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Produzierendes Gewerbe und Kreislaufwirtschaft: Überblick, Stand und Perspektiven

Titel: Produzierendes Gewerbe und Kreislaufwirtschaft: Überblick, Stand und Perspektiven

Seminararbeit , 2012 , 15 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Steffen Schneider (Autor:in)

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Angestrebtes Wirtschaftswachstum ist in der Vergangenheit ausschließlich quantitativ betrachtet und wahrgenommen worden. Dadurch entstand der heutige Zustand einer weltweit zunehmenden Umweltverschmutzung, welche aktuell insbesondere durch die aufstrebenden Schwellenländer wie China und Indien, aber auch durch entwickelte Industrienationen wie Deutschland oder den USA verursacht wird. Umweltschutz spielte in den Überlegungen von Öffentlichkeit sowie Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft eine untergeordnete Rolle. Mit zunehmendem Bewusstsein von endlichen Ressourcen und dem sich vollziehenden Klimawandel ist ein verstärktes Umweltbewusstsein gewachsen. Seitdem wird Wirtschaftswachstum zunehmend unter qualitativen Aspekten betrachtet und die Frage gestellt, wie Umweltverträglichkeit und betriebswirtschaftlich sinnvolles Wirtschaften vereinbart werden können. Politik sowie öffentliche und privatwirtschaftliche Unternehmen sind gleichermaßen in der Pflicht, Antworten und Lösungen auszuarbeiten.

Vor diesem Hintergrund befasst sich folgende Arbeit mit der Thematik einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft, die für die genannten Probleme eine Lösungsmöglichkeit bietet. Aufgezeigt werden in diesem Zusammenhang Bedeutung, Ziele und Zweck des Konzepts einer Kreislaufwirtschaft sowie Vorgehensweise und Entwicklungen auf gesetzlicher Ebene. Reflektiert wird die Thematik anhand des produzierenden Gewerbes. Die Arbeit hat zum Ziel, einen Überblick über das Gedankengut, die bisherige Entwicklung und den aktuellen Stand der Kreislaufwirtschaft zu geben. Das Aufzeigen von Perspektiven komplettiert die thematische Behandlung der Ausarbeitung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Vorstellung der Arbeit

1.1 Gegenstand und Ziel

1.2 Aufbau

2 Begriffsbestimmung, Abgrenzung, Inhalt

2.1 Produzierendes Gewerbe

2.2 Kreislaufwirtschaft

3 Grundlagen der Kreislaufwirtschaft

3.1 Kreislaufwirtschaftsgesetz – Entwicklung, Zweck, Ziele, wichtige Eckpunkte

3.2 Weitere wichtige Gesetze und Verordnungen für die Kreislaufwirtschaft

4 Kreislaufwirtschaft im produzierenden Gewerbe

4.1 Auswirkungen auf Unternehmen, Entwicklung, aktueller Stand

4.2 Perspektiven, Möglichkeiten, Prognosen

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den aktuellen Stand und die zukünftigen Perspektiven der Kreislaufwirtschaft innerhalb des produzierenden Gewerbes in Deutschland. Das zentrale Ziel ist es, die Bedeutung geschlossener Produktionskreisläufe aufzuzeigen und zu analysieren, wie Unternehmen durch gesetzliche Rahmenbedingungen sowie technologische Innovationen zu einem nachhaltigen Wirtschaften motiviert werden können.

  • Grundlagen und rechtliche Entwicklung der Kreislaufwirtschaft
  • Anforderungen an das produzierende Gewerbe durch Abfall- und Klimaschutzvorgaben
  • Einfluss von Umweltmanagementsystemen (EMAS, ISO 14001) auf betriebliche Prozesse
  • Wirtschaftliche Potenziale und Chancen durch Ressourceneffizienz
  • Rolle von Konsumenten und Innovationen bei der Etablierung nachhaltiger Wertschöpfungsketten

Auszug aus dem Buch

4.1 Auswirkungen auf Unternehmen, Entwicklung, aktueller Stand

Wie im vorangegangenen Abschnitt geschildert, wurde seitens der Gesetzgebung eine fortwährende Erhöhung der Anforderung an Unternehmen vollzogen. Produkthaftung sowie Wiederverwendungs- und Energieeffizienzziele zwingen Unternehmen, diese Punkte bei Produkt- und Produktionsanlagenentwicklung frühzeitig miteinzubeziehen. Unternehmen haben dies erkannt und investieren deshalb circa 5,6 Milliarden Euro in den Umweltschutz, worunter unter anderem die Themengebiete Abfallwirtschaft und Klimaschutz gefasst werden. Auf die Abfallwirtschaft entfallen 586 Millionen Euro und auf den Klimaschutz 1,63 Milliarden Euro. Letztere verteilen sich zu 35 Prozent auf Energieeffizienzsteigerung und Energieeinsparung sowie zu 29 Prozent auf Emissionsvermeidung beziehungsweise -verminderung von Treibhausgasen (vgl. Stat. Bundesamt 2011, S. 12 f.). Diese Investitionsangaben repräsentieren die im Geschäftsjahr 2009 aktivierten Bruttozugänge, also exklusive Umsatzsteuer, an erworbenen oder selbst erstellten Sachanlagen (vgl. Stat. Bundesamt 2011, S. 6).

