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Spekulationsblasen und ihre Berücksichtigung in der Asset Allocation

Title: Spekulationsblasen und ihre Berücksichtigung in der Asset Allocation

Diploma Thesis , 2012 , 79 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Michael Ledvinka (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Ereignisse wie die Asienkrise 1997, das Platzen der New Economy Blase
um die Jahrtausendwende und die Subprime- und Kreditkrise ab 2007
haben tiefe Spuren hinterlassen. Anleger erlitten in diesen Zeiten schwere
Wertminderungen ihrer Portfolios bis hin zum Totalverlust ihres
Vermögens.
Enttäuschung und Frustration über die scheinbare Hilflosigkeit der
Investmentbranche machte sich breit und die Risikoaversion der
Marktteilnehmer stieg zusehends an. Die vermeintlich zunehmende
Häufigkeit spekulativer Booms mit anschließenden Kurseinbrüchen und
das Versagen der Investmentbranche in solchen Krisenzeiten führte zu
einer Desillusionierung hinsichtlich des Erfolgs der traditionellen Asset
Allocation.
Im Zuge dieser Entwicklungen wurden viele von der Notwendigkeit eines
Paradigmenwechsels im Portfolio Management überzeugt. Die
mangelhafte Prognosefähigkeit der traditionellen Asset Allocation in solch
hochvolatilen Zeiten begünstigte die Entwicklung moderner Verfahren, die
diese riskanten Phasen besser berücksichtigen und umschiffen sollen.
In der vorliegenden Diplomarbeit werden neben langjährig erprobten
Ansätzen auch neuere risikoorientierte Verfahren präsentiert, die der
zunehmenden Dynamik der Kapitalmärkte Rechnung tragen.
Im zweiten Kapitel dieser Arbeit wird zunächst das Phänomen
spekulativer Blasen näher beleuchtet. So werden die charakteristischen
Entwicklungsphasen einer Spekulationsblase von der Auslösung über das
Wachstum bis hin zum Zusammenbruch dargestellt.
Das dritte Kapitel widmet sich der begrenzten Rationalität der
Marktteilnehmer, welche die Entwicklung spekulativer Blasen erst
ermöglicht. Zunächst werden hier einige Annahmen der modernen
Kapitalmarkttheorie mit ihrem Idealbild des Homo oeconomicus dargelegt
und auf ihre Praxistauglichkeit überprüft. Anschließend wird der
verhaltenswissenschaftlich fundierte Ansatz der Behavioral Finance
Theorie vorgestellt und einige Erkenntnisse aus dieser verhältnismäßig
jungen Disziplin präsentiert.
Kapitel 4 beschreibt das Prinzip der Asset Allocation, also allgemein der
Aufteilung (Allocation) des für die Investition zur Verfügung stehenden
Geldvermögens auf die zur Auswahl stehenden Anlagemöglichkeiten
(Assets). Neben der zugrunde liegenden Portfolio Selection nach Harry
M. Markowitz und dem Capital Asset Pricing Model werden die
verschiedenen Dimensionen der Asset Allocation beschrieben. So wird neben der Strategischen Asset Allocation und der Taktischen Asset
Allocation auch ...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 SPEKULATIONSBLASEN

