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Das SPD-Konzept „Bürgerversicherung“ in der medialen Berichterstattung durch Qualitätszeitungen

Title: Das SPD-Konzept „Bürgerversicherung“ in der medialen Berichterstattung durch Qualitätszeitungen

Term Paper , 2012 , 27 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Patrick Krüger (Author)

Communications - Media and Politics, Politic Communications
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Die Menschen in Deutschland werden immer älter, so titeln fast sämtliche Medien in regelmäßigen Abständen. Bedingt ist dies durch den stetig steigenden medizinisch-technischen Fortschritt. Einhergehend mit diesem stieg auch die Lebenserwartung von durchschnittlich 69,62 Jahren in 1960 auf 79,84 Jahre in 2009 (Quelle: Weltbank). Dieses zusätzliche Jahrzehnt, welches die Bundesbürger an Lebenszeit gewannen, gekoppelt mit medizinischem Fortschritt, der die Lebenszeit weiter verlängert, stellt gerade die gesetzliche Krankenversicherung vor enorme Herausforderungen. Eine berufene Expertenkommission sollte daher das kränkelnde Gesundheitssystem auf neue finanzielle Beine stellen, damit auch zukünftig Gesundheit für jeden bezahlbar bleiben würde. In diesem Gremium wurde die Idee einer alle Bürger umfassenden Versicherung geboren, in der jeder nur so viel zum Gesundheitssystem beisteuert, wie ökonomisch vertretbar erscheint. Sie wurde vor allen durch den linken Flügel der SPD aufgegriffen und fortan getreu dem Motto „keine Zweiklassenmedizin“ (SPD-Parteivorstand 2007: 58) in die Bundesrepublik einziehen zu lassen, vertreten.
Diese Arbeit beschäftigt sich daher mit dem SPD-Modell der Bürgerversicherung in der medialen Darstellung. Folgende zentrale Leitfrage liegt dieser Ausführung zu Grunde: Welchen Verlauf nimmt die mediale Darstellung der Gesundheitsreformalternative „Bürgerversicherung“ der SPD durch Qualitätszeitungen im Zeitraum vom 26. Juli 2003 bis 16. November 2005? Hierbei soll der Verlauf der Berichterstattung über den Vorschlag der SPD einer Bürgerversicherung untersucht werden. Zudem soll durch diese Arbeit geklärt werden, ob einzelne Zeitungen eher durch positive oder negative Berichterstattung in Bezug auf den Vorschlag der SPD auffallen und ob übergeordnete Tendenzen und Phasen feststellbar sind. Dementsprechend wurde folgende These aufgestellt: Konservative Qualitätszeitungen berichten weitaus negativer über das SPD-Modell der Bürgerversicherung als links-liberale Blätter. Weiterhin soll analysiert werden, ob veränderte politische Rahmenbedingungen, nämlich der Übergang von einer Regierungskoalition der Parteien SPD und Bündnis 90/Die Grünen hin zu einer Großen Koalition zwischen CDU und SPD, die Position der SPD in Bezug auf die Bürgerversicherung innerhalb der Berichterstattung beeinflusst haben.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hintergründe

2.1. Definitionen und Begriffserklärung

2.2. Untersuchungsgegenstand

2.3. Politische Rahmenbedingungen

3. Phasenweise Betrachtung der Berichterstattung über die Bürgerversicherung

3.1. Phase I: Vor Veröffentlichung des Rürup-Berichts

3.2. Phase II: Die Solidarische Bürgerversicherung

3.3. Phase III: Abgrenzung der Konzepte - Wahlkampfthema Bürgerversicherung

3.4. Phase IV: Kommunikative Zurückhaltung und Entschleunigung des Konzepts

3.5. Phase V: Der Bundestagswahlkampf und seine Folgen für die Bürgerversicherung

4. Schlussfolgerungen aus dem Verlauf der medialen Darstellung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den zeitlichen Verlauf und die mediale Darstellung des SPD-Modells der „Bürgerversicherung“ in ausgewählten deutschen Qualitätszeitungen zwischen Juli 2003 und November 2005, um Tendenzen in der Berichterstattung sowie den Einfluss politischer Rahmenbedingungen zu analysieren.

  • Analyse der medialen Darstellung der SPD-Bürgerversicherung
  • Vergleich der Berichterstattung verschiedener Qualitätszeitungen
  • Einfluss der politischen Rahmenbedingungen auf die mediale Wahrnehmung
  • Identifikation quantitativer Höhepunkte und inhaltlicher Phasen
  • Untersuchung der These zum Gefälle zwischen konservativen und links-liberalen Blättern

Auszug aus dem Buch

3.1. Phase I: Vor Veröffentlichung des Rürup-Berichts

Bereits vor der Veröffentlichung des Berichts der Rürup-Kommission am 28. August 2003 wurde über das Thema Bürgerversicherung in den Zeitungen Die Welt, Frankfurter Rundschau und Hamburger Abendblatt berichtet. Daher wird in diesem Abschnitt auf die, dem Bericht vorgelagerte Berichterstattung eingegangen werden. Diese beschränkt sich vor allem auf die Anfänge der Diskussion innerhalb der SPD zum Modell der Bürgerversicherung und auf die zunehmende Ablehnung des Verhandlungskompromisses der Gesundheitsreform 2003 mit der Opposition.

