Der Zusammenbruch der Deutschen Demokratischen Republik ist mittlerweile fast 22 Jahre her. Umso wichtiger ist die Aufarbeitung der Geschichte dieses Staates. Ziel des Geschichtsunterrichts ist es, den Schülern und Schülerinnen die vielfältigen und komplexen Ereignisse aus der Vergangenheit näher zu bringen. Der Fokus, der deutschen Aufarbeitung lag bis zu diesem Zeitpunkt eher auf das 19. und die erste Hälfte des 20. Jahrhundert. Die Aufarbeitung der deutsch-deutschen Geschichte erscheint mir immer noch nicht ausreichend. Aus diesem Grund habe ich mir als angehende Geschichtslehrerin das Ziel gesetzt, gerade diese Aspekte der deutschen Geschichte genauer zu beleuchten. Die nachkommenden Generationen kennen die DDR nur noch aus den Erzählungen der Eltern und Großeltern. Dabei besteht die Gefahr, dass Erlebnisse und Ereignisse nicht objektiv berichtet werden. Aus solchen Situationen können dann Vorurteile und Abneigungen entstehen.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Sachanalyse
Didaktische Analyse
Methodisches Vorgehen
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist es, den Spielfilm „Berlin – Ecke Schönhauser“ hinsichtlich seiner historischen Aussagekraft zu untersuchen und seine didaktische Eignung für den Geschichtsunterricht zu bewerten, um Schülern ein differenzierteres Bild der DDR-Jugendkultur zu vermitteln.
- Analyse filmischer Ausdrucksformen als historische Quelle
- Didaktische Potenziale und Herausforderungen der Filmarbeit im Geschichtsunterricht
- Untersuchung des DDR-Zeitgeists am Beispiel von „Berlin – Ecke Schönhauser“
- Projektorientierte methodische Ansätze zur Filmintegration
- Vergleich von Ost- und West-Jugendkulturen der 1950er Jahre
Auszug aus dem Buch
Sachanalyse
Thema dieser Hausarbeit ist der Film. Unter einem Film kann man sich bewegte Bilder in unterschiedlicher Anordnung mit bestimmten Stilmitteln vorstellen. Das bedeutet, dass mit Hilfe von Filmen Sachverhalte und Szenarien inszeniert werden.
Die Art der Geschichte, die in dem Film behandelt wird und die Inszenierung werden zwischen unterschiedlichen Filmarten unterschieden. Darunter zählen Filmdokumente, Dokumentarfilme, historische Spielfilme und Geschichtsfilme. Um Filme entsprechenden Gattungen zuordnen zu können, werden zwei Kriterien benötigt. Zu einem muss unterschieden werden, ob der Film selbst eine Quelle ist oder ein relativ aktuell produziert ist. Die Betonung liegt auf relativ, weil jeder produzierte Film ein Zeugnis der aktuellen Zeit ist. Auch das Adjektiv „aktuell“ ist äußerst subjektiv, da der Zeitbegriff sehr dehnbar ist. Im Zuge dessen, dass das Beispiel dieser Hausarbeit der Film „Berlin – Ecke Schönhauser“ ist, verstehe ich unter Quellen die Filme, die zwischen 1945 bis 1990 produziert wurden.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Autorin begründet ihr Interesse an der Aufarbeitung der deutsch-deutschen Geschichte und erläutert die Bedeutung des Mediums Film als lehrreiche Quelle für das Verständnis historischer Prozesse.
Sachanalyse: Dieses Kapitel definiert den Film als historisches Medium und unterscheidet systematisch zwischen verschiedenen Filmarten wie Dokumentar- und Spielfilmen, wobei der Fokus auf dem Film „Berlin – Ecke Schönhauser“ liegt.
Didaktische Analyse: Hier werden die Chancen und Risiken der Filmarbeit im Unterricht abgewogen und Kriterien für die Auswahl geeigneter Filmmaterialien im Geschichtsunterricht aufgestellt.
Methodisches Vorgehen: Die Autorin skizziert ein konkretes Unterrichtsprojekt für die Oberstufe, bei dem die Schüler durch Filmanalyse und eigene Filmproduktionen ein tieferes Verständnis für die DDR-Geschichte entwickeln sollen.
Schlüsselwörter
Geschichtsunterricht, DDR, Berlin – Ecke Schönhauser, Filmanalyse, Historischer Spielfilm, Didaktik, Jugendkultur, DEFA, Ost-West-Konflikt, Zeitgeist, Quellenarbeit, Mediendidaktik, FDJ, Filmprojekt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Nutzung des DEFA-Films „Berlin – Ecke Schönhauser“ im Geschichtsunterricht zur Vermittlung der DDR-Geschichte.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen umfassen die Filmtheorie als historische Quelle, die didaktische Aufbereitung von Spielfilmen und die jugendliche Lebenswelt in der DDR der 1950er Jahre.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, die didaktische Anwendbarkeit des Films zu prüfen und ein Unterrichtsszenario zu entwerfen, das über eine rein passive Rezeption hinausgeht.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zur didaktischen Fundierung und eine fachwissenschaftliche Sachanalyse des ausgewählten Filmmaterials.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse des Mediums Film, eine didaktische Einordnung und ein konkretes methodisches Vorgehensmodell für den Unterricht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Geschichtsunterricht, DDR, Filmanalyse, Historischer Spielfilm und Zeitgeist.
Warum ist gerade „Berlin – Ecke Schönhauser“ als Beispiel gewählt worden?
Der Film gilt als authentisches Zeugnis der 1950er Jahre und bietet durch seine Entstehungsgeschichte sowie die Thematisierung von Jugendkonflikten vielfältige Anknüpfungspunkte für den Unterricht.
Welche Rolle spielt die „Tau-wetter-Periode“ in der Argumentation der Autorin?
Die Autorin ordnet den Film als klassisches Beispiel für diese Zeit ein, in der sich das gesellschaftliche Klima in der DDR kurzzeitig auflockerte und kritische Jugendthemen aufgegriffen werden konnten.
- Arbeit zitieren
- Christin Pinnecke (Autor:in), 2012, Der Film im Geschichtsunterricht: am Beispiel des Films „Berlin - Ecke Schönhauser“, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/211377