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Grüne Parteien in Westeuropa - Entstehung und Entwicklung grüner Parteien im Ländervergleich

Title: Grüne Parteien in Westeuropa - Entstehung und Entwicklung grüner Parteien im Ländervergleich

Term Paper (Advanced seminar) , 2000 , 31 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Tobias Benner (Author)

Politics - Region: Western Europe
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Grüne Parteien existieren mittlerweile in nahezu allen Ländern Europas. In einigen Ländern sind sie auch an Koalitionsregierungen als Juniorpartner beteiligt.
Die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte der grünen Parteien in den einzelnen Ländern weist große Gemeinsamkeiten, aber auch Gegensätze auf. Vor allem bei einer Einstufung der Parteien auf der Skala von politisch links bis rechts ergeben sich Unterschiede und Schwierigkeiten, da einzelne Politikfelder rechts, andere wiederum links zu bewerten sind.

Im Zuge der europäischen Vereinigung stehen die Grünen Europas vor einer ungleich schwereren Aufgabe als die europäischen Konservativen oder Sozialisten. Es ist mehr als fraglich, ob der gemeinsame Nenner, das Themenfeld der Ökologie ausreicht, um auf europäischer Ebene dauerhaft als eine Fraktion aufzutreten und zukünftig eine europäische grüne Partei zu schaffen.

Die innerparteilichen Auseinandersetzungen gerade bei den deutschen Grünen waren von Anfang an begleitet von starken Flügelkämpfen, Rücktritten und Parteiaustritten. Die Auseinandersetzungen zeigten klar, dass es auch für die Grünen kein Ausbrechen aus dem links-rechts-Gefüge der klassischen Parteienlandschaft gab und selbst das Thema Ökologie in diesem bewertet werden musste.

Das vorliegende Werk versucht anhand der Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte von drei ausgewählten grünen Parteien in Europa (Deutschland, Frankreich, Schweden) Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzuzeigen.
Anhand der inhaltlichen Besetzung der Politikfelder Arbeit, Wirtschaft und Soziales, Umwelt und Energie, sowie der Europapolitik bei den ausgewählten Parteien soll die politische Spannweite der Grünen gezeigt werden: von gemäßigt-liberal wie in Deutschland über politisch links wie in Frankreich bis zu teilweise rechten Themenschwerpunkten wie in Schweden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

1.2. Forschungsstand und Materiallage

1.3. Fragestellung

2. Grüne Parteien auf nationaler Ebene

2.1. Die deutschen Grünen: Bündnis 90/ Die Grünen

2.1.1. Voraussetzung für die grüne Partei in Deutschland

2.1.2. Entstehung der grünen Partei Deutschlands

2.1.3. Entwicklung der deutschen Grünen

2.1.4. Programmatische Schwerpunkte und Inhalte

2.1.4.1. Arbeit, Wirtschaft und Soziales

2.1.4.2. Umwelt und Energie

2.1.4.3. Europa

2.2. Die französischen Grünen: Les Verts

2.2.1. Voraussetzung für die grüne Partei in Frankreich

2.2.2. Entstehung der grünen Partei Frankreichs

2.2.3. Entwicklung der französischen Grünen

2.2.4. Programmatische Schwerpunkte und Inhalte

2.2.4.1. Arbeit, Wirtschaft und Soziales

2.2.4.2. Umwelt und Energie

2.2.4.3. Europa

2.3. Die schwedischen Grünen: Miljöpartiet de Gröna

2.3.1. Voraussetzung für die grüne Partei in Schweden

2.3.2. Entstehung der grünen Partei Schwedens

2.3.3. Entwicklung der schwedischen Grünen

2.3.4. Programmatische Schwerpunkte und Inhalte

2.3.4.1. Arbeit, Wirtschaft und Soziales

2.3.4.2. Umwelt und Energie

2.3.4.3. Europa

3. Inhaltlicher Vergleich: Bündnis 90/ Die Grünen, Les Verts, Miljöpartiet de Gröna

3.1. Arbeit, Wirtschaft und Soziales

3.2. Umwelt und Energie

3.3. Europa

4. Resümee

4.1. Entwicklungsgeschichte

4.2. Programmatik

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte sowie die programmatischen Ausrichtungen dreier ausgewählter grüner Parteien (Deutschland, Frankreich, Schweden), um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihrer politischen Spannweite aufzuzeigen und die Frage nach ihrer Eignung als einheitliche europäische Parteienfamilie zu beleuchten.

  • Vergleichende Analyse der Entstehung grüner Parteien auf nationaler Ebene.
  • Untersuchung der programmatischen Schwerpunkte in den Bereichen Wirtschaft/Soziales, Umwelt/Energie und Europapolitik.
  • Bewertung der ideologischen Spannweite von gemäßigt-liberalen bis hin zu radikalen Positionen.
  • Erörterung der Zukunftsfähigkeit einer einheitlichen grünen Partei in Europa unter Berücksichtigung nationaler Divergenzen.

