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John Lockes Eigentumstheorie - Eine Theorie der sozialen Gerechtigkeit?

Titre: John Lockes Eigentumstheorie - Eine Theorie der sozialen Gerechtigkeit?

Dossier / Travail de Séminaire , 2013 , 20 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Henning Gädeken (Auteur)

Philosophie - Philosophie au XVIIe et XVIIIe siècle
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Résumé Extrait Résumé des informations

Primärer Gegenstand der vorliegenden Hausarbeit ist die Eigentumstheorie des John
Locke aus seinem politischen Hauptwerk „Two Treatises of Government“. Diese soll
im Hinblick auf ihren sozialen Gerechtigkeitsanspruch analysiert werden. Die
Anregung zu diesem Thema ergab sich aus der Lektüre des Kurses
„Sozialphilosophie des 18. Jahrhunderts“ als Bestandteil des Moduls 3E „Diskursiver
Entwurf: Wissen, Aufklärung, Handeln“ des Studienganges „Europäische Moderne:
Geschichte und Literatur“. [...] Die deutsche Übersetzung „Zwei Abhandlungen über die Regierung“, die von Hans
Jörn Hoffmann übersetzt und von Walter Euchner herausgegeben wurde, wird als
Hauptquelle zur Lockeschen Eigentumstheorie genutzt und soll bei der Beantwortung
nachstehender Fragestellung helfen:
• Ist John Lockes Eigentumstheorie als Ausdruck sozialer Gerechtigkeit zu
verstehen?
Die Fragestellung zielt auf die „Soziale Frage“ ab. Untersucht werden soll, ob Locke
in seiner Lehre vom Eigentum im Naturzustand und nach Einführung des Geldes
sowohl für die besitzende als auch für die nicht-besitzende Bevölkerung
argumentierte oder aber mit seinen Aussagen nur für eine der beiden Seiten eintrat.
Zum Verständnis der Thematik werden in Kapitel 2 Gründe für die Entstehung von
Lockes Eigentumstheorie aufgezeigt, die sich aus seiner kritischen
Auseinandersetzung mit der politischen Theorie des Sir Robert Filmers ergab.
Im dritten theoretischen Kapitel dieser Arbeit soll die Eigentumstheorie von John
Locke vor und nach der Einführung der Geldwirtschaft thematisiert sowie staatliche
Eingriffe zur Sicherung des Eigentums aufgezeigt werden.
Kapitel 4 zielt darauf ab, Lockes Eigentumstheorie vor dem Hintergrund der sozialen
Gerechtigkeit zu beleuchten und schließlich die zentrale Fragestellung dieser
Hausarbeit zu beantworten.
In der Schlussbetrachtung wird ein Fazit der Lockeschen Eigentumstheorie gezogen
und deren Auswirkungen auf die Gesellschaft im England des 17. Jahrhunderts
aufgezeigt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. ZUR ENTSTEHUNG VON LOCKES EIGENTUMSTHEORIE

3. EIGENTUMSTHEORIE NACH JOHN LOCKE

3.1 EIGENTUM IM NATURZUSTAND

3.2 EIGENTUM NACH EINFÜHRUNG DER GELDWIRTSCHAFT

3.3 STAATLICHE EINGRIFFE ZUR SICHERUNG DES EIGENTUMS

4. WIRKUNG VON LOCKES EIGENTUMSTHEORIE AUF DIE SOZIALE FRAGE

5. SCHLUSSBETRACHTUNG: AUSWIRKUNGEN VON LOCKES EIGENTUMSTHEORIE AUF DIE ENGLISCHE GESELLSCHAFT DES 17. JAHRHUNDERTS

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Eigentumstheorie von John Locke aus seinem Werk „Two Treatises of Government“ im Hinblick auf ihren sozialen Gerechtigkeitsanspruch und untersucht, ob diese Theorie primär die Interessen der besitzenden oder der nicht-besitzenden Bevölkerung vertritt.

  • Grundlagen der Entstehung von Lockes Eigentumstheorie
  • Eigentumsbegriffe vor und nach Einführung der Geldwirtschaft
  • Die Rolle staatlicher Eingriffe zur Eigentumssicherung
  • Soziale Auswirkungen und der Ausschluss der nicht-besitzenden Klasse

Auszug aus dem Buch

3.1 Eigentum im Naturzustand

In der politischen und philosophischen Ideengeschichte John Lockes gab es bereits im herrschaftslosen Naturzustand, der einem Status quo ohne politische Macht und fixiertes Recht entsprach, Privateigentum. Locke vertrat die traditionelle Sichtweise, dass die Erde und die Früchte der Erde den Menschen von Gott zur Selbsterhaltung der menschlichen Rasse gemeinsam gegeben worden waren. Eine private Aneignung aus dem Gemeinschaftseigentum konnte Locke zufolge nur durch Arbeit des Einzelnen geschehen, der wiederum Eigentümer seiner eigenen Person sein musste.

