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Die Körperlichkeit im Film ´Videodrome´ von David Cronenberg

Title: Die Körperlichkeit im Film ´Videodrome´ von David Cronenberg

Seminar Paper , 2001 , 27 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Michael Allman Conrad (Author)

Film Science
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Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Arbeit wird versucht, verschiedene Arten von konstruierter Körperlichkeit anhand des Filmes ,,Videodrome" (Kanada, 1982) des kanadischen Regisseurs David Cronenberg (*15.03.1943 Toronto) zu untersuchen. Nach einem analytischen Teil (Kapitel 2) werden in den anschließenden Kapiteln 3 - 5 mittels der Theorien von Marshall McLuhan, Jean Baudrillard und Georges Bataille, Ansätze zur Interpretation sowohl der dargestellten Körperlichkeiten als auch der Hauptthemen des Filmes gegeben. Dass die Arbeit diesbezüglich keine Vollständigkeit anstrebt, versteht sich bereits aufgrund der gebotenen Kürze. Manche Sachverhalte werden daher nur grob skizziert oder beiläufig erwähnt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG: WAS IST EIN ANAGRAMMATISCHER KÖRPER?

2. VIDEODROME

2.1. INHALTSANGABE

2.2. SCHLÜSSELSZENEN

2.2.1. Der Fernseher wird lebendig

2.2.2. Die Narbe im Bauch

2.2.3. Die Pistole und die Hand

3. „DAS NEUE FLEISCH“ – MARSHALL MCLUHAN

3.1. VOM VERLASSEN DER GUTENBERG-GALAXIS

3.1.1 The extension of man

3.1.2 Die Amputation der Sinne

3.2. MCLUHAN UND „VIDEODROME“

4. „ICH GLAUB’, ICH BIN IM FILM“ – JEAN BAUDRILLARD

4.1. VOM VERSCHWINDEN DER WIRKLICHKEIT

4.2. BAUDRILLARD UND „VIDEODROME“

5. „SEX AND CRIME“ – GEORGES BATAILLE

5.1. VON DER NÄHE ZWISCHEN EROS UND THANATOS

5.2. SEXUALITÄT UND GEWALT AM KÖRPER

6. SCHLUSSBEMERKUNGEN

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht verschiedene Formen konstruierter Körperlichkeit in David Cronenbergs Film „Videodrome“ (1982) unter Anwendung kulturtheoretischer Ansätze. Ziel ist es, mittels der Theorien von Marshall McLuhan, Jean Baudrillard und Georges Bataille die dargestellten Körperveränderungen sowie die zentralen Themen des Films, wie die Verschmelzung von Mensch und Technik, zu interpretieren.

  • Analyse der Medienwirkung auf das Bewusstsein und den Körper
  • Untersuchung der Verschmelzung von Körper und technologischem Medium (Cyborg-Diskurs)
  • Auseinandersetzung mit Hyperrealität und dem Verlust von Wirklichkeit durch Simulationen
  • Interpretation der symbolischen Verbindung von Sexualität, Gewalt und Sterblichkeit

Auszug aus dem Buch

2.2.1. Der Fernseher wird lebendig

a) Bianca O’Blivion, Tochter des Medienexperten Brian O’Blivion, sendet Renn eine Videoaufzeichnung einer Rede ihres Vaters zur Bedeutung des Fernsehers in der Gesellschaft zu. Beim Betrachten dieses Videos erscheint von der linken Seite die wegen einer schwarzen Maske unkenntliche Nicki. Eine sphärische, synthetische Musik setzt ein, welche die gesamte folgende Szene andauert. Nicki erwürgt den Professor mit einem Draht. Danach wird sie in Großaufnahme auf dem Fernsehbildschirm gezeigt und demaskiert sich, womit sie sich dem Zuschauer zu erkennen gibt. Daraufhin sieht man ihr Gesicht in der Totalen. In Richtung Renns sagt sie: „Komm zu mir; komm zu Nicki“.

