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Verhaltenstheoretische Soziologie: Der lerntheoretische Ansatz in der Soziologie

Titel: Verhaltenstheoretische Soziologie: Der lerntheoretische Ansatz in der Soziologie

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2007 , 7 Seiten

Autor:in: Gabriele Beyer (Autor:in)

Soziologie - Allgemeines und Grundlagen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Thema dieser Hausarbeit ist der lerntheoretische Ansatz der Verhaltenstheoretischen Soziologie. Hauptaugenmerk wird hierbei auf die Hypothesen der Verhaltenstheorie von George Caspar Homans (1974) gelegt. Doch bevor ich auf dieses spezielle Gebiet eingehe, möchte ich eine Einordnung vornehmen und die Begrifflichkeiten genau abstecken.
Zum einen möchte ich den allgemeinen Begriff der Lerntheorie erklären und zum anderen Behaviorismus definieren.
Lerntheorien sind Modelle und Hypothesen, die versuchen, das Lernen psychologisch zu beschreiben und zu erklären. Der augenscheinlich komplexe Vorgang des Lernens, also der relativ stabilen Verhaltensänderung, wird dabei mit möglichst einfachen Prinzipien und Regeln erklärt. Die Lernpsychologie entwickelt solche Theorien und überprüft mit Hilfe empirischer Untersuchungen ihren Gehalt. Der Überblick über die wichtigsten lerntheoretischen Ansätze und Aussagen zeigt, dass sich die meisten der vorhandenen Lerntheorien auf besondere, einzelne Formen des Lernens konzentrieren.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition der Lerntheorie und des Behaviorismus

3. Die Hypothesen von George Caspar Homans

3.1. Erfolgs- und Stimulushypothese

3.2. Werthypothese

3.3. Deprivations-Sättigungshypothese

3.4. Aggressions-Zustimmungshypothese

3.5. Rationalitätshypothese

4. Beispielhafte Anwendung der Hypothesen

5. Kritische Würdigung und Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Hausarbeit untersucht den lerntheoretischen Ansatz innerhalb der verhaltenstheoretischen Soziologie, mit einem besonderen Fokus auf die von George Caspar Homans formulierten Hypothesen zur Erklärung sozialen Verhaltens.

  • Grundlagen des Behaviorismus und der Lerntheorie
  • Analyse der zentralen Hypothesen von Homans (Erfolg, Stimulus, Wert, Deprivation, Aggression, Rationalität)
  • Praktische Veranschaulichung der theoretischen Konstrukte anhand eines Alltagsbeispiels
  • Kritische Reflexion der Anwendbarkeit und Grenzen verhaltenstheoretischer Modelle

Auszug aus dem Buch

Die Hypothesen von George Caspar Homans

Alle Hypothesen sind zusammen genommen eine Abbildung von Verhaltensregeln, mit deren Anwendung es möglich ist, jedoch nicht in allen Fällen, Handlungen vorzubestimmen und somit auch deren Anreize kennen zu lernen. So spricht Homans selbst davon, dass keine seiner Hypothesen einem Wahrheitsmonopol entsprechen, sondern vielmehr einer annähernden Wahrheit, „[…] approximate truths […]“ (1974: 15). Soziale Wissenschaften sind seiner Meinung nach keine exakten Wissenschaften, „[…] social science is certainly not an exact science […]“ (Homans, 1974: 15). Einleitend erklärt Homans, dass wir viel mehr an den menschlichen Handlungen interessiert sein sollten, als an ihren Einstellungen (1974: 15).

Die erste Hypothese wird Erfolgshypothese (Succes Proposition) (Homans 1972: 62)genannt. Zur bildhaften Unterstützung siehe Opp (1973: 59). Eine weitere graphische Darstellung ist auf Seite 64 zu finden.

Diese besagt: Je häufiger ein Verhalten belohnt wurde, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die betreffende Person dieses Verhalten wieder ausführen wird. Mathematisch ausgedrückt kommt man zu folgendem Ergebnis: P1 verhält sich zu P2, wie R1 zu R2. Dabei entspricht R der relativen Belohnungshäufigkeit und P der relativen Auftretenshäufigkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema der verhaltenstheoretischen Soziologie ein und stellt den Kontext der Arbeit dar.

2. Definition der Lerntheorie und des Behaviorismus: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Behaviorismus und der allgemeinen Lerntheorie definiert und historisch eingeordnet.

3. Die Hypothesen von George Caspar Homans: Dieser Hauptteil erläutert die verschiedenen verhaltenstheoretischen Sätze von Homans im Detail.

4. Beispielhafte Anwendung der Hypothesen: Anhand des Beispiels der Kindererziehung wird die praktische Anwendung der zuvor erläuterten Hypothesen verdeutlicht.

5. Kritische Würdigung und Fazit: Das abschließende Kapitel diskutiert die Grenzen des Modells und reflektiert die methodischen Herausforderungen bei der Anwendung der Hypothesen.

Schlüsselwörter

Verhaltenstheoretische Soziologie, Lerntheorie, Behaviorismus, George Caspar Homans, Erfolgshypothese, Stimulushypothese, Werthypothese, Deprivations-Sättigungshypothese, Rationalitätshypothese, Soziales Handeln, Konditionierung, Sozialpsychologie, Verhaltensmodifikation, Belohnung, empirische Forschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem lerntheoretischen Ansatz innerhalb der Soziologie, insbesondere mit den behavioristischen Hypothesen von George Caspar Homans.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Grundlagen des Behaviorismus, die wissenschaftliche Erklärbarkeit sozialen Verhaltens durch Belohnungsprozesse und die kritische Auseinandersetzung mit diesen Modellen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die strukturierte Darstellung und Überprüfung der Homans'schen Hypothesen zur Erklärung menschlichen Sozialverhaltens.

Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Anwendung deduktiver Hypothesen auf alltägliche Verhaltensbeispiele.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Beschreibung der sechs zentralen Hypothesen von Homans sowie deren Veranschaulichung an einem Praxisbeispiel.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Verhaltensökonomie, Belohnung, Stimulus, Sättigung, Rationalität und die Unterscheidung zwischen beobachtbarem Verhalten und innerpsychischen Prozessen.

Wie erklärt Homans das Auftreten von sozialem Verhalten?

Homans nutzt verschiedene Hypothesen, um darzulegen, dass Verhalten, das in der Vergangenheit belohnt wurde, eine höhere Wahrscheinlichkeit hat, in ähnlichen Situationen wiederholt zu werden.

Warum spielt das Beispiel der Kindererziehung eine zentrale Rolle?

Das Beispiel dient dazu, die abstrakten theoretischen Hypothesen von Homans durch eine nachvollziehbare, lebensnahe Situation (wie das Aufräumen des Zimmers) greifbar zu machen.

Was sind die Grenzen des lerntheoretischen Ansatzes laut Autor?

Der Autor weist darauf hin, dass kreative Handlungen schwer erklärbar sind und dass zeitliche Intervalle zwischen Belohnung und Verhalten eine kritische Rolle für die Wirksamkeit spielen.

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Details

Titel
Verhaltenstheoretische Soziologie: Der lerntheoretische Ansatz in der Soziologie
Hochschule
Universität Leipzig
Autor
Gabriele Beyer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
7
Katalognummer
V211086
ISBN (eBook)
9783656387596
ISBN (Buch)
9783656753889
Sprache
Deutsch
Schlagworte
verhaltenstheoretische soziologie ansatz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Gabriele Beyer (Autor:in), 2007, Verhaltenstheoretische Soziologie: Der lerntheoretische Ansatz in der Soziologie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211086
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Leseprobe aus  7  Seiten
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