„Im Prozeß der Arbeit wird ein herrenloser äußerer Gegenstand mit Geistes- und Körperkraft ‚gemischt‘ und wird somit zum Privateigentum des Menschen… Des Weiteren berechtigt die Aneignung dieses Gegenstandes den Eigentümer zu dessen freien Gebrauch, solange dabei nicht die Freiheiten eines anderen verletzt werden.“

Der Grund und Boden ging in dem Moment vom Gemeinbesitz in Privatbesitz über, wo eine Bearbeitung stattfand. Eine Zustimmung der anderen Menschen bei einer privaten Appropriation war Lockes Ansicht nach nicht vonnöten.

„…Wäre eine solche Zustimmung notwendig gewesen, so wären alle Menschen verhungert, ungeachtet des Überflusses, den Gott ihnen gegeben hat…“

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung führt in das Werk und die Fragestellung ein, ob Lockes Eigentumstheorie als Ausdruck sozialer Gerechtigkeit verstanden werden kann.

2. ZUR ENTSTEHUNG VON LOCKES EIGENTUMSTHEORIE: Dieses Kapitel erläutert die Entstehungsgeschichte der Eigentumstheorie durch die kritische Auseinandersetzung Lockes mit der politischen Philosophie von Sir Robert Filmer.

3. EIGENTUMSTHEORIE NACH JOHN LOCKE: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Eigentumsbegriffs sowie die Auswirkungen der Geldwirtschaft und die Notwendigkeit staatlicher Eingriffe dargelegt.

3.1 EIGENTUM IM NATURZUSTAND: Untersuchung der Aneignung von Eigentum durch Arbeit im Naturzustand unter Berücksichtigung der Aneignungsschranken.

3.2 EIGENTUM NACH EINFÜHRUNG DER GELDWIRTSCHAFT: Analyse der Zäsur durch das Geld, welches die ursprünglichen Aneignungsschranken auflöste und zu ungleicher Besitzverteilung führte.

3.3 STAATLICHE EINGRIFFE ZUR SICHERUNG DES EIGENTUMS: Darstellung der Gründe für den Eintritt in eine bürgerliche Gesellschaft, insbesondere zum Schutz des Eigentums durch Gesetze und eine Exekutive.

4. WIRKUNG VON LOCKES EIGENTUMSTHEORIE AUF DIE SOZIALE FRAGE: Kritische Reflexion über die soziale Ungerechtigkeit und den Ausschluss der nicht-besitzenden Klasse aus der staatlichen Absicherung.

5. SCHLUSSBETRACHTUNG: AUSWIRKUNGEN VON LOCKES EIGENTUMSTHEORIE AUF DIE ENGLISCHE GESELLSCHAFT DES 17. JAHRHUNDERTS: Fazit zur historischen Bedeutung von Lockes Theorie für das aufkommende Bürgertum und den Frühkapitalismus.

Schlüsselwörter

John Locke, Eigentumstheorie, Two Treatises of Government, Soziale Gerechtigkeit, Naturzustand, Privateigentum, Arbeit, Geldwirtschaft, Besitzbürgertum, soziale Frage, Gesellschaftsvertrag, Frühkapitalismus, Aneignungsschranken, Widerstandsrecht, Politische Philosophie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Eigentumstheorie von John Locke aus seinem politischen Hauptwerk und prüft kritisch deren sozialen Gerechtigkeitsanspruch.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Entstehung der Eigentumstheorie, die Bedeutung von Arbeit als Eigentumsquelle, die Auswirkungen der Geldwirtschaft und die Rolle des Staates beim Schutz von Eigentum.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob Lockes Theorie soziale Gerechtigkeit fördert oder lediglich einseitig die Interessen der besitzenden Klasse schützt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer ideengeschichtlichen Analyse der politischen Schriften John Lockes unter Einbeziehung relevanter Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des Naturzustands, die Auswirkungen des Geldes auf das Eigentumsrecht und die staatlichen Maßnahmen zur Sicherung dieses Eigentums.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Eigentum, soziale Frage, Naturzustand, Arbeitsteilung, Besitzindividualismus und liberale Vertragstheorie.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Staates?

Der Autor zeigt auf, dass für Locke der Staat primär dazu dient, bestehendes Eigentum zu sichern, wobei er jedoch soziale Verteilungsgerechtigkeit vernachlässigt.

Was ist das Ergebnis bezüglich der „sozialen Frage“?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Locke keine soziale Gerechtigkeit für die nicht-besitzende Bevölkerung vorsah und Lohnarbeiter in seiner Theorie kaum geschützt wurden.

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Résumé des informations

Titre
John Lockes Eigentumstheorie - Eine Theorie der sozialen Gerechtigkeit?
Université
University of Hagen  (Historisches Institut)
Cours
Diskursiver Entwurf:Wissen, Aufklärung, Handeln
Note
2,0
Auteur
Henning Gädeken (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
20
N° de catalogue
V211248
ISBN (ebook)
9783656393061
ISBN (Livre)
9783656394525
Langue
allemand
mots-clé
john lockes eigentumstheorie eine theorie gerechtigkeit
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Henning Gädeken (Auteur), 2013, John Lockes Eigentumstheorie - Eine Theorie der sozialen Gerechtigkeit?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211248
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Extrait de  20  pages
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