Die Übernahme des Konzeptes durch die SPD zeichnete sich bereits im Vorfeld der Veröffentlichung ab und wurde der Bevölkerung durch die Qualitätszeitungen vermittelt. So mutmaßte der „stellvertretende SPD-Fraktionschef Ludwig Stiegler [...], die Mehrheit seiner Fraktion sei für das Modell“ (dsi/ped 2003). Zudem sprach sich die damalige Gesundheitsministerin Ursula Schmidt „mehrfach für eine Umstellung auf eine so genannte Bürgerversicherung“ (Harder 2003) aus. Jedoch ist für den Anfang der Diskussion die Spaltung der SPD kennzeichnend. Das Hamburger Abendblatt titelt, dass die Bürgerversicherung die großen Parteien SPD und CDU/CSU spalte: „In der SPD gibt es keine klare Linie. Während sich neben Ministerin Schmidt auch SPD-Fraktionsvize Ludwig Stiegler als Befürworter des Systemwechsels zu erkennen gab, äußerte sich SPD-Fraktionschef Franz Müntefering ‚skeptisch‘“ (Harder 2003). Ebenso beurteilte der damalige Wirtschaftsminister und Spitzenfunktionär der SPD „Wolfgang Clement [...] dieses Konzept als unausgereift“ (dpa/ap 2003).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die demografischen Herausforderungen für das Gesundheitssystem ein und definiert die Forschungsfrage sowie die Zielsetzung hinsichtlich der medialen Analyse der Bürgerversicherung.

2. Hintergründe: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, definiert die konkurrierenden Gesundheitsmodelle und beschreibt das politische Umfeld sowie die Auswahl der analysierten Qualitätszeitungen.

3. Phasenweise Betrachtung der Berichterstattung über die Bürgerversicherung: Das Hauptkapitel unterteilt den Untersuchungszeitraum in fünf chronologische Phasen, die den medialen Verlauf und die kommunikativen Strategien der SPD detailliert nachzeichnen.

4. Schlussfolgerungen aus dem Verlauf der medialen Darstellung: Das Fazit wertet die quantitativen und qualitativen Ergebnisse der Analyse aus und reflektiert, ob die aufgestellte These zur medialen Ausrichtung der Zeitungen Bestand hat.

Schlüsselwörter

Bürgerversicherung, Gesundheitsreform, SPD, Qualitätszeitungen, mediale Berichterstattung, Gesundheitsprämie, Rürup-Kommission, Koalition, Wahlkampfthema, politische Kommunikation, Agenda 2010, Sozialpolitik, Medienanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie das SPD-Modell der „Bürgerversicherung“ in einem spezifischen Zeitraum von zwei Jahren medial in verschiedenen deutschen Qualitätszeitungen dargestellt und bewertet wurde.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt?

Zentral sind die gesundheitspolitische Debatte, der Vergleich zwischen Bürgerversicherung und Gesundheitsprämie sowie die Rolle der Medien bei der politischen Meinungsbildung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, den Verlauf der Berichterstattung zu untersuchen, Tendenzen einzelner Zeitungen zu identifizieren und zu prüfen, ob politische Rahmenbedingungen die mediale Darstellung beeinflusst haben.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Es wurde eine systematische, chronologische Inhaltsanalyse von 47 Artikeln aus sechs verschiedenen Qualitätszeitungen durchgeführt, um quantitative und qualitative Ausprägungen zu erfassen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert die Berichterstattung in fünf Phasen – von der Vorbereitung des Rürup-Berichts bis zur Bildung der Großen Koalition nach dem Bundestagswahlkampf 2005.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Bürgerversicherung, Medienanalyse, politische Kommunikation, Gesundheitspolitik und qualitative Inhaltsanalyse charakterisieren.

Welche Rolle spielten die unterschiedlichen Zeitungen bei der Berichterstattung?

Die Zeitungen wurden nach ihrer ideologischen Ausrichtung betrachtet, wobei sich zeigte, dass die mediale Resonanz nicht immer exakt den vermuteten konservativen oder links-liberalen Mustern folgte.

Was war das Hauptergebnis bezüglich der aufgestellten These?

Die These, dass konservative Medien das Modell ausschließlich negativ bewerten, wurde durch die Analyse eingeschränkt wiederlegt, da sich auch neutrale oder positive Berichterstattung finden ließ.

Welche Bedeutung hatte der Regierungswechsel 2005 für die Berichterstattung?

Der Übergang zur Großen Koalition führte zu einem kurzzeitigen Vakuum in der Berichterstattung, da das Thema aus der öffentlichen Debatte zugunsten von Koalitionskompromissen zurücktrat.

Wie wurde die Bürgerversicherung als politisches Instrument genutzt?

Die SPD versuchte, das Thema gezielt als Wahlkampfthema zu etablieren, um sich von der CDU abzugrenzen und die eigene politische Agenda zu profilieren.

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Details

Title
Das SPD-Konzept „Bürgerversicherung“ in der medialen Berichterstattung durch Qualitätszeitungen
College
University of Trier
Grade
2,3
Author
Patrick Krüger (Author)
Publication Year
2012
Pages
27
Catalog Number
V210703
ISBN (eBook)
9783656384175
ISBN (Book)
9783656385417
Language
German
Tags
spd-konzept bürgerversicherung berichterstattung qualitätszeitungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patrick Krüger (Author), 2012, Das SPD-Konzept „Bürgerversicherung“ in der medialen Berichterstattung durch Qualitätszeitungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210703
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