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Ernährungsverhalten im Wandel. Geschichte und Ausformungen des Vegetarismus

Die Zukunft is(s)t vegetarisch

Title: Ernährungsverhalten im Wandel. Geschichte und Ausformungen des Vegetarismus

Master's Thesis , 2012 , 95 Pages , Grade: SEHR GUT

Autor:in: Manuela Gruber (Author)

Health - Nutritional Science
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Summary Excerpt Details

Täglich
 viel
 Fleisch
 zu
 essen
 ist
 nicht
 nur
 schlecht
 für
 die
 Gesundheit,
 sondern
 auch
 für
 das
 Klima
 und
 Millionen
 Tiere
 müssen
 aufgrund
 nicht
 artgerechter
 Tierhaltung
 leiden.
 Mit
 diesen
 und
 ähnlichen
 Argumenten
 wird
 der
 Konsum
 von
 Fleisch
 oft
 in
 Frage
 gestellt.
 So
 ist
 in
 Sachen
 Ernährung
 ein
 Umdenken

 bemerkbar
 und
 Speisen
 ohne
 Fleisch
 finden
 immer
 öfter
 ihren
 Platz
 auf
 dem
 Teller
.
 Die
 vegetarische
 Ernährungsweise
 ist
 in
 unserer
 Gesellschaft
 längst
 akzeptiert
 und
 gilt
 mittlerweise
 sogar
 als
 vorbildlich.


Die
 vorliegende
 Arbeit
 zeigt,
 inwieweit
 sich
 die
 vegetarische
 Ernährungsweise
 in
 einer
 fleischdominierten
 Esskultur
 durchsetzen
 und
 in
 der
 Zukunft
 sogar
 die
 gesellschaftliche
 Mitte
 erreichen
 kann.
 Welche
 soziologischen
 Aspekte
 nehmen
 Einfluss
 auf
 die
 Hinwendung
 zu
 einer
 vegetarischen
 Ernährungsweise?
 Dass
 die
 Zukunft
 der
 Ernährung
 vegetarisch
 –
 oder
 zumindest
 fleischarm
 sein
 wird
 und
 welche
 Bedeutung
 diese
 Entwicklung
 im
 Rahmen
 einer
 nachhaltigen
 Ernährungsweise
 hat
 soll
 abschließend
 dargestellt
 werden.
 Die
 Zukunft
 is(s)t
 vegetarisch,
 denn
 jeder
 der
 sich
 vegetarisch
 ernährt,
 egal
 ob
 immer,
 regelmäßig
 oder
 gelegentlich,
 entscheidet
 sich
 nicht
 nur
 für
 eine
 gesündere
 Lebensweise,
 sondern
 schützt
 auch
 die
 Umwelt
 und
 setzt
 ein
 Zeichen
 gegen
 die
 industrielle
 Massentierhaltung.


Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Vegetarische Ernährung

2.1 Begriffe und Definitionen

2.2 Formen der vegetarischen Ernährung

3 Die Geschichte des Vegetarismus

3.1 Die ersten Vegetarier in der Antike

3.2 Der Vegetarismus im 19. und 20. Jahrhundert

3.2.1 Vegetarische Ernährung und Vereinswesen im 19. Jahrhundert

3.3 Aktuelle Situation im 21. Jahrhundert

3.3.1 Vegetarier in Österreich und weltweit

4 Motive für eine vegetarische Ernährung

4.1 Religion

4.2 Ethik

4.3 Gesundheit

4.4 Ökologie

5 Fleischverzicht und ernährungssoziologische Aspekte

5.1 Grundfragen und Themenbereich der Ernährungssoziologie

5.2 Ernährungspraktiken und gegenwärtige Essmoral

5.3 Ernährung und Gesellschaft: Soziale Merkmale des Ernährungsverhaltens

5.3.1 Nahrungsnormen

5.3.2 Schichtspezifische Unterschiede

5.3.3 Lebens- und Ernährungsstile

5.3.4 Ernährungskompetenz

5.3.5 Ernährung und Alter

5.3.5.1 Fleischverzicht als lebensphasenspezifisches Phänomen

5.3.6 Geschlechtsspezifische Unterschiede im Ernährungsverhalten

5.3.6.1 Bedeutung von Fleisch in geschlechtsspezifischen Kontext

5.3.6.2 Bedeutung der vegetarischen Ernährungsweise im geschlechtsspezifischen Kontext

5.4 Soziokulturelle Aspekte des Fleischkonsums

5.4.1 Fleischverbrauch in Österreich

5.4.2 Wertewandel und Fleischkonsum

5.5 Gesellschaftliche Stellung und Ansehen der vegetarischen Ernährungsweise

5.5.1 Praktische Umsetzung einer vegetarischen Ernährungsweise

6 Nachhaltige Ernährungsweise in der Zukunft

6.1 Das Konzept nachhaltige Entwicklung

6.1.1 Ökologische Dimension

6.1.2 Ökonomische Dimension

6.1.3 Soziale Dimension

6.2 Kriterien für eine nachhaltige Ernährung

6.2.1 Fleischreduktion

6.3 Die Ernährung von morgen

6.3.1 Fleischfreier Wochentag

7 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den soziologischen Wandel im Ernährungsverhalten und analysiert, inwieweit sich vegetarische Ernährungsweisen in einer fleischgeprägten Kultur etablieren können und welche Rolle dabei Aspekte der Nachhaltigkeit und sozialen Identität spielen.

  • Soziologische Analyse des Fleischverzehrs und der Essmoral
  • Motive für den vegetarischen Lebensstil (Ethik, Ökologie, Gesundheit)
  • Einfluss von Geschlecht, Schicht und Alter auf das Essverhalten
  • Verknüpfung von vegetarischer Ernährung und nachhaltiger Entwicklung
  • Ausblick auf zukünftige Ernährungsformen (Fleischreduktion, Flexitarismus)

Auszug aus dem Buch

5.3.1 Nahrungsnormen

Nahrungsnormen beinhalten die Zubereitung, Präsentation, die Art und Weise des Verzehrs, aber auch die Fragestellung, was zur Ernährung genutzt wird und was nicht. Sichtbar werden Nahrungsnormen sofort, wenn man feststellt, was eine Gesellschaft als Nahrung ablehnt und ein Nahrungstabu ist, obwohl einem Verzehr eigentlich nichts entgegenstehen würde. Deutlich wird diese Erkenntnis vor allem im Zusammenhang mit dem Fleischkonsum: Welche Tiere bzw. welches Fleisch in einer Gesellschaft für essbar gehalten werden und welche nicht, ist das Ergebnis gesellschaftlicher und historisch gewachsener Übereinkünfte. Heute wird man im Gegensatz zu vergangenen Zeiten nicht mehr unmittelbar mit dem Tod eines Tieres konfrontiert. Es wäre heutzutage durchaus problematisch den Kopf eines Tieres, das gegessen wird, auf dem Esstisch präsentiert zu finden. Man ist es gewohnt, dass man dem Fleisch als Fleisch und nicht mehr als totes Tier gegenübertritt. Die tierische Herkunft von Fleisch wird durch die starke Verarbeitung (vorzerlegte und bearbeitete Fleischstücke), die Zubereitung und durch die Verfremdung zunehmend verdrängt.

So wird man beim Verzehr von „chicken nuggets“, „Gyros“, „Salami-Pizza“ oder „Wiener Schnitzel“ kaum mehr an das tote Hühnchen, das Lamm, das Pferd oder das Schwein erinnert werden. Vielmehr gibt es beim Verzehr von Fleisch heutzutage keine direkte Konfrontation mit dem Tier als Lebewesen und dem Töten des Tieres.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel im Ernährungsalltag und die zunehmende Neubewertung von Fleischkonsum im Kontext von Ethik und Nachhaltigkeit.

2 Vegetarische Ernährung: Dieses Kapitel definiert die Begriffe rund um den Vegetarismus und differenziert zwischen verschiedenen Ernährungsformen wie Flexitarier, Lakto-Ovo-Vegetarier und Veganer.

