischen Motiven und Zielen ergeben. Dennoch kann die Selbstkontrolle fehlschlagen. Sie kann (1) ineffektiv sein. Zum Beispiel wurde bei der Emotionskontrolle veranschaulicht, dass die Unterdrückung emotionaler Reaktionen nicht funktioniert (Morris & Reilly, 1987) und dass die Aufmerksamkeitskontrolle nur bedingt möglich ist (Wegner, 1994). Fordert man Versuchspersonen z.B. dazu auf, nicht an einen weißen Bär zu denken, denken sie direkt an einen weißen Bär. Weiterhin kann sie (2) kognitive Kapazitäten verbrauchen, die dann nicht zur Verfügung für andere Aufgaben stehen. Sie kann (3) mit Überkontrolle assoziiert sein (Asendorpf & Van Aken, 1999), (4) zu negativen Nebenwirkungen führen, wie Belastung, emotionaler Stress oder Verhaltensexzesse nach dem Rückfall (Cantor & Blanton, 1996) und verbraucht (5) begrenzte Ressourcen. Der Wille ist daher wie ein Muskel, der bei zu starker Betätigung erschöpft werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Der Artikel führt in die Unterscheidung von motivationalen Eigenschaften und volitionalen Strategien ein und kündigt die Analyse eines motivationalen Problems an.

Motivational Traits: Dieses Kapitel erläutert das Rahmenmodell von Kanfer und Heggestad, das zwischen stabilen motivationalen Eigenschaften und veränderlichen volitionalen Fertigkeiten differenziert.

Leistungsmotiv: Es wird das Bestreben definiert, Gütemaßstäbe zu erreichen, wobei die Unterscheidung zwischen Furcht vor Misserfolg und Hoffnung auf Erfolg zentral ist.

Angst: Das Kapitel beschreibt verschiedene Ängstlichkeitsvariablen, darunter Misserfolgsfurcht und allgemeine Prüfungsangst, im Kontext der Persönlichkeitspsychologie.

Motivmessung: Hier werden explizite und implizite Verfahren gegenübergestellt, wobei die Vorteile operanter Testverfahren zur Motivmessung hervorgehoben werden.

Volition: Dieses Kapitel behandelt die Funktion des Willens bei Diskrepanzen zwischen expliziten Zielen und impliziten Motiven sowie die Grenzen der Selbstkontrolle.

Fallbeispiel: Es wird ein 23-jähriger Arbeitnehmer vorgestellt, der unter Aufschieberitis leidet, und dessen Motivation mittels eines Multi-Motiv-Gitters analysiert.

Problembeschreibung und Problemanalyse: Basierend auf einem Interview und Testergebnissen wird die Ursache für die volitionalen Probleme des Probanden in einem mangelnden impliziten Leistungsmotiv vermutet.

Handlungsempfehlungen: Dem Probanden wird geraten, volitionale Strategien zu trainieren, den Fokus auf positive Zielsetzungen zu legen und Durchführungsintentionen zu nutzen.

Diskussion: Der Beitrag schließt mit einem Überblick über die Entwicklung der Motivationspsychologie und die wachsende Bedeutung volitionaler Prozesse in der Forschung.

Schlüsselwörter

Motivation, Volition, Leistungsmotiv, Ängstlichkeitsdisposition, Selbstkontrolle, Multi-Motiv-Gitter, Handlungssteuerung, Aufschieberitis, implizite Motive, explizite Motive, Motivmessung, Arbeitsmotivation, Emotionskontrolle, Zielerreichung, Persönlichkeitspsychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Zusammenspiel zwischen den stabilen motivationalen Eigenschaften einer Person und deren veränderbaren volitionalen Fertigkeiten bei der Bewältigung von Zielen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder umfassen die Motivationspsychologie, die Differenzierung von Motivations- und Volitionstheorien, die Messbarkeit von Motiven sowie Strategien zur Selbstregulation im Berufs- und Alltagskontext.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Ziel ist es, theoretische Konzepte der Arbeitsmotivation praktisch anwendbar zu machen, um Individuen dabei zu unterstützen, volitionale Defizite – wie das Aufschieben von Aufgaben – gezielt zu überwinden.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus theoretischer Literaturanalyse und einer empirischen Einzelfallanalyse unter Einsatz des Multi-Motiv-Gitters (MMG) zur Motivdiagnostik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Motiven und Volition, die Methoden der Motivmessung und die konkrete Anwendung dieser Erkenntnisse auf ein Fallbeispiel inklusive Ableitung von Trainingsempfehlungen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Volition, Leistungsmotiv, Selbstkontrollstrategien, implizite/explizite Motivmessung und die Konzepte nach Kanfer und Heggestad charakterisiert.

Warum ist die Unterscheidung zwischen impliziten und expliziten Motiven für den Autor wichtig?

Der Autor betont, dass eine Diskrepanz zwischen bewusst gesetzten Zielen (explizit) und unbewussten Motiven (implizit) zu einem erhöhten Bedarf an Willenskraft führt, was wiederum eine häufige Ursache für volitionale Probleme ist.

Welche Rolle spielt die Angst im vorgestellten Fallbeispiel?

Die Angst, insbesondere in Form von Furcht vor Misserfolg, wirkt als hemmender Faktor, der den Probanden dazu veranlasst, leistungsthematische Situationen zu vermeiden, wodurch er weniger Möglichkeiten zur Entwicklung volitionaler Kompetenzen erhält.

Warum wird dem Probanden das Training von "Durchführungsintentionen" empfohlen?

Durchführungsintentionen helfen dabei, den Startpunkt und die Aufrechterhaltung von Handlungen verbindlich festzulegen, was dem Probanden die Überwindung seiner Aufschieberitis bei unangenehmen Aufgaben erleichtert.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Einführung in die motivationalen Eigenschaften und volitionalen Strategien
Untertitel
Motive, Ängstlichkeitsdispositionen und Volitionale Fertigkeiten
Hochschule
Universität Trier  (Psychologie)
Veranstaltung
Arbeitsmotivation
Note
1,3
Autor
Cand.-Psych. Amir Ghoniem (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
10
Katalognummer
V210670
ISBN (eBook)
9783656388791
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Arbeitsmotivation Motivation Motive Volition
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Cand.-Psych. Amir Ghoniem (Autor:in), 2011, Einführung in die motivationalen Eigenschaften und volitionalen Strategien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210670
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Leseprobe aus  10  Seiten
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