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Eindeutig weiblich oder männlich? Zur Darstellung von geschlechterstereotypem Verhalten in Dora Heldts „Tante Inge haut ab“

Title: Eindeutig weiblich oder männlich? Zur Darstellung von geschlechterstereotypem Verhalten in Dora Heldts „Tante Inge haut ab“

Term Paper , 2011 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Benny Schmidt (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Die Konstellation von Mann und Frau ist sowohl im geschichtlichen Rückblick als auch heute spannungsgeladen und wird kontrovers diskutiert. Sicherlich wird es auch in Zukunft so blei-ben. „Mann“ und „Frau“ werden häufig als mitunter sehr gegensätzliche Pole, im Sinne von „Mann sein“ gegenüber „Frau sein“, betrachtet und dabei als vermeintlich klar voneinander abgrenzbar verstanden. Doch eine strikte Unterscheidung in Schwarz-Weiß-Manier wäre zu einfach und würde dieser Konstellation nicht gerecht werden können.

An Beispiel von Dora Heldts "Tante Inge haut ab" werden stereotype Merkmale (typisch männlich – typisch weiblich) untersucht, herausgearbeitet und miteinander verglichen.

Lassen sich bei männlichen Figuren auch Merkmale bzw. Charaktereigenschaften finden, die als "typisch weiblich" angesehen werden? Und lassen sich umgekehrt bei weiblichen Figuren "typisch männliche" Eigenschaften finden?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Allgemeine Informationen und Bemerkungen zu Werk und Autorin

3 Theoretische Grundlagen der Analyse

4 Darstellung weiblicher Figuren

4.1 Darstellung der Figur „Inge Müller“

4.2 Darstellung der Figur „Christine Schmidt“

5 Darstellung männlicher Figuren

5.1 Darstellung der Figur „Johann Thiess“

5.2 Darstellung der Figur „Heinz Schmidt“

6 Kontrastierende Gegenüberstellung der betrachteten Figuren

7 Abschluss und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung von Männlichkeit und Weiblichkeit im Roman „Tante Inge haut ab“ von Dora Heldt. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit die Romanfiguren traditionellen Geschlechterstereotypen entsprechen oder ob eine Vermischung maskuliner und femininer Merkmale stattfindet, um so die Konstellation von Mann und Frau jenseits starrer Rollenbilder zu analysieren.

  • Analyse von Geschlechterstereotypen in der zeitgenössischen Literatur
  • Charakterisierung weiblicher Figuren (Inge Müller, Christine Schmidt)
  • Charakterisierung männlicher Figuren (Johann Thiess, Heinz Schmidt)
  • Gegenüberstellung und Kontrastierung der Figurengruppen
  • Überprüfung der Gültigkeit traditioneller Rollenmuster

Auszug aus dem Buch

4.1 Darstellung der Figur „Inge Müller“

Die 64-jährige Inge Müller ist die Patentante von Christine Schmidt. Beide sind die Hauptfiguren im Roman „Tante Inge haut ab“. Inge bewohnt mir ihrem Ehemann Walter, einem hypochondrischen, pensionierten Finanzbeamten, gemeinsam ein Reihenhaus in Dortmund und ist mit ihm seit 45 Jahren verheiratet. Sie haben die gemeinsame Tochter Pia, die 40 Jahre alt ist. Es wird an vielen Textstellen stark betont, dass sie ihr Leben verändern und nicht mehr wie bisher weiterleben will, weil ihr ihre derzeitige Situation zu langweilig ist und sie noch Etliches machen möchte. Sie handelt mitunter sehr undiplomatisch („Tante Inge war noch nie diplomatisch gewesen.“) und ist dabei sehr direkt, manchmal sogar kränkend („Sie sind also Johann. […] haben Sie sich schon bei Christine eingenistet? […] Christine hat da nämlich ein Händchen für, sie sucht sich gern Männer aus, die sie durchbringen muss.“). Weiterhin rebelliert sie geistig gegen Walter, indem sie sich beispielsweise sehr teures Essen im Restaurant bestellt, was sie in seiner Gegenwart nie tun könnte, aber tritt ihm und anderen Figuren gegenüber auch sehr bestimmend auf.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die anhaltende Relevanz der Diskussion über Geschlechterrollen in der heutigen Gesellschaft und führt in die Thematik der Arbeit ein.