Es zeigt sich, dass solche Investitionen bei der Erreichung gesetzlich ausgegebener Ziele Erfolg verzeichnen. So stieg in Deutschland die Verpackungsverwertungsquote von 39,2 Prozent im Jahr 1991 bei einem absoluten Gesamtverbrauch in Höhe von 15.620,3 Kilotonnen auf 84,6 Prozent in 2009 bei absolut 15.052,1 Kilotonnen an (vgl. GVM 2011). Um den gesetzlichen Vorgaben Rechnung tragen zu können, ist es wichtig, die zu produzierenden Produkte in ihrem gesamten Lebenszyklus zu begleiten. Mit Begleiten ist in diesem Zusammenhang gemeint, Produkte umweltschonend herzustellen, auszuliefern, als Endverbraucher nutzen zu können, als Unternehmen entsprechende Services anzubieten und die Produkte am Lebenszyklusende ressourceneffizient wiederzuverwerten (vgl. Siestrup 1999, S. 35 ff.). Daher strukturieren Unternehmen ihre Produktionsprozesse zu geschlossenen Produktionskreisläufen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorstellung der Arbeit: Einführung in die Problematik des quantitativen Wirtschaftswachstums und die daraus resultierende Notwendigkeit einer umweltverträglichen Kreislaufwirtschaft.

2 Begriffsbestimmung, Abgrenzung, Inhalt: Definition der zentralen Begriffe des produzierenden Gewerbes sowie der Kreislaufwirtschaft als dauerhafte Ressourcennutzung.

3 Grundlagen der Kreislaufwirtschaft: Analyse der gesetzlichen Rahmenbedingungen, insbesondere des Kreislaufwirtschaftsgesetzes sowie weiterer relevanter Verordnungen.

4 Kreislaufwirtschaft im produzierenden Gewerbe: Darstellung der unternehmerischen Auswirkungen, notwendiger Investitionen in Umweltmanagement und zukünftiger Entwicklungspotenziale.

5 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Notwendigkeit eines gesellschaftlichen und unternehmerischen Umdenkens hin zu einer proaktiven ökologischen Strategie.

Schlüsselwörter

Kreislaufwirtschaft, Produzierendes Gewerbe, Abfallhierarchie, Umweltschutz, Ressourcenproduktivität, Emissionshandel, Nachhaltigkeit, Umweltmanagement, EMAS, ISO 14001, Produktverantwortung, Sekundärrohstoffe, Klimaschutz, Effizienz, Recycling.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Konzept der Kreislaufwirtschaft und untersucht, wie das produzierende Gewerbe in Deutschland auf die wachsende Bedeutung nachhaltiger Ressourcenbewirtschaftung reagiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die gesetzliche Entwicklung (vom Abfallbeseitigungs- zum Kreislaufwirtschaftsgesetz), betriebliche Umweltmanagementsysteme, Investitionen in den Umweltschutz sowie technologische Perspektiven zur Steigerung der Ressourceneffizienz.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, einen fundierten Überblick über den Stand der Kreislaufwirtschaft zu geben und aufzuzeigen, wie Unternehmen durch gesetzliche Vorgaben und Marktchancen dazu bewegt werden, geschlossene Produktionskreisläufe zu etablieren.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Quellenanalyse, bei der aktuelle Statistiken, Gesetzestexte sowie ökologische und ökonomische Fachstudien reflektiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Analyse der gesetzlichen Grundlagen sowie der Untersuchung, wie sich Anforderungen wie die Produktverantwortung auf Produktionsprozesse und Investitionsentscheidungen im produzierenden Gewerbe auswirken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kreislaufwirtschaft, Ressourcenproduktivität, Umweltmanagement, Abfallhierarchie und nachhaltiges Wirtschaften charakterisiert.

Welche Rolle spielt der Emissionshandel in dieser Untersuchung?

Der Emissionshandel wird als marktwirtschaftliches Instrument dargestellt, das Unternehmen dazu anregt, ihre Treibhausgasemissionen durch effizientere Produktionsverfahren zu reduzieren, um Wettbewerbsvorteile zu generieren.

Welchen Einfluss haben Umweltmanagementsysteme wie EMAS auf Unternehmen?

Diese Systeme unterstützen Unternehmen dabei, durch kontinuierliche Verbesserungsprozesse sowohl ökologische Ziele zu erreichen als auch langfristige Kosteneinsparungspotenziale zu erschließen.

Warum ist die "integrierte Produktverantwortung" für das produzierende Gewerbe wichtig?

Sie betrachtet den gesamten Produktlebenszyklus als Kreislauf, was Unternehmen dazu verpflichtet, bereits in der Entwicklungsphase ökologische Aspekte für die spätere Wiederverwertung oder Entsorgung einzukalkulieren.

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Details

Titel
Produzierendes Gewerbe und Kreislaufwirtschaft: Überblick, Stand und Perspektiven
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Frankfurt früher Fachhochschule
Veranstaltung
Industry Sector
Note
1,3
Autor
Steffen Schneider (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
15
Katalognummer
V211045
ISBN (eBook)
9783656392033
ISBN (Buch)
9783656392521
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Produzierendes Gewerbe Kreislaufwirtschaft Kreislaufwirtschaftsgesetz Emissionshandel Abfallhierarchie EMAS Verpackungsverordnung Elektro- und Elektronikgerätegesetz Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz ElektroG VerpackV TEHG Umweltmanagementsystem RFID CO2-Emissionen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Steffen Schneider (Autor:in), 2012, Produzierendes Gewerbe und Kreislaufwirtschaft: Überblick, Stand und Perspektiven, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211045
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Leseprobe aus  15  Seiten
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