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Leistungsorientierte Vergütung als Motivator für Führungskräfte?

Titel: Leistungsorientierte Vergütung als Motivator für Führungskräfte?

Hausarbeit , 2011 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Sofia Konaka (Autor:in)

Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Geld ist ein Argument. Und oft nicht einmal das schlechteste.“

Die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens ist umso besser gewährleistet, je mehr seine Mitarbeiter bereit und fähig sind, im Sinne des Unternehmens zu handeln und nicht zuletzt die Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Dazu bedarf es einer hohen Leistungsmotivation. Führungskräften kommt dabei eine besondere Bedeutung zu: qualifizierte und motivierte Führungskräfte sind nicht selten der Schlüssel zum Unternehmenserfolg. Ihre Leistungsfähigkeit und Motivation sind notwendige Voraussetzungen für die Erreichung ambitionierter Ziele und die Gestaltung der unternehmerischen Zukunft.
Vor diesem Hintergrund zählt die Gewinnung, Motivation und Bindung talentierter Führungskräfte zu den wichtigsten Aufgaben des Managements. Zudem ist es für die Sicherstellung des Unternehmenserfolgs unerlässlich, dass Mitarbeiter in leitenden Positionen ihre Verantwortung aktiv annehmen und mitunter die Interessen des Auftraggebers verfolgen. Hier drängen sich folgende Fragen auf: was motiviert sie, ihren großen Einfluss auf das Unternehmensgeschehen für die Erreichung der Unternehmensziele einzusetzen und erfolgreich ihr ganzes Potential bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben einzusetzen?
Leistungsorientierte Vergütungssysteme können gleichermaßen Antworten auf die-se Fragen geben sowie neue Fragen aufwerfen: kann die Mitarbeitermotivation eventuell durch eine leistungs- und erfolgsorientierte Vergütung ansteigen oder gar durch sie erzeugt werden und auch erhalten bleiben? Welche Risiken oder Probleme bestehen hierbei?
Ein solches Vergütungssystem soll insbesondere einen motivierenden Anreiz für erfolgsorientiertes Handeln schaffen, indem es den Zweck verfolgt, Unternehmensstrategien und Unternehmensziele zu transportieren, starke Impulse für deren Umsetzung zu geben und die Mitarbeiter letztlich am Erfolg zu beteiligen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Modelle

2.1. Arbeitsmotivation und die Bedürfnispyramide von Maslow

2.2. Principal-Agent-Theorie

2.3. Anreiz-Beitrags-Theorie

2.4. Das Äquivalenzprinzip - oder die Frage nach der Lohngerechtigkeit

3. Anreizsysteme

4. Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Motivationswirkung leistungsorientierter Vergütungssysteme auf Führungskräfte und beleuchtet dabei, ob finanzielle Anreize tatsächlich die erhofften positiven Effekte erzielen oder aufgrund psychologischer Faktoren, wie dem Korrumpierungseffekt, in ihrer Wirksamkeit eingeschränkt sind.

  • Motivationstheoretische Grundlagen von Arbeitsleistung
  • Die Rolle von Anreizsystemen in der Principal-Agent-Theorie
  • Bedeutung der Lohngerechtigkeit und des Äquivalenzprinzips
  • Unterscheidung zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation
  • Kritische Diskussion variabler Vergütungsmodelle für Führungskräfte

Auszug aus dem Buch

Principal-Agent-Theorie

Im Rahmen dieser Theorie geht man von einem opportunistischen Menschenbild aus. Demnach sind Auftragsgeber (Principal) und Auftragnehmer (Agent) gleichermaßen stets darauf bedacht, bei möglichst geringer eigener Investition, den jeweils persönlichen Nutzen aus dem Arbeitsverhältnis zu maximieren. Somit herrscht ein Interessenskonflikt zwischen Prinzipal und Agent, da etwa die Vergütung den Nutzen auf Seiten des Agenten erhöht, während sich jedoch der Nutzen für den Principal durch die entstandenen Kosten reduziert.

Desweiteren besteht hier die Auffassung einer Informationsasymmetrie - überwiegend zum Nachteil des Principals. Zum einen kann der Auftraggeber etwa auf Grund mangelnder Fachkenntnisse nur bedingt das Verhalten des Auftragnehmers beobachten oder gar beurteilen. Aufgrund des vorliegenden Interessenskonfliktes muss der Prinzipal damit rechnen, dass der Agent nicht die im Arbeitsvertrag vereinbarte Leistung vollbringt, sondern sich opportunistisch verhält. Diese Form der Asymmetrie nennt man „Hidden Action“ oder „Moral Hazard“. Ferner besteht vor Vertragsabschluss wenig Information über den Bewerber und dessen Charakterzüge. Der Agent ist dem Prinzipal unter Umständen also relativ unbekannt, was zu einer falschen Personalauswahl führen kann. In diesem Fall spricht man von „Hidden Characteristics“. Ein weiteres Problemfeld betrifft die vermeintlich verborgenen Absichten des Auftragnehmers („Hidden Intention“). Da der Auftraggeber ex ante nicht weiß, welche Motive der Agent verfolgt, besteht das Risiko ausgebeutet zu werden.