2.1 Hintergrund und Begriffsbestimmung

2.2 Charakteristische Entwicklung spekulativer Blasen

2.2.1 Entstehung spekulativer Blasen

2.2.2 Wachstum spekulativer Blasen

2.2.3 Zusammenbruch spekulativer Blasen

3 DIE BEHAVIORAL FINANCE THEORIE

3.1 Der Homo oeconomicus und die Grenzen der modernen Kapitalmarkttheorie

3.2 Ein neuer Forschungsansatz: Die Behavioral Finance

3.2.1 Begriffsbestimmung

3.2.2 Erkenntnisse der Behavioral Finance Theorie

3.2.2.1 Heuristiken

3.2.2.2 Kognitive Dissonanz

3.2.2.3 Kontrollbedürfnis

3.2.2.4 Die drei Typen von Marktteilnehmern

3.3 Die praktische Relevanz der Behavioral Finance

4 ASSET ALLOCATION

4.1 Grundlagen

4.1.1 Begriffsbestimmung

4.1.2 Portfolio Selection

4.1.3 Das Capital Asset Pricing Model

4.2 Die Dimensionen der Asset Allocation

4.2.1 Die Strategische Asset Allocation

4.2.2 Die Taktische Asset Allocation

4.2.3 Aktive und Passive Asset Allocation

5 ANSÄTZE ZUR BERÜCKSICHTIGUNG SPEKULATIVER BLASEN IN DER ASSET ALLOCATION

5.1 Mängel der traditionellen Asset Allocation in Zeiten hochvolatiler Kurse

5.2 Risikoorientierte Ansätze zur Berücksichtigung spekulativer Blasen

5.2.1 Die Dynamische Asset Allocation

5.2.2 Die Multi Asset Allocation

5.2.3 Die Portfolio Insurance

5.2.3.1 Stop-Loss Strategien

5.2.3.2 Protective Put

5.2.3.3 Portfolio-Insurance mit Calls

5.2.3.4 Synthetischer Put

5.2.3.5 Constant-Mix-Strategie und „Constant Proportion“-Portfolio-Insurance

5.2.3.6 Kasse-Short-Put-Switch

6 ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung von Spekulationsblasen und die Analyse moderner Verfahren zur Asset Allocation, um Kapitalmarktinvestitionen in hochvolatilen Marktphasen besser gegen Kursverluste abzusichern.

  • Phänomenologie und Entwicklungsphasen spekulativer Blasen.
  • Grenzen des klassischen Homo oeconomicus-Modells durch Behavioral Finance.
  • Grundlagen der Asset Allocation und moderne Portfoliomanagement-Ansätze.
  • Risikoorientierte Strategien wie Portfolio Insurance und deren Ausgestaltung.

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Entstehung spekulativer Blasen

Spekulationsblasen geht häufig ein exogener Schock voraus, welchen Robert J. Shiller in seinem Werk „Irrational Exuberance“ mit dem Begriff „New Era Economic Thinking“ umschreibt. Solch exogene Ereignisse begünstigen die Entstehung spekulativer Blasen in erheblichem Maße. Bezeichnend für das „New Era Economic Thinking“ ist die zu diesen Zeiten weitverbreitete Annahme, dass sich die Zukunft positiver und weniger ungewiss darstellen wird, als dies in der Vergangenheit der Fall war. Dieser Optimismus nährt sich aus bahnbrechenden Erfindungen, die technischen Fortschritt und steigende Gewinnchancen mit sich bringen und eine vermeintlich neue Ära einleiten.

Das Auftreten des Internets Mitte der 90er Jahre wurde beispielsweise von vielen Beobachtern als ein fundamentales Ereignis interpretiert, das die Produktivität der Wirtschaft erhöhen werde. Zweifelsohne hat das Internet als Kommunikations- und Vertriebssystem die Produktivität gesteigert. Um allerdings festzustellen, ob diese Erfindung schnelleres wirtschaftliches Wachstum als in der Vergangenheit generiert, bedarf es eines Vergleichs mit ähnlich bahnbrechenden Erfindungen der Vergangenheit. Der Postdienst, die Eisenbahn, Telegraphen, das Automobil und das Flugzeug, das Radio oder auch moderne Autobahnen sind äquivalente Erfindungen, die zu ihrer Zeit einen beträchtlichen Effekt auf die Volkswirtschaft hatten.

Es ist kaum nachweisbar, ob das Internet einen größeren Einfluss auf das Wachstum der Wirtschaft in den 90er Jahren hatte, als es diese Erfindungen auf die Wirtschaft zu ihrer Zeit hatten. Demnach gibt es auch keine Anhaltspunkte, die heutzutage schnelleres Wachstum als in der Vergangenheit vermuten lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet das Versagen der traditionellen Asset Allocation während der großen Finanzmarktkrisen und definiert den Rahmen für die Untersuchung spekulativer Blasen und neuer Lösungsansätze.

2 SPEKULATIONSBLASEN: Dieses Kapitel analysiert die Entstehung, das Wachstum und den Zusammenbruch spekulativer Blasen unter Einbeziehung ökonomischer Theorien wie der Feedback-Theorie.

3 DIE BEHAVIORAL FINANCE THEORIE: Hier werden die Grenzen der modernen Kapitalmarkttheorie aufgezeigt und die Bedeutung psychologischer Faktoren sowie Heuristiken für das Anlegerverhalten erläutert.