Auszug aus dem Buch

2.1.3. Entwicklung der deutschen Grünen

In ihrer 20-jährigen Geschichte ist der Wandel der Grünen von einer reinen Oppositions- und Protestpartei zu einer regierungswilligen Partei mit breitgefächerten Politikinhalten die wohl bedeutendste Entwicklungslinie. Diese Entwicklung war stets von ideologischen Gegensätzen und innerparteilichen Machtkämpfen begleitet, die in ihren Auswüchsen oftmals radikal und chaotisch wirkten und das öffentliche Bild der Partei nachhaltig prägten. Beginnend mit der Debatte um das „Saarbrücker Bundesprogramm“ entbrannte 1980 innerhalb der Partei die Diskussion zwischen konservativen Ökologen und der dominierenden Linken. Bereits wenige Monate nach ihrer Gründungsversammlung (12.-13. Januar 1980) grenzte sich die junge Partei dogmatisch nach rechts ab, was zur Abspaltung des bürgerlichen Lagers und dessen späterer Begründung der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) führte.

Auch wenn sich dadurch das Spektrum der Partei auf antikapitalistische und radikaldemokratische Positionen verengte, war es immer noch zu breit gefächert, um die Partei handlungsfähig zu machen. Besonders das Verhältnis zwischen Ökologie und Ökonomie galt es zu klären, als im Oktober 1982 die Bonner Regierung wechselte und vorgezogene Neuwahlen eine erneute Chance für den Einzug in den Bundestag bieten sollten. Im Vorfeld dieser Wahlen fielen die Beschlüsse über das Rotationsprinzip Grüner Abgeordneter und der Einzahlung von Teilen derer Diäten in sogenannte Öko-Fonds. Bei der Bundestagswahl am 5. März 1983 erreichten die Grünen einen Stimmenanteil von 5,6 %.

Innerhalb der ersten Bundestagsfraktion kristallisierte sich ein „Führungskreis von Realos“ um Otto Schilly und Joschka Fischer heraus, der vergleichsweise moderate Positionen bezog und von da an in permanenter Spannung zu den „Radikalökologen“ und Fundamentalisten („Fundis“) wie beispielsweise Petra Kelly stehen sollten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein, definiert den Forschungsstand und formuliert die leitenden Forschungsfragen bezüglich der politischen Rolle grüner Parteien.

2. Grüne Parteien auf nationaler Ebene: Das Kapitel bietet eine detaillierte Analyse der historischen Entstehung und Entwicklung der grünen Parteien in Deutschland, Frankreich und Schweden.

3. Inhaltlicher Vergleich: Bündnis 90/ Die Grünen, Les Verts, Miljöpartiet de Gröna: Hier werden die programmatischen Standpunkte der untersuchten Parteien hinsichtlich Wirtschaft, Umwelt und Europapolitik in Form von Übersichtstabellen direkt gegenübergestellt.

4. Resümee: Das Fazit zieht eine Bilanz der Entwicklungsgeschichte und Programmatik, um die Chancen für eine vereinte europäische grüne Partei zu bewerten.

Schlüsselwörter

Grüne Parteien, Westeuropa, Parteienfamilie, Ökologie, politische Entwicklung, Programmatik, Umweltpolitik, Europapolitik, Bündnis 90/ Die Grünen, Les Verts, Miljöpartiet de Gröna, politisches Spektrum, Parteigründung, Wirtschaftspolitik, Sozialpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Entstehung und der inhaltlichen Entwicklung grüner Parteien in Westeuropa am Beispiel von Deutschland, Frankreich und Schweden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themenfelder sind die historische Entstehungsphase, die programmatische Ausrichtung in den Politikbereichen Arbeit/Wirtschaft, Umwelt/Energie sowie die europapolitische Haltung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der genannten Parteien aufzuzeigen, um die Frage zu klären, ob sie eine gemeinsame Parteienfamilie bilden und inwieweit eine zukünftige Einheit auf europäischer Ebene möglich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewendet?

Die Arbeit basiert auf einem Ländervergleich, bei dem sowohl die Entwicklungsgeschichte als auch die programmatischen Inhalte der Parteien systematisch gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden für jedes der drei Länder die Voraussetzungen der Parteigründung, deren historische Entwicklung bis Ende der 90er Jahre sowie spezifische programmatische Schwerpunkte detailliert dargelegt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Parteienfamilie, Ökologie, politische Spannweite, Basisdemokratie, Realos vs. Fundis und Europäische Integration geprägt.

Warum wird die schwedische Partei "Miljöpartiet" in der Arbeit besonders hervorgehoben?

Sie wird hervorgehoben, da sie sich nur schwer in ein klassisches Rechts-Links-Schema einordnen lässt und eine konsequente Anti-EU-Haltung vertritt, die im Kontrast zu den anderen betrachteten Parteien steht.

Wie unterscheidet sich die Rolle der französischen Grünen?

Die französischen Grünen fordern eine neue Republik und vertreten teils deutlich staatsinterventionistische Positionen, die klassisch linke wirtschaftspolitische Forderungen widerspiegeln.

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Details

Title
Grüne Parteien in Westeuropa - Entstehung und Entwicklung grüner Parteien im Ländervergleich
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Politikwissenschaft 1)
Course
Politische Parteien und Parteisysteme in Westeuropa
Grade
1,0
Author
Tobias Benner (Author)
Publication Year
2000
Pages
31
Catalog Number
V21132
ISBN (eBook)
9783638248204
ISBN (Book)
9783638729871
Language
German
Tags
Grüne Parteien Westeuropa Entstehung Entwicklung Parteien Ländervergleich Politische Parteien Parteisysteme Westeuropa
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Benner (Author), 2000, Grüne Parteien in Westeuropa - Entstehung und Entwicklung grüner Parteien im Ländervergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/21132
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