2 Allgemeine Informationen und Bemerkungen zu Werk und Autorin: Dieses Kapitel gibt einen inhaltlichen Abriss zum Roman „Tante Inge haut ab“ und stellt die Autorin Dora Heldt vor.

3 Theoretische Grundlagen der Analyse: Hier werden die wissenschaftlichen Grundlagen und Begriffsdefinitionen zu Männlichkeit, Weiblichkeit und Stereotypen dargelegt.

4 Darstellung weiblicher Figuren: Es erfolgt eine detaillierte Charakterisierung der Figuren Inge Müller und Christine Schmidt im Hinblick auf stereotype Eigenschaften.

5 Darstellung männlicher Figuren: Dieses Kapitel analysiert die Figuren Johann Thiess und Heinz Schmidt unter Berücksichtigung ihrer maskulinen und femininen Merkmale.

6 Kontrastierende Gegenüberstellung der betrachteten Figuren: Hier werden die Ergebnisse der Einzelanalysen in einen vergleichenden Kontext gesetzt, um Kontraste herauszuarbeiten.

7 Abschluss und Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und widerlegt die Annahme einer rein patriarchalischen Struktur im Roman.

Schlüsselwörter

Geschlechterrollen, Männlichkeit, Weiblichkeit, Stereotypen, Dora Heldt, Tante Inge haut ab, Figurenanalyse, Identität, Geschlechterbeziehungen, Literaturwissenschaft, Rollenerwartungen, Empowerment, Familienstrukturen, Selbstbestimmung, Charakterstudie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie Männlichkeit und Weiblichkeit in Dora Heldts Roman „Tante Inge haut ab“ durch die Darstellung der Romanfiguren vermittelt werden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Konzepte von Geschlechterrollen, Stereotypen und die Frage, wie modern-zeitgenössische Literatur mit traditionellen Rollenmustern bricht oder diese reproduziert.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es herauszuarbeiten, ob die Figuren ausschließlich maskulin oder feminin handeln oder ob eine Vermischung der Positionen stattfindet, um tradierte Stereotypen zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine rezeptionsorientierte Figurenanalyse und setzt literarische Konstrukte in Bezug zu soziologischen Definitionen von Geschlechterstereotypen nach Dorothee Alfermann.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung sowie die detaillierte Charakteranalyse von zwei weiblichen (Inge, Christine) und zwei männlichen Figuren (Johann, Heinz), gefolgt von einer vergleichenden Gegenüberstellung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Analyse wird besonders durch Begriffe wie Geschlechterrollen, Identität, Stereotypen und Selbstbestimmung geprägt.

Wie unterscheidet sich die Figur Inge Müller von den typischen Erwartungen an ihre Rolle?

Obwohl sie weiblich ist, dominieren bei Inge Müller maskuline Eigenschaften wie Tatkraft, Entschlossenheit und Dominanz, womit sie traditionelle Rollenerwartungen bewusst herausfordert.

Welche Rolle spielt die Figur Johann Thiess in der Analyse?

Johann Thiess dient als Beispiel für eine ausgeglichene Figur, die trotz maskuliner Durchsetzungsfähigkeit auch feminine Eigenschaften wie Zuvorkommenheit und emotionale Unterstützung zeigt.

Zu welchem Schluss kommt der Autor bezüglich der patriarchalischen Struktur im Roman?

Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass keine patriarchalische Subordination der Frau vorliegt, da die Figuren in einer gegenseitigen Abstimmung agieren, anstatt einer festen Leitfigur zu folgen.

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Details

Title
Eindeutig weiblich oder männlich? Zur Darstellung von geschlechterstereotypem Verhalten in Dora Heldts „Tante Inge haut ab“
College
University of Leipzig  (Institut für Germanistik)
Course
Feministische Literaturwissenschaft und Gender-Kritik
Grade
2,0
Author
Benny Schmidt (Author)
Publication Year
2011
Pages
19
Catalog Number
V211135
ISBN (eBook)
9783656393276
ISBN (Book)
9783656394679
Language
German
Tags
Dora Held Tante Inge haut ab Gender maskulin feminin typisch Stereotyp Geschlecht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benny Schmidt (Author), 2011, Eindeutig weiblich oder männlich? Zur Darstellung von geschlechterstereotypem Verhalten in Dora Heldts „Tante Inge haut ab“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211135
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