Diese Asymmetrien lassen sich durch Anwendung eines geeigneten Anreizsystems ausgleichen, indem die Vergütung eines Auftragsnehmers vom tatsächlichen Erfolg abhängig gemacht wird. Somit hat der Agent einen Anreiz, zielorientiert zu arbeiten und steigert damit nicht zuletzt - bei Erfolg - seinen eigenen Nutzen. Auf der anderen Seite kann somit der Auftraggeber sicher gehen, dass weitestgehend in seinem Sinne agiert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Mitarbeitermotivation für den Unternehmenserfolg ein und stellt die Relevanz der leistungsorientierten Vergütung von Führungskräften zur Diskussion.

2. Theoretische Modelle: In diesem Kapitel werden grundlegende psychologische und ökonomische Theorien erläutert, die als Basis für das Verständnis von Arbeitsmotivation und Anreizstrukturen dienen.

3. Anreizsysteme: Dieser Abschnitt definiert den Begriff des Anreizsystems und erläutert dessen Funktionen als integraler Bestandteil eines modernen Managementsystems zur Verhaltenssteuerung.

4. Diskussion: Das abschließende Kapitel reflektiert kritisch die Anwendung leistungsorientierter Vergütungsmodelle und betont die Notwendigkeit, individuelle Bedürfnisse sowie psychologische Faktoren bei der Gestaltung von Anreizsystemen zu berücksichtigen.

Schlüsselwörter

Leistungsorientierte Vergütung, Führungskräfte, Motivation, Arbeitsmotivation, Principal-Agent-Theorie, Anreizsysteme, Lohngerechtigkeit, Korrumpierungseffekt, Intrinsische Motivation, Extrinsische Motivation, Anreiz-Beitrags-Theorie, Äquivalenzprinzip, Personalmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, inwieweit leistungsorientierte Vergütungssysteme als Motivationsinstrument für Führungskräfte geeignet sind und welche psychologischen Prozesse dabei eine Rolle spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind Motivationstheorien, ökonomische Modelle der Anreizgestaltung (wie die Principal-Agent-Theorie) und die Frage nach der Gerechtigkeit und Wirksamkeit variabler Entlohnung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu ergründen, ob und wie leistungsorientierte Vergütung die Motivation von Führungspositionen beeinflusst und welche Risiken dabei bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung bestehender Motivationsmodelle sowie eine kritische Auseinandersetzung mit wirtschaftspsychologischer Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Fundamente der Arbeitsmotivation, ökonomische Agenturtheorien, das Anreiz-Beitrags-Konzept sowie die Bedeutung des Äquivalenzprinzips.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Schlüsselwörtern zählen Leistungsvergütung, Führungskräfte, Motivation, Anreizsysteme und die verschiedenen psychologischen Motivationsformen.

Inwiefern beeinflusst der „Korrumpierungseffekt“ die Vergütung?

Der Korrumpierungseffekt beschreibt das Risiko, dass materielle Anreize die intrinsische Motivation einer Person verdrängen, da die Tätigkeit nur noch als Mittel zum Zweck (Belohnung) wahrgenommen wird.

Was besagt die Principal-Agent-Theorie in diesem Kontext?

Sie beschreibt den Interessenskonflikt zwischen Auftragsgeber und Auftragnehmer bei Informationsasymmetrie und schlägt leistungsabhängige Vergütung als Lösung für Opportunismus vor.

Warum ist das Äquivalenzprinzip für die Vergütung relevant?

Es dient als Maßstab für Lohngerechtigkeit, indem es fordert, dass die Vergütung exakt dem Anforderungsgrad und der individuellen Leistung entsprechen sollte.

Spielt Geld für Führungskräfte tatsächlich eine entscheidende Rolle?

Die Arbeit diskutiert, dass Geld zwar ein Ansporn sein kann, bei Führungskräften jedoch oft übergeordnete Bedürfnisse wie Macht, Selbstverwirklichung und Anerkennung eine stärkere Rolle spielen.

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Details

Titel
Leistungsorientierte Vergütung als Motivator für Führungskräfte?
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Psychologisches Institut)
Veranstaltung
Leistung und Leistungsmanagement
Note
1,3
Autor
Sofia Konaka (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
14
Katalognummer
V210768
ISBN (eBook)
9783656396673
ISBN (Buch)
9783656396994
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Leistungsorientierte Vergütung Motivation Führung Leistungsentgeld Führungskraft Provision Anreizsystem Prinzipal-Agent-Theorie Gehalt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sofia Konaka (Autor:in), 2011, Leistungsorientierte Vergütung als Motivator für Führungskräfte?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/210768
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Leseprobe aus  14  Seiten
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