Aufgrund weltweit zunehmender Zins-, Aktien- und Währungskursschwankungen hat die Nachfrage nach Instrumenten zur Risikoabsicherung bei Banken und Unternehmen stark zugenommen. In Hinblick auf damit verbundene wachsende Bedeutung derivativer Finanzinstrumente wird im Rahmen dieser Arbeit versucht, diese zu systematisieren und deren Grundbausteine darzustellen. Dabei soll vor allem auf Optionen, Futures und Forwards, deren Verwendung im Zusammenhang mit Sicherungsgeschäften und die Bilanzierung und Bewertung nach deutschen und internationalen Rechnungslegungsvorschriften eingegangen werden. Angesichts der wachsenden Verbreitung der US-amerikanischen und der IASC-Rechnungslegungsstandards und deren Bedeutung für international tätige Großunternehmen und Banken, soll am Ende dieser Arbeit kritisch hinterfragt werden, inwieweit die Anwendung internationaler Standards (insbesondere die Anwendung der Zeitwertbewertung) in Hinblick auf die Ziele der Rechnungslegung und die Rechnungslegungsvorschriften in Deutschland möglich und sinnvoll erscheint.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Realoptionen und klassische Verfahren der Unternehmensbewertung
- Klassische Verfahren der Unternehmensbewertung
- Realoptionen und klassische Verfahren der Unternehmensbewertung
- Realoptionsbasierte Verfahren
- Realoptionenansatz und Unternehmenswert
- Von der Finanzoption zur Realoption
- Typisierung der Realoptionen
- Modelle zur Bewertung von Realoptionen
- Einführung
- Das Binomialmodell
- Das Modell von Black/Scholes
- Bestimmungsfaktoren für den Wert einer Realoption
- Kritische Würdigung der dargestellten Verfahren
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, inwieweit die Verfahren zur Bewertung von Finanzoptionen auf die Bewertung von Unternehmen übertragbar sind. Sie analysiert, ob sich damit Abweichungen zu den mit herkömmlichen Verfahren ermittelten Unternehmenswerten erklären lassen.
- Bewertung von Unternehmen mit Realoptionen
- Abweichungen zu klassischen Verfahren der Unternehmensbewertung
- Übertragbarkeit von Finanzoptionen auf Unternehmensbewertung
- Quantifizierung von Handlungsflexibilität in Unternehmen
- Wertkomponenten, die aus zukünftigen Handlungsmöglichkeiten resultieren
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel führt in die Thematik ein und stellt den Zusammenhang zwischen klassischen Verfahren der Unternehmensbewertung und dem Realoptionenansatz dar. Das zweite Kapitel behandelt die klassischen Verfahren der Unternehmensbewertung und zeigt die Unterschiede zum Realoptionenansatz auf. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit den Realoptionsbasierten Verfahren und der Übertragung von Finanzoptionen auf Realoptionen. Das vierte Kapitel untersucht die typischen Merkmale von Realoptionen und die verschiedenen Modelle zur Bewertung von Realoptionen.
Schlüsselwörter
Unternehmensbewertung, Realoptionen, Finanzoptionen, klassische Verfahren, Handlungsflexibilität, Unternehmenswert, Binomialmodell, Black/Scholes-Modell, Bewertung von Realoptionen, strategische Wertkomponenten, zukünftige Handlungsmöglichkeiten.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Finanzoptionen und Realoptionen?
Finanzoptionen beziehen sich auf handelbare Wertpapiere, während Realoptionen Handlungsspielräume bei Investitionsprojekten (z.B. Abbruch oder Erweiterung) beschreiben.
Wie ergänzt der Realoptionenansatz die klassische Unternehmensbewertung?
Er quantifiziert die strategische Flexibilität des Managements, die von herkömmlichen Methoden wie dem DCF-Verfahren oft nicht ausreichend erfasst wird.
Welche Modelle werden zur Bewertung von Realoptionen genutzt?
Häufig kommen das Binomialmodell und das Black/Scholes-Modell zum Einsatz, um den Wert zukünftiger Handlungsmöglichkeiten zu berechnen.
Welche Faktoren bestimmen den Wert einer Realoption?
Wichtige Faktoren sind der Wert des Basiswertes, die Volatilität, die Laufzeit, der risikofreie Zinssatz und die Kosten für die Ausübung der Option.
Warum ist Handlungsflexibilität für den Unternehmenswert wichtig?
In einem unsicheren Marktumfeld ermöglicht Flexibilität, auf negative Entwicklungen zu reagieren oder positive Chancen zu nutzen, was den Gesamtwert steigert.
- Arbeit zitieren
- Steffen Finke (Autor:in), 2004, Aktuelle Probleme der Unternehmensbewertung/ Unternehmensbewertung und Optionspreistheorie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21107