4 ASSET ALLOCATION: Dieses Kapitel beschreibt die theoretischen Grundlagen der Portfoliostrukturierung, einschließlich des CAPM und der Unterscheidung zwischen strategischen und taktischen Ansätzen.

5 ANSÄTZE ZUR BERÜCKSICHTIGUNG SPEKULATIVER BLASEN IN DER ASSET ALLOCATION: Der Hauptteil präsentiert moderne, risikoorientierte Investmentkonzepte, um dynamisch auf Marktvolatilität zu reagieren, darunter Multi Asset Allocation und Portfolio Insurance Strategien.

6 ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass neue Strategien das Portfoliomanagement unterstützen, aber keine vollständige Vorhersagegarantie bieten.

Schlüsselwörter

Spekulationsblasen, Asset Allocation, Behavioral Finance, Homo oeconomicus, Portfolio Insurance, Feedback-Theorie, Markteffizienz, Risikoaversion, Heuristiken, Dynamische Asset Allocation, Multi Asset Allocation, Value at Risk, Stop-Loss Strategien, Protective Put, Kapitalmarkt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht die Ursachen spekulativer Blasen und präsentiert moderne Strategien zur Portfolio-Absicherung, um in instabilen Kapitalmarktphasen das Verlustrisiko zu minimieren.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit verknüpft die Phänomenologie spekulativer Blasen mit den verhaltenswissenschaftlichen Erkenntnissen der Behavioral Finance und überträgt diese auf praktische Konzepte der Asset Allocation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die mangelnde Prognosefähigkeit der traditionellen Portfolioverwaltung in hochvolatilen Zeiten aufzuzeigen und risikoorientierte Ansätze zur Verlustvermeidung zu validieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch die Analyse bestehender ökonomischer Fachliteratur, verhaltenswissenschaftlicher Modelle und quantitativer Investitionsstrategien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse von Spekulationsblasen, die Auseinandersetzung mit der Behavioral Finance sowie die Vorstellung konkreter Strategien zur Asset Allocation und Portfolio Insurance.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Spekulationsblasen, Behavioral Finance, Asset Allocation, Portfolio Insurance, Risikoaversion und Markteffizienz.

Was besagt die „Feedback-Theorie“ in Bezug auf Blasenbildung?

Sie beschreibt, wie anfängliche Preissteigerungen durch das Verhalten der Anleger weitere Käufe auslösen und somit einen sich selbst verstärkenden Prozess in Gang setzen, der den Preis massiv vom Fundamentalwert entkoppelt.

Warum wird der „Homo oeconomicus“ in der Arbeit kritisch gesehen?

Weil das Modell von rein rationalem Handeln ausgeht, was durch die wiederkehrende Bildung von spekulativen Blasen und nachgewiesene psychologische Verzerrungen in der Praxis widerlegt wird.

Was unterscheidet eine „Strategische“ von einer „Dynamischen“ Asset Allocation?

Die strategische Ausrichtung ist langfristig und statisch, während die dynamische Asset Allocation das Portfolio aktiv auf Basis von Risikokennzahlen (wie VaR) steuert, um Verlusten proaktiv entgegenzuwirken.

Was ist die Funktion des „Floor“ bei einer Portfolio Insurance Strategie?

Der Floor ist ein vorab definierter Mindestwert des Portfolios; die Strategie zielt darauf ab, durch Umschichtungen in risikofreie Anlagen sicherzustellen, dass dieser Wert während der Laufzeit nicht unterschritten wird.

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Details

Title
Spekulationsblasen und ihre Berücksichtigung in der Asset Allocation
College
University of Applied Sciences Aschaffenburg  (Wirtschaft und Recht)
Course
Diplomarbeit Finance
Grade
2,0
Author
Michael Ledvinka (Author)
Publication Year
2012
Pages
79
Catalog Number
V211287
ISBN (eBook)
9783656390053
ISBN (Book)
9783656390183
Language
German
Tags
Spekulationsblase Asset Allocation Finance Volatilität Finanzmanagement Behavioral Finance
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Ledvinka (Author), 2012, Spekulationsblasen und ihre Berücksichtigung in der Asset Allocation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211287
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