Ruckhafte, pulsierende Bewegungen, wie Muskelkontraktionen, die aus dem Inneren des Fernsehers nach außen zu dringen scheinen, durchfahren die gesamte Oberfläche des Fernsehers; sie bekommt Risse. Parallel dazu sind Geräusche wie Atmen oder Stöhnen zu hören. Diese Isotopie der Bewegungen des Fernsehgerätes wollen wir im folgenden unter der Isotopie des Lebendigen zusammenfassen, da der Fernseher Charakteristika des Lebendigen nachzuahmen scheint.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: WAS IST EIN ANAGRAMMATISCHER KÖRPER?: Einführung in den Begriff der Körperlichkeit als Konstrukt und Darlegung des methodischen Vorgehens anhand von Cronenbergs Film.

2. VIDEODROME: Inhaltsangabe und filmwissenschaftliche Analyse der Schlüsselszenen, die das Fundament für die theoretischen Kapitel bilden.

3. „DAS NEUE FLEISCH“ – MARSHALL MCLUHAN: Anwendung von McLuhans Medientheorie auf den Film, insbesondere im Hinblick auf die Erweiterung des Menschen und die Medialisierung.

4. „ICH GLAUB’, ICH BIN IM FILM“ – JEAN BAUDRILLARD: Analyse der Hyperrealität und der Simulation in „Videodrome“ sowie der Auflösung der Grenze zwischen Wirklichkeit und Illusion.

5. „SEX AND CRIME“ – GEORGES BATAILLE: Untersuchung der Verbindung von Sexualität, Gewalt und Transgression als Ausdruck von Sterblichkeit und Erotik im Film.

6. SCHLUSSBEMERKUNGEN: Zusammenführende Reflexion der Ergebnisse und kritische Einordnung der verwendeten Theorien.

Schlüsselwörter

Videodrome, David Cronenberg, Marshall McLuhan, Jean Baudrillard, Georges Bataille, Körperlichkeit, Simulation, Hyperrealität, Cyborg, Medien, Transgression, Eros, Thanatos, Filmanalyse, Konstruktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Darstellung von Körperlichkeit im Science-Fiction-Film „Videodrome“ und verknüpft diese mit medien- und kulturwissenschaftlichen Theorien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Wechselwirkungen zwischen Mensch und Medium, die Konstruktion von Identität durch Simulation sowie das Verhältnis von Sexualität und Gewalt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die theoretische Durchdringung der im Film gezeigten Körpermetamorphosen und ihre Bedeutung für ein Verständnis der post-modernen Mediengesellschaft.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine film- und aufführungsanalytische Methodik mit einer kulturwissenschaftlichen Theoriefokussierung kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die medientheoretische Sichtweise (McLuhan), die soziologische Perspektive auf Simulation (Baudrillard) und die philosophische Einordnung von Erotik und Gewalt (Bataille).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind etwa Simulakrum, Hyperrealität, Cyborg, mediale Transformation und die anatomische Umstrukturierung des Körpers.

Wie deutet der Autor die „Pistolenszene“?

Diese Szene gilt als Kulminationspunkt, in dem die Verschmelzung von Körper und Technik, der virtuelle Status und die physische Verstümmelung des Protagonisten zur Geltung kommen.

Welche Rolle spielt die Figur Brian O’Blivion?

O’Blivion wird als das „virtuelle Gespenst“ interpretiert, das die Auflösung der physischen Realität zugunsten einer Existenz in der Welt der Bilder und Medien verkörpert.

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Details

Title
Die Körperlichkeit im Film ´Videodrome´ von David Cronenberg
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut für Theaterwissenschaft)
Course
Anagrammatische Körper in Theater, Film und Fotografie
Grade
1,2
Author
Michael Allman Conrad (Author)
Publication Year
2001
Pages
27
Catalog Number
V2109
ISBN (eBook)
9783638112956
Language
German
Tags
Marshall McLuhan Jean Baudrillard Georges Bataille
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Allman Conrad (Author), 2001, Die Körperlichkeit im Film ´Videodrome´ von David Cronenberg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/2109
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