3 Die Geschichte des Vegetarismus: Es wird die historische Entwicklung des Vegetarismus von der Antike über die Lebensreformbewegung des 19. Jahrhunderts bis hin zur aktuellen Situation im 21. Jahrhundert nachgezeichnet.

4 Motive für eine vegetarische Ernährung: Hier werden die zentralen Beweggründe für den Fleischverzicht – Religion, Ethik, Gesundheit und Ökologie – detailliert analysiert.

5 Fleischverzicht und ernährungssoziologische Aspekte: Das umfangreichste Kapitel untersucht die soziale Einbettung von Essgewohnheiten, unterteilt in Themen wie soziale Lage, Essmoral, Lebensstile sowie Alter und Geschlecht.

6 Nachhaltige Ernährungsweise in der Zukunft: Dieser Abschnitt verknüpft das Konzept der nachhaltigen Entwicklung mit praktischen Kriterien für eine zukunftsfähige Ernährung und beleuchtet Ansätze wie den fleischfreien Wochentag.

7 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und deutet auf eine Zukunft hin, in der der Vegetarismus als pragmatische und gesellschaftlich akzeptierte Ernährungslösung an Bedeutung gewinnt.

Schlüsselwörter

Vegetarismus, Fleischkonsum, Ernährungssoziologie, Nachhaltigkeit, Essmoral, Massentierhaltung, Flexitarier, Ernährungswandel, Fleischreduktion, Sozialstatus, Ernährungskompetenz, Anthropozentrik, Lebensreformbewegung, Ethik, Klimawandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den soziologischen Wandel im Ernährungsverhalten in Österreich und anderen westlichen Gesellschaften, insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Hinwendung zur vegetarischen oder fleischreduzierten Ernährung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Motive für Fleischverzicht, die soziologische Einbettung des Essens, der Zusammenhang zwischen Ernährung und sozialer Identität sowie die ökologischen Folgen der industriellen Fleischproduktion.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu analysieren, wie sich vegetarische Ernährung in einer fleischdominierten Esskultur etablieren kann und welche gesellschaftlichen, ethischen und politischen Faktoren diesen Prozess beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse soziologischer und ernährungswissenschaftlicher Studien sowie auf der Auswertung aktueller statistischer Daten und Befragungsergebnisse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in historische Grundlagen, die Analyse von Motiven (ethisch, gesundheitlich, ökologisch) und eine tiefgehende ernährungssoziologische Untersuchung der Einflüsse von Geschlecht, Alter, sozialer Schicht und Lebensstil.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Vegetarismus, Fleischkonsum, Ernährungssoziologie, Nachhaltigkeit, Essmoral und Ernährungswandel sind die zentralen Begriffe.

Warum wird zwischen Fleischkonsum bei Männern und Frauen unterschieden?

Die Autorin arbeitet heraus, dass Fleisch historisch und symbolisch als „männliches“ Nahrungsmittel und Statussymbol codiert ist, während Frauen eine stärkere Gesundheitsorientierung zeigen und vegetarische Ernährungsweisen oft als Form der emanzipatorischen Abgrenzung wählen.

Welche Bedeutung hat die „soziale Lage“ für das Ernährungsverhalten?

Die Arbeit zeigt, dass Ernährung nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern eng mit der sozialen Schichtzugehörigkeit, Bildung und dem verfügbaren Einkommen verknüpft ist, wobei heute auch ein bewusster Fleischverzicht als Differenzierungsmerkmal in gehobenen Schichten dient.

Excerpt out of 95 pages  - scroll top

Details

Title
Ernährungsverhalten im Wandel. Geschichte und Ausformungen des Vegetarismus
Subtitle
Die Zukunft is(s)t vegetarisch
College
University of Salzburg
Course
Ernährungswissenschaft / Soziologie
Grade
SEHR GUT
Author
Manuela Gruber (Author)
Publication Year
2012
Pages
95
Catalog Number
V211113
ISBN (eBook)
9783656388722
ISBN (Book)
9783656389682
Language
German
Tags
ernährungsverhalten wandel zukunft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manuela Gruber (Author), 2012, Ernährungsverhalten im Wandel. Geschichte und Ausformungen des Vegetarismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211113
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